Sommerkonzert

Alles begann mit Henry Hamann, einem jungen Rhythmustalent, allein mit seiner Conga auf der Bühne: doch mit perfekter Choreografie schritt der Unterstufenchor singend durch die Aula – der ewige Kreis aus „König der Löwen“ zog das Publikum in seinen Bann. Anna Thommes übernahm im Laufe des Stücks ein Gesangssolo.

Darauf folgte der traurige Choral „Ecce homo qui est faba“ aus „Mr. Bean“, der eigentlich einen lustigen Text hat „Siehe da, der Mensch, der eine Bohne ist. Lebewohl der Mann, der eine Bohne ist.“

Nils Schlaback begleitete den Unterstufenchor mit dem Akkordeon beim hoffnungsvollen Chorgesang „Vois sur ton chemin“ aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“.

Die Leiterin des Unterstufenchors, Larissa Schnadt, testete die Musikalität des Publikums bei „Pop-di-dab“ von Wolfgang Koperski. Bei diesem „groovigen“ Lied begleiteten die Zuschauer den Chor mit einer Endlosschleife.

Emily Schlüchtermann begeisterte die Zuhörer mit ihrem schon vielfach unter Beweis gestellten Talent auf der Violine mit einer Bourrée und eine Gigue von Bach. Gemeinsam mit ihrem Bruder Leander am Klavier spielte sie anschließend „Oblivion“ von A. Piazzolla.

Der Mittel- und Oberstufenchor bewies sein Können bei „Believer“ von den Imagine Dragons und dem anspruchsvollen A Capella Lied „Royals“, das sehr klar und präzise vorgetragen wurde. Arim Jossé begleitete den Chor beim melancholisch-schönen „Mad world“ der 90-er Jahre Band ‚Tears for Fears‘. Den Höhepunkt des Konzerts bildete jedoch das Gute-Laune-Lied „Don’t stop me now… cause I’m havin‘ a good time“ von Freddy Mercury, welches von einem großen Instrumentalensemble und dem begeistert mitklatschenden Publikum begleitet wurde.

Hannah Grüne und Elias Friebe sangen gemeinsam „Slow Cheetah“ von den Red Hot Chili Peppers. Paul Richter und Julian Stoll – mit gespielten Starallüren – spielten und sangen in interessantem Outfit „Road trippin“, „Chronos feasts on his children“ und „Goodbye moonmen“.

Die Bigband unter der Leitung von Alvaro Blumenstock spielte Jazz-Klassiker wie „The Chicken“, „My Favorite Things“, das dunkel-anziehende Stück „Caravan“ mit fulminantem Ende, das Latino-Jazz-Stück „Angel“ sowie „Sing sind sing“.

„Was für ein wunderschöner Sommerabend, was für eine wunderbare Musik dazu.“ – Schulleiter Joachim Philipp war sichtlich stolz auf seine talentierten Schüler und engagierten Kollegen und dankte allen Beteiligten mit Blumen, Wein und Süßigkeiten.

Lernen lernen

Die Baustelle in Lingental ließ grüßen: Lerncoach Steffen Steitz vom gemeinnützigen Verein „LVB Lernen e.V.“ aus Berlin, der sich für eine gute Bildung und Chancengleichheit einsetzt, musste ungeplant einen großen Umweg auf sich nehmen. Derweil sprang Florian Günzel, Beratungslehrer am MBG ein und zeigte den wartenden Zuhörern anhand des Schuljahresplaners auf, wie das Thema „Lernen lernen“ am MBG gehandhabt werde.

Nachdem Steitz – die vielen Baustellen der Region nun kennend – angekommen war, referierte er: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Wir nutzen nur einen Bruchteil der Kapazitäten unseres Gehirns und bei geringem Training schrumpft die Lernkapazität.“

Über 70 Zuhörer waren der Einladung von Diana Paulus vom Gesamtelternbeirat Neckargemünd zu Steitzs Vortrag mit dem Thema „Lernen lernen“ in die Aula des Schulzentrums gefolgt. Nachdem Steitz die neurologischen Zusammenhänge erklärt hatte, durften die Besucher anhand von eindrücklichen Aufgaben und Tests selbst herausfinden, wie Lernen am besten funktioniert. Ganz nebenbei gab es zahlreiche Tipps wie die eigenen Kinder beim Lernen unterstützt werden können, denn die Eltern spielen beim erfolgreichen Lernen eine entscheidende Rolle, so Steitz. Das wichtigste sei, dass das Gelernte ins Langzeitgedächtnis übertragen werde. Hierfür benötigt das Gehirn viele Wiederholungen des Lernstoffs, doch wenige Minuten täglich reichen aus. Außerdem sollte vor und nach dem Lernen kein Medienkonsum erfolgen, denn dann funktioniert die Übertragung ins Langzeitgedächtnis weniger gut. Steitz empfahl auf eine ordentliche Struktur des Lernstoffs zu achten, z.B. in den Schulheften, und den Lernstoff in Kategorien zu unterteilen. Beim Lernen helfen Reime, Raps und Lernvideos, denn durch sie werden mehrere Sinneskanäle angesprochen. Kurze Wiederholungsrituale sollten täglich stattfinden und Steitz empfiehlt, bereits in der Grundschule damit zu beginnen. Auch am Ende der Ferien ist es sinnvoll, wieder mit dem Auffrischen des Lernstoffs zu beginnen.

Wichtig ist, dass Eltern und Pädagogen wissen: jeder hat einen anderen Zugang zum Lernen. Jedes Kind ist ein Mischtyp aus vier verschiedenen Lerntypen:

  • Der logisch-abstrakte Lerntyp hat eine schnelle Auffassungsgabe, ist sehr ehrgeizig und kompetitiv. Er arbeitet strukturiert und stellt sich gerne Herausforderungen.
  • Der sicherheitsliebende Lerntyp ist sehr ordentlich, braucht gute Strukturen und ist eher still.
  • Der emotionale Lerntyp ist ein langsamer Lerner, der Geborgenheit, Lob und Ermutigung braucht. Er neigt zu Selbstvorwürfen und Resignation.
  • Der kreativ-chaotische Lerntyp ist sehr fantasievoll, dabei jedoch oberflächlich und unordentlich. Strukturen liegen ihm fern.

Steitz empfahl seinen Zuhörern, die Stärken der Lernenden immer in den Vordergrund zu stellen und nicht die Schwächen. Alles müsse positiv formuliert werden, was nicht immer leicht sei. Positive Lernerfahrungen führen zu Erfolgserlebnissen und damit zu einer gesunden Einstellung dem Lernen gegenüber, so Steitz. In „Stressfächern“ sei es besser Nachhilfe zu organisieren, als den Familienfrieden in Gefahr zu bringen.

Gerst Start

„10, 9, 8, ….Takeoff!!!“, schallt es durch das Schulhaus – die Schüler des MBG fiebern beim Public Viewing des Raketenstarts lauthals mit.

„Alexander Gerst ist mein großes Idol und ich bin ganz schön aufgeregt! Ich hoffe, dass alles gut geht.“ – Kathleen Körte aus der Klasse 5c ist voller Aufmerksamkeit dabei, als sie und viele andere Schüler des Max-Born-Gymnasiums gemeinsam mit der engagierten Astronomie-Fachfrau Dr. Inge Thiering und Schulleiter Joachim Philipp den Raketenstart im RNF-Livestream verfolgen.

Seit dem 1.1.2018 ist das MBG auch Partner des RNF-Spaceflight Programms. Als Partnerschule erhält die Schule unentgeltlich und werbefrei Zugang zu Livebildern und Echtzeitdaten der wichtigsten aktuell arbeitenden Forschungssatelliten, der ISS und einiger Großteleskope der Welt.

Die Filmsequenzen können im Unterricht live zur Recherche vieler naturwissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Fragestellungen genutzt werden. Die Authentizität des Bildmaterials und das Miterleben von Events im Bereich der Astronomie bietet der Schule eine weitere Möglichkeit, das Interesse an aktuellen Fragestellungen aus Forschung und Technik zu fördern.

Am 6.6.18  verfolgten die Schüler beim „Public Viewing“ den Start von Alexander Gerst, dem ersten deutschen Commander der ISS, und seiner Crew, vom Weltraumbahnhof in Baikonur. Am 8.6.18 wird sein Andocken an die ISS wieder live zu sehen sein.

Natalie Little aus der 5b ist begeistert: „Der Start ist echt etwas Besonderes und ich habe richtig mitgefiebert.“ Sie und ihre Mitschüler aus der Astro-AG haben sich unter Anleitung von Dr. Inge Thiering kreativ und intensiv mit dem Thema Raumfahrt beschäftigt – „es ist sehr motivierend für die SchülerInnen, solche aktuellen Ereignisse und aktuelle Bilder von Wissenschaftssatelliten ansehen und hautnah miterleben zu dürfen“, so Dr. Thiering.