MBG nimmt am Wettbewerb Jugend forscht teil

Premiere bei wichtigstem Jungforscherwettbewerb Deutschlands 

Am 20.2.20 war es so weit. Nach mehr als einem Jahr Arbeit an ihren Forschungsprojekten, nahmen erstmalig zwei Forschergruppen der Science AG des Max-Born-Gymnasiums am Regionalwettbewerb Nordbaden teil. Lea Grabowski, Nele Rah und Anshel Nohl (alle K1) beschäftigten sich bei ihrem Projekt „Biopla“ mit der Herstellung eines neuen, biologisch abbaubaren Kunststoffes, um den Bergen von Plastikmüll Einhalt zu gebieten, die jeden Tag in die Umwelt gelangen. Außerdem wollten sie herausfinden, wie sich die winzigen Plastikartikel – das sogenannte Mikroplastik – auf die Lebewesen auswirken, die sie aufnehmen. Dazu nahmen sie Studien an Wasserflöhen vor.

Das zweite Team des MBG versuchte ein autonom fliegendes Flugzeug zu bauen. Dazu konstruierten und bauten Laura Beck, Jordan Körte und Jakob Staud (alle K1) zunächst selbst ein Flugzeug, um es dann so zu programmieren, dass es im Flug eigenständig steuern könnte.

Zum Weiterkommen in den Landeswettbewerb hat es zwar dieses Mal noch nicht gereicht, aber zwei Preise durften die Jungforscher trotzdem mit nach Hause nehmen: einen Buchpreis und ein „Magnetarium“, eine kleine Elementesammlung für den Chemieunterricht.

Wir freuen uns schon auf den Wettbewerb im nächsten Jahr, wenn wieder einige vielversprechende Teams unserer Schule mit tollen Ideen dabei sein werden!  (Wt)

Besuch bei EUMETSAT in Darmstadt am 24.01.2020

Am 24.01.2020 besuchten 10 Schüler des Max-Born-Gymnasiums Neckargemünd, darunter die Teilnehmer der KlimaAG und Schüler des Neigungskurs Geographie, den Sitz der EUMETSAT in Darmstadt, begleitet von Frau Brück und Frau Threimer.
EUMETSAT (EUropean Organisation for the Exploitation of METeorological SATellites) ist eine internationale Organisation, die verschiedene Satelliten zur Generierung von Wetter- und Klimadaten kontrolliert. Die Verarbeitung der Daten übernehmen dann die nationalen Wetterdienste der Mitgliedsländer.

Mit Betreten des Geländes verließen wir erstmal das deutsche Staatsgebiert, da wir internationalen Boden betraten, weshalb unsere Ausweise kontrolliert wurden. Zu Beginn unserer Führung schauten wir uns die zwei wichtigsten Wettersatelliten der Organisation an: Meteosat und Metop. Beides waren 1:1 Modelle und sahen aus wie aus einem schlechten Science-Fiction-Film, mit merkwürdigen Anbauten und seltsamen Formen. Der erste Satellit, Meteosat, ist ein zylinderförmiger, symmetrischer Satellit, welcher durch seine schnelle Rotation stabil auf der Kreisbahn gehalten wird. Er fliegt auf dem geostationären Orbit in 36.000 km Höhe. Alle Satelliten dieser Umlaufbahn fliegen mit derselben Geschwindigkeit um die Erde, wie diese um ihre eigene Achse rotiert. Dadurch befinden sich geostationäre Satelliten immer über einem spezifischen Punkt der Erdoberfläche, so dass sie nur Daten für aktuelle Wetterlagen liefern können. Der Metop hingegen umkreist die Erde von Pol zu Pol in einer Höhe von 817 km. Er liefert langfristige Wetter- und Klimadaten, indem er die Erdoberfläche streifenweise überfliegt.

In heutiger Zeit zunehmend wichtig ist auch die Entsorgung des durch Satelliten entstehenden Weltraumschrotts. Dies erfolgt bei Meteosat durch das Anheben in eine höhere Umlaufbahn, den sogenannten Friedhofsorbit. Bei Metop hingegen wird der zurückgebliebene Schrott in die Erdatmosphäre geschickt, wo er verglüht.

Obwohl der Vortrag zu den Satelliten sehr interessant war, waren wir alle glücklich als wir nach 45min ins warme Kontrollzentrum gingen um uns eine Präsentation anzuhören. Sobald ein Wettersatellit seine Umlaufbahn im Weltall erreicht hat, wird dessen Kontrolle von ESA an EUMETSAT abgegeben, von wo er dann bis zu seinem Lebensende kontrolliert wird. Der Kontrollraum ist rund um die Uhr bemannt und sieht mit den zahlreichen Bildschirmen aus wie einem Science-Fiction-Film entsprungen. Betreten dürfen Besucher den Kontrollraum leider nicht, aber man kann durch große Glasscheiben neugierig hineinschauen. Die Präsentation zeigte uns die Entwicklung der Generierung der Wetterdaten von primitiven Geräten bis zu modernster Technik.

In der Präsentation haben wir auch eindrucksvolle Bilder über die Veränderung des Klimas in den letzten 30 Jahren gesehen. Mit den Daten von EUMETSAT können Wissenschaftler den Klimawandel verfolgen und Prognosen für zukünftige Wetterereignisse und langfristige Klimaveränderungen errechnen.

Wir danken dem Freundeskreis für die finanzielle Unterstützung unserer interessanten Exkursion.
Letizia Sauer & Mareike Salome

MBG@LearnTec2020

Als digitale Leuchtturmschule der Metropolregion Rhein-Neckar war es den Kollegen des Max-Born-Gymnasiums Neckargemünd eine Selbstverständlichkeit, der Einladung der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH zu folgen, um interessierten Verantwortlichen anderer Bildungseinrichtungen Rede und Antwort zu stehen.

Die LearnTec gilt als eine der führenden Messen Europas im Bereich des digitalen Lernens. Am dortigen Marktplatz der Ideen, einem Areal innerhalb des Messegeländes, präsentierten die Kollegen des MBG als eine von insgesamt drei anwesenden Schulen ihre Best Practice Erfahrungen mit modernem und technologiegestütztem Unterricht.

Interesse bekundet wurde an den Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens durch interaktives Schülerfeedback, der Wissensvertiefung durch von Schülern erstellten Lernvideos und vor allem dem Einsatz der schulinternen Cloud, über welche auf zeitgemäßen Wegen digitales Material an MBG-Schüler ausgeteilt und kollaboratives Arbeiten ermöglicht wird.

Große Nachfrage erfuhren zweifelsohne auch die beiden Informations- und Kommunikations-Apps, die MBGym App und die myMBG App, über welche das Max-Born-Gymnasium alle Beteiligten des Systems Schule kommunikativ erreicht und Schülern, Eltern und Lehrern eine datenschutzkonforme Alternative zu WhatsApp und Konsorten anbietet – Möglichkeiten, die den Schulalltag für alle Akteure erleichtern und auf die das MBG nicht mehr verzichten möchte.

Ebenfalls auf technischer Ebene fanden engagierte Diskussionen um die Vorteile der am MBG eingesetzten linuxmuster.net Open Source IT-Infrastruktur statt. Dies ist ein sehr zuverlässiges und quelloffenes System, welches sich flexibel an die schnelle Entwicklung im Bereich der bildungsnahen Digitalisierung anpassen lässt – optimal also für das medientechnisch sehr aktive und aufgeschlossene Kollegium des Max-Born-Gymnasiums.

Doch auch für das MBG hat sich der Messebesuch gelohnt. So konnten die Kollegen Christian Klautke, Jannick Sobik, Max Schwemlein, Christopher Breunig und Frédéric Briend sowie Schulleiter Joachim Philipp neue Ideen und Konzepte entdecken, um damit die Weiterentwicklung multimedialer Klassenzimmer in Neckargemünd zu diskutieren und kreativ voranzubringen.
(Max Schwemlein)