Evi­an Aus­tausch

Am Mitt­woch, dem 29. Mai, ging es für uns alle nach Evi­an-les-Bains, die schö­ne Part­ner­stadt Neckar­ge­münds am Gen­fer See. Uns erwar­te­te eine Woche vol­ler span­nen­der Aus­flü­ge und vie­ler Begeg­nun­gen mit einer ande­ren Kul­tur.

Bei unse­rer Ankunft im Zen­trum Evi­ans wur­den wir schon von unse­ren fran­zö­si­schen Freun­den erwar­tet. Wir wur­den sehr herz­lich mit klei­nen Gast­ge­schen­ken der Stadt emp­fan­gen. Nach unse­rer ers­ten Nacht in den Gast­fa­mi­li­en durf­ten wir gemein­sam mit unse­ren Aus­tausch­part­nern die ers­te Schul­stun­de besu­chen. Für eini­ge von uns stand Mathe auf dem Stun­den­plan oder auch Fran­zö­sisch. Nach der ers­ten Stun­de lie­fen wir gemein­sam mit den Leh­rern durch Evi­an, um im Palais Lumiè­re eine Kunst­aus­stel­lung über Künst­ler des Impres­sio­nis­mus zu besich­ti­gen. Am Nach­mit­tag stie­gen wir, gestärkt vom Pick­nick am See, in den Bus, um die neue Was­ser­fa­brik in Amphion zu besu­chen. Die Füh­rung dort war sehr inter­es­sant und wir beka­men Ein­bli­cke in den Lauf des berühm­ten Evi­an-Was­sers von der Quel­le bis zur fer­ti­gen Fla­sche. Den Abend ver­brach­ten wir mit unse­ren Fami­li­en und konn­ten so vie­le Ein­drü­cke sam­meln.

Am Frei­tag­vor­mit­tag wur­de für uns ein Kunst­pro­jekt vor­be­rei­tet, wel­ches nächs­tes Jahr zum 50jährigen Jubi­lä­um Teil einer klei­nen Aus­stel­lung sein wird. Im Anschluss beka­men wir eine Füh­rung durch Kin­der­gar­ten, Grund­schu­le und col­lè­ge. Vor unse­rer Stadt­füh­rung hat­ten wir bei schöns­tem Wet­ter wie­der Frei­zeit am See. Durch die Stadt­füh­rung erfuh­ren wir viel über die Geschich­te Evi­ans. Außer­dem mach­ten wir eine kur­ze Fahrt mit der his­to­ri­schen Berg­bahn. Die Füh­rung ende­te im Rat­haus, wo wir alle sehr müde waren und eigent­lich ein Bett gebraucht hät­ten, doch eines der High­lights im Pro­gramm – die Par­ty am Abend – woll­te sich nie­mand ent­ge­hen las­sen. Gegen 19.30h fan­den sich alle in der Innen­stadt vor dem Madi­son ein. Bei Snacks und guter Stim­mung fei­er­ten wir eine coo­le Par­ty, bis wir von unse­ren Gast­el­tern abge­holt wur­den.

Das Wochen­en­de ver­brach­ten wir in unse­ren Fami­li­en. Eini­ge tra­fen sich am Sams­tag im Aqua­Park mit ande­ren Teil­neh­mern des Aus­tauschs. Ande­re Aus­flugs­zie­le waren auch die Ber­ge um Evi­an oder der Gen­fer See.

Nach einem schö­nen Wochen­en­de ging es für uns mit dem Aus­tausch­part­nern im Bus nach Genf. Dort konn­ten wir in Grup­pen das Wis­sen­schafts­mu­se­um besu­chen. Anschlie­ßend konn­ten wir im Park pick­ni­cken, um danach gestärkt in die Innen­stadt von Genf zu lau­fen. Da es den gan­zen Tag über sehr warm war, waren wir froh ein Fleck­chen Schat­ten zu fin­den. Doch auch hier muss­ten wir direkt wei­ter zur gro­ßen Kathe­dra­le, die dann wirk­lich sehr ein­drucks­voll war.

An unse­rem letz­ten Tag stand noch­mal ein High­light zum Abschluss an. Am Vor­mit­tag konn­ten wir zuse­hen, wie der bekann­te Käse aus Gruyè­re in tra­di­tio­nel­ler Wei­se her­ge­stellt wur­de. Gegen Mit­tag schau­ten wir das schö­ne Städt­chen Gruyè­re an und kauf­ten das eine oder ande­re Sou­ve­nir. Um 14h konn­ten wir dann in der Scho­ko­la­den­fa­brik von Cail­ler unse­re eige­ne Tafel Scho­ko­la­de machen. Außer­dem gin­gen wir durch das Muse­um und durf­ten natür­lich auch von der guten Schwei­zer Scho­ko­la­de pro­bie­ren. Am Abend, nach einem tol­len letz­ten Tag, hieß es dann auch schon wie­der Kof­fer packen für uns alle. Wir durf­ten noch­mal in den Genuss der guten fran­zö­si­schen Küche kom­men, bevor wir an der gare rou­tiè­re wink­ten um uns zu ver­ab­schie­den. Lei­der lief es dann am Mor­gen doch nicht ganz so per­fekt wie die gan­ze Woche über. Unser Bus woll­te ganz pünkt­lich zur Abfahrt dann ein­fach nicht ansprin­gen, aber mit­hil­fe eines Repa­ra­tur­ser­vice konn­ten wir dann mit drei­stün­di­ger Ver­spä­tung los­rol­len.

Wir hat­ten eine wirk­lich sehr schö­ne Woche mit fast aus­nahms­los gutem Wet­ter und vie­len neu­en Erfah­run­gen. Es war inter­es­sant, in die fran­zö­si­sche Kul­tur ein­zu­tau­chen, wel­che unse­rer eige­nen Kul­tur ähnelt und doch so anders ist. Das fran­zö­si­sche Schul­sys­tem und die Ess­ge­wohn­hei­ten boten uns eine Abwechs­lung von der deut­schen Kul­tur und des gewohn­ten All­tags. Wir haben eine Woche vol­ler Über­ra­schun­gen genos­sen, vie­le neue Freun­de ken­nen­ge­lernt und wür­den den Aus­tausch jedem wei­ter­emp­feh­len.                                      (Ame­lie, Hele­na, Nao­mi (9a) und Anna, Jac­que­line (9d)