Him­mels­be­ob­ach­tungs­abend des K1 Astro­mo­nie-Kur­ses

Nun war die Zeit am 15.10. gekom­men: Am frü­hen Nach­mit­tag klär­te der Regen den Him­mel auf, so dass es am fol­gen­den Abend kris­tall­klar war und für unse­ren Beob­ach­tungs­abend des Astro­kur­ses genau pas­send war.

Wir tra­fen uns zum unse­ren ers­ten Beob­ach­tungs­abend um halb neun und beob­ach­te­te den tief dunk­len Ster­nen­him­mel bis spät abends. Es hat uns rich­tig viel Spaß gemacht und wir waren von dem Him­mels­an­blick fas­zi­niert, vor allem weil der Abend so klar war, dass sich unglaub­lich vie­le Ster­ne am Him­mel ver­sam­mel­ten und sogar das Milch­stra­ßen­band zu sehen war.

Frau Thier­ing gab uns die gro­ße Gele­gen­heit, die Andro­me­da­ga­la­xie und Saturn durch das Fern­rohr der Schu­le zu beob­ach­ten. Die guten Sicht­be­din­gun­gen die­ses Abends ermög­lich­ten es sogar, dass wir die schwä­cher leuch­ten­den Außen­be­rei­che der Andro­me­da Gala­xie, die sich noch weit über das Sicht­feld des Fern­rohr-Oku­lars hin­aus erstreck­ten, sehen konn­ten .Auch die Ring­struk­tur von Saturn war deut­lich zu erken­nen.

Frau Thier­ing nahm sich die Zeit, uns ver­schie­de­ne Stern­bil­der vor­zu­stel­len und die ein­zel­nen Ster­ne inner­halb die­ses Bil­des zu iden­ti­fi­zie­ren, wie das Stern­bild „Urs­ae­Ma­jo­ris” (der soge­nann­te “Gro­ße Bär”) und einer sei­ner Ster­ne „Mizar”. Mit­hil­fe von Feld­ste­chern sahen wir, dass Mizar eigent­lich ein Dop­pel­stern ist, wäh­rend Frau Thier­ing uns ver­schie­de­ne Fak­ten zu ein­zel­nen astro­no­mi­schen Objek­ten erklär­te.

Inter­es­sant war vor allem der nörd­lich lie­gen­de Stern Pola­ris, mit dem wir die Nord­rich­tung fin­den konn­ten, die schwa­che Sil­hou­et­te unse­rer Milch­stra­ße und die grie­chi­sche Mytho­lo­gie um das Stern­bild Kas­sio­peia und ihrer Toch­ter Andro­me­da, wel­che Per­seus rei­tend auf sei­nem Him­mels­pferd Pega­sus vor einem See­unge­heu­er ret­te­te. Alle die­se Stern­bil­der sind in der Stern­kar­te des Nord­him­mels abge­bil­det und waren an unse­rem Beob­ach­tungs­abend deut­lich zu sehen.

Uns hat es als Astro-Kurs viel Freu­de berei­tet, an die­sem Abend teil­neh­men zu dür­fen. Wir haben vie­le Sachen dazu gelernt, wie den Auf­bau unse­res Schul-Tele­skops (20cm MEADE Reflek­tor) und des­sen par­al­lak­ti­scher Mon­tie­rung, mit wel­cher man die Bewe­gung der Bil­der durch die Erd­ro­ta­ti­on aus­glei­chen konn­te.

Die­ses beson­de­re Ange­bot, bei einem Beob­ach­tungs­abend mit­zu­ma­chen, ist äußerst sel­ten.

Sich der Astro­no­mie auf die­se Wei­se zu nähern eig­net sich her­vor­ra­gend, um das Ver­ständ­nis für den Kos­mos zu ver­tie­fen, denn der Über­gang vom Ler­nen im Unter­richt zur tat­säch­li­chen Beob­ach­tung astro­no­mi­scher Objek­te ist noch ein­mal ein deut­li­cher Schritt. Man spürt auch ein gewis­ses Gefühl der Erfül­lung, wenn man die Schön­heit des Uni­ver­sums mit blo­ßem Auge betrach­tet und dar­über hin­aus das im Unter­richt erwor­be­ne Wis­sen anwen­den kann.

„Die Unend­lich­keit des Kos­mos“, „Woher kom­men wir?“ und „Der Blick in das kos­mi­sche Ver­gan­gen­heit“ waren Gedan­ken, die mir an die­sem Abend stän­dig in den Sinn kamen. Sol­che Ver­an­stal­tun­gen wecken immer wie­der die Fas­zi­na­ti­on für die Astro­no­mie und sind der Haupt­grund, sich auf wei­te­re Beob­ach­tungs­aben­de in der Zukunft zu freu­en :).

Lan, K1