Die inter­na­tio­na­le Phy­sik Olym­pia­de 2024

Inter­es­sier­te Ober­stu­fen­schü­le­rIn­nen konn­ten auch die­ses Jahr wie­der am Max-Born Gym­na­si­um an der Inter­na­tio­na­len Phy­sik Olym­pia­de teil­neh­men.

Dazu waren in der 1. Run­de span­nen­de Auf­ga­ben zu lösen, die nicht rei­nes For­mel­wis­sen abfrag­ten, son­dern ein all­ge­mei­nes Phy­sik­ver­ständ­nis und Abs­trak­ti­ons­ver­mö­gen vor­aus­setz­ten. Die fünf Auf­ga­ben aus ganz unter­schied­li­chen Teil­be­rei­chen der Phy­sik waren in Ein­zel­ar­beit zu Hau­se zu lösen und bis zum 27. September’23  bei der/dem betreu­en­den Phy­sik­leh­re­rIn abzu­ge­ben. Nur Schü­le­rIn­nen, die min­des­tens 30 der 40 Punk­te erreich­ten, durf­ten zur 2. Run­de wei­ter­schrei­ten.

Obwohl erst in der 10. Klas­se, schaff­te unse­re Schü­le­rin Pau­li­ne G. mit 36 Punk­ten die­se Hür­de sou­ve­rän.

Die 2. Run­de der Olym­pia­de, die als Klau­sur­pha­se  an der eige­nen Schu­le geschrie­ben wur­de, war noch ein­mal ein gan­zes Stück kom­ple­xer, sodass für die­ses Jahr erst ein­mal Schluss war.

Frau Thier­ing, die betreu­en­de Leh­re­rin, mein­te dazu: „In der 2. Run­de wur­de auch viel Kurs­stu­fen­phy­sik vor­aus­ge­setzt, sodass sie für 10. Kläss­le­rIn­nen eigent­lich kaum zu schaf­fen war. Dass Pau­li­ne als  10. Kläss­le­rIn in der 1. Run­de sich gegen­über vie­len Kurs­stu­fen­schü­le­rIn­nen, die bun­des­weit an die­ser Olym­pia­de teil­nah­men, durch­set­zen konn­te, ist eine äußerst beein­dru­cken­de Leis­tung. Ich hof­fe sehr, dass die­ser schö­ne Erfolg sie und ande­re moti­viert, nächs­tes Jahr wie­der dabei zu sein.“

Ein kur­zes Inter­view mit der Preis­trä­ge­rin gibt Ein­bli­cke in den Wett­kampf:

F: Pau­li­ne, hat dir die Teil­nah­me Spaß gemacht?

P.: „Ja, gro­ßen Spaß“.

F: Wie schwie­rig war es, die Auf­ga­ben zu lösen?

P.: “ Schon anspruchs­voll! Aber spe­zi­ell in der 1. Run­de hat­te man viel­Zeit, über die Auf­ga­ben­stel­lun­gen nach­zu­den­ken, aus­zu­pro­bie­ren, ange­dach­te Lösun­gen wie­der zu ver­wer­fen und mit neu­en Lösungs­an­sät­zen und neu­en Blick­win­keln zu den Auf­ga­ben zurück­zu­keh­ren. In der 2. Run­de war die Bear­bei­tungs­zeit vor­ge­ge­ben und somit konn­te nur der ers­te- maxi­mal zwei­te Gedan­ke umge­setzt wer­den.

F: Hat dich etwas dabei überrascht/ hast du Erfah­run­gen dar­aus mit­ge­nom­men?

P.:  „Durch die Phy­sik Olym­pia­de habe ich vie­le For­meln dazu­ge­lernt und das Wis­sen erlangt, wie ich mir auf­grund einer Auf­ga­ben­stel­lung For­meln her­bei­lei­ten kann. Über­rascht hat mich, dass es mir mög­lich war, Auf­ga­ben zu lösen, bei denen ich auf den ers­ten Blick dach­te, dass ich die­se mit mei­nem Wis­sens­stand nie­mals lösen wer­de. Mei­ne Erfah­rung dar­aus ist, dass man durch hart­nä­cki­ges Aus­pro­bie­ren wei­ter­kom­men kann als man denkt.“

F: Du hast ja die 1. Run­de mit 36 Punk­ten rela­tiv sou­ve­rän geschafft: Hast du Tipps, wie man vor­ge­hen muss, dass man so erfolg­reich ist?

P.: “ In die Ers­te Run­de bin ich ohne Erwar­tungs­hal­tung gestar­tet, nach dem olym­pi­schen Mot­to “Dabei sein ist alles”. Ich habe bei jeder Auf­ga­be meh­re­re Lösungs­an­sät­ze ver­folgt, was recht zeit­in­ten­siv war. Es ist wich­tig, sich nicht von anfäng­li­chen Miss­erfol­gen ent­mu­ti­gen zu las­sen, son­dern nach wei­te­ren Ideen zu suchen. Es bringt nichts, sich selbst unter Druck zu set­zen, man hin­dert sich dadurch nur selbst am Erfolg.“

F: Macht es dir all­ge­mein Spaß, an knif­fe­li­gen Auf­ga­ben zu kno­beln?

P.: “ Ja, defi­ni­tiv. Ich mag schwie­ri­ge­re Auf­ga­ben, über die man nach­den­ken muss und bei denen die Lösung nicht gleich offen­sicht­lich ist. Rück­bli­ckend gese­hen war die­se Her­aus­for­de­rung eine schö­ne Abwechs­lung und eine tol­le Erfah­rung.“