Stu­di­en­fahrt der 10. Klas­sen nach Ber­lin vom 19. bis 23. Febru­ar 2024

In der Woche nach den Faschings­fe­ri­en war es end­lich so weit: 103 Zehntklässler:innen und acht Lehrer:innen mach­ten sich auf den Weg nach Ber­lin – nicht zu Fuß, son­dern mit der Deut­schen Bahn. Das funk­tio­nier­te sowohl auf der Hin- als auch auf der Rück­fahrt fünf Tage spä­ter erstaun­lich gut. Da hat­ten wir also schon mal Glück.

Das Wet­ter mein­te es vor Ort nicht immer ganz so rosig mit uns, aber die küh­len Tem­pe­ra­tu­ren und der Wind trüb­ten die gute Lau­ne nur sel­ten und auch immer nur für kur­ze Zeit. Ins­ge­samt war die Ber­lin­fahrt eine tol­le Erfah­rung, und neben den zahl­rei­chen Pro­gramm­punk­ten gab es noch aus­rei­chend freie Zeit für eige­ne Unter­neh­mun­gen oder auch zum Aus­ru­hen.

Hier eini­ge Stim­men von Schüler:innen der 10a:

„Die Ber­lin­fahrt war eine inter­es­san­te und lus­ti­ge Fahrt, die uns lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben wird! Am bes­ten haben uns das Zeit­zeu­gen­ge­spräch in der Gedenk­stät­te Ber­li­ner Mau­er und die Füh­rung in Hohen­schön­hau­sen gefal­len.“

„Wir haben sehr viel von Ber­lin gese­hen und über Ber­lin gelernt, was jedoch auch sehr anstren­gend war, da es viel Input gab, das teil­wei­se auch nicht ein­fach zu ver­ar­bei­ten war.“

„Die Ber­lin­fahrt war sehr schön, inter­es­sant und lehr­reich, aller­dings auch sehr anstren­gend. Am bes­ten hat mir die Unter­wel­ten­füh­rung gefal­len. […] Auch das Bow­ling war toll und hat einen schö­nen Abschluss gebil­det.“

„Die Ber­lin­fahrt war sehr span­nend, denn man hat noch viel mehr über die Geschich­te Ber­lins und Deutsch­lands erfah­ren, als man schon wuss­te. Am ein­drucks­volls­ten war das Holo­caust-Mahn­mal und -Muse­um. Auch wenn die Stim­mung dort erdrü­ckend war, war es sehr infor­ma­tiv und gut ver­mit­telt.“

„Am bes­ten haben uns die Ber­li­ner Unter­wel­ten gefal­len, weil die Füh­rung sehr ein­drucks­voll und inter­es­sant war.“

„Die Ber­lin­fahrt hat mir sehr gefal­len. Am bes­ten fand ich den Besuch im ehe­ma­li­gen Sta­si-Gefäng­nis in Hohen­schön­hau­sen.“

„Die Ber­lin­fahrt war sehr geschicht­lich geprägt, wur­de aber durch den Bow­lin­ga­bend und die Frei­zeit gut auf­ge­lo­ckert.“

„Ich fand es sehr gut, dass wir so vie­le Frei­hei­ten hat­ten und eigent­lich über­all selbst­stän­dig hin­fah­ren konn­ten. […] Ins­ge­samt war es eine sehr schö­ne Woche und mal eine Abwechs­lung zum nor­ma­len Schul­all­tag.“

Ber­li­ner Unter­wel­ten (Tag 2)

Am zwei­ten Tag besuch­ten wir die Ber­li­ner Unter­wel­ten. Wäh­rend der Füh­rung haben wir inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen über den Kal­ten Krieg sowie über die Schutz­funk­tio­nen der Ber­li­ner Unter­wel­ten erfah­ren. Glück­li­cher­wei­se muss­ten die­se nie in Betrieb genom­men wer­den. Der Mit­ar­bei­ter des Ver­eins „Ber­li­ner Unter­wel­ten“ hat uns durch sei­ne offe­ne Art und Emo­tio­na­li­tät tie­fe Ein­bli­cke in das dama­li­ge Leben gege­ben. Die Füh­rung hat uns sehr gefal­len und wir wür­den sie jedem wei­ter­emp­feh­len.

DDR-Muse­um (Tag 3)

Am 3. Tag in Ber­lin haben wir das DDR-Muse­um besucht. Im Ver­gleich zu den ande­ren Pro­gramm­punk­ten war es der aktivs­te und viel­fäl­tigs­te Ort. Ein Teil des Muse­ums bestand aus einer kom­plett nach­ge­bau­ten Woh­nung aus der DDR-Zeit mit Zim­mern, in denen man Ein­bli­cke in den dama­li­gen All­tag bekom­men hat und sel­ber dar­an teil­neh­men durf­te. Am meis­ten hat mich das vir­tu­el­le Auto­fah­ren in einem Tra­bi-Modell aus der dama­li­gen Zeit begeis­tert, obwohl wir uns anfangs schwerta­ten. Die ver­schie­de­nen Infor­ma­tio­nen auf den Pla­ka­ten, die immer mit Bil­dern oder Audio­da­tei­en zum Anhö­ren ver­knüpft waren, haben einen noch­mal mehr die Lebens­um­stän­de eines DDR-Bewoh­ners nach­voll­zie­hen las­sen und man hat viel Inter­es­san­tes (Posi­ti­ves und Nega­ti­ves) mit­ge­nom­men.

Holo­caust­mahn­mal (Tag 4)

Das Denk­mal für die ermor­de­ten Juden Euro­pas im Regie­rungs­vier­tel ist einer der bekann­tes­ten und ein­drucks­volls­ten Orte in Ber­lin. Wir hat­ten die Mög­lich­keit, die­ses am Don­ners­tag, den 22.02. im Rah­men unse­rer Ber­lin­fahrt zu besu­chen.

Das Denk­mal besteht aus über 2700 unter­schied­lich gro­ßen Blö­cken aus Beton. Jeder Block steht dabei stell­ver­tre­tend für unge­fähr 2.200 ermor­de­te Juden. Das Mahn­mal ist ähn­lich auf­ge­baut wie ein Laby­rinth. Wenn man durch die engen Gän­ge zwi­schen den Beton­blö­cken geht, bekommt man schnell ein beklem­men­des Gefühl. Die Blö­cke wer­den immer höher, dadurch wird es immer düs­te­rer und beängs­ti­gen­der. Vie­le inter­pre­tie­ren die Bau­wei­se des Mahn­mals als ein Ver­such des Archi­tek­ten Peter Eisen­man, die Gefüh­le der Juden wäh­rend des Holo­causts wider­zu­spie­geln. Er selbst nann­te das Mahn­mal jedoch „a Place of no mea­ning“. Es ist also jedem selbst über­las­sen, die Bedeu­tung der Archi­tek­tur für sich zu inter­pre­tie­ren.

Unter dem Mahn­mal befin­det sich außer­dem eine Aus­stel­lung, wel­che sich vor allem mit per­sön­li­chen Schick­sa­len der Opfer des Holo­caust befasst. In die­ser Aus­stel­lung gab es ver­schie­de­ne Räu­me, um sich auf ver­schie­de­ne Arten mit den Taten des Holo­causts zu beschäf­ti­gen. Die­se Aus­stel­lung hat viel Betrof­fen­heit unter den Schü­lern aus­ge­löst, da die ein­zel­nen Schick­sa­le sehr bedrü­ckend und schreck­lich waren.

Den­noch ist es wich­tig, die­ses Mahn­mal zu besich­ti­gen und sich somit über die grau­sams­te Zeit der deut­schen Geschich­te zu infor­mie­ren. Außer­dem kann man sich so selbst ein Bild über das Aus­maß und die unvor­stell­ba­ren Taten des Holo­causts machen.