Zwei­te Aste­ro­iden-For­schungs­­­kam­pa­gne und Namens­ver­gabe

Vom 5. bis 30. April 2024 nahm das Max-Born Gym­na­si­um die­ses Schul­jahr an einer zwei­te
For­schungs­kam­pa­gne der „Inter­na­tio­nal Astro­no­mic­al Search Col­la­bo­ra­ti­on“ IASC unter
Lei­tung der Har­din Sim­mons Uni­ver­si­ty, U.S.A., ver­mit­telt durch unse­re Part­ner­insti­tu­ti­on,
dem Haus der Astro­no­mie, teil.
Kai G., Finn K., Samu­el M. und Niklas O., vier Schü­ler des K1-Astro­no­mie­kur­ses, wer­te­ten
dafür eif­rig Bil­der, die mit dem 1,8 Meter Pan-STARRS Tele­skop der Stern­war­te auf dem
Hale­aka­la, Maui, Hawaii, U.S.A. auf­ge­nom­men wur­den, am Com­pu­ter aus.
Frau Thier­ing, die betreu­en­de Leh­re­rin, mein­te aner­ken­nend: Die vier waren schon „Pro­fis“,
da sie schon bei der ers­ten Kam­pa­gne dabei waren und sich daher bes­tens mit dem
Pro­gramm­pa­ket „Astro­me­tri­ca“ und der Metho­dik der Daten­ana­ly­se aus­kann­ten. Dies­mal
über­nah­men sie auch das Manage­ment, d.h. die nah­men eigen­stän­dig die Daten ent­ge­gen,
ver­teil­ten die Auf­ga­ben unter­ein­an­der, orga­ni­sier­ten das „Qua­li­täts­ma­nage­ment“ und
kom­mu­ni­zier­ten die Ergeb­nis­se auf Eng­lisch unse­ren Part­nern in den U.S.A. wei­ter. Sie
über­nah­men sou­ve­rän alle Abläu­fe, die bei einer selb­stän­di­gen Fir­ma wich­tig sind.“
Samu­el erklär­te genau­er:
„Dies­mal orga­ni­sier­ten wir uns in zwei Grup­pen, die eine mit Finn und Niklas und die ande­re mit Kai und mir. Die Zusam­men­ar­beit hat ziem­lich gut funk­tio­niert und die Anzahl und Ein­tei­lung der Daten­sets war auch gut mach­bar.“
Kai ergänz­te:
„Wir haben erst die Daten ein­zeln ana­ly­siert, .. dann haben wir uns (in unse­rem Teams)
zusam­men­ge­setzt und geschaut, wo die Aste­ro­iden sind, die wir gefun­den haben .. und unse­re Ergeb­nis­se dis­ku­tiert“.
Und mit­ten in unse­re Kam­pa­gne platz­te noch eine Neu­ig­keit: Ein zwei­ter unse­rer mitt­ler­wei­le
299 neu ent­deck­ten preli­mi­na­ry bzw. pro­vi­sio­nal Aste­ro­iden­kan­di­da­ten wur­de von genü­gend
For­sche­rIn­nen nach­be­ob­ach­tet, sodass sei­ne Bah­n­un­si­cher­heit die höchs­te Kate­go­rie „0“
erhielt und von der Inter­na­tio­na­len Astro­no­mi­schen Uni­on IAU num­me­riert und zur
Benen­nung frei gege­ben wur­de (auch wenn der Pro­zess noch 1 Jahr dau­ern kann), -ein
wun­der­schö­ner Erfolg für unse­re jun­gen For­sche­rIn­nen!
Dies­mal han­delt es sich um einen Aste­ro­iden, den unse­re Schü­le­rIn­nen im Jahr 2013 ent­deckt
haben (der ers­te stamm­te aus dem Jahr 2012). Wir sind damit eine der weni­gen Schu­len
welt­weit, deren Schü­le­rIn­nen gleich zwei Objek­te unse­res Son­nen­sys­tems benen­nen dür­fen!
Die­ser Aste­ro­id der vor­läu­fi­gen Num­mer 2013 EX48 ist ein ganz beson­de­rer, da er sich nicht
immer im Aste­ro­iden Main-Belt zwi­schen Mars und Jupi­ter auf­hält, son­dern die rot gefärb­te
Mars­bahn schnei­det und damit der Erde recht nahe kommt, wie man auf dem Bild sehen
kann, oder auf der offi­zi­el­le Web-site des IAU Minor Pla­net Cen­ters (wir sind 2013-03-06,
Pan-STARRS 1 ):
https://minorplanetcenter.net/db_search/show_object?object_id=689220
-> inter­ac­ti­ve Orbit Sketch
Vie­le Grü­ße & Hap­py hun­ting!
Das MBG Aste­ro­iden-Team