Exkur­si­on des Astro­no­mie-Kur­ses zur ESOC in Darm­stadt

Am 8. Juli ging es für den K1 Astro­no­mie­kurs in Beglei­tung von Frau Thier­ing und Frau Stuck nach Darm­stadt in das Ope­ra­ti­ons­zen­trum der Euro­päi­schen Raum­fahrt­agen­tur (ESOC). Nach eini­gen Her­aus­for­de­run­gen mit der Deut­schen Bahn ging es am Tor der ESOC auch schon los. Um das Gelän­de der ESOC betre­ten zu kön­nen muss­ten wir uns Aus­wei­sen, da das Gelän­de nicht zu Deut­schem Boden zählt. Nach der Kon­trol­le ging es schließ­lich los mit einer klei­nen Geschichts­stun­de von dem Lei­ter der Füh­rung, Herr Sit­tig, der uns über die Grün­dung 1975 und über die Vor­gän­ger der ESA auf­klär­te.

Dar­auf­hin wan­den wir einer Nach­bil­dung des „XMM-New­ton“ Welt­raum­te­le­skops zu, wel­ches pri­mär zur Beob­ach­tung im Rönt­gen Bereich genutzt wird.

Danach ging es zu einer Aus­stel­lung der „Roset­ta“ Raum­son­de, eine ca. 3 Ton­nen schwe­re Son­de, die zur nähe­ren Unter­su­chung von einem Kome­ten dien­te. Hier woll­te man her­aus­fin­den, ob Kome­ten der Ursprung von Mole­kü­len wie z.B. Was­ser auf der Erde sein könn­ten.

Anschlie­ßend mach­ten wir uns auf den Weg zum Pres­se­saal der ESOC, um uns einen Film über die Auf­ga­ben­fel­der der ESOC anzu­schau­en. Auf dem Weg dort­hin durf­ten wir bereits einen Blick in den Haupt­kon­troll­raum der Anla­ge schau­en, in dem gera­de eine Übung statt­fand. Im Film wur­de uns erläu­tert, dass die ESOC die Son­den und Satel­li­ten der ESA über fast alle Pha­sen ihrer Mis­sio­nen beglei­ten und sie für vie­le Sze­na­ri­en und Not­fäl­le üben.

Wei­ter ging es wie­der drau­ßen mit einer Nach­ah­mung des Sen­ti­nel 2 Satel­li­ten. Der Sen­ti­nel 2 ist als Erd­be­ob­ach­tungs­sa­tel­lit um die Erde ein­ge­setzt und über­wacht wich­ti­ge Para­me­ter der Erde die z.B.: den Kli­ma­schutz oder der Kata­stro­phen­hil­fe die­nen.

Bevor wir zum letz­ten Teil unse­rer Füh­rung kamen, schau­ten wir noch bei einem Modell einer Aria­ne 5 Rake­te vor­bei die, als Vor­gän­ger­mo­dell der erst vor kur­zem gestar­te­ten Aria­ne 6 Trä­ger­ra­ke­te, ein wich­ti­ger Teil vie­ler Mis­sio­nen war.

Schließ­lich durf­ten wir in den Beob­ach­tungs­raum, der dem Haupt-Kon­troll­raum direkt ange­schlos­sen ist, um von dort aus haut­nah den Auf­bau des Kon­troll­raums sehen konn­ten. Die Übung war zwar schon fer­tig, aber allein die Anzahl an Anzei­gen und Moni­to­ren war über­wäl­ti­gend.

So neig­te sich der Aus­flug nun dem Ende zu, und nach einer letz­ten Fra­ge­run­de ver­ab­schie­de­ten wir uns von der ESOC und waren uns sicher: Die Zukunft der euro­päi­schen Raum­fahrt liegt in guten Hän­den.

Samu­el, K1