Von Dampf­ma­schi­nen und Hoch­rä­dern – die 8a auf Zeit­rei­se im Tech­no­se­um

Am ver­gan­ge­nen Diens­tag unter­nahm die Klas­se 8a eine span­nen­de Exkur­si­on ins Tech­no­se­um nach Mann­heim. Im Rah­men des Geschichts­un­ter­richts zur Indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on hat­ten wir die Gele­gen­heit, im Muse­um tief in die Welt des 18. und 19. Jahr­hun­derts ein­zu­tau­chen. Die inter­ak­ti­ve Füh­rung zum The­ma „Arbeit und Sozia­le Fra­ge“ ver­deut­lich­te uns ein­drucks­voll, wie sehr sich das Leben der Men­schen durch die Indus­tria­li­sie­rung ver­än­der­te.

Gleich zu Beginn beka­men wir einen leb­haf­ten Ein­blick in die Arbeits- und Wohn­be­din­gun­gen die­ser Zeit. Wir ver­setz­ten uns in die Rol­le von Kin­dern aus der Epo­che und erfuh­ren haut­nah, wie kör­per­lich anstren­gend die Arbeit damals war. So durf­ten wir aus­pro­bie­ren, einen Kran nur durch ein Lauf­rad in Bewe­gung zu set­zen – eine beein­dru­cken­de, aber auch kräf­te­zeh­ren­de Erfah­rung. In der Aus­stel­lung wur­den zudem ver­schie­de­ne For­men von Kin­der­ar­beit dar­ge­stellt, damals muss­ten schon die Kleins­ten oft vie­le Stun­den in der Fabrik schuf­ten, um etwas zum Lebens­un­ter­halt der Fami­lie bei­zu­steu­ern.

Ein wei­te­res High­light war die nach­ge­bau­te Mann­hei­mer Arbei­ter­woh­nung, die ein­drück­lich zeig­te, wie beengt Fami­li­en damals leb­ten. Wir stell­ten uns vor, wie es wohl gewe­sen sein muss, mit meh­re­ren Per­so­nen in zwei klei­nen Räu­men zu woh­nen – noch dazu ohne eige­nes Bad und ohne Kühl­schrank.

Beson­ders span­nend war der Abschnitt zur Ent­wick­lung des Fahr­rads, das sei­nen Ursprung in Mann­heim hat. Von der ers­ten Lauf­ma­schi­ne über das gefähr­lich hohe Hoch­rad bis hin zu den Vor­läu­fern des moder­nen Fahr­rads konn­ten wir die Geschich­te haut­nah erle­ben – und sogar eini­ge der his­to­ri­schen Model­le selbst aus­pro­bie­ren.

Auch die Bedeu­tung der Tex­til­in­dus­trie wur­de uns anschau­lich ver­mit­telt. An einem manu­el­len Web­stuhl konn­ten wir selbst Hand anle­gen und erleb­ten, wie zeit­auf­wän­dig und anspruchs­voll das Weben war. Der Kon­trast zur nach­ge­bau­ten Fabrik mit mecha­ni­schen Web­stüh­len war enorm: Hier wur­den Tex­ti­li­en viel schnel­ler pro­du­ziert, doch dies hat­te auch Schat­ten­sei­ten – die Arbeit wur­de lau­ter, gefähr­li­cher und die Arbeiter:innen stan­den unter noch grö­ße­rem Druck.

Natür­lich durf­te auch die Dampf­ma­schi­ne nicht feh­len. Ihre revo­lu­tio­nä­re Bedeu­tung für die Indus­trie wur­de erklärt und wir konn­ten nach­voll­zie­hen, war­um sie als Motor der Indus­tria­li­sie­rung gilt.

Nach der Füh­rung hat­ten wir Zeit, das Tech­no­se­um auf eige­ne Faust zu erkun­den. Eini­ge von uns nutz­ten die Gele­gen­heit, mit einer his­to­ri­schen Eisen­bahn zu fah­ren, ande­re pro­bier­ten Video­spie­le in der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Spiel mit!“ aus oder tes­te­ten phy­si­ka­li­sche Expe­ri­men­te. Auch die Auto­mo­bil­aus­stel­lung mit ver­schie­de­nen his­to­ri­schen Fahr­zeu­gen wur­de von eini­gen besich­tigt.

Es hat uns im Tech­no­se­um sehr gut gefal­len. Die vie­len inter­ak­ti­ven Sta­tio­nen ermög­lich­ten uns, tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen spie­le­risch nach­zu­voll­zie­hen und deren Aus­wir­kun­gen auf die Gesell­schaft bes­ser zu ver­ste­hen.