Bericht über unse­ren astro­no­mi­schen Beob­ach­tungs­abend

Am Diens­tag, den 18. Febru­ar, hat sich die 3. Nach­be­ob­ach­tungs­grup­pe mit Frau Thier­ing um 19:30 am Leh­rer­park­platz des Max Born Gym­na­si­ums getrof­fen.

Zuerst haben wir unser Tele­skop auf den Jupi­ter gerich­tet, wel­cher zu den äuße­ren Pla­ne­ten gehört, und da der Him­mel an die­sem Abend sehr klar war, haben wir die Strei­fen des Jupi­ters und drei sei­ner Mon­de sehr gut erken­nen konn­ten. Außer­dem haben wir gelernt, das Tele­skop mit der Fern­be­die­nung nach­zu­füh­ren, damit das Him­mels­ob­jekt nicht wegen der Erd­ro­ta­ti­on aus dem Blick­feld her­aus­wan­dert. Als nächs­tes sahen wir durch das Tele­skop den Mars, der selbst ohne Tele­skop als leicht rot leuch­ten­der Punkt am Him­mel erkenn­bar ist und zu den inne­ren Pla­ne­ten gehört. Anschlie­ßend haben wir  mit­hil­fe der Feld­ste­cher und auch dem Tele­skop den Ori­on Nebel gese­hen, der im Stern­bild Ori­on steht. Der Ori­on Nebel ist etwa 1.344 Licht­jah­re von uns ent­fernt. Außer­dem befin­den sich die jüngs­ten Ster­ne im Ori­on Nebel, wel­che vor ca. 1 Mio Jah­ren ent­stan­den sind. Wir hat­ten auch­das Glück durch das Tele­skop ein Bild des Ori­on Nebels mit dem Han­dy machen zu kön­nen. Danach haben wir mit blo­ßem Auge und auch den Feld­ste­chern das Stern­bild gro­ßer Wagen gese­hen. Die­ses Stern­bild ist eines der bekann­tes­ten Stern­bil­der, und kann als Ori­en­tie­rungs­punkt genutzt wer­den, da man mit ihm den Polar­stern ein­fach fin­den kann. Der gro­ße Wagen besteht aus sie­ben, hell leuch­ten­den Ster­nen, und ist Teil des Stern­bil­des gro­ße Bärin.  Anschlie­ßend durf­ten wir noch selb­stän­dig mit den Feld­ste­chern und Frau Thier­ing diver­se Him­mels­ob­jek­te und Stern­bil­der beob­ach­ten und ent­de­cken.

Zum Schluss sahen wir uns noch­mal mit dem Tele­skop Jupi­ter an und stell­ten fest, dass nun ein vier­tes klei­nes Objekt hin­ter Jupi­ter her­vor­ge­kom­men war und dass die ande­ren drei Mon­de ihre Posi­ti­on rela­tiv zu Jupi­ter ver­än­dert hat­ten. Frau Thier­ing erklär­te uns, dass genau die­se Bewe­gung der Jupi­ter­mon­de eine der drei von Gali­leo beob­ach­te­ten Phä­no­me­ne gewe­sen sei, die im Wider­spruch zum dama­li­gen geo­zen­tri­schen Welt­bild stan­den und die Gali­leo dazu brach­ten, das helio­zen­tri­sche Welt­bild zu for­dern. Die Zeit ging schnell vor­bei und wir haben alle zusam­men gehol­fen das Tele­skop und die Feld­ste­cher ein­zu­pa­cken. Wir alle hat­ten einen sehr span­nen­den Abend und haben vie­le neue Din­ge gelernt!

Rai­ne J., Kl. 9