Unse­re Schü­ler auf Aste­ro­iden­jagd – Ein Blick ins Uni­ver­sum

In den unend­li­chen Wei­ten des Uni­ver­sums gibt es noch unzäh­li­ge Geheim­nis­se zu ent­de­cken – und vier unse­rer Schü­ler des Max-Born-Gym­na­si­ums haben nun selbst einen Bei­trag zur astro­no­mi­schen For­schung geleis­tet! Amir El Atas­si, Lukas Kunz, Jana Schmitt und Anto­nia Fischer aus der K1 haben -ver­mit­telt durch unse­re Part­ner­insti­tu­ti­on dem Haus der Astro­no­mie- an der Inter­na­tio­nal Astro­no­mic­al Search Col­la­bo­ra­ti­on (IASC) teil­ge­nom­men, einem welt­wei­ten For­schungs­pro­jekt, bei wel­chem Schü­ler und Astro­no­men ech­te Aste­ro­iden auf­spü­ren kön­nen. Wäh­rend des Pro­jekts teil­te sich die Grup­pe in zwei Teams auf: Lukas und Amir bil­de­ten ein Team, wäh­rend Jana und Anto­nia das ande­re Team waren. So konn­ten sie die vie­len Daten­sät­ze effi­zi­ent auf­tei­len und sich gezielt auf ver­schie­de­ne Him­mels­aus­schnit­te kon­zen­trie­ren, um mög­lichst vie­le poten­zi­el­le Aste­ro­iden zu ent­de­cken.

Mit gro­ßer Begeis­te­rung ana­ly­sier­ten bei­de Teams meh­re­re Wochen lang hoch­auf­lö­sen­de Tele­s­kop­bil­der, die von pro­fes­sio­nel­len Obser­va­to­ri­en bereit­ge­stellt wur­den. Die­se Bil­der zei­gen klei­ne Abschnit­te des Him­mels, in denen sich mög­li­cher­wei­se unbe­kann­te Objek­te befin­den. Durch das Ver­glei­chen meh­re­rer Auf­nah­men konn­ten sie Bewe­gungs­mus­ter erken­nen – ein Indiz dafür, dass es sich um einen Aste­ro­iden han­deln könn­te. Doch das war gar nicht so ein­fach: “Am Anfang war es schwer, über­haupt etwas zu erken­nen, weil es so vie­le klei­ne Punk­te auf den Bil­dern gibt”, berich­te­ten die Schü­ler. Mit der Zeit ent­wi­ckel­ten sie jedoch ein geüb­tes Auge – und es hat sich gelohnt! Meh­re­re poten­zi­el­le Aste­ro­iden-Kan­di­da­ten konn­ten von ihnen ent­deckt wer­den. Die­se Him­mels­kör­per wer­den nun von Astro­no­men welt­weit wei­ter unter­sucht. In den nächs­ten Jah­ren wird über­prüft, ob es sich tat­säch­lich um neue Aste­ro­iden han­delt. Soll­te das der Fall sein, haben Amir, Lukas, Jana und Anto­nia die Mög­lich­keit, die­sen Aste­ro­iden einen Namen zu geben! Eine Ehre, die nor­ma­ler­wei­se nur pro­fes­sio­nel­len Astro­no­men vor­be­hal­ten ist. Die Teil­nah­me an die­sem inter­na­tio­na­len Pro­jekt war nicht nur eine span­nen­de Erfah­rung, son­dern auch eine ein­ma­li­ge Gele­gen­heit, wis­sen­schaft­li­che For­schung haut­nah zu erle­ben. Mit die­sem For­schungs­pro­jekt haben die Jugend­li­chen wie­der ein­mal bewie­sen, dass Wis­sen­schaft nicht nur in gro­ßen Labo­ren oder Obser­va­to­ri­en statt­fin­det, son­dern dass auch Schü­ler einen ech­ten Bei­trag leis­ten kön­nen. Am Ende des Pro­jekts erhiel­ten die vier sogar eine offi­zi­el­le Urkun­de der IASC, die ihr wis­sen­schaft­li­ches Enga­ge­ment und ihren Bei­trag zur Aste­ro­iden­for­schung wür­digt – eine beson­de­re Aus­zeich­nung für ihre zeit­auf­wen­di­ge Arbeit und ihren For­scher­geist. Das Max Born Gym­na­si­um hat­te bereits die beson­de­re Ehre, einen Aste­ro­iden benen­nen zu dür­fen -Wer weiß – viel­leicht trägt in ein paar Jah­ren ein  wei­te­rer Aste­ro­id den aus­ge­wähl­ten Namen eini­ger  unse­rer Schü­ler! Bis dahin bleibt es span­nend, ob ihre Fun­de offi­zi­ell bestä­tigt wer­den. Eins steht jedoch schon jetzt fest: Die­se Erfah­rung wird ihnen kei­ner mehr neh­men.

Lukas Kunz u Amir El Atas­si