Exkur­si­on des Bio­lo­gie-Leis­tungs­kur­ses (K2) zur Stütz­punkt­schu­le für Mole­ku­lar­ge­ne­tik in Bam­men­tal

Am 25. März unter­nahm der Bio­lo­gie-Leis­tungs­kurs von Frau Win­ter eine Exkur­si­on zur Stütz­punkt­schu­le für Mole­ku­lar­ge­ne­tik in Bam­men­tal. Die Ver­an­stal­tung begann um 14:00 Uhr und wir wur­den zunächst herz­lich von der Leh­re­rin Frau Hart­mann sowie zwei Schü­lern aus der Kurs­stu­fe vor Ort begrüßt. Zu Beginn erhiel­ten wir Labor­kit­tel und eine Ein­füh­rung in die Auf­ga­ben­stel­lung des Nach­mit­tags. The­ma­tisch beschäf­tig­ten wir uns mit der gene­ti­schen auto­so­mal-domi­nan­ten Krank­heit Cho­rea Hun­ting­ton. Ziel war es, mit­hil­fe künst­lich her­ge­stell­ter DNA eine Poly­me­ra­se-Ket­ten­re­ak­ti­on (PCR) durch­zu­füh­ren und die Ergeb­nis­se anschlie­ßend mit­hil­fe der Gel-Elek­tro­pho­re­se aus­zu­wer­ten. Im prak­ti­schen Teil stell­ten wir dazu zunächst für vier Pro­ben (Vater, Mut­ter, Kind 1 und Kind 2) jeweils die PCR-Ansät­ze her. Dazu pipet­tier­ten wir mit Mikro­pi­pet­ten den PCR-Mix, zwei Pri­mer (Start- und End­se­quenz) sowie die jewei­li­ge DNA-Pro­be in klei­ne Reak­ti­ons­ge­fä­ße. Die­se wur­den anschlie­ßend in den Ther­mo­cy­cler gege­ben, der die PCR auto­ma­ti­siert durch­führt. Wäh­rend der etwa 40-minü­ti­gen Lauf­zeit der PCR ver­tief­ten wir unser theo­re­ti­sches Wis­sen, indem wir die Funk­ti­ons­wei­se der PCR sowie wei­te­re mole­ku­lar­ge­ne­ti­sche Metho­den bespra­chen. Außer­dem setz­ten wir uns mit ethi­schen Fra­ge­stel­lun­gen aus­ein­an­der, ins­be­son­de­re damit, wie man ver­ant­wor­tungs­voll mit gene­ti­schen Unter­su­chungs­er­geb­nis­sen umgeht. Zwi­schen­durch gab es eine kur­ze Pau­se. Nach Abschluss der PCR ver­setz­ten wir die Pro­ben mit einem Lade­puf­fer und führ­ten die Gel-Elek­tro­pho­re­se durch. Wäh­rend das Gel lief, bear­bei­te­ten wir beglei­ten­de Auf­ga­ben zur Aus­wer­tung. Abschlie­ßend konn­ten wir die Ergeb­nis­se unter UV-Licht sicht­bar machen und inter­pre­tie­ren und pünkt­lich um 17:15 war das Prak­ti­kum damit been­det. Die Exkur­si­on hat uns viel Spaß gemacht und bot vor allem die Mög­lich­keit, theo­re­ti­sches Wis­sen prak­tisch anzu­wen­den. Beson­ders die eigen­stän­di­ge Durch­füh­rung der Expe­ri­men­te war eine wert­vol­le Erfah­rung. Ins­ge­samt hat uns die­se Auf­fri­schung der Gene­tik sehr beim Ver­ständ­nis der Inhal­te gehol­fen und stellt eine gute Vor­be­rei­tung auf das Abitur dar.

Timo­thy Schmeh­ling