Abiju­bi­lä­um 25 und 10 Jah­re

Am 10. Mai 2025 kamen zahl­rei­che Ehe­ma­li­ge der Abitur­jahr­gän­ge 2000 und 2015 am Max-Born-Gym­na­si­um zusam­men, um ihr 25- bzw. 10-jäh­ri­ges Abitur­ju­bi­lä­um zu fei­ern.

Die Ver­an­stal­tung begann mit einer stim­mungs­vol­len musi­ka­li­schen Eröff­nung: Malou Mann am Cel­lo, beglei­tet von Herrn Knof am Kla­vier, sorg­te für einen fei­er­li­chen Auf­takt. Anschlie­ßend begrüß­te Schul­lei­ter Herr Phil­ipp die Gäs­te herz­lich und beton­te die beson­de­re Bedeu­tung die­ses Tages – nicht nur für die Jubi­la­re, son­dern auch für ihn per­sön­lich, da mit dem Jahr­gang 2015 zum ers­ten Mal ein Kurs von ihm selbst unter­rich­tet wur­de.

In sei­ner Anspra­che schlug er nach­denk­li­che Töne an: Eine Ein­la­dung zum Jahr­gangs­tref­fen kön­ne durch­aus gemisch­te Gefüh­le her­vor­ru­fen, schließ­lich stel­le man sich auto­ma­tisch die Fra­gen „Wer bin ich heu­te?“ und „Wo ste­he ich eigent­lich?“. Doch genau dar­in lie­ge die Chan­ce des Wie­der­se­hens – Erin­ne­run­gen auf­le­ben zu las­sen, Gesprä­che zu füh­ren, das gemein­sa­me Erleb­te zu tei­len. Ganz im Sin­ne des Zitats von Gabri­el Gar­cía Már­quez: „Nicht, was wir gelebt haben, ist das Leben, son­dern das, was wir erin­nern und wie wir es erin­nern, um davon zu erzäh­len.“

Ein beson­de­rer Dank galt Frau Böh­mer aus dem Sekre­ta­ri­at für 40 Jah­re enga­gier­te Mit­ar­beit sowie dem Ver­an­stal­tungs­team des Freun­des­krei­ses unter der Lei­tung von Frau Hei­der für die Orga­ni­sa­ti­on und Bewir­tung.

Kon­rad Maerz­ke, der neue Vor­sit­zen­de des Freun­des­krei­ses, erin­ner­te an die Beson­der­hei­ten der bei­den Jubi­lä­ums­jahr­gän­ge: Wäh­rend der Jahr­gang 2000 noch im alten Schul­ge­bäu­de unter­rich­tet wur­de, erleb­te der Jahr­gang 2015 das Con­tai­ner­dorf und die Umbe­nen­nung zur heu­ti­gen Schul­be­zeich­nung mit. In einem kur­zen „Wer­be­block“, wie er ihn selbst nann­te, stell­te er die Arbeit des Freun­des­krei­ses vor, der seit 1970 zahl­rei­che Pro­jek­te und Anschaf­fun­gen finan­zi­ell unter­stützt.  Im Anschluss nahm er jeden Jahr­gang mit auf eine kur­ze Zeit­rei­se mit Namen und Gesich­tern – wobei alle Anwe­sen­den wie zu Schul­zei­ten ein­zeln auf­ste­hen durf­ten.

Für musi­ka­li­sche Glanz­punk­te sorg­te Loui­sa Chris­to­pher aus der Kurs­stu­fe 2 mit ihrer kla­ren und emo­tio­na­len Inter­pre­ta­ti­on von Ade­les „When We Were Young“, die sie selbst am Kla­vier beglei­te­te, sowie Mak­sim Mer­ku­l­ov aus der Klas­se 6a mit einer beein­dru­cken­den Impro­vi­sa­ti­on am Akkor­de­on.

Emo­tio­nal wur­de es auch in den Rede­bei­trä­gen der Jubi­la­re: Anke Rensch aus dem Jahr­gang 2000 blick­te offen und sehr per­sön­lich auf die ver­gan­ge­nen 25 Jah­re zurück. In ihrer bewe­gen­den Rede erin­ner­te sie dar­an, wie wich­tig es ist, dem eige­nen Weg zu ver­trau­en, an Wun­der zu glau­ben und sich nicht von den Erwar­tun­gen ande­rer bestim­men zu las­sen.

Tay­mur Johan­nes Weber, Abitu­ri­ent von 2015, hat­te für sei­ne Anspra­che an den Jahr­gang eine Prä­sen­ta­ti­on vor­be­rei­tet – die zunächst im Spam­ord­ner der Schu­le lan­de­te, aber schließ­lich doch noch ihren Weg auf die Lein­wand fand. Mit Humor und Tief­gang führ­te er durch das fik­ti­ve „ABITUR“-Alphabet: A wie Amü­se­ment (z. B. bei Stu­di­en­fahr­ten), B wie Beharr­lich­keit, I wie Intel­lek­tu­el­le Blü­te, T wie Tur­bu­lenz, U wie Unbe­küm­mert­heit – zumin­dest nach den Prü­fun­gen – und R wie Rea­li­tät, mit der die Ent­schei­dun­gen des Lebens begin­nen. Den Abschluss sei­ner Rede bil­de­te ein Zitat von Fried­rich Nietz­sche: „Wer ein War­um zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“

Zum musi­ka­li­schen Aus­klang stimm­te Loui­sa Chris­to­pher „The Long and Win­ding Road“ von den Beat­les an – ein pas­sen­des Bild für die indi­vi­du­el­len Lebens­we­ge der Anwe­sen­den.

Nach dem tra­di­tio­nel­len Jahr­gangs­fo­to ver­sam­mel­ten sich alle Jubi­la­re beim Sekt­emp­fang im Foy­er zu anre­gen­den Gesprä­chen, bevor sich die ein­zel­nen Jahr­gän­ge zu ihren indi­vi­du­ell orga­ni­sier­ten Fei­ern auf­mach­ten.

Text und Fotos: Anni­ka Elf­ner, Freun­des­kreis