Ausflug der Astro AG zur Sternwarte auf den Königsstuhl in Heidelberg
Am Mo, 2.6. um 12:00 Uhr fuhren die Astro-AG mit Frau Thiering und einigen Eltern, die uns wieder freundlich mit Fahrten unterstützen, in die historische Sternwarte auf dem Königsstuhl.
Angekommen wurde uns ein bisschen über die Geschichte von dieser Landessternwarte erzählt. Die Sternwarte wurde vor ca. 125 Jahren mit den damals größten und besten Teleskopen in ganz Deutschland erbaut, und zwar von einem gewissen Max Wolf.
Zur seiner Zeit als Kind schaute sich Max die Sterne durch ein Teleskop an, das sich auf dem Dach des Hauses seiner Eltern befand. Doch Heidelberg (er lebte in Heidelberg) wurde heller und somit auch der Himmel. Max konnte wegen der Heligkeit nicht mehr so viele Sterne erkennen. Da beschloss er, eine Sternwarte zu bauen, an einem finsteren Ort um die Sterne zu sehen. Frau Fischer, unsere Leiterin, führte uns über eine verschlungene Wendeltreppe zum ersten Teleskop auf der Sternwarte, dem sog. Bruce Refrakorteleskop. Dieses hatte 5 Röhren, und man konnte es so drehen, dass man den Stern, den man sehen will, anschauen kann. Uns wurde das Bewegen der Kuppel gezeigt, aber wir durften sie wegen dem Regen leider nicht öffnen. Also haben wir einfach nur so durch Teleskop geschaut um zu erleben, wie sich das anfühlt und wie groß das helle Blickfeld ist.
Dieses gewaltig große Linsenteleskop hatte einen Durchmesser von 25 cm, aber uns wurde berichtet, dass in zwei Jahren das noch viel größere ELT (Extremely Large Telescope) in einer Wüste in Chile fertig gestellt werden soll. Es soll einen Spiegeldurchmesser von 40 m haben, der damit größer als das Brandenburger Tor in Berlin ist! Als nächstes gingen wir als VIP-Gäste in eine Kupel mit einem Teleskop, das auch heute noch für die Forschung genutzt wird. Das sah ganz anders aus, doch das wichtigste war ein 50 cm Durchmesser Spiegel. Der wird gebraucht um ganz viel Licht zu sammeln. Wir durften sogar hochklettern und auf den Spiegel schauen. Vor der Mittagspause sahen wir uns noch das Originalteleskop von Max an und lernten, wie man sich mit einer Sternkarte am Himmel orientiert. Nach der Mittagspause mussten wir uns leider verabschieden und zurückfahren. Der Ausflug war atemberaubend!
Emilia B., Kl. 5a




