Wenn eine Melo­die ver­schwin­det – Musi­cal-AG des Max-Born Gym­na­si­ums begeis­ter­te mit Musi­cal über die Figu­ren von „Die drei ???“

Neckar­ge­münd. Eine vol­le Aula mit gespann­ten Zuschau­ern, Schü­lern, die mit beein­dru­cken­der Pro­fes­sio­na­li­tät auf­tra­ten, und ein Meer vol­ler Han­dy­lich­ter. Die Musi­cal-AG des Max-Born-Gym­na­si­ums führ­te mit der Pro­jekt-Band das Musi­cal „Die drei ??? Kids – Musik­die­be“ auf und kata­pul­tier­te alle Gäs­te in die Welt der „Drei ??? Kids“, die einem mys­te­riö­sem Fall nach­ge­hen. Unter den Besu­chern war auch Joa­chim Phil­ipp, der Schul­di­rek­tor.
Jenes Musi­cal basiert auf einer Idee des Kom­po­nis­ten Peter Schind­ler und des Autors Boris Pfei­fer. Im Zen­trum ste­hen die „Drei ???-Kids“, die eben einem mys­te­riö­sen Fall nach­ge­hen: Ver­schwun­den ist eine geheim­nis­vol­le Melo­die. Nie­mand weiß, wer sie gestoh­len hat oder wie das über­haupt mög­lich sein konn­te. Die Hand­lung ver­bin­det kri­mi­na­lis­ti­sche Span­nung mit musi­ka­li­schen Ele­men­ten und humor­vol­len Sze­nen – gran­di­os gestal­tet war das Büh­nen­bild.

Es war beein­dru­ckend zu sehen, wie viel Lie­be zum Detail von Schü­lern, Leh­rern und allen Betei­lig­ten in jener Auf­füh­rung steckt. In dem Stück spielt der Lei­er­schwanz, ein Vogel mit einem sehr unge­wöhn­li­chem Imi­ta­ti­ons­ta­lent, eine beson­de­re Rol­le. Sei­ne Fähig­keit jedes gehör­te Geräusch per­fekt nach­zu­ah­men wird zum Schlüs­sel des Rät­sels. Die­se Fähig­keit, wie Peter Schind­ler in sei­nem Vor­wort betont, erin­nert an das his­to­ri­sche Genie Wolf­gang Ama­de­us Mozart, der das „Mise­re­re“ von Alle­gri aus dem Gedächt­nis nie­der­schrieb, nach­dem er es gehört hat­te. Die­se Par­al­le­le bil­det das Fun­da­ment des Musi­cals. Die jun­gen Detek­ti­ve Jus­tus, Peter und Bob schla­gen sich aus einem Geflecht vol­ler fal­scher Fähr­ten, ver­däch­ti­ger Figu­ren und musi­ka­li­scher Hin­wei­se durch.

Ent­spre­chend der Hand­lung war die Büh­ne bis ins kleins­te Detail mit einem tol­len Büh­nen­bild deko­riert und auch die Kos­tü­me spra­chen für sich. Umrahmt wur­de die Hand­lung von tol­len Licht­ef­fek­ten auf der Büh­ne. Die Pro­jekt-Band, bestehend aus Kla­ri­net­te, Vio­li­ne, Kla­vier, Schlag­zeug und E-Kon­tra­bass sowie der Schü­ler-Chor mach­ten das Gan­ze mit der Hand­lung per­fekt. Beein­dru­ckend war auch die Stim­mung in der Aula. So ergab sich etwa ein spon­ta­nes Lich­ter­meer: Meh­re­re Han­dy­lich­ter im Publi­kum tauch­ten den Raum in stim­mungs­vol­les Weiß – die Magie war förm­lich greif­bar.
In die Rol­len schlüp­fen an den bei­den Aben­den teil­wei­se ver­schie­de­ne Schü­ler. Die Haupt­ak­teu­re Jus­tus (Fried­ri­cke Rein­hardt, Sofi Abba­so­va, Loui­sa Sad­ki, Ani­ta Rapi­sar­da), Peter (Jan­nis Bra­ner, Hana­ne Faqi­ri) und Bob (Ame­lie Gal, Yeli­za­ve­ta Hara­ni­che­va, Flo­ri Mann, Han­nah Bern­din) tru­gen ein T-Shirt mit „drei ???“. In die Rol­le des Lei­er­schwan­zes schlüpf­te Tim Kli­che. Mode­na wur­de von Car­la Cher­won gespielt und die Dark Lady von Apol­lo­nia Lor­beer sowie Kata­lin Har­mann.

Neben die­sen zen­tra­len Rol­len gab es noch mehr schau­spie­le­ri­sche Talen­te. Man kann sagen, dass das Max-Born-Gym­na­si­um tol­le gesang­li­che wie schau­spie­le­ri­sche Nach­wuchs­kräf­te hat. Hin­ter der Büh­ne arbei­te­te ein gro­ßes Team aus Tech­nik, Souf­fleu­sen, Vor­be­rei­tung und Unter­stüt­zern. Die Licht- und Ton­tech­nik wur­de von Schü­lern betreut.

Text: Agnieszka Dorn

Fotos: Joa­chim Phil­ipp