Prak­ti­sche Umset­zung des Leit­bil­des

Für­sor­ge, Respekt und Ver­ant­wor­tung

sind die Eck­pfei­ler unse­rer päd­ago­gi­schen Arbeit. Hier­bei tra­gen wir sowohl den unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen der Schü­ler als auch dem erzie­he­ri­schen Gesamt­kon­zept gym­na­sia­ler Bil­dung Rech­nung.

Schwer­punkt­mä­ßig ist dem­zu­fol­ge Für­sor­ge ein vor­ran­gi­ges The­ma in den Klas­sen­stu­fen 5 und 6. Respekt­vol­les Ver­hal­ten wird in Klas­se 7 und 8 gera­de bei den puber­tie­ren­den Schü­lern the­ma­ti­siert. Schließ­lich ist ver­ant­wor­tungs­vol­les Han­deln ver­mehrt ab Klas­se 9 ein zen­tra­les The­ma im Unter­richt und im Leben der Schü­ler.

Für­sor­ge

(„die täti­ge Unter­stüt­zung in beson­de­ren Lebens­la­gen“) ist beson­ders für unse­re jüngs­ten Schü­ler in der Über­gangs­pha­se nach der Grund­schu­le eine not­wen­di­ge Hil­fe und prä­gen­de Erfah­rung, die ihnen die Ein­glie­de­rung in die grö­ße­re Gemein­schaft, den geeig­ne­ten Umgang mit den eige­nen Mög­lich­kei­ten und den Bedürf­nis­sen ihrer unmit­tel­ba­ren Umge­bung erleich­tern soll.

Hier­zu gibt es am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd fol­gen­de unter­stüt­zen­de Maß­nah­men, die das Schul­leit­bild stets ver­ge­gen­wär­ti­gen:

  1. Tag der offe­nen Tür: Bereit­stel­lung aller wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen zum Schul­be­trieb, zu den Fächern, Vor­stel­lung der Lehr­kräf­te, Infor­ma­ti­on zum Ganz­ta­ges­be­trieb, Betreu­ungs­pro­gramm etc.
  2. Ein­schu­lungs­fei­er­lich­kei­ten
  3. Kenn­lern­fest (orga­ni­siert vom Freun­des­kreis) an einem Sams­tag im Okto­ber, gemein­sam mit allen Leh­rern der 5. Klas­sen, den Eltern und Schü­lern und den Paten
  4. Betreu­ung der Fünft­kläss­ler durch Schul­pa­ten: aus­ge­such­te Schü­ler aus Klas­se 10 beglei­ten die Schü­ler im ers­ten Schul­jahr im Schul­all­tag, wie auch auf Aus­flü­gen und Ver­an­stal­tun­gen.
  5. Über­gangs­pha­se“ Klas­se 5: spe­zi­el­les Pro­gramm der hier­in aus­ge­bil­de­ten Klas­sen­leh­rer nach „Kon­flikt­kul­tur“, zur Ein­übung sozia­ler und emo­tio­na­ler Kom­pe­ten­zen und „Ler­nen ler­nen“ (nach End­res), ver­schie­de­ne Modu­le zum Erwerb und zur Fes­ti­gung von Lern­stra­te­gien    (sie­he auch Metho­den­cur­ri­cu­lum).
  6. Enger Kon­takt Leh­rer – Eltern durch schnel­le, unbü­ro­kra­ti­sche Infor­ma­ti­on bzw.  Kon­takt­auf­nah­me über den Schul­jah­res­pla­ner sowie Eltern­aben­de, Eltern­sprech­tag und Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen etwa zur Wahl der wei­te­ren Fächer in Klas­se 6 und 8 (Fremd­spra­chen, NwT)
  7. Klas­sen­leh­rer­stun­de, zur Ver­tie­fung der sozia­len Kom­pe­ten­zen (Nach­be­rei­tung Kon­flikt­kul­tur). Hier wer­den auch mög­li­che Pro­ble­me bespro­chen (Klas­sen­rats­sit­zung) sowie ers­te gemein­sa­me Unter­neh­mun­gen (Klas­sen­fes­te, Weih­nachts­fei­er, Aus­flü­ge…) geplant, mit der Ziel­set­zung die Schü­ler zu ent­schei­dungs­fä­hi­gen und mün­di­gen Indi­vi­du­en zu erzie­hen.
  8. Betreu­ung durch Bera­tungs­leh­rer und Schul­so­zi­al­ar­bei­ter, die nach Abspra­che mit dem Klas­sen­leh­rer und/oder dem Erzie­hungs­be­rech­tig­ten in der Klas­se oder bei ein­zel­nen Schü­lern bera­ten und hel­fen.
  9. Ers­te gemein­sa­me Klas­sen­fahrt in Klas­se 6

Respekt

im Sin­ne von Rück­sicht­nah­me aber auch Aner­ken­nung und Ach­tung, soll­te zwei­fels­oh­ne jedes päd­ago­gi­sche Han­deln prä­gen, spielt aber beson­ders im Umgang mit Schü­lern in der Puber­tät eine ganz ent­schei­den­de Rol­le.

Am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd ver­su­chen wir die­sem Umstand durch ver­schie­de­ne  Akti­vi­tä­ten und Ange­bo­te Rech­nung zu tra­gen:
Beson­ders der Kon­takt mit Gleich­alt­ri­gen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen bie­tet gute Mög­lich­kei­ten die eige­nen Stand­punk­te objek­ti­ver zu bewer­ten und die Tole­ranz, den Respekt im Umgang mit ande­ren Sicht­wei­sen zu trai­nie­ren:

  • Schü­ler-Aus­tausch mit den Schu­len der Part­ner­stadt Evi­an ab Klas­se 7
  • Schü­ler-Aus­tausch mit der Part­ner­stadt Jin­dřichův Hra­dec ab Klas­se 7
  • Sprach­rei­se nach Eng­land, Unter­brin­gung in eng­li­schen Fami­li­en in Klas­se 8

Damit Schü­ler in ihrer Rol­le als akti­ve Mit­ge­stal­ter des Schul­le­bens Respekt erfah­ren und die ent­spre­chen­de Aner­ken­nung im eige­nen Umfeld erwer­ben kön­nen, bie­ten Schu­le und die SMV in der Mit­tel­stu­fe eini­ge Mög­lich­kei­ten an

  • Ver­stärk­te Mit­ar­beit in der SMV, AKs im Bereich Sport, Schul­ver­an­stal­tun­gen, Schü­ler­zei­tung,
  • Men­to­ren­aus­bil­dung im Bereich Sport, Kul­tur, Medi­en, Ver­kehrs­er­zie­hung
  • Mit­ar­beit bei der Nach­hil­fe­bör­se
  • Schul­sa­ni­täts­dienst

Ach­tung im Umgang mit der eige­nen Gesund­heit wird in Klas­se 7 durch Vor­trä­ge und Exkur­sio­nen zum The­ma Dro­gen­prä­ven­ti­on the­ma­ti­siert. Sexu­al­päd­ago­gi­sche Aspek­te wer­den in den Schul­cur­ri­cu­la der Fächer Bio­lo­gie, Reli­gi­on und Ethik berück­sich­tigt.

Ver­ant­wor­tung

für sich und ande­re über­neh­men unse­re Schü­ler sicher von Anfang an.

Ab Klas­se 9 wer­den Ver­ant­wor­tung und Ver­pflich­tun­gen dem Alter ent­spre­chend (14 Jah­re, Reli­gi­ons­mün­dig­keit, Straf­mün­dig­keit, …) zuneh­mend in vie­len Unter­richts­fä­chern (Ethik, Reli­gi­on, Deutsch, Gemein­schafts­kun­de..) the­ma­ti­siert und auch prak­tisch erwei­tert.

So wer­den Schü­ler am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd ab Klas­se 9, von der Schu­le durch Men­to­ren beglei­tet, an selbst­ge­wähl­te ehren­amt­li­che Ver­pflich­tun­gen auch außer­halb der Schul­ge­mein­schaft her­an­ge­führt. Über die Mög­lich­kei­ten die­ses exter­nen Sozi­al­prak­ti­kums wird durch Refe­ren­ten aus sozia­len Ein­rich­tun­gen am Anfang von Klas­se 9 infor­miert. Die Schü­ler sol­len so einen Ein­satz­ort fin­den, an dem sie eine ehren­amt­li­che Tätig­keit (20 Stun­den) in der unter­richts­frei­en Zeit aus­üben und dabei ihre eige­nen, ganz per­sön­li­chen Fähig­kei­ten ein­brin­gen.

In Klas­se 10 wer­den die Schü­ler, vor allem in Gemein­schafts­kun­de, auf die Berufs­welt vor­be­rei­tet. Vor­trä­ge und Berufs­fin­dungs­tests sowie die per­sön­li­che Bewer­bung um einen Prak­ti­kums­platz für eine berufs­ori­en­tier­te Prak­ti­kums­wo­che sind nur eini­ge Aspek­te des BOGY-Kon­zep­tes. Eben­falls ab Klas­se 10 sind die Schü­ler ver­pflich­tet, ihren per­sön­li­chen Mög­lich­kei­ten und Fähig­kei­ten ent­spre­chend, ihre Ver­ant­wor­tung für das Funk­tio­nie­ren der Schul­ge­mein­schaft zu über­neh­men. Kon­kret bedeu­tet das 20 Stun­den Ein­satz „schul­in­ter­nes Enga­ge­ment“ etwa in der Biblio­thek, bei der tech­ni­schen Beglei­tung von Schul­ver­an­stal­tun­gen, im Schul-Sani­täts­dienst, bei der Betreu­ung im Ganz­ta­ges­be­reich, bei Auf­sich­ten etc.

Die Teil­nah­me an Wett­be­wer­ben etwa im Bereich Mathe­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten (z. Bsp. Inter­na­tio­na­le Olym­pia­den) und Gesell­schafts­wis­sen­schaf­ten oder auch am Model Euro­pean Par­lia­ment sind eben­falls sehr ver­ant­wor­tungs­vol­le Akti­vi­tä­ten, gilt es doch die Schu­le nach außen hin zu ver­tre­ten

Ab Klas­se 10 kommt auf die Mit­ar­bei­ter der SMV eine gro­ße Ver­ant­wor­tung zu:

der Schul­spre­cher und sei­ne Stell­ver­tre­ter,
die Mit­glie­der der Schul­kon­fe­renz,
die Lei­ter der ver­schie­de­nen AKs
die Paten für Klas­se 5 sind hier­bei nur eini­ge der ver­ant­wor­tungs­vol­len Posi­tio­nen, die durch Schü­ler der Ober­stu­fe besetzt wer­den.