MBG-Schü­ler ler­nen die Ukrai­ne ken­nen

„Die Ukrai­ne ist ein schö­nes Land mit einer tol­len Kul­tur. Die Ukrai­ner haben ein demo­kra­ti­sches poli­ti­sches Selbst­ver­ständ­nis, das haben wir in dem Vor­trag heu­te erfah­ren“, so Mar­ta aus Klas­se 5.

Im Rah­men der The­men­wo­che zur Ukrai­ne fan­den sich am 23. März neun Klas­sen des MBG in der Aula ein, um einen Vor­trag von Nata­li­ia Dia­chen­ko und Mak­sym Novoz­hy­l­ov zu hören. Das ukrai­ni­sche Ehe­paar ist seit acht Jah­ren in Deutsch­land und arbei­ten im IT-Sek­tor. Sie enga­gie­ren sich in der Ukrai­ne­hil­fe und möch­ten so gut es geht von Deutsch­land aus hel­fen. Die bei­den brach­ten den rund 240 Schü­lern ihr Hei­mat­land, die Kul­tur, die Wirt­schaft und die Geschich­te der Ukrai­ne näher. Sie hat­ten vie­le Fotos in einer Prä­sen­ta­ti­on mit­ge­bracht, um den Vor­trag so anschau­lich wie mög­lich zu gestal­ten. Es ging um das Leben in der Ukrai­ne, wie dort fröh­li­che Fes­te mit gutem Essen und Gesang gefei­ert wer­den, Tra­di­tio­nen wie die Kosa­ken und den Tanz namens Gopak, die Gast­freund­schaft der Ukrai­ner, berühm­te Per­sön­lich­kei­ten, die tiefs­te U-Bahn der Welt in Kiew, den größ­ten Frei­heits­platz Euro­pas in Char­kiw, wei­te­re geo­gra­fi­sche und geschicht­li­che Beson­der­hei­ten und vie­les mehr. Nata­li­ia Dia­chen­ko zeig­te, dass sie auch hier in Deutsch­land mit ihrer Hei­mat eng ver­bun­den ist: Sie trug ein Hemd in der Trach­ten-Tra­di­ti­on der Ukrai­ne. Täg­lich tele­fo­nie­re sie mit ihren Ver­wand­ten, die in der Ukrai­ne blei­ben möch­ten, obwohl sie sie gebe­ten habe, zu ihr nach Deutsch­land zu kom­men.

Das gro­ße Inter­es­se der Schü­ler­schaft zeig­te sich beim auf­merk­sa­men Zuhö­ren wäh­rend des Vor­trags und auch in der Fra­ge­run­de, in der es sowohl um das Leben in der Ukrai­ne als auch um die der­zei­ti­ge Kriegs­si­tua­ti­on ging. Immer wie­der frag­ten die Kin­der, wel­che Beweg­grün­de Putin habe, die Ukrai­ne anzu­grei­fen und so viel Leid zu ver­ur­sa­chen.

Till mein­te: „Ich konn­te mir durch den Vor­trag das Land Ukrai­ne viel bes­ser vor­stel­len.“ Sei­ne Klas­sen­ka­me­ra­din Maria füg­te hin­zu: „Die bei­den Vor­tra­gen­den haben sach­lich und ruhig erklärt, wie die Lage aktu­ell ist, obwohl sie wahr­schein­lich inner­lich eine rie­si­ge Wut und Trau­er mit sich tra­gen.“

Die Schü­ler­schaft des MBG sam­melt in der Ukrai­ne-The­men­wo­che in ver­schie­de­nen Aktio­nen Geld, um die Ukrai­ne zu unter­stüt­zen. Es gibt ver­schie­de­ne Ver­kaufs- und Sam­mel­ak­tio­nen, alle zu Guns­ten der Ukrai­ne. In eini­gen Fächern wird der Ukrai­ne-Kon­flikt the­ma­tisch auf­ge­ar­bei­tet. Am Frei­tag orga­ni­siert die Reli­gi­ons­fach­schaft ein öku­me­ni­sches Frie­dens­ge­bet in der Aula.

Ange­regt wor­den war der Vor­trag durch Rai­ner Metz­ger, Inte­gra­ti­ons­ma­na­ger der Stadt Neckar­ge­münd und Bin­de­glied zur Ukrai­ne­hil­fe Neckar­ge­münd. Hen­ri­et­te Kat­zen­stein, tätig in der Ukrai­ne­hil­fe Neckar­ge­münd, ver­mit­tel­te den Kon­takt zu Nata­li­ia Dia­chen­ko und Mak­sym Novoz­hy­l­ov, die bereit waren, den Vor­trag am Gym­na­si­um zu hal­ten.