Ein­schu­lungs­got­tes­dienst – Will­kom­men an Bord

Ein­schu­lungs­got­tes­dienst am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd

Die ers­te Schul­wo­che ist geschafft, die Neu­lin­ge am MBG haben sich bereits unter­ein­an­der, ihre Leh­rer und das Schul­haus ken­nen gelernt. Am Frei­tag, dem 16. Sep­tem­ber 2017, erhiel­ten sie noch ein ganz beson­de­res Geschenk: wun­der­bar warm­her­zig wur­den Sie „an Bord genom­men“.
Die Reli­gi­ons­fach­schaft hat­te gemein­sam mit den Sechst­kläss­lern ein Segens­spa­lier vor­be­rei­tet, durch das die Jüngs­ten der Schul­ge­mein­schaft in die Arche ein­tre­ten durf­ten. Dort gin­gen sie an Bord des gro­ßen Schif­fes Max-Born-Gym­na­si­um. „Unse­re Schu­le kann man mit einem Schiff ver­glei­chen. Ihr habt eine span­nen­de Rei­se vor euch, die acht Jah­re dau­ern wird. Das MBG ist aller­dings kein Kreuz­fahrt­schiff, auf dem ihr euch bedie­nen las­sen könnt. Wir sind ein For­scher- und Ent­de­cker­schiff und ihr seid kei­ne Urlau­ber, son­dern seit Diens­tag Teil der Mann­schaft.“, erklär­te Vero­ni­ka Keyl, Leh­re­rin für katho­li­sche Reli­gi­on. Gemein­sam mit Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp hat­ten sie, Son­ja Quenouil­le, Kirs­ten Sche­ja, Fran­zis­ka Lui, Chris­ti­an Cra­mer und Vale­ri­as Ambiel den Got­tes­dienst vor­be­rei­tet. Musi­ka­lisch beglei­tet wur­de er durch Sabi­ne Krings. Beson­ders das so genann­te „Pom­mes­lied“ kam dabei gut an

Anhand von Mar­kus 4, 35-41 wur­de den Schü­lern gezeigt, dass sie auch in schwie­ri­gen Zei­ten nicht allein sind, Gott ist bei ihnen. Auch Eltern, Leh­rer und Freun­de wer­den ihnen hel­fen, dass sie die acht­jäh­ri­ge Rei­se am For­scher­schiff MBG gut über­ste­hen.

Dann galt es, in Bewe­gung zu kom­men: Jeder Schü­ler erhielt einen Papier­fisch. Nun muss­ten sich die Schü­ler mit jeweils sechs ver­schie­den­far­bi­gen Fischen in einer Grup­pe zusam­men­fin­den und dabei mög­lichst vie­le neue Kin­der ken­nen ler­nen. Die Fische wur­den an einer Pinn­wand in Form eines Fisch­schwarms zusam­men­ge­führt. Gemäß Mat­thä­us 28 „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ sind die Schü­ler am MBG nicht allei­ne, sie sind Teil eines gro­ßen Schwarms. Einen Fisch­an­hän­ger aus Filz durf­ten die Kin­der dann auch als Andenken mit­neh­men.

 

 

Eng­lish for busi­ness – Ein­bli­cke in die Geschäfts­kor­re­spon­denz

Schü­le­rin­nen und Schü­ler absol­vie­ren Prü­fung der Lon­do­ner Indus­trie- und Han­dels­kam­mer

„So ein Zer­ti­fi­kat macht sich gut im Lebens­lauf“, mein­te Simon Fils­in­ger aus der Kurs­stu­fe 1, der mit 82% die höchs­te Punkt­zahl erreicht hat­te. Dass es in der Prü­fung Eng­lish for Busi­ness level 2 deut­lich mehr Schreib­auf­ga­ben gibt als noch bei level 1, kam ihm sehr ent­ge­gen. Simon ver­fasst sehr ger­ne Tex­te im Eng­li­schen. In der Prü­fung galt es memos, leaf­lets, noti­ces, reports, artic­les, let­ters und lists zu ver­fas­sen.

Nach­dem im Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res 79 Schü­le­rin­nen und Schü­ler des MBG erfolg­reich an Eng­lish for Busi­ness level 1 der Lon­do­ner Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (Lon­don Cham­bers of Com­mer­ce and Indus­try, LCCI) teil­ge­nom­men hat­ten, mach­ten sich 15 flei­ßi­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler im zwei­ten Schul­halb­jahr an die Vor­be­rei­tun­gen zur zwei­ten Stu­fe der Prü­fung. Es galt in freund­li­chem Ton auf Kun­den­an­fra­gen zu reagie­ren, Mit­ar­bei­ter auf wich­ti­ge Ereig­nis­se oder Regeln hin­zu­wei­sen und die Glie­de­rung eines Vor­trags vor­zu­be­rei­ten.

Ins­ge­samt erreich­ten sie­ben Schü­ler das begehr­te Ergeb­nis „pas­sed with distinc­tion“ – mit Aus­zeich­nung bestan­den. „Da Eng­lisch im Berufs­le­ben sehr wich­tig ist, habe ich den Kurs als sehr nütz­lich emp­fun­den“, mein­te Lara Tido­na, die mit der zweit­bes­ten Punkt­zahl abge­schnit­ten hat­te.

Bereits am 30. Juni hat­ten die Schü­ler die Prü­fung abge­legt, doch da die Aus­wer­tung durch die LCCI in Eng­land erfolgt, waren die Zer­ti­fi­ka­te erst in den Som­mer­fe­ri­en am MBG ein­ge­trof­fen. Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp (Bild links) und sein Stell­ver­tre­ter Joa­chim Fink­bei­ner-Rinn (Bild rechts) gra­tu­lier­ten den erfolg­rei­chen Absol­ven­ten sehr herz­lich bei der Zer­ti­fi­kat­aus­ga­be am 15. Sep­tem­ber.

Ver­ab­schie­dung Linier

Nicht jeder Schul­lei­ter wird so umfang­reich, herz­lich und emo­tio­nal ver­ab­schie­det: die Ver­ab­schie­dungs­ze­re­mo­nien für Horst Linier, Schul­lei­ter des Max-Born-Gym­na­si­ums, began­nen schon am 4. Juli, als sich das Schul­or­ches­ter unter der Lei­tung von Julia Ruch unter die Musi­ker der Hei­del­ber­ger Musik­freun­de misch­te und für ihren schei­den­den Schul­lei­ter „Pomp and Cir­cum­s­tance“ von Elgar spiel­te – ein Stück, das bei könig­li­chen Anläs­sen nicht feh­len darf.
Am 20. Juli folg­te die zwei­te Über­ra­schung für Schul­lei­ter Linier: er wur­de kur­zer­hand mit ver­bun­de­nen Augen von der SMV „ent­führt“ und fand sich auf dem Schul­hof wie­der, wo die gesam­te Schü­ler­schaft einen Tanz auf­führ­te – alles in Eigen­re­gie aus­ge­dacht, orga­ni­siert und ein­stu­diert. Sie hat­ten das Lied „Wenn sie tanzt“ von Max Gie­sin­ger für Linier umge­schrie­ben und san­gen „Und wenn er geht, wird es ganz anders…“. Schul­lei­ter Linier war – was sel­ten bei ihm vor­kommt – sprach­los und sehr gerührt. Die SMV über­reich­te Linier ein Buch, in dem sich Abschieds­brie­fe aller Klas­sen befan­den.
Dass der schei­den­de Schul­lei­ter nicht nur bei der Schü­ler­schaft, son­dern auch bei den Eltern und Kol­le­gen sowie den regio­na­len und über­re­gio­na­len Poli­ti­kern sehr beliebt war, zeig­te sich bei sei­ner offi­zi­el­len Ver­ab­schie­dung am 21. Juli in der Aula des Schul­zen­trums.
Nach einer Begrü­ßung der Gäs­te durch Joa­chim Phil­ipp, noch in sei­ner Funk­ti­on als stell­ver­tre­ten­der Schul­lei­ter, sprach die lei­ten­de Regie­rungs­schul­di­rek­to­rin, Dag­mar Ruder-Aiche­lin, Horst Linier ihren Dank aus: „Schon zu Beginn ihrer Schul­lei­ter-Lauf­bahn wur­den Sie gezwun­gen Unmög­li­ches zu bewäl­ti­gen.“ In ihrer Rede zähl­te sie eini­ge der zahl­rei­chen Errun­gen­schaf­ten der Linier-Ära auf. Ganz im Sin­ne Max Borns sei er ein Lei­ter gewe­sen, der Visio­nen leb­te und vor­an­trieb, aber auch das All­tags­ge­schäft ganz boden­stän­dig betrieb.
Joa­chim Phil­ipp muss­te noch ein­mal auf die Büh­ne – Frau Ruder-Aiche­lin las das Bestel­lungs­schrei­ben von Kul­tus­mi­nis­te­rin Dr. Susan­ne Eisen­mann vor. Nun ist es offi­zi­ell: Joa­chim Phil­ipp ist ab dem nächs­ten Schul­jahr Schul­lei­ter des Max-Born-Gym­na­si­ums.
Bür­ger­meis­ter Frank Volk dank­te in sei­ner Rede sei­nem Vor­gän­ger Horst Alt­hoff, der die schlimms­te Zeit Sei­te an Sei­te mit Linier durch­ge­stan­den habe. Volk drück­te Linier im Namen der Stadt Neckar­ge­münd sei­nen tief emp­fun­de­nen Dank für sei­ne her­vor­ra­gen­de Arbeit aus.
Für das Kol­le­gi­um dank­ten Annet­te Küper und Elli Plett  ihrem „Chef“ für das all­ge­mein sehr gute Schul­kli­ma und das demo­kra­ti­sche Mit­ein­an­der. In ihrer amü­san­ten Rede boten sie eine Chro­no­lo­gie der gesam­ten Amts­zeit Liniers dar sowie ein „cher­chez la femme“. Im Anschluss über­reich­te Kunst­leh­rer Fré­dé­ric Bri­end den gemein­sam mit Annet­te Küper ent­wor­fe­nen und von der Fir­ma Klaus Erban Natur­werk­stei­ne in Neckar­ge­münd aus dem Gra­nit „Ver­de Fuo­co“ her­ge­stell­ten „Pi-Award“.
Auch der Eltern­bei­rat und der Freun­des­kreis waren sehr krea­tiv. In einer wit­zi­gen Sketchein­la­ge von Ange­li­ka Thie­mig, Vor­sit­zen­de des Freun­des­krei­ses, und Dia­na Pau­lus, Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­de, wur­de der sehr geschätz­te Schul­lei­ter auf humor­vol­le Wei­se erst durch den Kakao gezo­gen und dann auf viel­fäl­ti­ge Wei­se für den Ruhe­stand beschenkt: Lie­ge­stuhl, Stroh­hut, Lieb­lings­schnaps, Son­nen­creme mit dem Bild des Eltern­bei­rats und vie­les mehr.
Die SMV unter Schü­ler­spre­che­rin Jana Wat­z­elt über­reich­te ihrem schei­den­den „Boss“ ein Fuß­ball­tri­kot mit der Auf­schrift SMV – Linier, damit er sie beim Fuß­ball­spie­len mit sei­nen Enkel­kin­dern nicht ver­ges­sen möge. Kur­zer­hand ent­le­dig­te sich Linier sei­ner Kra­wat­te und sei­nes Hem­des und zog das Tri­kot an – so ist er nun mal: für (fast) jeden Spaß zu haben!
Auch durch die Gruß­wor­te von Lars Cas­tel­luc­ci, Her­mi­no Kat­zen­stein, Albrecht Schüt­te, Man­fred Hil­kert, Mari­on Mar­ker-Schrotz, Sieg­fried Zed­ler, Dr. Bene­dict Man­ci­ni, Micha­el Knö­thig und Gud­run Peck­lo­vá wur­de den Besu­chern bewusst, wie sehr der schei­den­de Schul­lei­ter all­seits geschätzt wur­de.
In sei­ner eige­nen fina­len Anspra­che dank­te Linier all jenen, die die Schu­le in schwie­ri­gen Zei­ten aufs höchs­te Maß unter­stützt hat­ten und brach­te die Gäs­te durch sei­ne lau­ni­ge Ana­ly­se des Schul­ge­sche­hens, der Schul­lei­ter­tä­tig­keit und der Schul­ent­wick­lung vie­le Male herz­haft zum Lachen. Sei­nem Nach­fol­ger Joa­chim Phil­ipp über­reich­te er fei­er­lich die  legen­dä­re „The Boss“ Tas­se, da ihm sein letz­ter Geschichts­kurs zum Abschied eine neue Tas­se mit der Auf­schrift „Still The Boss“ geschenkt hat­te.
Die Musik­fach­schaft hat­te mal wie­der mit vie­len musik­be­geis­ter­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern Groß­ar­ti­ges auf die Bei­ne gestellt. Sie schenk­ten ihrem Musik lie­ben­den Schul­lei­ter vier Stü­cke: das lau­nig-swin­gen­de „Can­te­loup Island“ von Her­bie Han­cock und das fröh­lich-fri­sche „Bird­land“ von Wea­ther Report, gespielt von der Big Band unter der Lei­tung von Alva­ro Blu­men­stock sowie das auch bei Liniers Amts­ein­füh­rung gespiel­te „Irgend­wo auf der Welt“ von den Come­di­an Har­mo­nists, gesun­gen von einem Eltern-Schü­ler-Leh­rer-Chor mit Instru­men­tal­ensem­ble unter der Lei­tung von Sabi­ne Krings. Den musi­ka­li­schen Aus­klang bil­de­te das lang in den Ohren wei­ter klin­gen­de, welt­be­rühm­te und sehr emo­tio­na­le „My Way“, an dem alle Ensem­bles unter der Gesamt­lei­tung von Julia Ruch betei­ligt waren. Wer vor­her noch nicht geweint hat­te, dem stie­gen spä­tes­tens jetzt Trä­nen in die Augen.
Die Eltern­schaft unter der Lei­tung von Bir­git Grü­ne und Dario di Rosa hat­te, als Geschenk für Linier, ein lecke­res und viel­sei­ti­ges Buf­fet für alle Gäs­te vor­be­rei­tet, bei dem auch flei­ßi­ge Schü­ler mit­ge­wirkt hat­ten.