Waldex­kur­si­on der Klas­se 8D – Ler­nen im Grü­nen

Die Klas­se 8D unse­rer Schu­le begab sich im Rah­men des Bio­lo­gie­un­ter­richts auf eine span­nen­de Exkur­si­on in den Wald bei Neckar­ge­münd. Ziel war es, die theo­re­ti­schen Inhal­te aus dem Unter­richt direkt in der Natur anzu­wen­den und öko­lo­gi­sche Zusam­men­hän­ge vor Ort zu erfor­schen.

Vor Ort arbei­te­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Klein­grup­pen und unter­such­ten ver­schie­de­ne Area­le des Wal­des. Dabei führ­ten sie eigen­stän­dig Licht­mes­sun­gen sowie Tem­pe­ra­tur­mes­sun­gen durch. Mit Hil­fe von Mess­ge­rä­ten konn­ten sie Unter­schie­de zwi­schen son­ni­gen und schat­ti­gen Berei­chen fest­stel­len und ers­te Rück­schlüs­se auf die Lebens­be­din­gun­gen von Pflan­zen zie­hen.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt der Exkur­si­on war die Bestim­mung von Bäu­men und Pflan­zen. Aus­ge­stat­tet mit Bestim­mungs­schlüs­seln und viel Neu­gier iden­ti­fi­zier­ten die Ler­nen­den ver­schie­de­ne Arten und doku­men­tier­ten ihre Ergeb­nis­se. Dabei wur­de deut­lich, wie viel­fäl­tig und kom­plex ein Wald­öko­sys­tem ist.

Neben den wis­sen­schaft­li­chen Metho­den stand auch das gemein­sa­me Erle­ben der Natur im Vor­der­grund. Die Exkur­si­on bot eine will­kom­me­ne Abwechs­lung zum Unter­richt im Klas­sen­zim­mer und för­der­te nicht nur das Ver­ständ­nis bio­lo­gi­scher Inhal­te, son­dern auch Team­ar­beit und Beob­ach­tungs­ga­be.
Die Klas­se 8D kehr­te mit vie­len neu­en Erkennt­nis­sen und Ein­drü­cken zurück – ein gelun­ge­ner Aus­flug, der den Bio­lo­gie­un­ter­richt leben­dig und anschau­lich ergänzt hat.

Nico­la Win­ter und Tine Ohl­and

Zwei­mal zwei­ter Platz beim Jugend-Rot-Kreuz Kreis­ent­scheid am 26.03.2026

Unter dem Mot­to „Hel­fen ver­bin­det“ tra­ten beim dies­jäh­ri­gen Kreis­ent­scheid des Jugend­rot­kreu­zes Rhein-Neckar zahl­rei­che Grup­pen gegen­ein­an­der an, um ihr Kön­nen in Ers­ter Hil­fe, sozia­lem Enga­ge­ment und Team­play unter Beweis zu stel­len.

Das Max-Born-Gym­na­si­um und die Real­schu­le Neckar­ge­münd tra­ten als schul­art­über­grei­fen­de SSD-Grup­pe Schul­zen­trum Neckar­ge­münd mit zwei Teams an.

Unse­re Schul­sa­ni­tä­ter sind durch die Aus­bil­dung und die Ein­sät­ze im Schull­all­tag mit vie­len Not­fall­si­tua­tio­nen ver­traut und auch beim Wett­be­werb hat die Ver­sor­gung der Wun­den und Betreu­ung der Pati­en­tin­nen bei den Not­fall­dar­stel­lun­gen bes­tens geklappt! Nur das Schmin­ken von Wun­den muss­ten wir vor dem Wett­be­werb noch üben…

Auch bei den ande­ren Auf­ga­ben – vom Team-Kicken bis zu wei­ter­füh­ren­den Auf­ga­ben des Roten Kreu­zes – haben unse­re bei­den Teams her­vor­ra­gend gemeis­tert.

Die ande­ren JRK- und SSD-Teams waren eben­falls gut vor­be­rei­tet und daher sind wir sehr stolz, dass unse­re bei­den Teams in den Alters­grup­pen II (13 bis 16 Jah­re) und III (16 bis 27 Jah­re) jeweils einen her­vor­ra­gen­den zwei­ten Platz erreicht haben!

Wir freu­en uns auf das nächs­te Mal.

Ursu­la Bla­si­us

Lei­tungs­team SSD Max Born Gymnasium/Schulzentrum Neckar­ge­münd

 

Ein­blick in die Welt der Lyrik – Autoren­le­sung von Aaron May­er

Am 19. März 2026 besuch­te der Gewin­ner des Hei­del­ber­ger Autor:innenpreises Aaron May­er die bei­den Deutsch-Leis­tungs­kur­se der K1.

Aaron May­er stu­diert seit 2022 in Hei­del­berg Ger­ma­nis­tik und Anglis­tik und schreibt neben Lyrik auch Musik sowie Dreh­bü­cher. Für den Hei­del­ber­ger Autor:innenpreis 2025, eine Aus­zeich­nung, die 2018 ins Leben geru­fen wur­de, um her­aus­ra­gen­de lite­ra­ri­sche Wer­ke von Autor:innen zu wür­di­gen, die eine beson­de­re Ver­bin­dung zur Stadt Hei­del­berg haben, wur­de er mit sei­nen Gedich­ten „Hym­ne des ers­ten Homo Sapi­ens, der Feu­er zur Wald­ro­dung nutz­te“, „Unser Pla­net“ und „Capri­son­nen­him­mel“ aus­ge­zeich­net, die such durch ihre the­ma­ti­sche Viel­falt und ihre außer­ge­wöhn­li­che sprach­li­che Gestal­tung aus­zeich­nen.

Zu Beginn der Autoren­le­sung gab uns Aaron May­er einen Ein­blick in sei­ne Arbeits­wei­se. Er erklär­te, dass sei­ne Gedich­te häu­fig aktu­el­le The­men auf­grei­fen, mit denen er sich zunächst inten­siv aus­ein­an­der­setzt. Erst danach ver­sucht er, sei­ne Gedan­ken und Gefüh­le dazu sprach­lich zu gestal­ten. Dabei wur­de deut­lich, dass die­ser Pro­zess nicht immer ein­fach ist: Man­che Erfah­run­gen las­sen sich nur schwer in Wor­te fas­sen, sodass manch­mal eine gewis­se Sprach­lo­sig­keit blei­ben kann. Um uns die­sen Zugang zur Lyrik näher­zu­brin­gen, stell­te er meh­re­re sei­ner Gedich­te nach­ein­an­der vor und erläu­ter­te jeweils deren Hin­ter­grund. Dadurch wur­de es deut­lich leich­ter, die Tex­te nach­zu­voll­zie­hen und ihre Aus­sa­ge zu ver­ste­hen. Inhalt­lich kreis­ten vie­le sei­ner Gedich­te um die Rol­le des Men­schen in der Welt, ins­be­son­de­re im Bezug auf Macht, Ver­ant­wor­tung und Ver­gäng­lich­keit. Einer­seits zeig­te er auf, wie stark der Mensch von sei­ner Umwelt geprägt wird, ande­rer­seits aber auch, wel­chen Ein­fluss er selbst auf die­se aus­übt. So the­ma­ti­siert etwa das Gedicht „Hym­ne des ers­ten Homo Sapi­ens, der Feu­er zur Wald­ro­dung nutz­te“ die zer­stö­re­ri­sche Kraft des Men­schen und wie er die Natur für sei­ne Zwe­cke nutzt. Auch in „Unser Pla­net“ wird ein ähn­li­cher Aspekt auf­ge­grif­fen: Es beschreibt den Wider­spruch, dass vie­le Men­schen sich der Umwelt­schä­den bewusst sind, sich jedoch gleich­zei­tig oft macht­los füh­len, etwas dar­an zu ändern.

Neben die­sen eher gesell­schaft­li­chen The­men wid­men sich ande­re Gedich­te, wie „Capri­son­nen­him­mel“, stär­ker per­sön­li­chen Erfah­run­gen. Hier ste­hen das Erwach­sen­wer­den sowie die Aus­ein­an­der­set­zung mit Tod, End­lich­keit und Ver­lust im Mit­tel­punkt.

Dar­über hin­aus sprach Aaron May­er auch über sprach­li­che Gestal­tungs­mit­tel. So erklär­te er bei­spiels­wei­se, dass er bewusst von gewohn­ten For­mu­lie­run­gen abweicht („Mar­kiert­heit“), um bestimm­te Wir­kun­gen zu erzie­len. Auch der geziel­te Ein­satz von Zeit­for­men kann dazu bei­tra­gen, Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen, um das Gedicht abzu­run­den. Ein beson­ders inter­es­san­ter Aspekt war sei­ne Beto­nung, dass Gedich­te von jedem Leser unter­schied­lich ver­stan­den wer­den. Indi­vi­du­el­le Erfah­run­gen spie­len dabei eine ent­schei­den­de Rol­le, sodass man sich oft selbst in den Tex­ten wie­der­fin­den kann. In die­sem­Zu­sam­men­hang beschrieb er Gedich­te als eine Art „Text­land­schaft“, in der man sowohl Neu­es ent­deckt als auch sich selbst begeg­net.

Zum Abschluss hob er her­vor, wie wich­tig es sei, auch schwie­ri­ge The­men wie den Tod anzu­spre­chen und Gefüh­le nicht zu ver­drän­gen, son­dern ihnen Raum zu geben und sie in Wor­te zu fas­sen.

Inge­samt war der Besuch daher sehr berei­chernd und hat gezeigt, dass Gedich­te nicht nur Spra­che sind, son­dern auch dazu bei­tra­gen kön­nen, die Welt und sich selbst aus neu­en Per­spek­ti­ven zu betrach­ten.

Ella Bur­ck­hardt, Sophie Flat, Julika Roth, K1