Bericht Tsche­chi­en Aus­tausch

Vom 23.03. bis zum 27.03.2026 fand der Aus­tausch mit Tsche­chi­en statt. Am Abend des 23.03. kamen 18 Schüler:innen aus unse­rer Part­ner­stadt Jin­dřichův Hra­dec in Neckar­ge­münd an. Am nächs­ten Mor­gen fan­den wit­zi­ge Ken­nen­lern­spie­le statt. Anschlie­ßend erfolg­te eine gemein­sa­me Recher­che zu tsche­chi­schen Häft­lin­gen des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Mos­bach-Neckarelz in deutsch-tsche­chi­schen Grup­pen. Nach einer lecke­ren „Piz­za­stär­kung“ ging es mit dem Rei­se­bus zum Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Neckarelz. Dort haben wir die KZ Gedenk­stät­te erkun­det und uns mit tsche­chi­schen Häft­lin­gen beschäf­tigt, wel­chen zuvor noch nie Beach­tung geschenkt wur­de. Dafür wur­den Ori­gi­nal­quel­len genutzt, um die Geschich­te der jewei­li­gen Per­son, mit­hil­fe eines Lücken­tex­tes in Grup­pen zu ver­voll­stän­di­gen. Nach der Vor­stel­lung der Grup­pen­ar­beit ging es zum KZ- Fried­hof in Bin­au, wo wir gemein­sam mit dem Bür­ger­meis­ter Domi­nik Kir­cher und Frau Roos (Vor­stand der KZ Gedenk­stät­te) den Toten mit Blu­men gedach­ten.

Am Mitt­woch konn­ten wir mit unse­ren Austauschpartner:innen frei­wil­lig an einer deut­schen Unter­richts­stun­de teil­neh­men und so konn­ten die tsche­chi­schen Schüler:innen ein Ein­blick in den Unter­richt bekom­men. Danach fuh­ren wir zur Sin­ti- und Roma-Gedenk­stät­te in Hei­del­berg, wo wir an einem inter­es­san­ten Work­shop teil­nah­men. Dort haben wir anhand von per­sön­li­chen Geschich­ten viel über die oft ver­ges­se­ne Min­der­heit der Sin­ti und Roma gelernt. Anschlie­ßend hat­ten wir Frei­zeit in der Stadt und konn­ten Hei­del­berg selbst erkun­den. Zum Abschluss gin­gen wir abends gemein­sam bow­len.

Am Don­ners­tag ging es früh zum Rat­haus, wo wir unse­ren Vize­bür­ger­meis­ter Maxi­mi­li­an Ber­nau­er tra­fen. Nach einer kur­zen Fra­ge­run­de mit vie­len inter­es­san­ten Erfah­run­gen stärk­ten wir uns mit Geträn­ken, bevor der Bus uns zum Köp­fel nach Zie­gel­hau­sen brach­te. Von dort aus wan­der­te die Grup­pe etwa 1,5 Stun­den durch Natur und Hagel­re­gen bis zur Thing­stät­te. Nach einem klei­nen Kon­zert eini­ger Schüler:innen und einem Son­nen­gruß mach­ten wir uns wie­der auf den Rück­weg. Gegen 14:00 Uhr kamen wir in Neckar­ge­münd an, wo noch etwas freie Zeit für Akti­vi­tä­ten mit den Austauschschüler:innen blieb. Abschlie­ßend tra­fen wir uns am Frei­tag um 8:00 Uhr. Dort ver­ab­schie­de­ten wir uns von den Austauschschüler:innen aus Tsche­chi­en, die anschlie­ßend die Heim­rei­se antra­ten.

Yara Engel­mann und Han­nah Ruch

Schü­ler­aus­tausch mit dem Lycée Anna de Noail­les (Évi­an-les-Bains, France), Teil 1

Vom 6. bis zum 13. März 2026 hat­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 10. Klas­sen und der K1 die Gele­gen­heit, eine span­nen­de Woche in der Part­ner­stadt von Neckar­ge­münd, im fran­zö­si­schen Évi­an-les-Bains zu ver­brin­gen. Schon bei der Ankunft am Frei­tag­nach­mit­tag wur­den sie im Lycée Anna de Noail­les herz­lich emp­fan­gen. Nach einer offi­zi­el­len Begrü­ßung und einem klei­nen Will­kom­mensum­trunk lern­ten die Teil­neh­men­den ihre Gast­fa­mi­li­en ken­nen. Das Wochen­en­de ver­brach­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in ihren Gast­fa­mi­li­en. Dabei konn­ten sie nicht nur den fran­zö­si­schen All­tag haut­nah erle­ben, son­dern auch ihre Sprach­kennt­nis­se anwen­den und neue Freund­schaf­ten knüp­fen.

Am Mon­tag stand ein Aus­flug nach Abond­ance auf dem Pro­gramm. Dort erkun­de­ten die Teil­neh­men­den eine beein­dru­cken­de Abtei und erhiel­ten span­nen­de Ein­bli­cke in die regio­na­le Tra­di­ti­on der Käse­her­stel­lung bei einem Besuch im Mai­son du Fromage. Ein gemein­sa­mes Pick­nick run­de­te den Tag in ent­spann­ter Atmo­sphä­re.

Am Diens­tag stand die Stadt Évi­an im Mit­tel­punkt. Wäh­rend eines frei­en Auf­ent­halts auf dem Markt konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die leben­di­ge Atmo­sphä­re genie­ßen, bevor sie bei einer Stadt­ral­lye ihr Team­work und ihre Krea­ti­vi­tät unter Beweis stell­ten. Der Tag klang mit gemein­sa­men Spie­len und Akti­vi­tä­ten aus, die für viel Spaß und gute Stim­mung sorg­ten.

Ein wei­te­res High­light folg­te am Mitt­woch mit dem Besuch der Evi­an-Abfüll­an­la­ge in Amphion. Hier mach­ten sich die Teil­neh­men­den mit der Pro­duk­ti­on des bekann­ten Mine­ral­was­sers ver­traut und konn­ten indus­tri­el­le Abläu­fe haut­nah erle­ben.

Der Don­ners­tag bil­de­te den Höhe­punkt der Woche: Gemein­sam ging es nach Anne­cy. Nach der Besich­ti­gung einer tra­di­tio­nel­len Glo­cken­gie­ße­rei, bei der alle ganz nah beim Gie­ßen der hei­ßen Mas­se in klei­ne Förm­chen zuse­hen konn­ten, blieb genü­gend Zeit, die male­ri­sche Alt­stadt auf eige­ne Faust zu ent­de­cken. Am Abend fand schließ­lich die­fest­li­che Abschluss­par­ty statt, bei der Fran­zo­sen und Deut­sche­ge­mein­sam die erleb­nis­rei­che Woche fei­er­ten.

Am Frei­tag hieß es dann Abschied neh­men. Mit vie­len neu­en Ein­drü­cken, gestärk­ten Sprach­kennt­nis­sen und vor allem zahl­rei­chen neu­en Freund­schaf­ten tra­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Heim­rei­se an.
Der Aus­tausch war ins­ge­samt ein gro­ßer Erfolg und hat ein­drucks­voll gezeigt, wie berei­chernd inter­na­tio­na­le Begeg­nun­gen sein kön­nen. Die Woche in Frank­reich wird den Teil­neh­men­den sicher­lich noch lan­ge in posi­ti­ver Erin­ne­rung blei­ben. Zum Glück wird im April ein Rück­be­such der Fran­zo­sen in Neckar­ge­münd fol­gen, auf den alle sich schon freu­en.

Bericht: Tim Schus­ter und Micha­el Gerst­ner

Wenn eine Melo­die ver­schwin­det – Musi­cal-AG des Max-Born Gym­na­si­ums begeis­ter­te mit Musi­cal über die Figu­ren von „Die drei ???“

Neckar­ge­münd. Eine vol­le Aula mit gespann­ten Zuschau­ern, Schü­lern, die mit beein­dru­cken­der Pro­fes­sio­na­li­tät auf­tra­ten, und ein Meer vol­ler Han­dy­lich­ter. Die Musi­cal-AG des Max-Born-Gym­na­si­ums führ­te mit der Pro­jekt-Band das Musi­cal „Die drei ??? Kids – Musik­die­be“ auf und kata­pul­tier­te alle Gäs­te in die Welt der „Drei ??? Kids“, die einem mys­te­riö­sem Fall nach­ge­hen. Unter den Besu­chern war auch Joa­chim Phil­ipp, der Schul­di­rek­tor.
Jenes Musi­cal basiert auf einer Idee des Kom­po­nis­ten Peter Schind­ler und des Autors Boris Pfei­fer. Im Zen­trum ste­hen die „Drei ???-Kids“, die eben einem mys­te­riö­sen Fall nach­ge­hen: Ver­schwun­den ist eine geheim­nis­vol­le Melo­die. Nie­mand weiß, wer sie gestoh­len hat oder wie das über­haupt mög­lich sein konn­te. Die Hand­lung ver­bin­det kri­mi­na­lis­ti­sche Span­nung mit musi­ka­li­schen Ele­men­ten und humor­vol­len Sze­nen – gran­di­os gestal­tet war das Büh­nen­bild.

Es war beein­dru­ckend zu sehen, wie viel Lie­be zum Detail von Schü­lern, Leh­rern und allen Betei­lig­ten in jener Auf­füh­rung steckt. In dem Stück spielt der Lei­er­schwanz, ein Vogel mit einem sehr unge­wöhn­li­chem Imi­ta­ti­ons­ta­lent, eine beson­de­re Rol­le. Sei­ne Fähig­keit jedes gehör­te Geräusch per­fekt nach­zu­ah­men wird zum Schlüs­sel des Rät­sels. Die­se Fähig­keit, wie Peter Schind­ler in sei­nem Vor­wort betont, erin­nert an das his­to­ri­sche Genie Wolf­gang Ama­de­us Mozart, der das „Mise­re­re“ von Alle­gri aus dem Gedächt­nis nie­der­schrieb, nach­dem er es gehört hat­te. Die­se Par­al­le­le bil­det das Fun­da­ment des Musi­cals. Die jun­gen Detek­ti­ve Jus­tus, Peter und Bob schla­gen sich aus einem Geflecht vol­ler fal­scher Fähr­ten, ver­däch­ti­ger Figu­ren und musi­ka­li­scher Hin­wei­se durch.

Ent­spre­chend der Hand­lung war die Büh­ne bis ins kleins­te Detail mit einem tol­len Büh­nen­bild deko­riert und auch die Kos­tü­me spra­chen für sich. Umrahmt wur­de die Hand­lung von tol­len Licht­ef­fek­ten auf der Büh­ne. Die Pro­jekt-Band, bestehend aus Kla­ri­net­te, Vio­li­ne, Kla­vier, Schlag­zeug und E-Kon­tra­bass sowie der Schü­ler-Chor mach­ten das Gan­ze mit der Hand­lung per­fekt. Beein­dru­ckend war auch die Stim­mung in der Aula. So ergab sich etwa ein spon­ta­nes Lich­ter­meer: Meh­re­re Han­dy­lich­ter im Publi­kum tauch­ten den Raum in stim­mungs­vol­les Weiß – die Magie war förm­lich greif­bar.
In die Rol­len schlüp­fen an den bei­den Aben­den teil­wei­se ver­schie­de­ne Schü­ler. Die Haupt­ak­teu­re Jus­tus (Fried­ri­cke Rein­hardt, Sofi Abba­so­va, Loui­sa Sad­ki, Ani­ta Rapi­sar­da), Peter (Jan­nis Bra­ner, Hana­ne Faqi­ri) und Bob (Ame­lie Gal, Yeli­za­ve­ta Hara­ni­che­va, Flo­ri Mann, Han­nah Bern­din) tru­gen ein T-Shirt mit „drei ???“. In die Rol­le des Lei­er­schwan­zes schlüpf­te Tim Kli­che. Mode­na wur­de von Car­la Cher­won gespielt und die Dark Lady von Apol­lo­nia Lor­beer sowie Kata­lin Har­mann.

Neben die­sen zen­tra­len Rol­len gab es noch mehr schau­spie­le­ri­sche Talen­te. Man kann sagen, dass das Max-Born-Gym­na­si­um tol­le gesang­li­che wie schau­spie­le­ri­sche Nach­wuchs­kräf­te hat. Hin­ter der Büh­ne arbei­te­te ein gro­ßes Team aus Tech­nik, Souf­fleu­sen, Vor­be­rei­tung und Unter­stüt­zern. Die Licht- und Ton­tech­nik wur­de von Schü­lern betreut.

Text: Agnieszka Dorn

Fotos: Joa­chim Phil­ipp