Mit Neu­gier und Köpf­chen wei­ter auf Erfolgs­kurs bei Jugend forscht

Neckar­ge­münd. (nah) Mit viel Tüft­ler­geist und einer gehö­ri­gen Por­ti­on Aus­dau­er im Gepäck mach­ten sich Teil­neh­mer des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd Ende Febru­ar auf den Weg nach Hei­del­berg. Am 24. und 25. Febru­ar wur­de an der SRH Hoch­schu­le der Regio­nal­wett­be­werb von Jugend forscht aus­ge­tra­gen – und ein­mal mehr zeig­te sich, dass die Schu­le in Nord­ba­den ganz vor­ne mit­mischt. Mit sechs Grup­pen und ins­ge­samt 13 Schü­le­rin­nen und Schü­lern stell­te sie erneut die zweit­meis­ten Pro­jek­te im Wett­be­werb. Was dabei beson­ders auf­fiel: Es ging längst nicht nur ums Gewin­nen, son­dern vor allem ums Dran­blei­ben, Wei­ter­den­ken und Ver­bes­sern. Vie­le der Pro­jek­te waren kei­ne spon­ta­nen Ein­fäl­le, son­dern Ergeb­nis­se eines län­ge­ren Ent­wick­lungs­pro­zes­ses – getra­gen von der Jugend-forscht-AG unter der Lei­tung von Nele Welter. Die AG gibt es seit 2019 und sie ist seit­her eine fes­te Grö­ße im Schul­le­ben. Dafür gilt der enga­gier­ten Leh­re­rin auch der Dank des Schul­lei­ters Joa­chim Phil­ipp, der die Schü­ler zu ihrem Erfolg beglück­wünsch­te.

Die Band­brei­te der The­men war beein­dru­ckend. Lykka Dies­ner und Jose­phi­ne Poh­le aus der 7. Klas­se wag­ten sich an ein hoch­ak­tu­el­les The­ma: Sie unter­such­ten tie­ri­sche Milch und pflanz­li­che Alter­na­ti­ven, ana­ly­sier­ten Inhalts­stof­fe und stell­ten sogar eige­nen vega­nen Joghurt her. Für ihre Arbeit wur­den sie mit dem Buch­preis der BASF aus­ge­zeich­net. Eben­falls aus der 7. Klas­se stam­men Artem Yagu­din und Daniil, die sich mit dem Kli­ma­schutz beschäf­tig­ten – auf ihre ganz eige­ne Wei­se. Sie kon­stru­ier­ten einen CO₂-Staub­sauger, der mit­hil­fe von Kalk­was­ser Koh­len­di­oxid bin­det. Dahin­ter steckt ein anschau­li­cher che­mi­scher Pro­zess: Das CO₂ reagiert mit Cal­ci­um­hy­dr­o­xid zu Cal­ci­um­car­bo­nat, das als fei­ner, mil­chi­ger Nie­der­schlag sicht­bar wird und sich schließ­lich am Boden absetzt. Für die­se cle­ve­re Ver­bin­dung von Theo­rie und Pra­xis gab es den Son­der­preis Umwelt­tech­nik.

Björn Peters und Nilo Work­man aus der 8. Klas­se setz­ten auf Nach­hal­tig­keit im Bereich Was­ser­auf­be­rei­tung. Ihr Ziel: ein bio­lo­gi­scher Fil­ter, der Schwer­me­tal­le wie Kup­fer mit ein­fa­chen, kos­ten­güns­ti­gen Mate­ria­li­en wie Milch und Kie­sel­gel aus dem Was­ser ent­fernt. Ihr Pro­jekt wur­de mit dem drit­ten Preis im Bereich Che­mie bei Jugend forscht Juni­or aus­ge­zeich­net. Doch damit geben sie sich nicht zufrie­den – per­spek­ti­visch wol­len sie sogar Wege fin­den, die gefil­ter­ten Stof­fe wie­der in einen Kreis­lauf zurück­zu­füh­ren. Tech­nisch wur­de es bei Cami­la Avila und Max Kauf­mann aus der 9. Klas­se. Sie ent­wi­ckel­ten einen trag­ba­ren WLAN-Repea­ter, der kaum grö­ßer als ein Wal­kie-Tal­kie ist und im Schul­all­tag ganz prak­ti­sche Pro­ble­me löst. Wenn das Inter­net im Klas­sen­zim­mer schwä­chelt, sorgt ihr bat­te­rie­be­trie­be­nes Gerät für sta­bi­le Ver­bin­dun­gen. Die Jury hono­rier­te die­se all­tags­taug­li­che Inno­va­ti­on mit dem Hei­se Tech­nik Preis.

Ein Pro­jekt mit län­ge­rer Vor­ge­schich­te prä­sen­tier­ten Nils Orthen, Fried­rich Dies­ner und Levin Sau­ter aus der Kurs­stu­fe. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr hat­ten sie sich mit Droh­nen­tech­no­lo­gie beschäf­tigt, muss­ten jedoch Rück­schlä­ge ver­kraf­ten – von tech­ni­schen Defek­ten bis hin zu Zeit­pro­ble­men. Umso beein­dru­cken­der ist die Wei­ter­ent­wick­lung: Inzwi­schen gelang es ihnen, einen Droh­nen­schwarm zu rea­li­sie­ren, der über Ultra­schall mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert. Dafür wur­den sie mit dem drit­ten Platz im Fach­ge­biet Tech­nik belohnt. Und die Rei­se ist noch nicht zu Ende – die nächs­te Aus­bau­stu­fe ist bereits im Blick.

Nicht jeder Bei­trag wur­de mit einem Preis aus­ge­zeich­net, doch auch das gehört zum For­schungs­pro­zess. Sebas­ti­an Eurich und Andor Neme­ti aus der 8. Klas­se arbei­te­ten an einer Droh­ne zur Rei­ni­gung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen. Ihr Ansatz ist eben­so ein­fach wie viel­ver­spre­chend: Eine Droh­ne bringt ein Rei­ni­gungs­sys­tem an schwer zugäng­li­che Stel­len. Der Pro­to­typ über­zeug­te sie selbst noch nicht voll­stän­dig – doch genau dar­in liegt der Antrieb, wei­ter­zu­ma­chen und die Idee zu ver­fei­nern.

Dass sich die­se Beharr­lich­keit aus­zahlt, zeigt auch eine wei­te­re Aus­zeich­nung: Zum vier­ten Mal in Fol­ge erhielt das Max-Born-Gym­na­si­um den Schul­preis in Höhe von 250 Euro – eine Aner­ken­nung für das kon­ti­nu­ier­li­che Enga­ge­ment und die Qua­li­tät der Bei­trä­ge.

Text und Foto: Anna Haa­se­mann-Dun­ka

Exkur­si­on zum Pla­ne­ta­ri­um Mann­heim

Am 20.03.26 haben sich der Astro­no­mie-Kurs der K1, die NwT-Kur­se der 9. Klas­sen, Herr Lubitz­ki, Herr Latus­sek und Frau Thier­ing pünkt­lich um 8:05 Uhr am Alt­stadt­bahn­hof in  Neckar­ge­münd getrof­fen. Eine 40-minü­ti­ge S-Bahn und Stra­ßen­bahn­f­art spä­ter waren wir auch schon im Pla­ne­ta­ri­um Mann­heim.

Nach einer kur­zen Foto­ses­si­on davor, sind wir auch schon hin­ein­ge­gan­gen und konn­ten unse­re Sachen able­gen. Anschlie­ßend sind wir in den Vor­stel­lungs­raum gegan­gen, um uns die ers­te Show, “ das unsicht­ba­re Uni­ver­sum“ anzu­se­hen. Dort erklär­te uns eine Stu­den­tin der Hei­del­ber­ger Uni­ver­si­tät inter­es­san­te Fak­ten über Licht­ver­schmut­zung und den Nacht­him­mel in Mann­heim. Vir­tu­ell reis­ten wir auch auf die Süd­halb­ku­gel der Erde und konn­ten wäh­rend­des­sen beob­ach­ten, wie der Ster­nen­him­mel sich ver­än­der­te.

Ergänzt wur­de dies in der anschlie­ßen­den eine Pla­ne­ta­ri­ums-Show, in der es um das für die mensch­li­che Augen unsicht­ba­re Uni­ver­sum ging, also zum einen um Licht, dass für unse­re Augen zu kurz oder zu lang­wel­lig ist, und zum ande­ren um Gra­vi­ta­ti­ons­wel­len und um kos­mi­sche Teil­chen, die uns von den Him­mels­ob­jek­ten errei­chen. Für all dies braucht man spe­zi­el­le Tele­sko­pe, die uns dies sicht­bar­kön­nen (z.B. das James Webb  Welt­raum­te­le­skop zeigt uns im infra­ro­ten Licht Stern­ent­ste­hungs­ge­bie­te und Exo­pla­ne­ten, oder LIGO beob­ach­tet Gra­vi­ta­ti­ons­wel­len von mit­ein­a­ner ver­schmel­zen­den Schwar­zen Löchern, usw.).

Nach einer klei­nen Stär­kungs­pau­se ging es auch schon mit der zwei­ten Show, “ Our Gala­xy – a jour­ney through the Mil­ky­way“, wei­ter. Die­ser war im Unter­schied zur Vor­stel­lung davor auf Eng­lisch, da man sich damit auch in den astro­no­mi­schen Krei­sen­aus­tausch. In die­sem Film haben wir uns ver­schie­de­ne Gala­xien­ar­ten ange­se­hen und her­aus­ge­fun­den, um wel­che Gal­e­xien­art es sich bei unse­rer Milch­stra­ße han­delt (Sie ist eine Spi­ral­ga­la­xie). Außer­dem haben wir uns mit  der Ent­ste­hung von Ster­nen beschäf­tigt.

Die­se Exkur­si­on war sehr inter­es­sant und wei­ter­bil­dend und hat uns allen sehr viel Spaß gemacht.

Kazu­to K., Leni Z. 9c

Son­nen­be­ob­ach­tung der NWT – Grup­pen der 9. Klas­se

*Ach­tung: Schaut nie­mals in die Son­ne, vor allem nicht mit einem nor­ma­len Tele­skop!! *

Am 3. März sind die NWT Grup­pen aus Klas­se 9 gemein­sam mit Frau Thier­ing nach drau­ßen gegan­gen, weil so schö­nes Wet­ter war, um sich die Son­ne mal genau­er anzu­schau­en. Dies haben wir mit einem spe­zi­el­len H alpha Tele­skop getan, wel­ches 99,999% des Lich­tes abhält und man somit ohne Gefahr die Son­ne beob­ach­ten kann.

Um das Tele­skop aus­zu­rich­ten, ohne die Son­ne durch den Sucher suchen zu müs­sen, ach­tet man drauf, dass der Schat­ten des Tele­skop­s­tu­bus mög­lichst klein ist. Für die Fein­jus­tie­rung gibt es eine beson­de­re Vor­rich­tung, mit zwei Schir­men. Das Tele­skop ist rich­tig jus­tiert wenn der ers­te Schirm mit Loch sei­nen Schat­ten auf den zwei­ten Schirm wirft.

Nun konn­ten wir auch schon die Son­ne beob­ach­ten. Sie hat das kom­plet­te Beob­ach­tungs­feld aus­ge­füllt und war trotz des 99,999% Licht­schut­zes sehr hell zu erken­nen. Die Son­ne erschien als ein oran­ge­nes Scheib­chen. Auf ihr konn­ten wir  eine kör­ni­gen Struk­tur, die Gra­nu­la­ti­on und einen hel­len wei­ßen Strei­fen (Fackel) erken­nen. Außer­dem sahen wir drei dunk­le Son­nen­fle­cken, von denen der mitt­le­re aus zwei Tei­len bestand, die wie uns Frau Thier­ing erklär­te, obwohl sie recht klein aus sahen doch einen grö­ße­ren Durch­mes­ser als die Erde hat­ten.

Ins­ge­samt fan­den wir das Beob­ach­ten total span­nend und sind sehr dank­bar so eine Chan­ce bekom­men zu haben.

Leni Z., Kazu­to K. 9c