Beob­ach­tungs­abend der NWT – Beob­ach­tungs­grup­pe 3

Am 25. Febru­ar 2026 traf sich die Beob­ach­tungs­grup­pe 3 der Klas­se 9 aus dem Fach NWT mit Fr. Thier­ing auf dem Leh­rer­park­platz an der Schu­le, um den Nacht­him­mel zu beob­ach­ten. Getrof­fen haben wir uns um 19:30 Uhr und um 21:00 Uhr ver­ab­schie­de­ten wir uns. Das Tele­skop wur­de von Frau Thier­ing schon auf­ge­baut, aber beim Abbau haben wir dann gehol­fen.
Weil Frau Thier­ing schon das Tele­skop schon auf­ge­baut hatte,konnten wir direkt anfan­gen. Durch das Tele­skop haben wir den Jupi­ter und 4 sei­ner Mon­de, Io, Euro­pa, Gany­med und Kal­lis­to, gese­hen. Wir fan­den die­sen Anblick sehr bewun­derns­wert, da wir so etwas zum ers­ten Mal sahen. Anschlie­ßend haben den Ori­on-Tra­pez gese­hen, wel­ches eine Stern­grup­pe inner­halb des Ori­on­ne­bel ist. Das Ori­on-Tra­pez besteht aus vie­len eng bei­ein­an­der­lie­gen­den Ster­nen, wel­che vor ca. 1 Mio. Jah­ren ent­stan­den sind. Wir haben auch noch den Mond durch das Tele­skop gese­hen und Mond­kra­ter genau­er beob­ach­tet. Man konn­te sehen, dass die­se Kra­ter Struk­tur hat­ten und die größ­te von ihnen im Zen­trum noch ein­mal einen Berg hat­ten.

Nach­dem wir durch das Tele­skop geschaut hat­ten, erklär­te uns Frau Thier­ing wie man die mit­ge­brach­ten Feld­ste­cher scharf­stellt und wie man einen Feld­ste­cher auf einem sta­tiv mon­tie­ren kann, sodass das Bild nicht so wackelt. Danach haben wir durch den Feld­ste­cher wie­der den Mond und frei wie wir woll­ten die Ster­ne betrach­ten kön­nen. Mit der Hil­fe von Frau Thier­ings Laser­poin­ter konn­ten wir mit blo­ßem Auge vie­les erken­nen: • Ori­on­ne­bel • Der gro­ße Wagen • Polar­stern (Pola­ris) • Der klei­ne Wagen (den hat man nur ganz leicht gese­hen wegen dem Nebel). Wir haben gelernt, dass der Polar­stern immer zum Nor­den zeigt und unbe­weg­lich im Him­mel ist.
Das High­light des Tages war ganz klar der Feu­er­ball, den wir zufäl­lig ent­deckt haben. Ein Feu­er­ball ist ein beson­de­rer Mete­or, den nicht mal Frau Thier­ing in ihrem gan­zen Leben gese­hen hat­te und sie hat Vie­les in ihrem Leben gese­hen. Der Feu­er­ball zer­bracht in meh­re­re Bruch­stü­cke, die als hell leuch­ten­des Band über eini­ge Sekun­den den Him­mel erhell­ten. Ins­ge­samt war der Beob­ach­tungs­abend einer sehr schö­ne und lehr­rei­che Erfah­rung und es hat viel Spaß gemacht dar­an teil­zu­neh­men. Vie­len Dank an Frau Thier­ing für die­sen tol­len Abend.

Tal­ha und Yasin 9d

Spon­ta­ne Son­nen­be­ob­ach­tung im K1-Astro­no­mie­kurs

Manch­mal ent­ste­hen die span­nends­ten Beob­ach­tun­gen ganz spon­tan: Als wir an einem son­ni­gen März­tag im K1-Astro­no­mie­kurs bemerk­ten, wie klar der Him­mel war, beschlos­sen wir kur­zer­hand, nach drau­ßen zu gehen und die Son­ne zu beob­ach­ten. Auf dem Schul­hof wur­den Hüt­chen auf­ge­stellt, inner­halb derer wir unser­Be­ob­ach­tungs­set­up auf­bau­ten – mit einem spe­zi­el­len H-Alpha-Tele­skop, das für die siche­re Son­nen­be­ob­ach­tung ent­wi­ckelt wur­de. Dabei ist Vor­sicht extrem wich­tig: Nie­mals direkt in die Son­ne schau­en! Ohne spe­zi­el­le Fil­ter kann das Auge inner­halb weni­ger Sekun­den dau­er­haft geschä­digt wer­den. Wie Frau Thier­ing anschau­lich erklär­te, wür­de das Auge dabei prak­tisch „wie ein Spie­gelei in der Pfan­ne gebra­ten“. Das H-Alpha-Tele­skop fil­tert das Son­nen­licht extrem stark. Ein spe­zi­el­ler Fabri-Perot Son­nen­fil­ter­blo­ckiert etwa 99,999 % des Son­nen­lichts, sodass nur ein win­zi­ger Teil des roten Lichts der dün­nen H-Alpha Was­ser­stoff­li­nie durch­kommt. Dadurch kön­nen wir die Son­ne sicher beob­ach­ten und gleich­zei­tig Details ihrer Pho­to­sphä­re sicht­bar machen.

Auch das Fin­den der Son­ne funk­tio­niert etwas anders als bei nor­ma­len Tele­sko­pen. Man kann kei­nen klas­si­schen Sucher ver­wen­den, da man dabei direkt in Rich­tung Son­ne schau­en müss­te. Statt­des­sen rich­tet man das Tele­skop so aus, dass der Schat­ten mög­lichst klein und sym­me­trisch wird – dann befin­det sich die Son­ne im Gesichts­feld.

Durch das Tele­skop konn­ten wir meh­re­re Son­nen­fle­cken erken­nen. Obwohl sie im Bild rela­tiv klein wir­ken, sind sie tat­säch­lich rie­sig – oft grö­ßer als die Erde. Wir konn­ten erken­nen, dass die Son­nen­pho­to­sphä­re nach außen dunk­ler wur­de. Beson­ders span­nend war auch der Blick auf den Rand der Son­ne: Dort konn­ten wir klei­ne Struk­tu­ren ent­de­cken, soge­nann­te Spiku­len. Die­se sind etwa so groß wie ein bis­zwei Son­nen­fle­cken und sehr licht­schwach und des­halb nicht leicht zu erken­nen – umso beein­dru­cken­der war es, dass wir sie tat­säch­lich ent­de­cken konn­ten. Frau Thier­ing erklär­te, dass es sich um rie­si­ge Mate­rie­men­gen han­delt, die von der Son­ne weg­ge­schleu­dert wer­den.

Die Beob­ach­tung zeig­te ein­drucks­voll, dass unse­re Son­ne alles ande­re als eine ruhi­ge Gas­ku­gel ist. Selbst bei einer kur­zen, spon­ta­nen Beob­ach­tung konn­ten wir vie­ledy­na­mi­sche Struk­tu­ren auf unse­rem Stern ent­de­cken.

Michel­le C., K1

🇳🇱 Amers­fo­ort trifft Neckar­ge­münd 🇩🇪 | Schü­ler­aus­tausch März 2026

Eine Woche vol­ler Ereig­nis­se!

Die Schü­le­rin­nen, Schü­ler und Lehr­kräf­te aus Amers­fo­ort (Hol­land) kamen am Mon­tag, dem 02. März 2026, nach Neckar­ge­münd und die Wie­der­se­hens­freu­de seit Novem­ber war deut­lich spür­bar. Dann folg­te eine voll­ge­pack­te Woche.

Der Diens­tag­mor­gen star­te­te mit einer Schul­vor­stel­lung des MBG. Dann ging es nach Mann­heim: In der Kunst­hal­le war­te­ten fas­zi­nie­ren­de Kunst­wer­ke und im Tech­no­se­um dreh­te sich alles um Phy­sik und Phan­ta­sie – beim Work­shop „Ket­ten­re­ak­ti­on“ wur­de gebaut, getüf­telt und gestaunt.

Schon am nächs­ten Tag stand Hei­del­berg auf dem Pro­gramm! Im Schloss gab es eine span­nen­de Füh­rung zum The­ma „Aber­glau­be und Hygie­ne“. Danach erkun­de­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in klei­nen Grup­pen die Alt­stadt bei einer Ral­lye auf eige­ne Faust. Und dann? End­lich freie Zeit mit shop­pen, bum­meln und Döner – zumin­dest bei eini­gen Jungs war das das erklär­te Ziel.

Der viel­leicht bun­tes­te Tag war der Don­ners­tag. In Zuzen­hau­sen war­te­te die Müh­le Kolb mit Bogen­schie­ßen und beim Müh­len­bä­cker durf­ten alle selbst Hand anle­gen – Bre­zeln for­men und backen! Zurück in der Schu­le wur­den dann Part­ner­schafts­so­cken mit Sten­cils gestal­tet: krea­tiv, per­sön­lich und ein tol­les Erin­ne­rungs­stück. Den krö­nen­den Abschluss bil­de­te ein gemein­sa­mer Bow­lin­ga­bend.

Am Frei­tag­mor­gen um 8 Uhr war es dann so weit: es hieß Abschied neh­men.

Viel zu schnell sind die weni­gen Tage ver­flo­gen und doch haben sich eini­ge Freund­schaf­ten gebil­det, die mög­li­cher­wei­se noch lan­ge hal­ten. Die­ser Aus­tausch war für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie die Leh­re­rin­nen Eve­ly­ne Bos und Akke Rene­ma aus Amers­fo­ort und Ana Hart­mann und Karo­lin Fröh­ling aus Neckar­ge­münd eine tol­le und berei­chern­de Erfah­rung.

Der Amers­fo­ort-Aus­tausch wird von Eras­mus+ finan­zi­ell unter­stützt.

Karo­lin Fröh­ling und Ana Hart­mann

Haf­tungs­aus­schluss: die Ver­ant­wor­tung für den Inhalt die­ser Ver­öf­fent­li­chung tra­gen allein die Ver­fas­se­rin­nen; die Kom­mis­si­on haf­tet nicht für die wei­te­re Ver­wen­dung der dar­in ent­hal­te­nen Anga­ben.