Besuch aus Amers­fo­ort

Vom 19. bis zum 23. März fand der Rück­be­such der Aus­tausch­grup­pe des Farel-Col­leges, Amers­fo­ort, NL, statt. Die Teilnehmer/innen des Aus­tauschs hat­ten vie­le Gele­gen­hei­ten gemein­sa­me Unter­neh­mun­gen zu machen und sich näher ken­nen zu ler­nen. In Hei­del­berg absol­vier­ten die Schü­ler in Grup­pen eine Alt­stadt­ral­lye und spa­zier­ten dann bei schöns­tem Son­nen­schein zum Hei­del­ber­ger Schloss. Im Anschluss hat­ten die Schü­ler die Mög­lich­keit nach eige­nen Inter­es­sen Unter­neh­mun­gen zu pla­nen. Vie­le gin­gen Bow­ling spie­len oder erkun­de­ten die Shop­ping­mög­lich­kei­ten Hei­del­bergs.

Am 21. März wur­den die Schü­ler durch einen inter­es­san­ten Vor­trag von Han­nah Ober­holz aus der Kurs­stu­fe 1 über die Archi­tek­tur­ge­schich­te der Kunst­hal­le Mann­heims infor­miert, bevor es zunächst ins Tech­no­se­um ging. Dort erhiel­ten die Schü­ler eine inter­ak­ti­ve eng­lisch­spra­chi­ge Füh­rung zum The­ma Sport und Tech­nik. In vie­len Ver­su­chen und Sport­sze­na­ri­en konn­ten die Schü­ler ihre eige­nen Fähig­kei­ten in die­sem Bereich aus­tes­ten.

Am Nach­mit­tag ging es in die Kunst­hal­le Mann­heim. Die Schü­ler genos­sen eine eng­lisch­spra­chi­ge Füh­rung zu „Kunst und Bewe­gung“ und durf­ten sich in der Skulp­tu­ren­dis­ko selbst zu Kunst­wer­ken insze­nie­ren. Die Schü­ler waren fas­zi­niert von der licht­durch­flu­te­ten Archi­tek­tur des Muse­ums.

Sport­lich wur­de es am Frei­tag: beim Schlitt­schuh­lau­fen tra­fen sich Bam­men­ta­ler und Neckar­ge­mün­der Schü­ler in Eppel­heim. Am Abend gab es in der Schu­le einen Tanz­work­shop, der von Gina Pau­lus und Ali­da Kha­leq ange­lei­tet wur­de. Bei Piz­za und Waf­feln klang der schu­li­sche Teil des Aus­tauschs aus.

Vor der Abrei­se am Sams­tag­nach­mit­tag hat­ten die Schü­ler noch Gele­gen­heit für gemein­sa­me Unter­neh­mun­gen.

Auch die beglei­ten­den Leh­re­rin­nen hat­ten eine schö­ne gemein­sa­me Zeit: Julia Klo­sow­ski und Fio­na Alla­way aus Amers­fo­ort füh­len sich in Neckar­ge­münd nach vie­len Jah­ren des Aus­tauschs schon fast wie zu Hau­se.

Podi­ums­dis­kus­si­on

Am Frei­tag, den 15. März 2019, fand am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd eine Podi­ums­dis­kus­si­on anläss­lich der anste­hen­den Kom­mu­nal­wah­len am 26. Mai statt, wel­che von den Gemein­schafts­kun­de­leh­rern Herr Stei­nin­ger und Frau Ross­mann orga­ni­siert wur­den. Ein­ge­la­den wur­den die regio­na­len Poli­ti­ker Frank Volk (Bür­ger­meis­ter in Neckar­ge­münd), Jür­gen Reh­ber­ger (Freie Wäh­ler), Anne von Reu­mont (CDU), Petra Groes­ser (B90/Grüne) und Win­fried Schimpf (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der SPD). Die Lei­tung der Dis­kus­si­on über­nah­men die Schü­ler Lena Kra­mer und Manu­el Höl­zer aus der K1.

In der fünf­ten und sechs­ten Stun­de ver­sam­mel­ten sich die Schü­ler der Ober- und Kurs­stu­fe in der Aula, um an dem Podi­ums­ge­spräch teil­zu­neh­men. The­men­schwer­punk­te waren die Digi­ta­li­sie­rung an Schu­len, Kli­ma­wan­del und die Schü­ler­be­we­gung „Fri­days for Future“, Jugend­en­ga­ge­ment in der regio­na­len Poli­tik und all­ge­mei­ne Fra­gen. Beim The­ma Digi­ta­li­sie­rung waren sich die Poli­ti­ker einig, dass der Aus­bau an den Schu­len geför­dert wer­den soll­te. Sie ver­wie­sen aller­dings auf die finan­zi­el­le Pro­ble­ma­tik. Die Aus­füh­rung in Grund­schu­len sahen sie jedoch kri­tisch. Auf die Fra­ge nach einer nach­hal­ti­gen Stadt­ent­wick­lung wur­den ver­schie­de­ne Pro­jek­te der Stadt auf­ge­zählt. Geplant sei­en Lade­sta­tio­nen für E-Autos an den Park­plät­zen des Rat­hau­ses, Auf­klä­rung pri­va­ter Haus­hal­te bezüg­lich Ener­gie­ein­spa­rung, die Anschaf­fung von E-Bus­sen und der Aus­bau einer umwelt­freund­li­chen Infra­struk­tur. Als das The­ma „Fri­days for Future“ ange­spro­chen wur­de, ver­lie­ßen pas­send eini­ge Schü­ler mit Pla­ka­ten aus­ge­rüs­tet den Saal, um an der Demons­tra­ti­on in Hei­del­berg teil­zu­neh­men. Die Poli­ti­ker äußer­ten sich posi­tiv zur Teil­nah­me der Schü­ler an den Demons­tra­tio­nen und waren erfreut über das Enga­ge­ment. Auf die Fra­ge: „War­um pas­siert nichts?“, ant­wor­te­te Frank Volk: „Es pas­siert nicht nichts, aber es pas­siert zu wenig. Han­deln muss kom­mu­ni­ziert wer­den.“ Jür­gen Reh­ber­ger sag­te, dass jeder mit­wir­ken müs­se und dass die Stadt eine Vor­bild­funk­ti­on hät­te.

Expli­zit wur­den die Jugend­li­chen auf­ge­for­dert sich poli­tisch zu enga­gie­ren und im Jugend­ge­mein­de­rat zu orga­ni­sie­ren. Frank Volk beton­te, dass die Wah­len nicht nur eine Mög­lich­keit, son­dern eine Pflicht sei­en soll­ten und for­der­te damit alle auf, dies auch zu tun.

Flo­ri­an Haas und Nils Schla­back

Päd­ago­gi­scher Tag

Einen viel­sei­ti­gen, kurz­wei­li­gen und infor­ma­ti­ven Tag, gestal­tet durch den renom­mier­ten Päd­ago­gen und „Ler­nen lernen“-Experten Wolf­gang End­res, durf­te das Kol­le­gi­um des Max-Born-Gym­na­si­ums am 11. März 2019 genie­ßen. Begin­nend mit den The­men Metho­den­trai­ning im Unter­richt und kon­struk­ti­ver Umgang mit Viel­falt, führ­te End­res in die Mate­rie ein und zeig­te dabei anhand ver­schie­de­ner Mate­ria­li­en, wie viel­fäl­tig Ler­nen gestal­tet wer­den kann. Beim The­ma „Päd­ago­gi­sche Klas­sen­füh­rung – Kon­zen­tra­ti­on und Moti­va­ti­on im Zeit­al­ter von Smart­phone & Co“ reg­te End­res dazu an, sich nicht vor den neu­en Medi­en zu ver­schlie­ßen und die­se zu ver­ur­tei­len, son­dern die posi­ti­ven Aspek­te die­ser zu nut­zen und die nega­ti­ven „Neben­wir­kun­gen“ mög­lichst zu mini­mie­ren oder krea­tiv damit umzu­ge­hen. In die­sen ers­ten bei­den Tei­len waren sowohl eini­ge Eltern als auch Schü­le­rin­nen und Schü­ler anwe­send. Die Schul­lei­tung hat­te den ers­ten Teil des päd­ago­gi­schen Tags für alle geöff­net. Wolf­gang End­res schaff­te den Spa­gat, auch die jüngs­ten Schü­ler mit ein­zu­be­zie­hen und für sei­ne Mate­rie zu begeis­tern.

Erst am Nach­mit­tag waren die Leh­re­rin­nen und Leh­rer unter sich. Nun ging es um Selbst­wirk­sam­keit, Feh­ler­kul­tur und Feed­back-Akzep­tanz sowie den Umgang mit Miss­erfolg. Auch Impul­se der Reso­nanz­päd­ago­gik wur­den ein­ge­bracht. Leh­rer­ge­sund­heit und Resi­li­enz­för­de­rung bil­de­ten den letz­ten The­men­schwer­punkt.

Am Abend lud das Max-Born-Gym­na­si­um die Eltern­schaft zum Vor­trag „Moti­va­ti­on und Kon­zen­tra­ti­on im Zeit­al­ter von Smart­phones“ ein. Der Freun­des­kreis des MBG finan­zier­te den Eltern­vor­trag. Hier gab End­res zahl­rei­ches Tipps zu den The­men: Wie beglei­ten Sie Ihr Kind beim Ler­nen? Wie kön­nen Sie den Lern­pro­zess opti­mie­ren? Er gab Bei­spie­le und Tipps für „Ler­nen mit Sys­tem“, „Ler­nen durch Leh­ren“, „Ler­nen mit Para­do­xien“ und „Ler­nen mit Intui­ti­on“.

Abschlie­ßend sprach er den Eltern Mut zu: „Jedes Ihrer Kin­der ist ein­zig­ar­tig. Wich­tig für das Lern­um­feld, das Sie Ihrem Kind bie­ten, sind: lie­be­vol­le Klar­heit, Ver­trau­en in das Kön­nen Ihres Kin­des (lie­ber eine leich­te Über­for­de­rung als eine Unter­for­de­rung), eine ermu­ti­gen­de Feh­ler­kul­tur, eine posi­ti­ve Vor­bild­funk­ti­on und ganz wich­tig: humor­vol­le Gelas­sen­heit.“