Scheck­über­ga­be Hilfs­pro­jek­te

Klas­sen­spre­cher Theo aus der 6d freu­te sich mit sei­nen Klas­sen­ka­me­ra­den bei der Scheck­über­ga­be: „Es ist toll, dass wir mit unse­rer Akti­on armen Kin­dern in Ugan­da und Boli­vi­en hel­fen kön­nen!“ Nach­dem alle Klas­sen des MBG im Novem­ber flei­ßig gebas­telt und ande­re Vor­be­rei­tun­gen getrof­fen hat­ten, waren beim Weih­nachts­ba­zar des MBG am 30. Novem­ber 2018 stol­ze 6588€ zusam­men­ge­kom­men – die höchs­te Sum­me der ver­gan­ge­nen Jah­re. In glei­chen Tei­len ging das Geld am 1. Febru­ar 2019 an den Ver­ein Ugan­da­hil­fe Kaga­di und an den Lions-Club, der das Pro­jekt „El Moli­no – Hil­fe zur Selbst­hil­fe“ in Boli­vi­en unter­stützt. In El Moli­no wer­den arme Fami­li­en dabei unter­stützt, Wege in die Erwerbs­tä­tig­keit zu fin­den. Zur­zeit wird Wol­le ange­kauft, um dar­aus her­ge­stell­te Pro­duk­te zu ver­kau­fen. Prof. Hingst vom Lions-Club freu­te sich über die jähr­li­che Unter­stüt­zung des Gym­na­si­ums des bereits 1966 gegrün­de­ten Aus­bil­dungs- und Betreu­ungs­zen­trums.

Die Ugan­da­hil­fe Kaga­di wur­de von einem ehe­ma­li­gen Leh­rer des MBG, Bern­hard Kalt aus Meckes­heim, ins Leben geru­fen. Die Idee von Bern­hard Kalt, armen Kin­dern in Kaga­di zu hel­fen, wur­de von vie­len Kol­le­gen und Schü­lern unter­stützt. Sie führ­te zur Grün­dung des Ver­eins, in des­sen Vor­stand nur noch Eve­lyn Gör­ler und Ste­phan Waß­mer (als Schatz­meis­ter) ihre Wur­zeln im dama­li­gen Gym­na­si­um Neckar­ge­münd haben. Glück­li­cher­wei­se haben die spä­te­ren Vor­stands­mit­glie­der mit gro­ßem Ein­satz fort­ge­führt, was die Grün­dungs­mit­glie­der begon­nen und eta­bliert hat­ten. So ist das „Erbe“ des Gym­na­si­ums in den bes­ten Hän­den. Vie­le ehe­ma­li­ge Kolleg/innen und Schüler/innen sind Ver­eins­mit­glie­der oder Paten der Sekun­dar­schul­kin­der. Das MBG hat das Pro­jekt in all den Jah­ren mit ver­schie­de­nen Spen­den­ak­tio­nen und dem jähr­li­chen Weih­nachts­ba­zar tat­kräf­tig unter­stützt.

Eve­lyn Gör­ler, die den Scheck über 3294€ am 1. Febru­ar ent­ge­gen­nahm, unter­strich den Ein­satz der jun­gen Leu­te, die heu­te den Ver­ein mit gro­ßem Enga­ge­ment füh­ren und drück­te die Hoff­nung aus, dass sich auch in die­sem Jahr wie­der voll­jäh­ri­ge Frei­wil­li­ge mel­den, die, ger­ne zu zweit, im „Hos­tel for Nee­dy Child­ren“ in Kaga­di einen Hilfs­dienst von 2-4 Mona­ten absol­vie­ren.

Auch durch die Teil­nah­me am Halb­ma­ra­thon – dies hat Lean­der Schlüch­ter­mann, dies­jäh­ri­ger Abitu­ri­ent des MBG gemacht – oder durch ande­re Aktio­nen kann der Ver­ein unter­stützt wer­den. Pro Monat wer­den 2000-3000€ benö­tigt um die 64 Kin­der des Hos­tels mit dem Nötigs­ten zu unter­stüt­zen. 40 wei­te­re Kin­der besu­chen ein Sekun­dar­schul­in­ter­nat und müs­sen eben­so unter­stützt wer­den. Der Ver­ein, der ohne jeg­li­che Ver­wal­tungs­kos­ten aus­kommt, braucht drin­gend per­so­nel­le Unter­stüt­zung, da zwei Vor­stands­mit­glie­der aus beruf­li­chen Grün­den den Vor­stand ver­las­sen wer­den. 

Der Step­pen­wolf

Am 21.01.2019 bekam die Kurs­stu­fe 2 des Max-Born-Gym­na­si­ums Besuch von dem Ein­mann­thea­ter THEA­TER­mo­bi­le­SPIE­LE aus Karls­ru­he, die von der Deutsch­fach­schaft unter der Lei­tung von Kat­rin Kieck­hä­fer-Wüst ein­ge­la­den wur­de.
Der Dar­stel­ler Juli­an W. Koe­nig prä­sen­tier­te uns die abitur­re­le­van­te Pflicht­lek­tü­re von Her­mann Hes­ses Roman „Der Step­pen­wolf“ mit nur weni­gen Requi­si­ten. Die Regie bei dem Stück führ­te Thors­ten Krei­los und Koe­nig wur­de vor Ort von sei­ner tech­ni­schen Assis­ten­tin, Car­men Donet, unter­stützt.

Mit der Hil­fe eini­ger Schü­ler der Kurs­stu­fe konn­te die Kulis­se am Mor­gen rasch auf­ge­baut wer­den. Hier­bei han­del­te es sich um eine vor­erst recht unschein­bar wir­ken­de, wei­ße, drei­ecki­ge Pla­ne, die auf zwei  Sei­ten von wei­ßen Holz­wän­den umge­ben war. Nicht zu ver­ges­sen beim Step­pen­wolf waren der Wolf mit abnehm­ba­rem Kopf und eine Art Pelz­de­cke, die das Wolfs­fell dar­stell­te.
Im wei­te­ren Ver­lauf des Stü­ckes wur­den auch ein klei­ner Bild­schirm und der Pro­jek­tor immer wich­ti­ger, mit wel­chem die Thea­ter­auf­füh­rung auch begann.
Wie im Roman „Der Step­pen­wolf“ von Her­mann Hes­se wur­de der Step­pen­wolf erst aus der Außen­sicht vom Nef­fen sei­ner Ver­mie­te­rin beschrie­ben und die­ser an eine der Wän­de pro­ji­ziert. Die­se Pro­jek­ti­on wur­de im wei­te­ren Ver­lauf noch öfter genutzt um die über­na­tür­li­chen Erschei­nun­gen des Step­pen­wolfs wie bei­spiels­wei­se tan­zen­de Buch­sta­ben auf der Mau­er dar­zu­stel­len. Juli­an Koe­nig erwies sich fast als Zau­ber­künst­ler. Er sorg­te mit geschick­ter Fin­ger­fer­tig­keit dafür, dass die Pro­jek­ti­on mit dem Rea­len zu ver­schmel­zen schien, indem das pro­ji­zier­te Trak­tat plötz­lich in sei­nen Hän­den auf­tauch­te, oder eine Bril­le an Her­mi­ne, die sich im Bild­schirm befand, wei­ter­ge­ge­ben wur­de. Die wei­te­ren benö­tig­ten Dar­stel­ler waren eben­falls Auf­zeich­nun­gen auf dem klei­nen Bild­schirm, die stets mit dem Dar­stel­ler inter­agier­ten. Trotz gering­fü­gi­ger tech­ni­scher Feh­ler mit eben die­sem Bild­schirm, blieb Koe­nig stets in sei­ner Rol­le und über­zeug­te als Har­ry Hal­ler und Step­pen­wolf. In der anschlie­ßen­den Fra­ge­run­de wur­den die wich­tigs­ten Fra­gen geklärt und Feed­back gege­ben. Beson­ders fas­zi­nie­rend fan­den vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler, wie Chris­ti­na Hei­ne und Emi­ly Schlüch­ter­mann, die Wan­del­bar­keit des Dar­stel­lers.
Vie­le Schü­ler hat­ten anfangs Pro­ble­me in das Thea­ter­stück hin­ein­zu­fin­den, wur­den spä­ter aller­dings von der Spiel­wei­se und den tech­ni­schen Requi­si­ten über­zeugt. So auch Celi­na Wolf: „Mir hat anfangs das Lei­den­de und Ruhi­ge des Step­pen­wolfs gefehlt. Gefal­len hat mir aber der inter­ak­ti­ve Bild­schirm und die Dar­stel­lung des magi­schen Thea­ters.“ Juli­an Koe­nig gelang es, den Schü­lern und Schü­le­rin­nen ihre Abitur­lek­tü­re auf eine neue Art und Wei­se zu prä­sen­tie­ren und näher zu brin­gen.

Der Freun­des­kreis des Max-Born-Gym­na­si­ums hat die Thea­ter­auf­füh­rung bezu­schusst, vie­len Dank dafür!

(Ron­ja Pient­ka, Kurs­stu­fe 2)

Infor­ma­tik Biber

Wer fin­det das ver­miss­te, selbst­fah­ren­de Auto? Wie sieht die opti­ma­le Zim­mer­ver­tei­lung beim Aus­flug der „Hack­ing Girls“ aus? In wel­cher Rei­hen­fol­ge muss Bru­no sei­ne Klei­dung sta­peln, damit er bequem alles der Rei­he nach anzie­hen kann? Beim Infor­ma­tik-Biber set­zen sich Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit alters­ge­rech­ten infor­ma­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen aus­ein­an­der – spie­le­risch und wie selbst­ver­ständ­lich. Hier wird Inter­es­se für Infor­ma­tik geweckt, ohne dass Kin­der, Jugend­li­che oder Lehr­kräf­te Vor­kennt­nis­se besit­zen müs­sen: Ein Kon­zept das auf­geht. Der Online-Wett­be­werb war noch nie so erfolg­reich wie in die­sem Jahr: 373.406 Schü­le­rin­nen und Schü­ler mach­ten mit. Der Infor­ma­tik-Biber ist damit das Pro­jekt mit der größ­ten Reich­wei­te im Bereich der digi­ta­len Bil­dung in Deutsch­land.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd waren eif­rig beim Infor­ma­tik-Biber 2018 dabei und stell­ten sich den unter­schied­lichs­ten Auf­ga­ben: 419 der ins­ge­samt 830 Schü­le­rin­nen und Schü­ler nah­men vom 5. bis 16. Novem­ber 2018 am Online-

Wett­be­werb teil. Dabei fand Finn Hoff­mann, 1.Platz, die Auf­ga­be „Biber­tour“, in der für eine Biber-Dame eine mög­lichst güns­ti­ge Bus­tour gefun­den wer­den muss­te, am span­nends­ten. Lil­li Fischer, die eben­so einen ers­ten Platz erreicht hat­te, fand die Auf­ga­be „Klei­ner Teich“ am inter­es­san­tes­ten. Hier flu­te­te eine Grup­pe Biber den Wald, um ihren Teich zu ver­grö­ßern.

Beson­ders span­nend fand Han­na Lang, die mit einem zwei­ten Preis aus­ge­zeich­net wur­de, die Auf­ga­be „Brü­cken­trol­le“ in de Trol­le Gegen­stän­de, die unter einer Brü­cke hin­durch­flie­ßen, aus­tau­schen.

Auch Klaus Schmidt, am MBG für den Wett­be­werb ver­ant­wort­lich, zeig­te sich beein­druckt von der gro­ßen Teil­neh­mer­zahl, den posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler und den beson­ders vie­len Preis­trä­gern in die­sem Jahr.: „Es war viel zu orga­ni­sie­ren, aber der Auf­wand hat sich durch die her­vor­ra­gen­den Ergeb­nis­sen mehr als gelohnt.“Der Wett­be­werb hat das Ziel, jun­ge Men­schen für Infor­ma­tik zu begeis­tern. Mit der über­wäl­ti­gen­den

Teil­neh­mer­zahl wur­de die­ses Ziel am Max-Born-Gym­na­si­um mehr als erfüllt“, erklärt BWINF-Geschäfts­füh­rer Dr. Wolf­gang Pohl.
„Wir sind stolz dar­auf, beim The­ma Infor­ma­tik zu den enga­gier­tes­ten Schu­len im Bun­des­ge­biet zu zäh­len“, freut sich Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp.

Der Infor­ma­tik-Biber weckt nicht nur das Inter­es­se am Fach, son­dern ist für vie­le Schü­ler auch der ers­te Schritt in der Aus­ein­an­der­set­zung mit Infor­ma­tik. Der Wett­be­werb ver­langt kei­ne Vor­kennt­nis­se, son­dern ist allein mit logi­schem und struk­tu­rel­lem Den­ken zu bewäl­ti­gen. Die­ses

digi­ta­le Den­ken wird immer wich­ti­ger für eine akti­ve Betei­li­gung an der digi­ta­len Gesell­schaft.

Trä­ger von BWINF und damit auch des Infor­ma­tik-Bibers sind die Gesell­schaft für Infor­ma­tik e.V. (GI), der Fraun­ho­fer-Ver­bund IUK-Tech­no­lo­gie und das Max-Planck-Insti­tut für Infor­ma­tik.