Wenn Wor­te leben­dig wer­den – Vor­le­se­wett­be­werb am MBG

Am 2.12.2025 fand der Vor­le­se­wett­be­werb der 6. Klas­sen des Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd statt. Anwe­send waren alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Jahr­gangs, ihre Deutsch­leh­re­rin­nen, sowie eine drei­köp­fi­ge Jury mit den Leh­re­rin­nen Kat­rin Kieck­hä­fer-Wüst und Anne­gret Zie­gel­may­er und dem letzt­jäh­ri­gen Gewin­ner Jan Rich­ter (7b).

Bereits im Vor­feld hat­ten die Klas­sen ihre jewei­li­gen Sie­ge­rin­nen und Sie­ger bestimmt, die nun im Schulent­scheid gegen­ein­an­der antra­ten. Jeder der acht Vor­le­sen­den prä­sen­tier­te zunächst einen selbst aus­ge­wähl­ten Text­aus­zug. Die Band­brei­te reich­te von Titeln wie „Alea Aqua­ri­us“ von Tan­ja Stew­ner bis hin zu der mehr­fach ver­tre­te­nen­Ro­man­rei­he von „Har­ry Pot­ter“ von J.K. Row­ling. Dabei zeig­ten die Vor­le­sen­den nicht nur siche­re Text­be­herr­schung, son­dern auch ein fei­nes Gespür für Atmo­sphä­re und Cha­rak­ter­dar­stel­lung.

Im zwei­ten Teil des Wett­be­werbs muss­ten die Fina­lis­ten einen ihnen unbe­kann­ten Text vor­le­sen – eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung, die alle mit bemer­kens­wer­ter Ruhe und guter Lese­tech­nik meis­ter­ten. Die Jury ach­te­te dabei auf Kri­te­ri­en wie Lese­fluss, Beto­nung und Aus­drucks­stär­ke.

Nach einer kur­zen Bera­tungs­pha­se ver­kün­de­te die Jury schließ­lich die Gewin­ne­rin des Schulent­scheids:

Herz­li­chen Glück­wunsch an Mar­le­ne Mayf­arth (6a, Foto: 4. von rechts)!

Sie wird das Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd beim Kreis­ent­scheid ver­tre­ten.

Bericht: Kat­rin Kieck­hä­fer-Wüst

MAGIC – eine viel­sei­ti­ge Aus­tausch­wo­che in Amers­fo­ort, Nie­der­lan­de

„Wel­kom in Neder­land!“ hieß es für unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler, als sie am 24. Novem­ber 2025 von ihren hol­län­di­schen Aus­tausch­part­ne­rin­nen und -part­nern nach digi­ta­len Kon­tak­ten end­lich live mit bun­ten Schil­dern zur Begrü­ßung an der Schu­le emp­fan­gen wur­den.

Der Aus­tausch mit dem bilin­gua­len Farel Col­lege in Amers­fo­ort in den Nie­der­lan­den kann inzwi­schen zurecht als schu­li­sche Tra­di­ti­on bezeich­net wer­den, die sich seit 2013 jähr­lich gro­ßer Beliebt­heit erfreut.
Die­ses Jahr stand der Aus­tausch unter dem Mot­to „MAGIC“ – Music, Acti­vi­ty, Geo­gra­phy, Inter­ac­tion and Cul­tu­re, auf das alle Pro­gramm­punk­te abge­stimmt waren.

Wäh­rend aller Unter­neh­mun­gen stand als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­spra­che Eng­lisch im Mit­tel­punkt, auch bei den abend­li­chen Stun­den inner­halb der hol­län­di­schen Fami­li­en.

Tags­über erhiel­ten unse­re Neckar­ge­mün­der Jugend­li­chen einen Ein­blick in den nie­der­län­di­schen Schul­all­tag im Farel Col­lege, bei­spiels­wei­se indem sie gemein­sam mit ihren jewei­li­gen Aus­tausch­part­ne­rin­nen und -part­nern einen Work­shop zu Anne Frank mach­ten. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler erfuh­ren in einem Doku­men­tar­film mit anschlie­ßen­dem Quiz vie­les über das Leben von Anne Frank und recher­chier­ten danach zu Per­so­nen, die Teil des deut­schen und nie­der­län­di­schen Wider­stands gegen das Nazi-Regime waren. Die dar­auf­fol­gen­den Prä­sen­ta­tio­nen erfolg­ten wie die gesam­te Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Eng­lisch.
Im Anschluss nah­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler gemein­sam an einem Sport­work­shop teil, in dem sie ver­schie­de­ne Sta­tio­nen absol­vier­ten, koope­ra­tiv zusam­men­ar­bei­te­ten und der Spaß am Mit­ein­an­der im Vor­der­grund stand.

Am Fol­ge­tag stand bei wun­der­schö­nem Wet­ter ein gemein­sa­mer Besuch in Ams­ter­dam und dem Schiff­fahrts­mu­se­um auf dem Pro­gramm, der auf unter­halt- und lehr­sa­me Wei­se Hol­lands Geschich­te als Kolo­ni­al­macht erfahr­bar mach­te. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler durf­ten sich bei­spiels­wei­se in die Rol­le eines See­fah­rers ver­set­zen, der zu dama­li­gen Zei­ten in ihrem Alter sein Zuhau­se gegen das har­te Leben an Bord ein­tausch­te, oder sich auch nur annä­hernd vor­stel­len, wie es war, als Skla­ve in einem engen, dunk­len Schiffs­raum unter hygie­nisch unvor­stell­ba­ren Bedin­gun­gen übers Meer trans­por­tiert zu wer­den.

Das moder­ne Hol­land wur­de uns nach einer Mit­tags­pau­se in Ams­ter­dam, die vie­len zur Erkun­dung und zur Sou­ve­nir­jagd dien­te, in der 5-D-Aus­stel­lung „This is Hol­land“ nahe­ge­bracht, wo wir mit­tels vir­tu­el­ler Gad­gets durch und über nie­der­län­di­sche Land­schaf­ten flie­gen durf­ten.

Am Don­ners­tag fand in der Alt­stadt von Amers­fo­ort ein „City game“ statt, bei dem die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer in Klein­grup­pen anhand von Detail­fo­tos mar­kan­te Orte und Gebäu­de in der Alt­stadt fin­den und Quiz­fra­gen hier­zu beant­wor­ten muss­ten.
Nach einer Mit­tags­pau­se ging es aus dem kal­ten Regen­wet­ter zurück in die Schu­le, wo zwei Work­shops statt­fan­den. Zunächst soll­ten auf Pla­ka­ten die Unter­schie­de und Gemein­sam­kei­ten der hol­län­di­schen und deut­schen Kul­tur her­aus­ge­ar­bei­tet und bild­haft dar­ge­stellt wer­den. Im zwei­ten Work­shop wur­de die Aus­tausch­grupp­pe in eine Instru­men­tal- und eine Vokal­grup­pe auf­ge­teilt. Wäh­rend die Instru­men­tal­grup­pe an Flü­gel, Key­board, Gitar­re und Schlag­zeug die Melo­die von „Gre­na­de“ von Bru­no Mars ein­stu­dier­ten, dich­te­te die Vokal­grup­pe einen neu­en Text zur Melo­die, der inhalt­lich die kul­tu­rel­len Beson­der­hei­ten aus dem ers­ten Work­shop auf­griff und die Aus­tausch­wo­che zusam­men­fass­te.
Nach einer kur­zen gemein­sa­men Pro­be wur­de das neu ent­stan­de­ne Lied auf­ge­führt.

Den krö­nen­den Abschluss der Woche bil­de­te die in der Schu­le statt­fin­den­de Dis­co mit allen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern, die eben­falls dazu bei­trug, dass eini­gen die Ver­ab­schie­dung am nächs­ten Mor­gen nicht leicht fiel. Nur gut, dass es nur drei Mona­te dau­ern wird, bis wir die Nie­der­län­de­rin­nen und Nie­der­län­der bei uns begrü­ßen kön­nen.

Der Aus­tausch mit dem Farel-Col­lege in
Amers­fo­ort ist teil des Pro­gramms Eras­mus Plus der Euro­päi­schen Uni­on.

Karo­lin Fröh­ling und Ana Hart­mann

Haf­tungs­aus­schluss: Die Ver­ant­wor­tung für den Inhalt die­ser Ver­öf­fent­li­chung tra­gen allein die Ver­fas­se­rin­nen; die Kom­mis­si­on haf­tet nicht für die wei­te­re Ver­wen­dung der dar­in ent­hal­te­nen Anga­ben.

Erleb­nis­be­richt – Unser Tag bei der BASF

Am Frei­tag besuch­te der Che­mie-Grund­kurs mit Herrn Moos und Herrn Bie­ger die BASF. Bereits zu Beginn erhiel­ten wir eine span­nen­de Ein­füh­rung, in der uns erklärt wur­de, wie die BASF auf­ge­baut ist, wel­che Berei­che sie umfasst und wie eng Che­mie mit unse­rem All­tag ver­bun­den ist. Schon hier beka­men wir einen ers­ten Ein­druck davon, wie viel­fäl­tig die Arbeit in einem so gro­ßen Unter­neh­men sein kann. Anschlie­ßend mach­ten wir uns gemein­sam zu Fuß auf den Weg über das Werks­ge­län­de – und die­ser Weg war beein­dru­ckend. Zwi­schen rie­si­gen Anla­gen, end­lo­sen Rohr­lei­tun­gen und moder­nen Gebäu­den wur­de uns erst rich­tig klar, in wel­chen Dimen­sio­nen die BASF arbei­tet. Das Gelän­de wirk­te wie eine eige­ne klei­ne Stadt, und der Spa­zier­gang zum Schü­ler­la­bor fühl­te sich fast wie eine Ent­de­ckungs­tour an. Im Schü­ler­la­bor ange­kom­men, beka­men wir eine wei­te­re Ein­füh­rung, die­ses Mal spe­zi­ell zu den Expe­ri­men­ten und Sicher­heits­re­geln. Uns wur­de erklärt, mit wel­chen Mate­ria­li­en wir arbei­ten wür­den und wie die Gerä­te funk­tio­nie­ren. Danach ging es end­lich los: Wir durf­ten den gan­zen Tag über selbst expe­ri­men­tie­ren und uns inten­siv mit Kunst­stof­fen beschäf­ti­gen. Dabei stell­ten wir unter­schied­lichs­te Pro­ben her, unter­such­ten Eigen­schaf­ten und konn­ten vie­le Schrit­te eigen­stän­dig durch­füh­ren. Beson­ders moti­vie­rend war, dass wir ech­te Labor­ar­beit erle­ben konn­ten – etwas, das im nor­ma­len Schul­all­tag nur sel­ten mög­lich ist.

Die Mischung aus prak­ti­schem Arbei­ten, neu­en Erkennt­nis­sen und der beson­de­ren Atmo­sphä­re des Schü­ler­la­bors mach­te den Tag für den gesam­ten Kurs zu einem außer­ge­wöhn­lich span­nen­den Erleb­nis. Am Ende waren wir uns alle einig, dass der Besuch nicht nur lehr­reich, son­dern auch rich­tig cool war.

Sta­tis­tik:

100 % fan­den den Tag toll

☹ 0 % fan­den den Tag nicht gut

Text und Fotos: Mar­leen Schmid