Son­nen­be­ob­ach­tung mit dem H-alpha Tele­skop

Am 27.03.2017 in der 8-ten und 9-ten Stun­de stand NWT Unter­richt auf dem Plan. Schon den gan­zen Tag lang war der Him­mel blau und die Tem­pe­ra­tu­ren warm. Bereits seit meh­re­ren Wochen war eine Son­nen­be­ob­ach­tung geplant, aber bis­her war das Wet­ter nicht gut genug um zu beob­ach­ten. Nun waren wir aller­dings in der Lage die Son­ne mit­hil­fe eines Son­nen­te­le­sko­pes zu betrach­ten und nutz­ten die­se Chan­ce auch aus.

Wir nah­men die nötigs­ten NwT-Sachen mit, um im Frei­en beob­ach­ten zu kön­nen. Kur­ze Zeit spä­ter wur­de das Son­nen­te­le­skop mit H Fil­ter von Frau Thier­ing auf­ge­baut und wäh­rend­des­sen erzähl­te sie uns von den beson­de­ren Eigen­schaf­ten des Tele­sko­pes. Wir erfuh­ren unter ande­rem, dass die Mon­tie­rung eine Flu­id Head Funk­ti­on hat. Das bedeu­tet, dass durch Öle in einer eigent­li­chen Leer­kam­mer unter dem Tele­skop ruck­ar­ti­ge Bewe­gun­gen ein­ge­dämmt wer­den. Und nach­dem die Bewe­gun­gen aus­ge­gli­chen wor­den sind, steht der Kopf des Tele­sko­pes erneut hori­zon­tal. Um die Pro­tu­ber­an­zen und Gra­nu­la­ti­on der Son­ne so genau wie mög­lich zu erken­nen, ist im Strah­len­gang des Son­nen­te­le­skops ein H  – Fil­ter ein­ge­baut. Dies ist ein Rot­fil­ter in dem Wel­len­län­gen­be­reich, im wel­chem der Was­ser­stoff, aus dem ja die Son­ne besteht, eine der hells­ten sicht­ba­ren Spek­tral­li­ni­en hat. Eine Pro­tu­ber­anz ist Mate­rie, die von der Son­ne weg­ge­strömt, und obwohl das harm­los klingt kann der Durch­mes­ser, eines sol­chen Stroms dem Durch­mes­ser der Erde ent­spre­chen. Wir hat­ten das Glück meh­re­re Pro­tu­ber­an­zen sehr gut erken­nen zu kön­nen.

Als wir die Son­ne beob­ach­te­ten war ihre kör­ni­ge Gra­nu­la­ti­on sehr genau zu erken­nen und alles schien sehr rot wegen des Fil­ters.

Wäh­rend immer zwei Per­so­nen beob­ach­te­ten, arbei­te­te der Rest mit Stern­kar­ten und lös­te auch Auf­ga­ben mit die­sen. Bei den Auf­ga­ben muss­ten wir unter­and­e­rem her­aus­fin­den, wann Regu­lus (der hells­te Stern im Stern­bild Löwe) an einem bestimm­ten Tag am höchs­ten steht. Durch sol­che Auf­ga­ben lern­ten wir bes­ser mit der Stern­kar­te umge­hen zu kön­nen.

Nach­dem jeder min­des­tens ein­mal die Son­ne beob­ach­tet hat­te mach­ten wir noch gemein­sam ein Grup­pen­fo­to und kehr­ten dann in unse­ren NWT Raum zurück.

Isa­bell

Thea­ter­auf­füh­rung 2017

Herz­haft gelacht wur­de am Max-Born-Gym­na­si­um in der Akti­ons­wo­che zum Schul­ju­bi­lä­um:  Unter der Lei­tung von Bar­ba­ra Laufs prä­sen­tier­te die Mit­tel- und Ober­stu­fen-Thea­ter-AG zahl­rei­che selbst geschrie­be­ne, kaba­ret­tis­ti­sche Sze­nen über den Schul­all­tag, die Leh­re­rin­nen und Leh­rer sowie die Eltern.
Alle 23 betei­lig­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern waren mit vol­lem Ein­satz dabei, wenn es dar­um, ging, in einer Wer­be­agen­tur einen Slo­gan für das MBG zu fin­den, die Schu­le, die von einem all­seits bekann­ten Ker­wepfar­rer gelei­tet wird, oder wenn die Ein­satz­zen­tra­le des Schul­sa­ni­täts­teams die in die Jah­re gekom­me­nen Leh­rer reani­mie­ren und ver­sor­gen muss.
Ganz neben­bei kam auch die tech­ni­sche Aus­stat­tung der Schu­le selbst zu Wort und durf­te sich den Frust von der See­le reden.
Die jun­gen Schau­spie­ler zeig­ten unglaub­li­ches Talent dar­in, ihre Leh­re­rin­nen und Leh­rer dar­zu­stel­len, zum Bei­spiel beim Dre­hen eines Wer­be­spots für die Men­sa: McMen­sa, We‘re loving it!
Auch die Eltern wur­den in die Sket­che mit ein­be­zo­gen. So erhiel­ten sie Urkun­den für die vie­len für ihre Kin­der ange­fer­tig­ten Haus­auf­ga­ben und Refe­ra­te und durf­ten an einem lus­ti­gen Quiz über die Schu­le und den Schul­lei­ter teil­neh­men.
Nicht feh­len durf­te auch eine Sze­ne über die Fund­sa­chen von Lehr­kräf­ten sowie eine Leh­rer­fort­bil­dung gegen Arbeits­wut, bei der die Lehr­kräf­te wert­vol­le Tipps erhiel­ten, wie sie von der Arbeits­wut kuriert wer­den könn­ten.
Den Höhe­punkt des kaba­ret­tis­ti­schen Streif­zugs durch das MBG bil­de­te jedoch die Kan­di­da­ten­de­bat­te für die Nach­fol­ge von Herrn Linier. Zur Wahl stan­den Hila­ry Clin­ton, gekonnt ver­kör­pert durch Isa­bel Erfurt aus der Klas­se 9c, und Donald Trump, der von Jakob Ruch aus der 10a meis­ter­haft imi­tiert wur­de: „The Abitu­ri­en­tal Dream is back, I will make it gre­at again, I will make it big­ger, bet­ter and stron­ger.“ Auch die Kör­per­hal­tung, Ges­tik und Mimik stimm­ten, als Trump ankün­dig­te, eine Mau­er zur Real­schu­le bau­en und alle Leh­rer mit Waf­fen aus­stat­ten zu wol­len – ganz neben­bei twit­ter­te er „just kicking Hilary‘s ass… so sad“. Er wol­le ab jetzt nur noch ECHTE Neckar­ge­mün­der Schü­ler auf­neh­men, kei­ne aus den Nach­bar­ge­mein­den, und ganz neben­bei wer­de auch Linier-Care abge­schafft. Sofort gab es einen laut­star­ken Pro­test­marsch auf der Büh­ne mit Paro­len wie „Make Horst gre­at again“ und „Not my prin­ci­pal“ – die gesam­te Aula bog sich vor Lachen.
Auch Schul­lei­ter Horst Linier war begeis­tert von den viel­sei­ti­gen und gelun­ge­nen, aber immer fair blei­ben­den Ana­lo­gien und Par­odien sei­ner Schü­ler: „Ich hät­te nicht gedacht, dass der Kampf um mei­ne Nach­fol­ge so hef­tig ent­brannt ist“, mein­te er mit einem Schmun­zeln.
Die Ehrun­gen der Schau­spie­ler und ihrer Leh­re­rin wur­den des fei­er­li­chen Anlas­ses wegen von Bür­ger­meis­ter Frank Volk selbst vor­ge­nom­men, der, als ehe­ma­li­ger Schü­ler des MBG, beson­ders viel Spaß an der Auf­füh­rung hat­te.
Das Tech­nik­team, bestehend aus Anna Rein­hold, Domi­nik Lan­ger und Till­mann Gast­ner. leis­te­te pro­fes­sio­nel­le Arbeit und unter­stütz­te die Thea­ter-AG in allen Belan­gen.

SiM – Schu­len ins Muse­um

Mit dem Pro­jekt „SiM – Schu­len ins Muse­um“ tra­ten die Kunst­hal­le Mann­heim und das Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd 2016 zum För­der­wett­be­werb an und über­zeug­ten die Jury von „Gemein­sam Neu­es schaf­fen“. Das ist der Titel eines Spen­den­pro­jekts der BASF Lud­wigs­ha­fen, durch das Pro­jek­te geför­dert wer­den, bei denen gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen aus den Berei­chen Bil­dung, Sport, Kul­tur und Sozia­les zusam­men­ar­bei­ten mit dem Ziel, mög­lichst vie­len Men­schen in der Metro­pol­re­gi­on Rhein-Neckar viel­fäl­ti­ge Lern- und Ent­wick­lungs­chan­cen zu eröff­nen.

Dies ist auch das Anlie­gen des SiM-Pro­jekts der Kunst­hal­le Mann­heim und des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd, das nun mit einer För­der­sum­me in Höhe von 5.000 Euro unter­stützt wird. Mit die­ser Bil­dungs­ko­ope­ra­ti­on möch­ten die Pro­jekt­part­ner Schü­lern und Schu­len der Metro­pol­re­gi­on den Zugang zu Kunst und Kul­tur erleich­tern. In der ein­ein­halb­jäh­ri­gen Pro­jekt­pha­se erar­bei­ten in einem ers­ten Schritt Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd inner­halb einer Kunst-AG, ange­lei­tet von der Kunst­ver­mitt­lung der Kunst­hal­le Mann­heim, ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, um Mit­schü­lern des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd Kunst und Kul­tur zu ver­mit­teln.

„Erwach­se­ne und jun­ge Men­schen kom­mu­ni­zie­ren unter­schied­lich. Sie ver­wen­den nicht immer die glei­che Spra­che“, weiß Dr. Doro­thee Höfert, Lei­te­rin der Kunst­ver­mitt­lung an der Kunst­hal­le Mann­heim. „Schü­ler ler­nen daher ger­ne und leich­ter von Gleich­alt­ri­gen. Sie agie­ren als Ver­mitt­ler auf der glei­chen Sprach­ebe­ne und erleich­tern ande­ren Kin­dern und Jugend­li­chen den Ein­stieg in die kul­tu­rel­le Bil­dung.“ Die­se Erkennt­nis­se sol­len im SiM-Pro­jekt prak­tisch umge­setzt wer­den: So wird Kunst­ver­mitt­lung zum Bei­spiel in Form von Füh­run­gen von Schü­lern für Schü­ler in der Kunst­hal­le Mann­heim durch­ge­führt und Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen im Schul­haus wer­den von Schü­lern für Schü­ler abge­hal­ten.

„Durch das Ver­mit­teln von Kunst wird bei den Schü­lern das krea­ti­ve Den­ken geschult, das Sprach- und Prä­sen­ta­ti­ons­ver­mö­gen geför­dert, über Geschich­te nach­ge­dacht, bewusst Lern­in­hal­te ver­mit­telt sowie sozia­le Kom­pe­ten­zen, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten und das Selbst­be­wusst­sein gestärkt“, ist Fré­dé­ric Bri­end, Kunst­er­zie­her am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd, über­zeugt. „Die Schü­ler errei­chen dadurch – gemäß des Bil­dungs­stan­dards Bil­den­de Kunst des Lan­des Baden-Würt­tem­berg – ein bes­se­res Ver­ständ­nis ihrer selbst in ihrer kul­tu­rel­len Umwelt.“

Dar­über hin­aus erhal­ten im zwei­ten Pro­jekt-Schritt alle am Schul­le­ben des Max-Born-Gym­na­si­ums betei­lig­ten Per­so­nen ab Janu­ar 2018 eine so genann­te „School Card“. Die Kar­ten­be­sit­zer kön­nen die Kunst­hal­le Mann­heim sechs Mona­te kos­ten­los besu­chen. Dadurch haben Schü­ler und Leh­rer, aber auch Haus­tech­ni­ker, Rei­ni­gungs­kräf­te u.a. frei­en Zugang zur Kunst. Dies ent­spricht dem Leit­ge­dan­ken des Grün­dungs­di­rek­tors der Kunst­hal­le Mann­heim, Fritz Wichert, der „Kunst für alle“ for­der­te – unab­hän­gig von Kul­tur, Geschlecht, Natio­na­li­tät und sozia­ler Her­kunft. Alle Schü­ler kön­nen mit ihrer „School Card“ außer­dem jeweils ein Eltern­teil kos­ten­frei in die Son­der­aus­stel­lun­gen des Mann­hei­mer Kunst­mu­se­ums mit­neh­men.

Zum Abschluss wird die Kunst­hal­le Mann­heim das Pro­jekt eva­lu­ie­ren und u.a. anhand der Besu­cher­zah­len des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd ermit­teln, inwie­fern eine sol­che „School Card“ mit Unter­stüt­zung von Spon­so­ren in Zukunft wei­te­ren Schu­len der Metro­pol­re­gi­on Rhein-Neckar ange­bo­ten wer­den kann.
Mit dem SiM-Pro­jekt erpro­ben das Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd und die Kunst­hal­le Mann­heim modell­haft neue For­men der Stär­kung kul­tu­rel­ler Bil­dung. Dabei wer­den beson­ders die Rah­men­be­din­gun­gen aus Kos­ten und Leis­tun­gen der Part­ner in den Blick genom­men. Auf die­se Wei­se sol­len ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten auf­ge­zeigt wer­den, wie zukünf­tig Schü­lern und Schu­len der Metro­pol­re­gi­on Rhein-Neckar der Zugang zu Kunst und Kul­tur erleich­tert wer­den kann.