Schul­weg­be­glei­ter in Bus, Bahn und mit dem Rad

Am bes­ten war das Stra­ßen­bahn­di­plom – wir durf­ten selbst auf der Brems­stre­cke in Edin­gen fah­ren und auch rich­tig beschleu­ni­gen“, mein­te Cami­la aus der 9a. Der Adfc und die RNV bil­de­ten in den letz­ten Mona­ten gemein­sam eine Grup­pe von Mit­tel­stu­fen­schü­le­rin­nen in einem umfang­rei­chen außer­schu­li­schen Pro­gramm aus. Neben Übungs­in­hal­ten zu den Gefah­ren im Stra­ßen­ver­kehr und prak­ti­schen Übun­gen absol­vier­ten die Schü­le­rin­nen unter ande­rem ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning, ein Selbst­si­cher­heits­trai­ning und einen Ers­te Hil­fe Kurs. Nun beglei­ten sie jün­ge­re Schü­ler auf dem Schul­weg in Bus und Bahn sowie als Fahr­rad­lot­sin­nen auf dem Rad.

Ich wur­de selbst in der fünf­ten Klas­se von einer Fahr­rad­lot­sin beglei­tet und kann nun etwas zurück geben“, erklär­te Fran­zis­ka aus der 9a ihre Beweg­grün­de für die Teil­nah­me an der Aus­bil­dung.

Nun dür­fen sich die Schü­le­rin­nen gemein­sam mit ihren Aus­bil­dern Micha­el Fröh­lich vom Adfc und Uwe Blüm­ler von der RNV über eine Ein­la­dung nach Stutt­gart durch Her­mi­no Kat­zen­stein, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter der Grü­nen, freu­en.

Bür­ger­meis­ter­stell­ver­tre­ter Jür­gen Reh­ber­ger gra­tu­lier­te im Namen von Frank Volk den Absol­ven­tin­nen und bedank­te sich bei ihnen, dem Adfc, der RNV und Joa­chim Fink­bei­ner-Rinn, dem ver­ant­wort­li­chen Leh­rer am MBG: „Schu­len haben die wich­ti­ge Auf­ga­be zu errei­chen, dass älte­re Schü­ler jün­ge­re unter­stüt­zen um sozia­le Kom­pe­tenz und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein zu erler­nen – nicht nur inner­halb der Schu­le, son­dern auch im Ver­kehr.“

Bus­schu­le

Es war total toll, was wir alles rund um das The­ma Bus erfah­ren haben. Am span­nends­ten waren die Gefah­ren­si­tua­tio­nen. Wir haben gelernt, wie wir uns dann ver­hal­ten müs­sen.“, mein­te Oli­via aus der Klas­se 5a. Mit viel Humor und guter Lau­ne gaben Uwe Blüm­ler, Hel­mut Spatz und die bei­den Aus­zu­bil­den­den Mar­cel Greu­lich und Mario Kikic allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern der fünf­ten Klas­sen in jeweils zwei Schul­stun­den am 4. und 5. Okto­ber 2017 eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe für das siche­re Ver­hal­ten an der Bus­hal­te­stel­le, im Bus, in Gefah­ren­si­tua­tio­nen und das sozia­le Ver­hal­ten im Bus. „Wir alle wol­len eine ange­neh­me Fahrt im Bus haben und gut zu Hau­se ankom­men – dafür kön­nen wir auch selbst etwas tun“, erklär­te Hel­mut Spatz von der Bus­schu­le der RNV. Rück­sicht­nah­me auf ande­re Fahr­gäs­te, kein Essen und Trin­ken, beson­ne­nes Ver­hal­ten in Not­si­tua­tio­nen – all das gehört dazu.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler durf­ten alle auf dem Sitz des Bus­fah­rers Platz neh­men um von dort aus erken­nen zu kön­nen, dass der tote Win­kel ein sehr gro­ßes Unfall­ri­si­ko dar­stellt. Auch die Bord­stein­kan­te birgt bei zu nahem Her­an­ge­hen ein gro­ßes Unfall­ri­si­ko. Dann hieß es: „Alle aus­stei­gen!“: Das siche­re Ver­hal­ten an der Bus­hal­te­stel­le wur­de ein geübt, auch das Aus- und Ein­stei­gen. Hier­bei durf­ten die Schü­ler selbst aus­pro­bie­ren, wie effek­tiv und sicher der moder­ne Ein­klemm­schutz bei den Türen funk­tio­niert.

Beim Brems­test wur­den nicht nur die Schü­ler ordent­lich durch­ge­schüt­telt – Taschen, Fla­schen und der gro­ße RNV-Ted­dy kul­ler­ten durch den Bus. Die Schü­ler erkann­ten: Bes­ser nicht im Bus trin­ken und alle Taschen unter den Sitz stel­len um die Ver­let­zungs­ge­fahr zu mini­mie­ren.

Rauch­prä­ven­ti­on 2017

Alle sieb­ten Klas­sen des MBG besuch­ten im Rah­men der Sucht­prä­ven­ti­on am 21. und 27. Sep­tem­ber 2017 die Tho­rax-Kli­nik in Hei­del­berg-Rohr­bach.
Seit nun fast 17 Jah­ren bie­tet die Tho­rax­kli­nik-Hei­del­berg Schü­le­rin­nen und Schü­lern die Mög­lich­keit, an einer Ver­an­stal­tung zur Rau­cher­prä­ven­ti­on teil­zu­neh­men. Ziel der Ver­an­stal­tun­gen ist es, Kin­dern und Jugend­li­chen noch bevor sie zu Rau­chen begin­nen, die Risi­ken und Fol­gen des Rau­chens auf­zu­zei­gen und sie in einer gesun­den Lebens­wei­se zu bestär­ken.
Micha­el Ehmann infor­mier­te zunächst über Daten und Fak­ten des Rau­chens und die damit ver­bun­de­nen Krank­hei­ten und Risi­ken. Hier­bei wur­den auch aktu­el­le Trends wie das Rau­chen von E-Shishas oder E-Ziga­ret­ten the­ma­ti­siert.
Anschlie­ßend wur­de bei einer Live-Endo­sko­pie eine Kame­ra in die kran­ke oder ver­än­der­te Lun­ge eines Pati­en­ten ein­ge­führt, um die Lun­ge von innen zu betrach­ten. Aus dem Lun­gen­ge­we­be des Pati­en­ten wur­de ein klei­nes Stück Gewe­be ent­nom­men, das anschlie­ßend in der Patho­lo­gie auf Krebs­zel­len unter­sucht wird. Das ope­rie­ren­de Ärz­te­team erklär­te den Schü­le­rin­nen und Schü­lern jeden ein­zel­nen Schritt der Ope­ra­ti­on alters­ge­recht. Eini­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler fiel es schwer dabei zuzu­se­hen, wie der Arzt mit einer klei­nen, fle­xi­blen Zan­ge Gewe­be­pro­ben ent­nahm und Lun­gen­flüs­sig­keit in ein Reagenz­glas absaug­te.
Zum Schluss erzähl­te eine Pati­en­tin der Kli­nik von ihrem Schick­sal und den Anfän­gen ihrer Ziga­ret­ten­sucht. In einer Gesprächs­run­de beant­wor­te­te die Pati­en­tin auch zahl­rei­che Fra­gen der inter­es­sier­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler.
Die meis­ten der Pati­en­ten, die sich dem Gespräch gestellt haben, leben heu­te nicht mehr. Die­se Vor­stel­lung hat bei den Schü­le­rin­nen und Schü­lern des MBG einen tie­fen Ein­druck hin­ter­las­sen. Dies zeig­te sich auch in den Gesprä­chen, die nach dem Besuch in den Klas­sen geführt wur­den.