Luft­bal­lon­ak­ti­on 2012

Luft­bal­lon­ak­ti­on 2012

Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge

Im Juni 2009 erreich­te das Gym­na­si­um Neckar­ge­münd offi­zi­ell der Brief, der es beschei­nigt: Das Gym­na­si­um hat den Titel „Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ erhal­ten und ist somit Mit­glied im größ­ten Schul­netz­werk Deutsch­lands, das sich aktiv gegen Dis­kri­mi­nie­rung jeder Art, ins­be­son­de­re Ras­sis­mus ein­setzt.

„Hat die Schu­le also ein Ras­sis­mus­pro­blem?“, mag sich jetzt viel­leicht jemand fra­gen. Doch dar­um geht es nicht, denn das Netz­werk bekennt sich nicht nur gegen den Ras­sis­mus, es ist viel­mehr das letz­te Wort „Cou­ra­ge“, das den Titel aus­macht und die­se (Zivil-)Courage tut jeder Schu­le gut.

Eine „Schu­le ohne Ras­sis­mus“ zu wer­den, war rück­bli­ckend viel Arbeit für die Schü­ler­mit­ver­wal­tung des Gym­na­si­ums, denn die Auf­nah­me in das rund 520 Schu­len star­ke Netz­werk setzt eini­ges vor­aus. Min­des­tens 70 Pro­zent aller Schü­ler, Leh­rer und wei­te­ren Men­schen, die am Schul­all­tag teil­neh­men, muss­ten sich mit ihrer Unter­schrift dazu beken­nen, dass sie sich aktiv gegen Dis­kri­mi­nie­rung jeder Art ein­set­zen, gegen jede Form von Gewalt an der Schu­le ein­schrei­ten und min­des­tens ein­mal im Jahr bei der Orga­ni­sa­ti­on eines Pro­jek­tes im Rah­men des Titels hel­fen wol­len.

Die enga­gier­ten SMV­ler muss­ten also alle Schü­ler und Leh­rer mit Vor­trä­gen über „Schu­le ohne Ras­sis­mus“ infor­mie­ren, damit jene auch ihre Unter­schrift auf die Lis­ten set­zen. Doch damit war die Arbeit lan­ge nicht getan, denn auch ein Pate muss­te her. Hier­bei gelang den Neckar­ge­mün­dern ein ganz gro­ßer Wurf: Mar­vin Comp­per, der Abwehr­spie­ler der TSG Hof­fen­heim, der auch schon das DFB-Tri­kot tra­gen durf­te, über­nahm ohne zu zögern die Paten­schaft. Hier­bei muss gesagt wer­den, dass die gan­ze Orga­ni­sa­ti­on des Pro­jek­tes, inklu­si­ve Paten­su­che, ein­zig und allein von Schü­lern eines Arbeits­krei­ses gemeis­tert wur­de.

Im Herbst 2010 wur­de die Pla­ket­te von der Bun­des­zen­tra­le von „Schu­le gegen Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ in Form eines gro­ßen Fests über­reicht.

Für das Gym­na­si­um, das damals erst seit einem Jahr im neu­en Gebäu­de wohn­te und somit eine Art Neu­an­fang star­te­te, ist es eine tol­le Aus­zeich­nung, nicht nur wegen des Titels selbst, son­dern auch auf­grund der Bestä­ti­gung der Schul­ge­mein­schaft, dass man Wert auf ein sozia­les und dis­kri­mi­nie­rungs­frei­es Mit­ein­an­der legt.

Doch es ist auch eine Ver­pflich­tung. Min­des­tens ein­mal im Jahr muss ein Pro­jekt ver­an­stal­tet wer­den, mit dem die Schu­le ihre Berech­ti­gung, sich eine „Schu­le ohne Ras­sis­mus“ zu nen­nen, bestä­tigt. Für die enga­gier­ten Schü­ler des Arbeits­krei­ses gibt es also auch wei­ter­hin viel zu tun.

Die SMV

 

Die inter­na­tio­na­le Aste­ro­iden­su­che

Auch in die­sem Jahr konn­te der Astro­no­mie Kurs von Frau Dr. Thier­ing an der Aste­ro­iden­su­che des IASC („Inter­na­tio­nal Astro­no­mic­al Search Col­la­bo­ra­ti­on“), bei wel­cher Schu­len aus mehr als 80 ver­schie­de­nen Län­dern invol­viert sind, teil­neh­men.

Wir beka­men zunächst eine Ein­füh­rung in das Com­pu­ter­pro­gramm „Astro­me­tri­ca“, womit wir die neu­en oder bereits beob­ach­te­ten Aste­ro­iden (nach-) beob­ach­ten soll­ten, indem wir sie auf vier auf­ein­an­der­fol­gen­den Bil­dern des in Hawaii posi­tio­nier­ten Pan-STARRS-Tele­skops, erken­nen. Durch Aus­wäh­len der ent­spre­chen­den Objek­te, schrieb das Com­pu­ter­pro­gramm soge­nann­te „MPC-Reports“ (MPC = Minor Pla­net Cen­ter), wel­che wir dann zum IASC zurück­schick­ten.

Das Pro­jekt begann am 21. Novem­ber und ende­te am 20. Dezem­ber 2016.  Schon als es am 28. Novem­ber die ers­ten zu ana­ly­sie­ren­den Daten gab, wur­den eini­ge Grup­pen fün­dig und ent­deck­ten inter­es­san­te Objek­te.  Die nächs­ten Daten­sät­ze lie­ßen nicht lan­ge auf sich war­ten und es waren wie­der inter­es­san­te Bil­der dabei.

Zehn Tage spä­ter hat­ten wir dann den Zugang zu dem drit­ten Daten­satz. Nach der Ana­ly­se des Daten­sat­zes war nun jede Grup­pe erfolg­reich und hat­te somit min­des­tens einen aner­kann­ten Preli­mi­na­ry (vor­läu­fi­ge Ent­de­ckung). Die Ent­de­ckun­gen sind nur vor­läu­fig, da wir nun hof­fen müs­sen, dass unse­re Preli­mi­na­ries von ande­ren For­schungs­grup­pen nach­be­ob­ach­tet wer­den. Wenn das der Fall ist, dür­fen wir unse­re Aste­ro­iden nach unse­rem Belie­ben benen­nen. Lei­der kam es auf­grund des schlech­tem Wet­ters auf Hawaii zu kei­ner vier­ten Run­de und die Kam­pa­gne die­ser Aste­ro­iden­su­che war hier­mit been­det. 2017 wird jedoch eine wei­te­re Aste­ro­iden­su­che statt­fin­den, bei der wir glück­li­cher­wei­se wie­der teil­neh­men kön­nen.

Von Lili Schei­t­he und Till Schwarz