Beob­ach­tungs­abend der Astro­no­mie-AG

Am 3.12.2016 hat­te die Astro­no­mie-AG der Unter­stu­fe einen Beob­ach­tungs­abend. Die Bedin­gun­gen an die­sem Sams­tag­abend waren per­fekt, denn es war ein kla­rer Abend ohne Wol­ken und Mond, -sonst hät­te er uns beim Beob­ach­ten geblen­det. Nach und nach kamen die Teil­neh­mer ab 20:30 Uhr dick ein­ge­packt, da es sehr kalt war, zum Leh­rer­park­platz. Frau Thier­ing war bereits da und hat­te schon­mal im vor­aus das Tele­skop ein­gen­or­det, was bedeu­tet, dass sich das Tele­skop nun mit der Erd­ro­ta­ti­on mit dre­hen kann. Zu Sechst ging es dann los. Am Anfang durf­te jeder mal an das Tele­skop, um sich Kugel- und offe­ne Sterns­tern­hau­fen und Dop­pel­ster­ne anzu­schau­en. Wir haben auch vie­le Ster­ne und Stern­bil­der am Him­mel gese­hen, die uns Frau Thier­ing mit einem Laser­poin­ter gezeigt hat, – zum Bei­spiel den Schwan, Adler, Per­seus, Andro­me­da und den gro­ßen Wagen. Auch lern­ten wir mit einem Feld­ste­cher ( spe­zi­el­les Fern­glas ) umzu­ge­hen. Zum Schluss haben wir uns den Ori­on Nebel durch das 3.000 Euro Tele­skop ange­schaut. Danach kamen nach und nach die Eltern. Bestimmt hat es jedem gut gefal­len.

Finn

Cern-Besuch der Phy­sik­kur­se

Nach­dem wir in unse­rem Hotel am Gen­fer See gefrüh­stückt hat­ten, sind wir um 8:30 Uhr mit der Stra­ßen­bahn zum CERN gefah­ren. Das CERN ist eine Groß­for­schungs­ein­rich­tung, die phy­si­ka­li­sche Grund­la­gen­for­schung betreibt. Das CERN hat 22 Mit­glied­staa­ten, mehr als 3.000 Mit­ar­bei­ter und ist welt­weit das größ­te For­schungs­zen­trum auf dem Gebiet der Teil­chen­phy­sik. Dort ange­kom­men besich­tig­ten wir die span­nen­den Muse­en, die uns Auf­schluss über die Funk­ti­on des CERN gaben. Am CERN wer­den der Auf­bau der Mate­rie und die fun­da­men­ta­len Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen den Ele­men­tar­teil­chen erforscht, also die grund­le­gen­de Fra­ge, wor­aus das Uni­ver­sum besteht und wie es funk­tio­niert.

Zudem haben wir erfah­ren, wie der Beschleu­ni­ger genau auf­ge­baut ist und was damit unter­sucht wird. Die Beschleu­ni­ger­an­la­ge besteht aus meh­re­ren ein­zel­nen Vor­be­schleu­ni­gern, wel­che die Pro­to­nen und ande­re gela­de­ne Teil­chen durch elek­tri­sche Fel­der beschleu­ni­gen und durch magne­ti­sche Fel­der auf ihrer Bahn hal­ten. In den gro­ßen Teil­chen­be­schleu­ni­gern wer­den  die Teil­chen auf nahe­zu Licht­ge­schwin­dig­keit beschleu­nigt und zur Kol­li­si­on gebracht. Mit einer Viel­zahl unter­schied­li­cher Teil­chen­de­tek­to­ren wer­den sodann die Flug­bah­nen der bei den Kol­li­sio­nen ent­stan­de­nen Teil­chen rekon­stru­iert, wor­aus sich wie­der­um Rück­schlüs­se auf die Eigen­schaf­ten der kol­li­dier­ten sowie der neu ent­stan­de­nen Teil­chen zie­hen las­sen. Am Ende errei­chen die Pro­to­nen in dem Lar­ge Hadron Col­l­i­der (=LHC), der einen Umfang von 27 km hat, Ener­gien von eini­gen Tera Elek­tron Volt (TeV). Dies ist mit einem enor­men tech­ni­schen Auf­wand für die Her­stel­lung und den Betrieb der Anla­gen sowie mit extre­men Anfor­de­run­gen an die Rech­ner­leis­tung zwecks Daten­aus­wer­tung ver­bun­den. Auch aus die­sem Grund wird das CERN inter­na­tio­nal betrie­ben und finanziert.[1]

Zum Mit­tag­essen gin­gen wir in die CERN eige­ne Men­sa, in der das Essen zwar sehr teu­er aber auch lecker war. Danach prä­sen­tier­te uns ein ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter die Geschich­te des CERN. Er erklär­te uns, wann die ein­zel­nen Beschleu­ni­ger ent­stan­den sind und wie die gan­ze Anla­ge auf­ge­baut  ist. Außer­dem klär­te er uns über die Funk­ti­on und den Zweck der For­schung auf. Die Men­schen wol­len ver­ste­hen, wie die Natur funk­tio­niert, und das auch auf einer tie­fen Teil­chen­ebe­ne. Im Anschluss führ­te uns Herr Dr. Sell­ner, ein im CERN arbei­ten­der For­scher, durch die Hal­len. Wir haben einen inter­es­san­ten Ein­blick über das For­schungs­in­sti­tut bekom­men und er erklär­te uns expli­zit sein der­zei­ti­ges For­schungs­pro­jekt, wel­ches sich mit der Spei­che­rung von Anti­ma­te­rie befasst. Die­se wird auf nied­rigs­te Tem­pe­ra­tu­ren her­un­ter gekühlt. Der­zeit hält er und sein Team einen Welt­re­kord in der längs­ten Spei­che­rung von Anti­ma­te­rie. Gegen 17:00 Uhr waren unse­re Füh­run­gen fer­tig und wir fuh­ren mit dem Bus wie­der nach Hau­se. Wir kamen um 0:30 Uhr in Neckar­ge­münd wohl­be­hal­ten an. Vie­len Dank für die tol­le Exkur­si­on!

Kai

[1] Vgl. Freie Enzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia https://de.wikipedia.org/wiki/CERN, Abruf 09.12.1

Tech­nora­ma-Besuch der Phy­sik­kur­se

Am 7. Dezem­ber haben wir 4-stün­di­gen Phy­sik­kurs­ler der K1 und der K2 sowie wei­te­re inter­es­sier­te Per­so­nen uns zu unse­rer gemein­sa­men Rei­se zum CERN in die Schweiz getrof­fen. Beglei­tet wur­den wir von unse­ren Leh­rern Frau Thier­ing und Herrn Oestrei­cher.
Um 7:00 Uhr sind wir von der Schu­le aus mit einem Rei­se­bus in Rich­tung Schweiz auf­ge­bro­chen. Zwi­schen­durch haben wir die ein oder ande­re Pau­se gemacht.
Gegen 12 Uhr erreich­ten wir unser ers­tes Ziel: das Tech­nora­ma in Win­ter­thur.  Das Tech­nora­ma hat eine Aus­stel­lungs­flä­che von 7000 m² und ist mit über 500 ver­schie­de­nen Expe­ri­men­ten zum sel­ber Aus­pro­bie­ren eines der größ­ten und renom­mier­tes­ten Sci­ence Cen­ter der Welt. Man hat dort z.B. die Mög­lich­keit zu ver­su­chen, eine Brü­cke aus nur neun kur­zen Holz­klöt­zen zu bau­en. Durch geschick­tes Aus­pro­bie­ren und klu­ges Über­le­gen war hier ein Weg zu fin­den die „Lücke“ nur mit die­sen Klöt­zen zu über­span­nen. An ande­rer Stel­le konn­te man die Sicher­heit eines Pass­wor­tes über­prü­fen, indem man es in einen Com­pu­ter ein­ge­tippt hat. Anschlie­ßend konn­te man ver­glei­chen, wie lan­ge der Com­pu­ter zum Ent­schlüs­seln bei ver­schie­de­nen Rechen­leis­tun­gen brauch­te. Dies waren nur zwei Expe­ri­men­te aus über 500 inter­es­san­ten und span­nen­den. Gegen 14:00 Uhr aßen wir Mit­tag. Anschlie­ßend hat­ten wir noch Zeit den Rest der Aus­stel­lung anzu­se­hen oder bei einer Vor­füh­rung zuzu­schau­en. Es gab Vor­füh­run­gen zu den The­men Ent­ste­hung von Blit­zen, zu unse­rem Pla­net Erde und eine hoch inter­es­san­te Vor­füh­rung über Gase. Bei die­ser wur­den ver­schie­de­ne Expe­ri­men­te zu Ent­zünd­bar­keit und Dich­te von ver­schie­de­nen Gasen durch­ge­führt sowie die Zusam­men­set­zung der Luft und ihre ein­zel­nen Bestand­tei­le erläu­tert. Nach gut 4 Stun­den im Sci­ence Cen­ter sind wir dann wie­der auf­ge­bro­chen und mit dem Bus wei­ter nach Genf gefah­ren.

Nach wei­te­ren 4 Stun­den Fahrt sind wir dann um 20:30 Uhr an unse­rem Hos­tel ange­kom­men. Nach­dem wir die Zim­mer bezo­gen haben, konn­te man noch im Hos­tel zu Abend zu essen. Das Hos­tel lag in Lauf­nä­he zum Gen­fer See. Somit hat­ten wir abends in unse­rer Frei­zeit die Mög­lich­keit das See­ufer und die Stadt Genf zu besich­ti­gen. Alles in allem war der ers­te Tag unse­rer zwei­tä­gi­gen Fahrt sehr gelun­gen und hat viel Spaß gemacht.

Jurek