Prak­ti­kums­tag an der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg

Am 11.05.2017 hat sich der 4 std Phy­sik Kurs von Frau Dr. Thier­ing um 8:00 Uhr zur Exkur­si­on am Bahn­hof in Neckar­ge­münd getrof­fen. Ziel der Exkur­si­on war das Kirch­hoff-Insti­tut für Phy­sik der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg im Neu­en­hei­mer Feld, wo wir nach einer S-Bahn Fahrt zum Haupt­bahn­hof und einem kur­zen Fuß­marsch ein­tra­fen.

Nach der Ankunft haben wir durch Herrn Pro­fes­sor Lama­de eine Ein­wei­sung in den Ver­suchs­auf­bau und den Ablauf bekom­men. Im Vor­feld der Exkur­si­on hat­ten wir zur Vor­be­rei­tung und zum bes­se­ren Ver­ständ­nis die Ver­su­che aus­führ­lich erar­bei­tet und bespro­chen. Somit war es für uns mög­lich Ver­su­che durch­zu­füh­ren und zu ver­ste­hen, die Nor­ma­ler­wei­se die Phy­sik Stu­den­ten in den Anfangs­se­mes­tern behan­deln. Wäh­rend des Prak­ti­kums wur­de der Kurs in zwei Grup­pen geteilt. Die bei­den Grup­pen haben je einen Ver­such bear­bei­tet. Wäh­rend die eine Grup­pe die Ele­men­tar­la­dung mit­hil­fe des Mil­li­kan-Ver­suchs bestimmt hat, hat die ande­re Grup­pe den Foto Effekt näher unter­sucht und sowie Natur­kon­stan­te h  (Hei­sen­berg­sches Wir­kungs­quan­tum) bestim­men kön­nen.

Dadurch, dass jeder Ver­such mehr­mals vor­han­den war, konn­ten wir in klei­nen Grup­pen von 2 bis 3 Per­so­nen die Ver­su­che an den Auf­bau­ten durch­füh­ren. Beim Mil­li­kan Ver­such konn­ten wir zusätz­lich von der Aus­wer­tung der Mess­wer­te am Com­pu­ter pro­fi­tie­ren um so unse­re Ergeb­nis­se zu veri­fi­zie­ren. Ziel der Exkur­si­on war es Mess­pra­xis zu bekom­men und zu ver­ste­hen, was mög­li­che Feh­ler­quel­len einer Mes­sung sein kön­nen und wie man den dar­aus ent­ste­hen­den Mess­un­si­cher­heit spä­ter in der Aus­wer­tung berech­nen kann. Dazu hat jeder im Anschluss an das Prak­ti­kum ein aus­führ­li­ches Pro­to­koll geschrie­ben. Ziel davon war es, die oben ange­spro­che­nen Grund­grö­ßen der Phy­sik und ihren Mess­feh­ler­be­reich zu bestim­men. Nach­dem Herr Pro­fes­sor Lama­de ein abschlie­ßen­des Wort an uns gerich­tet hat und wir uns für die Mög­lich­keit des Prak­ti­kums bedankt haben, gab es als nächs­tes die Gele­gen­heit einer Füh­rung durch das Phy­si­ka­li­schen Insti­tuts. Hier­bei hat­ten wir das Glück eine Füh­rung aus ers­ter Hand von einem Stu­den­ten, Frau Thier­ings Sohn, zu bekom­men. Nach die­ser Füh­rung die uns einen gro­ben Über­blick über die Grö­ße und die ver­schie­de­nen Berei­che des Insti­tuts gege­ben hat, sind wir in die Men­sa gegan­gen um dort Mit­tag zu essen. Nach der Pau­se und dem Mit­tag­essen haben wir uns auf den Nach­hau­se­weg gemacht.

Jurek

Musik­ex­per­ten 2017

Auf Nach­fra­gen des Musik­schul­lei­ters der Neckar­ge­mün­der Musik­schu­le Ste­phan Schmitz, der in einer der letz­ten Stun­de der Musik­ex­per­ten die Posau­ne vor­ge­stellt hat, wel­ches Instru­ment den Schü­lern denn am nach­drück­lichs­ten in Erin­ne­rung geblie­ben sei, gab es von den dies­jäh­ri­gen drei­zehn Musik­ex­per­ten kei­ne ein­deu­ti­ge Ant­wort.
Manch einer fand die „gro­ßen“ Instru­men­te, also den Kon­tra­bass oder die Har­fe fas­zi­nie­rend, ande­re sahen im Schlag­zeug, E-Bass, im Saxo­phon oder der Trom­pe­te poten­zi­el­le Instru­men­te, die ihnen das Mit­spie­len in einer Band ermög­li­chen. Aber auch die zar­ten Töne der Block­flö­te oder der Vio­li­ne fan­den Anklang. Nach dem Ken­nen­ler­nen von zwölf ver­schie­de­nen Instru­men­ten fiel es wirk­lich schwer, sich auf eines fest­zu­le­gen!
Schon im zwei­ten Jahr gibt es am MBG die Koope­ra­ti­on mit der Musik­schu­le Neckar­ge­münd. Jede Woche kommt ein Instru­men­tal­leh­rer in die Räu­me des Gym­na­si­ums und stellt sein Instru­ment vor: Wie klingt es? Wel­chen Ton­um­fang deckt es ab? Wel­che Beson­der­hei­ten sind beim Spie­len und Üben zu beach­ten?
Wäh­rend des 60-minü­ti­gen Unter­richts, der jeden Frei­tag nach Schul­schluss zwi­schen Okto­ber und Janu­ar statt­fand, konn­te auf Lei­hin­stru­men­ten direkt aus­pro­biert wer­den und alle Fra­gen wur­den gedul­dig von den Instru­men­tal­leh­rern beant­wor­tet. Frau Kieck­hä­fer-Wüst, Musik­leh­re­rin am MBG, beglei­te­te den Musik­ex­per­ten­kurs in jeder Stun­de.
Im Anschluss an den Musik­ex­per­ten­kurs kön­nen die Schü­ler ab Febru­ar an der Musik­schu­le Neckar­ge­münd in Klein­grup­pen oder im Ein­zel­un­ter­richt mit einem Pro­be­abo ein Instru­ment ihrer Wahl ver­tie­fen und wer­den somit viel­leicht zu neu­en Mit­glie­dern des Orches­ters oder der Big­band am MBG.
Auf­grund der gut gelin­gen­den Koope­ra­ti­on zwi­schen Musik­schu­le und Gym­na­si­um soll auch im Schul­jahr 2017/18 für die neu­en 5. Kläss­ler ein Musik­ex­per­ten­kurs ein­ge­rich­tet wer­den. Infor­ma­tio­nen dar­über erhal­ten Eltern und Schü­ler am 24.3.17 beim „Tag der offe­nen Tür“.

Astro­camp 29./30. 04. 2017

Am Sams­tag den 29.04.2017 war es so weit: Das Astro­Camp des Astro­no­mie Kur­ses der Kur­stu­fe 1 des Max-Born-Gym­na­si­ums unter Lei­tung von Frau Dr. Thier­ing begann.  Pünkt­lich um 18:00 Uhr ver­sam­mel­ten sich die 12 Schü­ler, die an der Exkur­si­on teil­ge­nom­men haben, am guss­ei­ser­nen Tor vor der Lan­des­stern­ar­te. Den Auf­takt des Abends bil­de­te das gemein­sa­me Gril­len. Nach einer aus­rei­chen­den Stär­kung war Zeit für Fris­bee und Fuß­ball spie­len.
Als es gegen halb 9 lang­sam anfing zu däm­mern, began­nen wir mit dem Auf­bau des Lin­sen­fern­rohrs (10cm Lin­sen­durch­mes­ser) und des Spie­gel­te­le­skops mit einem Spie­gel­durch­mes­ser von 30cm. Frau Schwem­mer von der Astro­no­mie­schu­le zeig­te uns zusätz­lich Him­mels­ob­jek­te durch den 25 cm sog. „Bruce“-Refraktor, wel­cher sich in einer der gro­ßen Kup­peln der Lan­des­stern­war­te befand.

Wir star­te­ten die Beob­ach­tungs­nacht mit der Beob­ach­tung des Mon­des. Ein paar Tage nach Neu­mond waren durch den lan­gen Schat­ten­wurf auf dem Mond die Mond­kra­ter beson­ders gut zu erken­nen. Nach­dem es nun kom­plett dun­kel war, haben wir von Frau Dr. Thier­ing eine aus­führ­li­che Tour über den Früh­lings­nacht­him­mel bekom­men. Stern­bil­der wie der gro­ße Wagen, der Löwe, das Him­mels W (Kas­sio­peia) und die Zwil­lin­ge waren mit blo­ßem Auge gut sicht­bar. Aber auch schwa­che „deep sky Objek­te“ wie der Kugel­stern­hau­fen M3 und der Kugel­stern­hau­fen M13 waren am dunk­len Nacht­him­mel auf dem König­stuhl mit blo­ßem Auge zu erken­nen. Anschlie­ßend konn­ten wir wei­ter selbst beob­ach­ten. Hier­für stan­den uns Feld­ste­cher und die schon vor­hin erwähn­ten Tele­sko­pe zur Ver­fü­gung. Ein High­light des Abends war die Beob­ach­tung des Kugel­stern­hau­fens M13, wel­chen wir Schü­ler selb­stän­dig am 30cm Spie­gel­te­le­skop ein­ge­stellt hat­ten. Hier­bei konn­te man gut auf­ge­löst die ein­zel­nen Ster­ne von­ein­an­der unter­schei­den. Beein­dru­ckend war außer­dem die Beob­ach­tung von Jupi­ter und sei­nen vier Gali­lei­schen Mon­den sowohl mit dem 10 cm Lin­sen­fern­rohr als auch mit dem gro­ßen Tele­skop der Lan­des­stern­war­te. Die unter­schied­lich gefärb­ten Strei­fen der Jupi­ter­ober­flä­che waren deut­lich zu erken­nen. Die vier Mon­de lagen wie hel­le Per­len auf­ge­reiht auf einer Gera­den durch den Äqua­tor von Jupi­ter.

Nach der Beob­ach­tung, sind wir in das benach­bar­te Haus der Astro­no­mie gegan­gen und haben im dor­ti­gen Pla­ne­ta­ri­um eine vir­tu­el­le Rei­se durch unser Uni­ver­sum zu sehen bekom­men.  Anschlie­ßend kehr­ten wir zur Lan­des­stern­war­te zurück und rich­te­ten in einem Hör­saal unser Nacht­quar­tier ein. Jetzt gab es noch die Mög­lich­keit den Film „der Mar­sia­ner“ zu schau­en oder schon schla­fen zu gehen. Am nächs­ten Mor­gen sind wir um 7:00 Uhr auf­ge­stan­den um gemein­sam zu früh­stü­cken. Nach­dem wir alles auf­ge­räumt hat­ten und jeder sei­ne Sachen gepackt hat­te war das Astro­camp gegen 8:30 Uhr been­det.

Jurek