Hil­fe für Ugan­da und Boli­vi­en durch den Weih­nachts­markt mit Herz im Max-Born-Gym­na­si­um

Es wim­mel­te gera­de­zu in der Aula des Schul­zen­trums von Weih­nachts­wich­teln, Ren­tie­ren und Niko­läu­sen. Was sie hier­her lock­te, waren sicher­lich auch die lecker duf­ten­den Snacks, die beim Weih­nachts­ba­sar zum Ver­kauf ange­bo­ten wur­den. Ganz sicher aber war es der Auf­tritt der Musi­cal-AG unter der Lei­tung von Lil­li Vio­la-Schuh, die mit den Schü­le­rin­nen und Schü­lern ein klei­nes Lied­pro­gramm zur Eröff­nung der belieb­ten Ver­an­stal­tung vor­be­rei­tet hat­te. Am Flü­gel beglei­te­te der neue Musik­leh­rer Jan­nis Knof den auf­ge­weck­ten Chor, der mit „Fröh­li­che Weih­nacht über­all“, „Rudolph the Red-Nosed Reinde­er“ und dem mit pas­sen­den Ges­ten vor­ge­tra­ge­nen Rolf-Zuc­kow­ski-Lied „In der Weih­nachts­bä­cke­rei“ das Publi­kum aus Eltern, Geschwis­tern und Ver­wand­ten in Advents­stim­mung ver­setz­te.

Der Weih­nachts­ba­sar dient nicht dem Selbst­zweck der Schu­le, son­dern wird eigens für zwei Hilfs­pro­jek­te ver­an­stal­tet, wie Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp in sei­ner Begrü­ßung erin­ner­te. Meh­re­re tau­send Euro kön­nen jedes Jahr als Erlös aus dem Weih­nachts­markt den Hilfs­pro­jek­ten zuge­führt wer­den. Die Ugan­da­hil­fe betreut in Kaga­di rund 65 bedürf­ti­ge Kin­der in einem Wohn­heim nahe der Schu­le. Mit den gesam­mel­ten Beträ­gen kön­nen die Unter­halts­kos­ten für die Kin­der sowie die Löh­ne für die zehn Mit­ar­bei­ter des Wohn­heims einen Monat lang gesi­chert wer­den. Die im Wohn­heim betreu­ten Kin­der erhal­ten dadurch die Mög­lich­keit, die Schu­le zu besu­chen.

Das Hilfs­pro­jekt El Moli­no, etwa 20 Kilo­me­ter ent­fernt von der Stadt Poto­sí in Boli­vi­en auf dem 4.000 Meter hoch gele­ge­nen Anden­pla­teau, zielt dar­auf ab, die Lebens­si­tua­ti­on der länd­li­chen Bevöl­ke­rung zu ver­bes­sern. Dies geschah durch den Bau eines Bewäs­se­rungs­ka­nals, die Anschaf­fung von Feld­be­ar­bei­tungs­ge­rä­ten, Gemü­se­ge­wächs­häu­sern, Solar­ko­chern und durch Ver­bes­se­run­gen der Infra­struk­tur. Es hat sich zu einem Aus­bil­dungs- und Betreu­ungs­zen­trum für ins­ge­samt rund 16.000 Men­schen ent­wi­ckelt. Das Hilfs­pro­jekt El Moli­no wird auch vom Lions Club Neckar­ge­münd unter­stützt.

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp lob­te den viel­fäl­ti­gen Ein­satz von Schü­lern, Leh­rern und Eltern für den Weih­nachts­ba­sar und bedank­te sich bei allen Mit­wir­ken­den, allen vor­an bei Eve­lyn Sta­edel, die gemein­sam mit sie­ben Refe­ren­da­ren die orga­ni­sa­to­ri­schen Fäden im Hin­ter­grund zog. Es gab vie­les vor­zu­be­rei­ten, zu koor­di­nie­ren und zu initi­ie­ren. Bes­tens ein­ge­bun­den waren auch die Eltern, die sich zwei Tage vor dem Basar im Werk­raum der Schu­le ein­fan­den, um aus Tan­nen­grün und ande­ren immer­grü­nen Zwei­gen attrak­ti­ve Tür- und Advents­krän­ze zu bin­den. Stell­ver­tre­tend dafür und für die Teil­nah­me des Eltern­ca­fés am Weih­nachts­ba­sar bedank­te sich der Schul­lei­ter bei der Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­den Eva Maria Krä­mer.

Danach ver­teil­ten sich die Weih­nachts­ba­sar-Besu­cher. In der Aula waren nicht nur köst­li­che Lecke­rei­en zu fin­den, son­dern auch Abwechs­lung beim Bogen­schie­ßen und beim Glücks­rad-Dre­hen. „Wo gibt es denn Glüh­wein?“, frag­te ein Besu­cher und wur­de gleich bei einem Stand im Foy­er fün­dig. Hier hat­te sich auch das Eltern­ca­fé nie­der­ge­las­sen, mit einer ein­la­dend bestück­ten Kuchen­the­ke. Die Tische waren bereits bes­tens besetzt.

Die Gän­ge und Klas­sen­zim­mer des ers­ten Ober­ge­schos­ses hat­ten sich in einen bun­ten Markt ver­wan­delt. Zwei Schü­ler waren unter­wegs und boten ihre selbst gefer­tig­ten Blö­cke im DIN-A4-For­mat an. Kar­ten, Advents- und Weih­nachts­de­ko waren gebas­telt wor­den, zum Kin­der­schmin­ken wur­de ein­ge­la­den, und in einem Klas­sen­zim­mer wur­den attrak­ti­ve Glit­zer-Tat­toos auf Hand­rü­cken und Unter­ar­me auf­ge­bracht. Die Ker­zen­werk­statt lock­te eben­so wie die selbst her­ge­stell­te Limo­na­de, die pro­biert wer­den konn­te. Süßig­kei­ten, Hot­dogs, frisch zube­rei­te­te beleg­te Bro­te, Flamm­ku­chen auf dem Pau­sen­hof und eine Foto­ak­ti­on wett­ei­fer­ten um die Gunst der Besu­cher. Und dem Ver­spre­chen der Tom­bo­la, „fast jedes Los ein Gewinn – und bei einer Nie­te gibt es ein Bon­bon“, konn­te man sich nur schwer ent­zie­hen.

Text und Fotos: Anna Haa­se­mann-Dun­ka

„Gemein­sam gewin­nen wir!“ – Fuß­ball­tur­nier der 7. Klas­sen des Sport­krei­ses Hei­del­bergs

„Gemein­sam gewin­nen wir“ – so hieß das Mot­to am 11.12.2024 für das Fuß­ball­team des Max-Born Gym­na­si­ums.

Mit 2 Mäd­chen und 8 Jungs der Klas­sen 7a und 7d ging es um 7:30 Uhr in die Soc­ca­re­na nach Hei­del­berg.

Geg­ner in der Vor­run­de waren die bei­den Mann­schaf­ten des Tad­den-Gym­na­si­ums, die Gre­gor-Men­del Real­schu­le, das Team der Hei­del­berg Inter­na­tio­nal School und der IGH Hei­del­berg.

Unser Team behielt eine wei­ße Wes­te ohne Punkt­ver­lust und konn­te sogar im letz­ten Spiel gegen den spä­te­ren Tur­nier­sie­ger (IGH Hei­del­berg) einen zwar knap­pen, aber ver­dien­ten Sieg 3:2 Sieg ein­fah­ren.

Danach ging es direkt im Halb­fi­na­le gegen das Helm­holtz-Gym­na­si­um Hei­del­berg, die ein Spiel Pau­se vor dem Halb­fi­na­le hat­ten. Am Ende reich­ten die Kräf­te nicht ganz und das Helm­holtz zog ins Fina­le ein und ver­lor dort gegen die IGH Hei­del­berg.

Im Spiel um Platz 3 ging es gegen die kör­per­lich stark über­le­ge­ne BBS Wies­loch, die mit har­tem Kör­per­ein­satz den Sieg erkämp­fen woll­ten. In einer bis zum Ende sehr engen, span­nen­den und hart geführ­ten Par­tie setz­te sich unser spie­le­risch bes­se­res Team mit 3:2 durch und sicher­te sich durch den ent­schei­den­den Tref­fer der Match­win­ne­rin und somit auch Women of The Match Mia Schmitt Platz 3.

Die­ses tol­le Ergeb­nis wur­de erzielt, weil das Team des Max-Born Gym­na­si­ums als Gemein­schaft auf­ge­tre­ten ist und das Mot­to der Ver­an­stal­tung „Gemein­sam gewin­nen wir“ erfolg­reich auf den Platz gebracht hat.

Foto von links nach rechts:

vor­ne: Joseph Han­nun, Manue­la Empa­cher, Mia Schmitt, Erik Jan­son, Josiah Bri­el, Coach Georg Kopf

hin­ten: Franz Schluch­ter, Lou­is Schmitt, Lio­nel Lobitz, Han­nes Elf­ner, Josiah

Wenn Wor­te zu Bewei­sen wer­den – Unser Besuch im Amts­ge­richt

Als 9. Kläss­ler soll­ten wir einen Klas­sen­aus­flug zum Amts­ge­richt in Hei­del­berg unter­neh­men, um einen Ein­blick in das deut­sche Rechts­sys­tem zu erhal­ten und den Ablauf eines Gerichts­ver­fah­rens ken­nen­zu­ler­nen. Des­halb tra­fen wir, also die Klas­se 9a, uns am 12.11. um 7.30 Uhr in der Schu­le mit unse­rer Gemein­schafts­kun­de­leh­re­rin Frau Dr. Sell­ner und unse­rer Klas­sen­leh­re­rin Frau Kieck­hä­fer-Wüst. Gemein­sam fuh­ren wir mit der S-Bahn zum Amts­ge­richt. Um etwa 8.30 Uhr ging der Gerichts­pro­zess los.
Beim ers­ten Gerichts­ver­fah­ren han­del­te es sich um eine Ankla­ge wegen eines sexu­el­len Über­griffs. Bei dem Ange­klag­ten han­delt es sich um einen jun­gen Mann, der eine Frau, unter ande­rem in einem Bus sexu­ell beläs­tig­te haben soll.
Sie begeg­ne­ten sich das ers­te mal am Bahn­hof, wo er sie um eine Ziga­ret­te bat und sich auf Fran­zö­sisch mit ihr unter­hielt. Er soll sich im Bus neben sie gesetzt haben, obwohl die Geschä­dig­te ihn dar­um gebe­ten haben soll, dies nicht zu tun.
Nach­dem er sie im Bus beläs­tigt haben soll, soll er ihr bis zu ihrer Woh­nung gefolgt sein und sie dort noch gegen eine Wand gedrückt haben. Sie schaff­te es aber den­noch, sich von ihm zu lösen und gelang­te in ihre Woh­nung.

Das Gerichts­ver­fah­ren lief fol­gen­der­ma­ßen ab: Nach­dem die Anwe­sen­heit über­prüft wor­den war, las die Staats­an­wäl­tin die Ankla­ge­schrift vor. Der Ange­klag­te schil­der­te sei­ne Sicht der Tat und stritt die Vor­wür­fe ab. Laut sei­ner Aus­sa­ge kam es im Bus nur zu einem gegen­sei­ti­gem Küs­sen. Danach sol­len sich ihre Wege getrennt haben. Nach dem Klä­ren mög­li­cher Fra­gen wur­den die Zeu­gen, dar­un­ter die Geschä­dig­te, ihr Ver­lob­ter, der die ers­te Per­son war, die ihr nach der Tat begeg­ne­te und eine Poli­zis­tin, die sich mit der Ankla­ge beschäf­tigt hat­te, nach­ein­an­der hin­zu­ge­holt. Die Geschä­dig­te soll­te noch­mal die Situa­ti­on schil­dern, wobei es ihr schwer­fiel, sich an alles zu erin­nern, aber sie konn­te auf die Nach­fra­gen der Rich­te­rin jeweils ant­wor­ten und wirk­te dadurch sehr viel glaub­wür­di­ger als der Ange­klag­te, des­sen Aus­sa­gen oft im Zusam­men­hang wenig Sinn erga­ben und der sich selbst mehr­mals wider­sprach und Schwie­rig­kei­ten hat­te, die Fra­gen der Rich­te­rin zu beant­wor­ten. Der Ver­lob­te der Geschä­dig­ten soll­te von dem Mor­gen nach dem Vor­fall berich­ten und soll­te eini­ge Fra­gen bezüg­lich des Ver­hal­tens sei­ner Ver­lob­ten in der Zeit nach dem Vor­fall berich­ten. Sei­ne Aus­sa­gen über den Mor­gen, an dem sei­ne Ver­lob­te in ihre gemein­sa­me Woh­nung gelang­te, waren sehr unge­nau, da er das ers­te Mal als er zu der Situa­ti­on befragt wur­de, aus­sag­te, dass er sei­ne Ver­lob­te wei­nend auf dem Sofa im Wohn­zim­mer auf­fand und beim zwei­ten Mal, dass sie sich zu ihm ins Bett leg­te und er sie frag­te, was los sei, weil ihr Ver­hal­ten auf ihn merk­wür­dig wirk­te. Die Zeu­gen sag­ten alle zu Guns­ten der Geschä­dig­ten aus.
Die Staats­an­wäl­tin schlug in ihrem Schluss­plä­doy­er eine Haft­stra­fe von einem Jahr und acht Mona­ten vor. Die Ver­tei­di­ge­rin des Ange­klag­ten wies anschlie­ßend auf straf­mil­dern­de Umstän­de hin, zum Bei­spiel dass der Ange­klag­te zum Zeit­raum der Tat betrun­ken gewe­sen sein soll.

Nach einer kur­zen Bera­tung ver­kün­de­te die Rich­te­rin das Urteil: Der Ange­klag­te wur­de für schul­dig befun­den und zu einer Haft­stra­fe von einem Jahr und acht Mona­ten ohne Bewäh­rung ver­ur­teilt, weil die Dar­stel­lung der Geschä­dig­ten deut­lich glaub­wür­di­ger wirk­te als die des Täters.

Eigent­lich war geplant, dass wir uns ein zwei­tes Gerichts­ver­fah­ren anse­hen, doch auf­grund eines Antrags auf Aus­schluss der Öffent­lich­keit muss­ten wir den Gerichts­saal ver­las­sen.
Der Aus­flug war zusam­men­fas­send sehr inter­es­sant und auf­schluss­reich und es hat uns sehr gehol­fen den Ver­lauf eines Gerichts­ver­fah­rens bes­ser nach­zu­voll­zie­hen. Unse­rer Mei­nung nach ist ein Besuch im Amts­ge­richt eine gute Mög­lich­keit den Unter­richt zu erwei­tern. Wir könn­ten uns auch vor­stel­len das Gericht noch­mal zu besu­chen.

Yara Engel­mann, Emma Huf­na­gel und Mia Loesch