Beob­ach­tungs­abend der Astro-AG Kl.5

Am Abend des 10. Janu­ar, in einer sehr kla­ren Nacht, tra­fen sich die 1. Beob­ach­tungs­grup­pe der Astro-AG mit Frau Thier­ing, Frau Brück und eini­gen Eltern, um mit­hil­fe unse­res Schul­te­le­skops und Feld­ste­chern den Him­mel zu betrach­ten. Da es 3 Tage vor Voll­mond war, han­del­te es sich um eine rela­tiv hel­le Nacht, was aber nicht stör­te, da es in die­ser Nacht sehr vie­le hel­le Pla­ne­ten zu sehen gab und wir außer­dem unse­ren Schwer­punkt statt auf die schwa­chen „deep sky“ Gala­xien und Gas­ne­bel ein­fach auf die Mond­be­ob­ach­tung leg­ten. Man konn­te mit dem Tele­skop und sei­ner elek­tri­schen Nach­füh­rung über die Mond­land­schaft ’spa­zie­ren fah­ren‘ und sowohl die strah­len­för­mig, von der Ein­schlag­kra­tern weg­zei­gen­den Mate­rie­aus­wür­fe ver­fol­gen, als auch die zen­tra­len Ber­ge in den grö­ße­ren Kra­ter­be­cken bewun­dern. Die Kin­der waren enga­giert dabei, stell­ten vie­le Fra­gen und gaben inter­es­sier­tes feed­back:

 

Lie­be Frau Thier­ing,
ich fin­de es toll, dass ich end­lich mal den Jupi­ter sehen konn­te, der so vie­le Strei­fen hat. Außer­dem ist es interessant,dass der mitt­le­re Stern im gro­ßen Wagen eigent­lich zwei Ster­ne sind, die man­che sehen und man­che nicht.

Lau­ra, Kl.5

Wir waren alle sehr dick ange­zo­gen, denn es war rich­tig kalt.
Mir hat am bes­ten gefal­len, dass wir durch das gro­ße Tele­skop und durch die Feld­ste­cher schau­en durf­ten.
Den Mond konn­te ich rich­tig gut mit den Mond­kra­tern erken­nen.
Ich fand auch die Geschich­ten über die Ster­ne sehr span­nend.

Mar­lo, Kl.5
Lie­be Frau Thier­ing, ich fand es beson­ders toll, dass wir die Kra­ter und die Struk­tur des Mon­des  so deut­lich gese­hen haben. Außer­dem fand ich die Stern­bil­der beson­ders span­nend und die vie­len Infos dazu.

Eme­ly, Kl.5

Von Dampf­ma­schi­nen und Hoch­rä­dern – die 8a auf Zeit­rei­se im Tech­no­se­um

Am ver­gan­ge­nen Diens­tag unter­nahm die Klas­se 8a eine span­nen­de Exkur­si­on ins Tech­no­se­um nach Mann­heim. Im Rah­men des Geschichts­un­ter­richts zur Indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on hat­ten wir die Gele­gen­heit, im Muse­um tief in die Welt des 18. und 19. Jahr­hun­derts ein­zu­tau­chen. Die inter­ak­ti­ve Füh­rung zum The­ma „Arbeit und Sozia­le Fra­ge“ ver­deut­lich­te uns ein­drucks­voll, wie sehr sich das Leben der Men­schen durch die Indus­tria­li­sie­rung ver­än­der­te.

Gleich zu Beginn beka­men wir einen leb­haf­ten Ein­blick in die Arbeits- und Wohn­be­din­gun­gen die­ser Zeit. Wir ver­setz­ten uns in die Rol­le von Kin­dern aus der Epo­che und erfuh­ren haut­nah, wie kör­per­lich anstren­gend die Arbeit damals war. So durf­ten wir aus­pro­bie­ren, einen Kran nur durch ein Lauf­rad in Bewe­gung zu set­zen – eine beein­dru­cken­de, aber auch kräf­te­zeh­ren­de Erfah­rung. In der Aus­stel­lung wur­den zudem ver­schie­de­ne For­men von Kin­der­ar­beit dar­ge­stellt, damals muss­ten schon die Kleins­ten oft vie­le Stun­den in der Fabrik schuf­ten, um etwas zum Lebens­un­ter­halt der Fami­lie bei­zu­steu­ern.

Ein wei­te­res High­light war die nach­ge­bau­te Mann­hei­mer Arbei­ter­woh­nung, die ein­drück­lich zeig­te, wie beengt Fami­li­en damals leb­ten. Wir stell­ten uns vor, wie es wohl gewe­sen sein muss, mit meh­re­ren Per­so­nen in zwei klei­nen Räu­men zu woh­nen – noch dazu ohne eige­nes Bad und ohne Kühl­schrank.

Beson­ders span­nend war der Abschnitt zur Ent­wick­lung des Fahr­rads, das sei­nen Ursprung in Mann­heim hat. Von der ers­ten Lauf­ma­schi­ne über das gefähr­lich hohe Hoch­rad bis hin zu den Vor­läu­fern des moder­nen Fahr­rads konn­ten wir die Geschich­te haut­nah erle­ben – und sogar eini­ge der his­to­ri­schen Model­le selbst aus­pro­bie­ren.

Auch die Bedeu­tung der Tex­til­in­dus­trie wur­de uns anschau­lich ver­mit­telt. An einem manu­el­len Web­stuhl konn­ten wir selbst Hand anle­gen und erleb­ten, wie zeit­auf­wän­dig und anspruchs­voll das Weben war. Der Kon­trast zur nach­ge­bau­ten Fabrik mit mecha­ni­schen Web­stüh­len war enorm: Hier wur­den Tex­ti­li­en viel schnel­ler pro­du­ziert, doch dies hat­te auch Schat­ten­sei­ten – die Arbeit wur­de lau­ter, gefähr­li­cher und die Arbeiter:innen stan­den unter noch grö­ße­rem Druck.

Natür­lich durf­te auch die Dampf­ma­schi­ne nicht feh­len. Ihre revo­lu­tio­nä­re Bedeu­tung für die Indus­trie wur­de erklärt und wir konn­ten nach­voll­zie­hen, war­um sie als Motor der Indus­tria­li­sie­rung gilt.

Nach der Füh­rung hat­ten wir Zeit, das Tech­no­se­um auf eige­ne Faust zu erkun­den. Eini­ge von uns nutz­ten die Gele­gen­heit, mit einer his­to­ri­schen Eisen­bahn zu fah­ren, ande­re pro­bier­ten Video­spie­le in der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Spiel mit!“ aus oder tes­te­ten phy­si­ka­li­sche Expe­ri­men­te. Auch die Auto­mo­bil­aus­stel­lung mit ver­schie­de­nen his­to­ri­schen Fahr­zeu­gen wur­de von eini­gen besich­tigt.

Es hat uns im Tech­no­se­um sehr gut gefal­len. Die vie­len inter­ak­ti­ven Sta­tio­nen ermög­lich­ten uns, tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen spie­le­risch nach­zu­voll­zie­hen und deren Aus­wir­kun­gen auf die Gesell­schaft bes­ser zu ver­ste­hen.

Aus­bil­dung zum Schul­weg­be­glei­ter

In der 8. Klas­se ent­schlos­sen wir uns, die Aus­bil­dung zum Schul­weg­be­glei­ter beim adfc zu machen. Die Auf­ga­be eines Schul­weg­be­glei­ters ist es, die neu­en 5. Kläss­ler die ers­ten Wochen auf ihrem Schul­weg im Bus oder mit dem Fahr­rad sicher zu beglei­ten.

Am 07. März fand unser ers­tes Tref­fen statt, bei dem uns erklärt wur­de, was uns als Schul­weg­be­glei­ter erwar­tet.

Anfang April star­te­te unse­re Aus­bil­dung mit der ers­ten Ein­heit, dem Ver­kehrs­re­gel­trai­ning in Bam­men­tal, da wir mit den Bam­men­ta­ler Schü­lern zusam­men die Aus­bil­dung absol­vier­ten. Dort wie­der­hol­ten wir alle wich­ti­gen Ver­kehrs­re­geln, die vor allem für die Fahr­rad­lot­sen rele­vant waren, weil die­se die neu­en 5. Kläss­ler sicher durch den Stra­ßen­ver­kehr brin­gen soll­ten.

Als Nächs­tes stand das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning im Juni an. Dabei trai­nier­ten wir, uns auf ande­re ein­zu­las­sen, ihnen zu ver­trau­en und uns von ihnen füh­ren zu las­sen, da wir bei man­chen Auf­ga­ben wie bei­spiels­wei­se bei einem Park­our nichts sehen konn­ten. Zum Schluss folg­te die schwie­rigs­te Auf­ga­be: Wir muss­ten und gegen­sei­tig hel­fen, über ein hoch­ge­spann­tes Seil zu stei­gen, die­ses dabei nicht zu berüh­ren und uns nicht los­zu­las­sen. Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning soll­te uns dar­auf vor­be­rei­ten, ein offe­nes Ohr für die Kin­der zu haben­und ihr Ver­trau­en zu gewin­nen.

Es folg­ten unse­re per­sön­li­chen High­lights: Zum einen war dies das Stra­ßen­bahn­di­plom. Bei die­sem lern­ten wir Sicher­heits­hin­wei­se, sowie das Fah­ren einer Stra­ßen­bahn. Jeder konn­te eine kur­ze Stre­cke selbst fah­ren. Bevor wir dies aber durf­ten, wur­den uns die Grund­kennt­nis­se des Fah­rens bei­gebracht. Zum Ande­rem moch­ten wir das Selbst­si­cher­heits­trai­ning, bei dem wir uns aus dem zwei­ten Stock­werk der Schu­le absei­len durf­ten. Die Wahl, dies zu tun,war uns jedoch frei­ge­stellt. Denn wie Herr Fröh­lich, unser Aus­bil­der, uns erklär­te, kann man sei­ne Gren­zen über­schrei­ten, aber nur soweit, wie man es frei­wil­lig tun möch­te.

Am 10. Sep­tem­ber fand schließ­lich die Ein­schu­lung der neu­en 5. Kläss­ler statt. Bevor wir uns vor­stell­ten, erklär­te Herr Fröh­lich kurz unse­re Funk­ti­on als Schul­weg­be­glei­ter bzw. Fahr­rad­lot­sen. Für die nächs­ten Wochen stan­den wir ihnen als Ansprech­part­ner und Hel­fer jeder­zeit zur Ver­fü­gung.

Ins­ge­samt hat uns die Aus­bil­dung viel Spaß gemacht und wir haben viel Neu­es gelernt.

Gre­ta Lutz­ke (9a) & Lai­la El Atas­si (9b)