„Gemein­sam gewin­nen wir!“ – Fuß­ball­tur­nier der 7. Klas­sen des Sport­krei­ses Hei­del­bergs

„Gemein­sam gewin­nen wir“ – so hieß das Mot­to am 11.12.2024 für das Fuß­ball­team des Max-Born Gym­na­si­ums.

Mit 2 Mäd­chen und 8 Jungs der Klas­sen 7a und 7d ging es um 7:30 Uhr in die Soc­ca­re­na nach Hei­del­berg.

Geg­ner in der Vor­run­de waren die bei­den Mann­schaf­ten des Tad­den-Gym­na­si­ums, die Gre­gor-Men­del Real­schu­le, das Team der Hei­del­berg Inter­na­tio­nal School und der IGH Hei­del­berg.

Unser Team behielt eine wei­ße Wes­te ohne Punkt­ver­lust und konn­te sogar im letz­ten Spiel gegen den spä­te­ren Tur­nier­sie­ger (IGH Hei­del­berg) einen zwar knap­pen, aber ver­dien­ten Sieg 3:2 Sieg ein­fah­ren.

Danach ging es direkt im Halb­fi­na­le gegen das Helm­holtz-Gym­na­si­um Hei­del­berg, die ein Spiel Pau­se vor dem Halb­fi­na­le hat­ten. Am Ende reich­ten die Kräf­te nicht ganz und das Helm­holtz zog ins Fina­le ein und ver­lor dort gegen die IGH Hei­del­berg.

Im Spiel um Platz 3 ging es gegen die kör­per­lich stark über­le­ge­ne BBS Wies­loch, die mit har­tem Kör­per­ein­satz den Sieg erkämp­fen woll­ten. In einer bis zum Ende sehr engen, span­nen­den und hart geführ­ten Par­tie setz­te sich unser spie­le­risch bes­se­res Team mit 3:2 durch und sicher­te sich durch den ent­schei­den­den Tref­fer der Match­win­ne­rin und somit auch Women of The Match Mia Schmitt Platz 3.

Die­ses tol­le Ergeb­nis wur­de erzielt, weil das Team des Max-Born Gym­na­si­ums als Gemein­schaft auf­ge­tre­ten ist und das Mot­to der Ver­an­stal­tung „Gemein­sam gewin­nen wir“ erfolg­reich auf den Platz gebracht hat.

Foto von links nach rechts:

vor­ne: Joseph Han­nun, Manue­la Empa­cher, Mia Schmitt, Erik Jan­son, Josiah Bri­el, Coach Georg Kopf

hin­ten: Franz Schluch­ter, Lou­is Schmitt, Lio­nel Lobitz, Han­nes Elf­ner, Josiah

Wenn Wor­te zu Bewei­sen wer­den – Unser Besuch im Amts­ge­richt

Als 9. Kläss­ler soll­ten wir einen Klas­sen­aus­flug zum Amts­ge­richt in Hei­del­berg unter­neh­men, um einen Ein­blick in das deut­sche Rechts­sys­tem zu erhal­ten und den Ablauf eines Gerichts­ver­fah­rens ken­nen­zu­ler­nen. Des­halb tra­fen wir, also die Klas­se 9a, uns am 12.11. um 7.30 Uhr in der Schu­le mit unse­rer Gemein­schafts­kun­de­leh­re­rin Frau Dr. Sell­ner und unse­rer Klas­sen­leh­re­rin Frau Kieck­hä­fer-Wüst. Gemein­sam fuh­ren wir mit der S-Bahn zum Amts­ge­richt. Um etwa 8.30 Uhr ging der Gerichts­pro­zess los.
Beim ers­ten Gerichts­ver­fah­ren han­del­te es sich um eine Ankla­ge wegen eines sexu­el­len Über­griffs. Bei dem Ange­klag­ten han­delt es sich um einen jun­gen Mann, der eine Frau, unter ande­rem in einem Bus sexu­ell beläs­tig­te haben soll.
Sie begeg­ne­ten sich das ers­te mal am Bahn­hof, wo er sie um eine Ziga­ret­te bat und sich auf Fran­zö­sisch mit ihr unter­hielt. Er soll sich im Bus neben sie gesetzt haben, obwohl die Geschä­dig­te ihn dar­um gebe­ten haben soll, dies nicht zu tun.
Nach­dem er sie im Bus beläs­tigt haben soll, soll er ihr bis zu ihrer Woh­nung gefolgt sein und sie dort noch gegen eine Wand gedrückt haben. Sie schaff­te es aber den­noch, sich von ihm zu lösen und gelang­te in ihre Woh­nung.

Das Gerichts­ver­fah­ren lief fol­gen­der­ma­ßen ab: Nach­dem die Anwe­sen­heit über­prüft wor­den war, las die Staats­an­wäl­tin die Ankla­ge­schrift vor. Der Ange­klag­te schil­der­te sei­ne Sicht der Tat und stritt die Vor­wür­fe ab. Laut sei­ner Aus­sa­ge kam es im Bus nur zu einem gegen­sei­ti­gem Küs­sen. Danach sol­len sich ihre Wege getrennt haben. Nach dem Klä­ren mög­li­cher Fra­gen wur­den die Zeu­gen, dar­un­ter die Geschä­dig­te, ihr Ver­lob­ter, der die ers­te Per­son war, die ihr nach der Tat begeg­ne­te und eine Poli­zis­tin, die sich mit der Ankla­ge beschäf­tigt hat­te, nach­ein­an­der hin­zu­ge­holt. Die Geschä­dig­te soll­te noch­mal die Situa­ti­on schil­dern, wobei es ihr schwer­fiel, sich an alles zu erin­nern, aber sie konn­te auf die Nach­fra­gen der Rich­te­rin jeweils ant­wor­ten und wirk­te dadurch sehr viel glaub­wür­di­ger als der Ange­klag­te, des­sen Aus­sa­gen oft im Zusam­men­hang wenig Sinn erga­ben und der sich selbst mehr­mals wider­sprach und Schwie­rig­kei­ten hat­te, die Fra­gen der Rich­te­rin zu beant­wor­ten. Der Ver­lob­te der Geschä­dig­ten soll­te von dem Mor­gen nach dem Vor­fall berich­ten und soll­te eini­ge Fra­gen bezüg­lich des Ver­hal­tens sei­ner Ver­lob­ten in der Zeit nach dem Vor­fall berich­ten. Sei­ne Aus­sa­gen über den Mor­gen, an dem sei­ne Ver­lob­te in ihre gemein­sa­me Woh­nung gelang­te, waren sehr unge­nau, da er das ers­te Mal als er zu der Situa­ti­on befragt wur­de, aus­sag­te, dass er sei­ne Ver­lob­te wei­nend auf dem Sofa im Wohn­zim­mer auf­fand und beim zwei­ten Mal, dass sie sich zu ihm ins Bett leg­te und er sie frag­te, was los sei, weil ihr Ver­hal­ten auf ihn merk­wür­dig wirk­te. Die Zeu­gen sag­ten alle zu Guns­ten der Geschä­dig­ten aus.
Die Staats­an­wäl­tin schlug in ihrem Schluss­plä­doy­er eine Haft­stra­fe von einem Jahr und acht Mona­ten vor. Die Ver­tei­di­ge­rin des Ange­klag­ten wies anschlie­ßend auf straf­mil­dern­de Umstän­de hin, zum Bei­spiel dass der Ange­klag­te zum Zeit­raum der Tat betrun­ken gewe­sen sein soll.

Nach einer kur­zen Bera­tung ver­kün­de­te die Rich­te­rin das Urteil: Der Ange­klag­te wur­de für schul­dig befun­den und zu einer Haft­stra­fe von einem Jahr und acht Mona­ten ohne Bewäh­rung ver­ur­teilt, weil die Dar­stel­lung der Geschä­dig­ten deut­lich glaub­wür­di­ger wirk­te als die des Täters.

Eigent­lich war geplant, dass wir uns ein zwei­tes Gerichts­ver­fah­ren anse­hen, doch auf­grund eines Antrags auf Aus­schluss der Öffent­lich­keit muss­ten wir den Gerichts­saal ver­las­sen.
Der Aus­flug war zusam­men­fas­send sehr inter­es­sant und auf­schluss­reich und es hat uns sehr gehol­fen den Ver­lauf eines Gerichts­ver­fah­rens bes­ser nach­zu­voll­zie­hen. Unse­rer Mei­nung nach ist ein Besuch im Amts­ge­richt eine gute Mög­lich­keit den Unter­richt zu erwei­tern. Wir könn­ten uns auch vor­stel­len das Gericht noch­mal zu besu­chen.

Yara Engel­mann, Emma Huf­na­gel und Mia Loesch

„Heit häw­wi de Adam gfun­ne“ – Die 6a auf den Spu­ren der Mensch­heits­ge­schich­te in Mau­er

Am Mitt­woch, dem 27. Novem­ber 2024 unter­nahm die 6a einen span­nen­den Aus­flug in die Nach­bar­ge­mein­de Mau­er, um das Muse­um Homo hei­del­ber­gen­sis zu besu­chen, indem
Geschich­te und Wis­sen­schaft auf fas­zi­nie­ren­de Wei­se ver­bun­den wer­den. Der Besuch begann
mit einem beein­dru­cken­den Vor­trag von Syl­via Knörr, ehren­amt­li­cher Mit­ar­bei­te­rin des
Ver­ei­nes homo hei­del­ber­gen­sis e.V. In einer inter­ak­ti­ven Prä­sen­ta­ti­on erzähl­te sie über die
Umstän­de des Fun­des der Über­res­te des Homo hei­del­ber­gen­sis, einer aus­ge­stor­be­nen
Homi­ni­den­art, die vor etwa 600.000 Jah­ren leb­te:
Durch Zufall ent­deckt der Sand­grä­ber Dani­el Hart­mann, heu­te Ehren­bür­ger der Gemein­de
Mau­er, 1907 beim Gra­ben einen Unter­kie­fer. Mit den Wor­ten „Heit häw­wi de Adam gfun­ne“
(Heu­te habe ich den Adam gefun­den) ist ihm direkt bewusst, dass der Fund einen Mei­len­stein
in der Paläo­an­thro­po­lo­gie (Leh­re der mensch­li­chen Stam­mes­ge­schich­te) legt. Wäh­rend das Ori­gi­nal zur Unter­su­chung in die Uni­ver­si­tät nach Hei­del­berg wan­dert, ermög­licht eine detail­ge­treue Kopie, die Bedeu­tung die­ses Fun­des aus der Nähe zu betrach­ten. Der Kie­fer, der ältes­te Nach­weis eines frü­hen Men­schen in Euro­pa, wird in einem umfas­sen­den Kon­text
prä­sen­tiert: Eine Jagd­sze­ne konn­ten wir nach­spie­len, wobei ver­deut­licht wur­de, dass die
Men­schen frü­her zusam­men­ar­bei­ten muss­ten, um das Über­le­ben der Grup­pe zu sichern.
Heu­te zeugt das Muse­um des ehren­amt­li­chen Ver­eins homo hei­del­ber­gen­sis e.V. im Stadt­kern,
sowie die Aus­stel­lung im Rat­haus von den Fun­den, die in der Fol­ge­zeit im dor­ti­gen Stein­bruch gemacht wur­den. Aus den Über­res­ten kön­nen Rück­schlüs­se auf die dama­li­ge Umwelt
geschlos­sen wer­den, die in einer inter­ak­ti­ven Aus­stel­lung im Rat­haus betrach­tet wer­den
kön­nen: Model­le von Wald­ele­fan­ten, Woll­nas­hör­nern und Säbel­zahn­ti­gern las­sen die Welt des Homo hei­del­ber­gen­sis leben­dig wer­den.
Neben den wis­sen­schaft­li­chen Aspek­ten bie­tet das Muse­um auch inter­es­san­te Ein­bli­cke in die
Regi­on rund um Mau­er und ihre geo­lo­gi­sche Bedeu­tung. Hier wird klar, dass die Gegend nicht
nur für Palä­on­to­lo­gen, son­dern auch für Geo­lo­gen eine wah­re Schatz­kam­mer ist. Info­ta­feln erklä­ren die beson­de­re Boden­be­schaf­fen­heit, die den Fund des Unter­kie­fers ermög­lich­te, und
stel­len ande­re bedeu­ten­de Fos­si­li­en­fun­de vor.
Der Besuch im Muse­um Homo hei­del­ber­gen­sis war eine berei­chern­de Erfah­rung. Das Muse­um
über­zeugt mit sei­ner gelun­ge­nen Mischung aus Wis­sen­schaft, Geschich­te und moder­nem
Design. Beson­ders beein­dru­ckend war die Ver­bin­dung von loka­ler Geschich­te und glo­ba­ler
Bedeu­tung, die der Fund des Unter­kie­fers von Mau­er sym­bo­li­siert.
Für alle, die sich für Urge­schich­te und Paläo­an­thro­po­lo­gie inter­es­sie­ren, ist die­ses Muse­um ein abso­lu­tes Muss. Der Besuch ist sowohl für Fami­li­en als auch für Ein­zel­per­so­nen geeig­net und lohnt sich, beson­ders in Kom­bi­na­ti­on mit einem Spa­zier­gang durch die male­ri­sche Umge­bung von Mau­er.

Fran­zis­ka Gucken­biehl und Lil­li Schuh