2. Platz bei Explo­re Sci­ence

„Wir waren sehr über­rascht, als unse­re Team­num­mer auf­ge­ru­fen wur­de und haben uns sehr über den zwei­ten Platz gefreut!“, mein­te Meriel Kos aus der 6b. Gemein­sam mit ihrer gro­ßen Schwes­ter Anez­ka aus der 8a hat­te sie für den Explo­re Sci­ence Wett­be­werb eine Musik­box gebaut. Die Vor­ga­be war, dass das Instru­ment selbst­tä­tig drei Tak­te von Bach spie­len kann. Drei Wochen lang bau­ten die Schü­le­rin­nen täg­lich an ihrer Musik­box, wel­che aus einem Kur­bel­an­trieb mit Wel­le und Häm­mer­chen, die ein Xylo­phon anspie­len, besteht.

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp ließ sich die Musik­box vor­füh­ren und war begeis­tert von der Prä­zi­si­on, mit der die Schü­le­rin­nen gear­bei­tet haben. So kam es nicht nur auf den genau­en Abstand der Stä­be auf der Wal­ze an, son­dern auch auf die Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten des ver­wen­de­ten Schaum­stoffs. Mehr­fach muss­ten im Bau­pro­zess Ände­run­gen und Anpas­sun­gen vor­ge­nom­men wer­den.

„Wir haben im Prin­zip eine Hand nach­ge­baut, die die Melo­die spielt.“, erklär­te Anze­ka. Im Vor­feld hat­te das jun­ge Team ver­schie­de­ne Ideen gesam­melt und wie­der ver­wor­fen. Eine der ver­wor­fe­nen Ideen war ein Mur­mel­sys­tem zu bau­en.

Ins­ge­samt nah­men 20 Schü­ler­grup­pen des MBG am Wett­be­werb Explo­re Sci­ence teil. Sie wähl­ten jedoch ande­re Auf­ga­ben und hat­ten mit mehr Kon­kur­renz zu kämp­fen. Die Auf­ga­be mit der Musik­box war auf­grund ihrer Kom­ple­xi­tät tat­säch­lich „nur“ von 20 Teams aus ver­schie­de­nen Schu­len gewählt wor­den.

Explo­re Sci­ence sind die natur­wis­sen­schaft­li­chen Erleb­nis­ta­ge der Klaus Tschi­ra-Stif­tung, die jedes Jahr im Früh­som­mer 50.000 Besu­cher in den Mann­hei­mer Lui­sen­park locken.

Die betreu­en­de Leh­re­rin, Dr. Nele Welter, war sehr stolz auf ihre Schü­le­rin­nen, die auch in der Sci­ence AG des MBG ihr Talent unter Beweis stel­len.

Meriel und Anez­ka sind auch in vie­len ande­ren Berei­chen sehr begabt. Bei­de sind exzel­len­te Musi­ke­rin­nen: Meriel spielt Kla­vier und Anez­ka Har­fe. Sie tra­ten bereits bei vie­len Ver­an­stal­tung des MBG auf und gewan­nen Prei­se beim Wett­be­werb „Jugend musi­ziert“. Kein Wun­der also, dass ihnen die Auf­ga­be eine Musik­box zu bau­en am bes­ten gefiel.

Evi­an Aus­tausch

Am Mitt­woch, dem 29. Mai, ging es für uns alle nach Evi­an-les-Bains, die schö­ne Part­ner­stadt Neckar­ge­münds am Gen­fer See. Uns erwar­te­te eine Woche vol­ler span­nen­der Aus­flü­ge und vie­ler Begeg­nun­gen mit einer ande­ren Kul­tur.

Bei unse­rer Ankunft im Zen­trum Evi­ans wur­den wir schon von unse­ren fran­zö­si­schen Freun­den erwar­tet. Wir wur­den sehr herz­lich mit klei­nen Gast­ge­schen­ken der Stadt emp­fan­gen. Nach unse­rer ers­ten Nacht in den Gast­fa­mi­li­en durf­ten wir gemein­sam mit unse­ren Aus­tausch­part­nern die ers­te Schul­stun­de besu­chen. Für eini­ge von uns stand Mathe auf dem Stun­den­plan oder auch Fran­zö­sisch. Nach der ers­ten Stun­de lie­fen wir gemein­sam mit den Leh­rern durch Evi­an, um im Palais Lumiè­re eine Kunst­aus­stel­lung über Künst­ler des Impres­sio­nis­mus zu besich­ti­gen. Am Nach­mit­tag stie­gen wir, gestärkt vom Pick­nick am See, in den Bus, um die neue Was­ser­fa­brik in Amphion zu besu­chen. Die Füh­rung dort war sehr inter­es­sant und wir beka­men Ein­bli­cke in den Lauf des berühm­ten Evi­an-Was­sers von der Quel­le bis zur fer­ti­gen Fla­sche. Den Abend ver­brach­ten wir mit unse­ren Fami­li­en und konn­ten so vie­le Ein­drü­cke sam­meln.

Am Frei­tag­vor­mit­tag wur­de für uns ein Kunst­pro­jekt vor­be­rei­tet, wel­ches nächs­tes Jahr zum 50jährigen Jubi­lä­um Teil einer klei­nen Aus­stel­lung sein wird. Im Anschluss beka­men wir eine Füh­rung durch Kin­der­gar­ten, Grund­schu­le und col­lè­ge. Vor unse­rer Stadt­füh­rung hat­ten wir bei schöns­tem Wet­ter wie­der Frei­zeit am See. Durch die Stadt­füh­rung erfuh­ren wir viel über die Geschich­te Evi­ans. Außer­dem mach­ten wir eine kur­ze Fahrt mit der his­to­ri­schen Berg­bahn. Die Füh­rung ende­te im Rat­haus, wo wir alle sehr müde waren und eigent­lich ein Bett gebraucht hät­ten, doch eines der High­lights im Pro­gramm – die Par­ty am Abend – woll­te sich nie­mand ent­ge­hen las­sen. Gegen 19.30h fan­den sich alle in der Innen­stadt vor dem Madi­son ein. Bei Snacks und guter Stim­mung fei­er­ten wir eine coo­le Par­ty, bis wir von unse­ren Gast­el­tern abge­holt wur­den.

Das Wochen­en­de ver­brach­ten wir in unse­ren Fami­li­en. Eini­ge tra­fen sich am Sams­tag im Aqua­Park mit ande­ren Teil­neh­mern des Aus­tauschs. Ande­re Aus­flugs­zie­le waren auch die Ber­ge um Evi­an oder der Gen­fer See.

Nach einem schö­nen Wochen­en­de ging es für uns mit dem Aus­tausch­part­nern im Bus nach Genf. Dort konn­ten wir in Grup­pen das Wis­sen­schafts­mu­se­um besu­chen. Anschlie­ßend konn­ten wir im Park pick­ni­cken, um danach gestärkt in die Innen­stadt von Genf zu lau­fen. Da es den gan­zen Tag über sehr warm war, waren wir froh ein Fleck­chen Schat­ten zu fin­den. Doch auch hier muss­ten wir direkt wei­ter zur gro­ßen Kathe­dra­le, die dann wirk­lich sehr ein­drucks­voll war.

An unse­rem letz­ten Tag stand noch­mal ein High­light zum Abschluss an. Am Vor­mit­tag konn­ten wir zuse­hen, wie der bekann­te Käse aus Gruyè­re in tra­di­tio­nel­ler Wei­se her­ge­stellt wur­de. Gegen Mit­tag schau­ten wir das schö­ne Städt­chen Gruyè­re an und kauf­ten das eine oder ande­re Sou­ve­nir. Um 14h konn­ten wir dann in der Scho­ko­la­den­fa­brik von Cail­ler unse­re eige­ne Tafel Scho­ko­la­de machen. Außer­dem gin­gen wir durch das Muse­um und durf­ten natür­lich auch von der guten Schwei­zer Scho­ko­la­de pro­bie­ren. Am Abend, nach einem tol­len letz­ten Tag, hieß es dann auch schon wie­der Kof­fer packen für uns alle. Wir durf­ten noch­mal in den Genuss der guten fran­zö­si­schen Küche kom­men, bevor wir an der gare rou­tiè­re wink­ten um uns zu ver­ab­schie­den. Lei­der lief es dann am Mor­gen doch nicht ganz so per­fekt wie die gan­ze Woche über. Unser Bus woll­te ganz pünkt­lich zur Abfahrt dann ein­fach nicht ansprin­gen, aber mit­hil­fe eines Repa­ra­tur­ser­vice konn­ten wir dann mit drei­stün­di­ger Ver­spä­tung los­rol­len.

Wir hat­ten eine wirk­lich sehr schö­ne Woche mit fast aus­nahms­los gutem Wet­ter und vie­len neu­en Erfah­run­gen. Es war inter­es­sant, in die fran­zö­si­sche Kul­tur ein­zu­tau­chen, wel­che unse­rer eige­nen Kul­tur ähnelt und doch so anders ist. Das fran­zö­si­sche Schul­sys­tem und die Ess­ge­wohn­hei­ten boten uns eine Abwechs­lung von der deut­schen Kul­tur und des gewohn­ten All­tags. Wir haben eine Woche vol­ler Über­ra­schun­gen genos­sen, vie­le neue Freun­de ken­nen­ge­lernt und wür­den den Aus­tausch jedem wei­ter­emp­feh­len.                                      (Ame­lie, Hele­na, Nao­mi (9a) und Anna, Jac­que­line (9d)

Kän­gu­ru der Mathe­ma­tik

Der Mathe­ma­tik­wett­be­werb „Kän­gu­ru der Mathe­ma­tik“ erfreut sich schon seit Jah­ren hoher Beliebt­heit am MBG. Die­ses Jahr nah­men 228 Schü­le­rIn­nen der 5.-8. Klas­se teil.

Der Wett­be­werb ist ein mathe­ma­ti­scher Mul­ti­ple-Choice-Wett­be­werb für über 6 Mil­lio­nen Teil­neh­mer in fast 80 Län­dern welt­weit. Die Idee stammt aus Aus­tra­li­en (1978) und wur­de von zwei fran­zö­si­schen Mathe­ma­tik­leh­rern nach Frank­reich geholt. Zu Ehren der aus­tra­li­schen Erfin­der wur­de er „Kan­gou­rou des Mathé­ma­ti­ques“ (Kän­gu­ru der Mathe­ma­tik) genannt. Immer mehr euro­päi­sche Län­der wur­den für eine Teil­nah­me gewon­nen, und so wur­de 1994 der inter­na­tio­na­le Ver­ein „Kan­gou­rou sans fron­tie­res“ (Kän­gu­ru ohne Gren­zen) mit Sitz in Paris gegrün­det.

Die Auf­ga­ben sind in allen teil­neh­men­den Län­dern im Wesent­li­chen gleich und wer­den über­all am sel­ben Tag bear­bei­tet.

Der Wett­be­werb unter­stützt die mathe­ma­ti­sche Bil­dung in den Schu­len, weckt die Freu­de an der Beschäf­ti­gung mit Mathe­ma­tik und fes­tigt durch das Ange­bot an inter­es­san­ten Auf­ga­ben die selbst­stän­di­ge Arbeit.

Auch die­ses Jahr über­nahm der Freun­des­kreis des MBGs freund­li­cher­wei­se die Start­kos­ten für alle Fünft­kläss­ler, die hof­fent­lich Spaß am Wett­be­werbs­for­mat gefun­den haben und auch in den kom­men­den Jah­ren teil­neh­men.

Alle Schü­le­rIn­nen der teil­neh­men­den Klas­sen wur­den durch ihre Mathe­ma­tik­leh­re­rIn­nen in einem Pro­be­wett­kampf auf den Kän­gu­ru­wett­be­werb vor­be­rei­tet. Die Gesamt­or­ga­ni­sa­ti­on über­nahm Dr. Inge Thier­ing. An den Infor­ma­ti­ons­ta­feln der Schu­le lief der Count Down und am 21.März war es dann so weit: Ver­teilt im der gan­zen Schu­le waren kno­beln­de Klas­sen zu sehen. Die Ergeb­nis­se wur­den zen­tral in Ber­lin aus­ge­wer­tet und Ende Mai kam ein gro­ßes Paket mit Urkun­den und vie­len schö­nen Prei­sen für die Schü­le­rIn­nen an der Schu­le an.  Jede(r) Teil­neh­me­rIn bekam zumin­dest einen Klein­ge­winn in Form eines beson­ders knif­fe­li­gen Rubik‘s cube, sodass man über­all im Schul­haus Schü­le­rIn­nen am Wür­fel dre­hen, statt mit dem Han­dy spie­len sehen konn­te.

Die­ses Jahr haben die MBG-Schü­ler mehr Preis­rän­ge erreicht, als im letz­ten Schul­jahr, jedoch gleich vie­le wie im vor­letz­ten Schul­jahr, aber auch ver­gli­chen dazu waren die Plat­zie­run­gen dies­mal etwas höher: So gab es gleich zwei ers­te Plät­ze, erzielt von den Schü­le­rIn­nen Kira Wel­ker (5a) und Ben­ja­min Topitsch (7d).

Zwei­te Plät­ze erreich­ten: Amir El Atas­si (5c), Emil End­rich (5a), Lil­ly Hobeck (5a), Jus­tus Mast (5a), Dani­el Stein­bau­er (7d), Oskar Wal­ter (7d).

Drit­te Plät­ze erziel­ten: Mar­le­ne Geiß (5c) Jus­tus Lutz­ke (5c), Pia Ripp­lin­ger (5d), Fran­zis­ka Kugel (5d), Lukas Weiß (6b), Vris­hab Gur­uraj (7d), Lana Haas (7b), Noa Fran­cis (7d).