Tag der Mathe­ma­tik 2017

Wel­cher Pin­gu­in friert schnel­ler  –  der Kai­ser­pin­gu­in (120 cm, 40 kg) oder der Galá­pa­gos-Pin­gu­in (40 cm, 2 kg)?  Das war nur eine der vie­len span­nen­den Auf­ga­ben, an denen jun­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler am Tag der Mathe­ma­tik in Hei­del­berg tüf­tel­ten.
Denn am Diens­tag, dem 21.02.2017, war es wie­der soweit:  Nach einem Jahr Pau­se ver­an­stal­te­te die Päd­ago­gi­sche Hoch­schu­le Hei­del­berg gemein­sam mit der Fakul­tät für Mathe­ma­tik der Uni HD wie­der den über­aus belieb­ten „Tag der Mathe­ma­tik“. Von Freu­den­stadt bis Bens­heim, von Mann­heim bis Mos­bach reis­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler an, um die Fas­zi­na­ti­on der Mathe­ma­tik zu erle­ben – mit dabei auch zwei star­ke Teams des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd, beglei­tet und vor­be­rei­tet von den Lehr­kräf­ten Han­na Steck und Wolf­gang Spranz.
Begrüßt wur­den die etwa 300 Teil­neh­mer im Gro­ßen Hör­saal der Che­mie von Pro­fes­sor Vogel, der gemein­sam mit sei­nen Kol­le­gen von der Uni und der PH sowie etwa 80 stu­den­ti­schen Hilfs­kräf­ten die Ver­an­stal­tung lei­te­te und sou­ve­rän über die Büh­ne brach­te. In zwei Alters­grup­pen, Unter­stu­fe und Mit­tel­stu­fe, beschäf­tig­ten sich die Jugend­li­chen mit kniff­li­gen Fra­ge­stel­lun­gen rund um die Mathe­ma­tik.
Für die Schü­ler der Unter­stu­fe hat­te man sich ein beson­de­res Quiz aus­ge­dacht. Aus allen Teil­neh­mern konn­ten sich jeweils drei Mäd­chen und drei Jungs zu einem Rate­team for­mie­ren. Mutig mel­de­te sich hier N.O. vom MBG Neckar­ge­münd und ver­stärk­te das Jungs-Team beim Kampf um das „Gol­de­ne Duplo“. Bei die­sem aus­ge­spro­chen unter­halt­sa­men Quiz wur­de auch die oben auf­ge­führ­te Pin­gu­in-Fra­ge geklärt:  Der Galá­pa­gos-Pin­gu­in friert mehr, wie man mathe­ma­tisch aus dem Ver­hält­nis von Kör­per­vo­lu­men zu Kör­per­ober­flä­che begrün­den kann.

Die eigent­li­chen Höhe­punk­te beim „Tag der Mathe­ma­tik“ sind defi­ni­tiv die Wett­be­wer­be der ver­schie­de­nen Stu­fen.  Für die Unter­stu­fe war hier ein Speed-Wett­be­werb mit 50 kniff­li­gen Auf­ga­ben vor­ge­se­hen, wäh­rend die Mit­tel­stu­fenteams sich zunächst mit Codie­rungs­theo­rien beschäf­tig­ten, bevor sie dann über sechs kom­ple­xen Auf­ga­ben zu Flä­chen­tei­lun­gen und sta­tis­ti­schen Pro­ble­men tüf­tel­ten.
Nach einem stär­ken­den Mit­tag­essen in der Men­sa war am Nach­mit­tag „Mathe­ma­tik zum Anfas­sen“ ange­sagt. Mit gro­ßer Begeis­te­rung und viel Geschick bas­tel­ten die Unter­stu­fen-Schü­ler hier Hexa­fle­xa­gons , also geo­me­tri­sche Objek­te, die von vor­ne aus­se­hen wie nor­ma­le Sechs­ecke, in ihrem Inne­ren aber meh­re­re Ober­flä­chen ver­ste­cken.
Auch für die älte­ren Teil­neh­mer gab es Span­nen­des zu ent­de­cken: Im Mathe­ma­ti­kon, dem neu­en Gebäu­de der Mathe­ma­tik-Fakul­tät, war ein inter­es­san­ter Par­cours mit Sta­tio­nen wie „Wür­fel­schlan­ge“, „Vier­far­ben­pro­blem“ oder dem gra­phen­theo­re­ti­schen „Pro­blem des Hand­lungs­rei­sen­den“ auf­ge­baut, wo die Jugend­li­chen nach Her­zens­lust kno­beln und tüf­teln, tak­tie­ren und Stra­te­gien zur Lösungs­fin­dung aus­pro­bie­ren konn­ten.

So ver­ging die Zeit im Flu­ge, und alle fie­ber­ten dem Fina­le, der Sie­ger­eh­rung, ent­ge­gen.
Gro­ßer Jubel bran­de­te bei den Max-Born-Schü­lern auf, als die Top Ten-Plat­zie­run­gen genannt wur­den: 4. Platz für das Unter­stu­fenteam aus Neckar­ge­münd, bei 26 teil­neh­men­den Schu­len ein Super-Erfolg für das tol­le Neckar­ge­mün­der Team ! Herz­li­chen Glück­wunsch auch an das MBG-Mit­tel­stu­fenteam, dem nur ein hal­ber Punkt zum 7. Platz fehl­te!
Gut gelaunt und sehr zufrie­den fuh­ren alle zurück nach Neckar­ge­münd –  Am MBG freut sich die gesam­te Mathe­ma­tik-Fach­grup­pe mit den Schü­lern und ist stolz, dass sich die Schu­le so gut prä­sen­tie­ren konn­te!

Infor­ma­tik Biber 2017

Juli­an aus der Klas­se 7c freu­te sich: „Es hat Spaß gemacht zu kno­beln“. Er und ins­ge­samt 367 Schü­le­rin­nen und Schü­ler des MBG hat­ten sich für den kniff­li­gen Wett­be­werb ange­mel­det. Der Infor­ma­tik-Biber ist ein Pro­jekt der Bun­des­wei­ten Infor­ma­tik-Wett­be­wer­be und wird vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung geför­dert. Trä­ger sind die Gesell­schaft für Infor­ma­tik, der Fraun­ho­fer-Ver­bund IUK-Tech­no­lo­gie – die größ­te IT-For­schungs­or­ga­ni­sa­ti­on in Euro­pa – sowie das Max-Planck-Insti­tut für Infor­ma­tik. Es han­delt sich um einen Online-Test mit span­nen­den, unter­halt­sa­men Auf­ga­ben, der zwar Köpf­chen, aber kei­ne spe­zi­el­len Infor­ma­tik-Kennt­nis­se erfor­dert. Die Kin­der und Jugend­li­chen kön­nen oft direkt sehen, wie sich ihre Ideen auf die Lösung aus­wir­ken, da die Bear­bei­tung inter­ak­tiv gestal­tet ist.
In den span­nen­den und kniff­li­gen Auf­ga­ben je nach Alters­klas­se ging es um sehr unter­schied­li­che The­men­ge­bie­te wie Inter­net­glücks­spiel, Wege bei einer „vege­ta­ri­schen Schnit­zel­jagd“, Hän­de­schüt­teln vor Fuß­ball­spie­len, Sor­tier­al­go­rith­men bei Tri­kot­num­mern von Spie­lern, Post­leit­zah­len­strich­codes, For­men­rät­sel und ego­is­ti­sche Eich­hörn­chen, die ihr Fut­ter nicht tei­len woll­ten.
Das Knif­fe­li­ge bei die­sem Wett­be­werb ist, dass nicht ein­fach mathe­ma­ti­sche Kennt­nis­se oder Rechen­küns­te abge­fragt wer­den, son­dern die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowohl ihr algo­rith­mi­sches Den­ken, als auch ihre Pro­blem­lö­se­fä­hig­keit unter Beweis stel­len. Damit wer­den grund­le­gen­de mathe­ma­ti­sche Arbeits­wei­sen, also pro­zess­be­zo­ge­ne Kom­pe­ten­zen, abge­fragt.
Nach der Anmel­dung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf der Biber­platt­form und dem Zuwei­sen von Log­in-Daten durch den Koor­di­na­tor des Gym­na­si­ums, Klaus Schmidt, hät­te es eigent­lich los­ge­hen kön­nen, doch Pro­ble­me mit dem DSL Modem leg­ten den Inter­net­zu­gang für das päd­ago­gi­sche Netz für die gan­ze Woche lahm. Dank der Unter­stüt­zung der Real­schu­le konn­te der Online­test den­noch teil­wei­se statt­fin­den. Lei­der konn­ten durch die begrenz­ten Nut­zungs­zei­ten für die Com­pu­ter­räu­me nur die Hälf­te der Klas­sen den Test durch­füh­ren.
Ein beson­de­rer Dank gilt den bei­den Netz­werk­be­ra­tern der Real­schu­le und des Gym­na­si­ums, Robert Wild und Max Schwem­lein, die bin­nen kur­zer Zeit in bei­spiel­haf­ter Koope­ra­ti­on Com­pu­ter­zu­gän­ge zum Netz­werk der Real­schu­le für die Wett­be­werbs­schü­ler bereit­stell­ten und einen Ter­min­plan für die Durch­füh­rung des Tests gene­rier­ten.
Es gab immer­hin drei ers­te Plät­ze und vier zwei­te Plät­ze. Das ist lei­der etwas weni­ger als im letz­ten Jahr, aber dies gilt es im nächs­ten Jahr zu top­pen.
Das Wich­tigs­te war jedoch, dass die Schü­ler erle­ben durf­ten, dass Mathe Spaß macht. Levan aus der 7c mein­te: „Beson­ders nett war, dass man bei man­chen Auf­ga­ben aus­pro­bie­ren und tes­ten konn­te; man konn­te so lan­ge Mur­meln eine Kugel­bahn her­un­ter­fal­len las­sen, bis alles pass­te.“

NWT- Beob­ach­tungs­abend

Wir tra­fen uns am 20.01.17 um 20:30 Uhr am Leh­rer­park­platz ober­halb der Schu­le. Dies war der opti­ma­le Ort um frei und unge­stört in den Him­mel schau­en zu kön­nen. Frau Thier­ing hat­te bereits vor unse­rer Ankunft auf dem Leh­rer­park­platz mit Hüt­chen abge­sperrt und das Tele­skop, das uns als Part­ner­schu­le vom Haus der Astro­no­mie zur Ver­fü­gung gestellt wur­de, auf­ge­baut. Frau Thier­ing hat­te uns am sel­ben Tag in der Schu­le schon mit­ge­teilt, dass es heu­te wahr­schein­lich zum Beob­ach­tungs­abend kom­men wür­de, da der Him­mel kom­plett klar war. Sie teil­te uns in einer E-mail eben­falls mit uns dick anzu­zie­hen, da es ziem­lich kalt wird.

Als wir alle am Abend ange­kom­men waren fin­gen wir zuerst mit einer Ein­lei­tung zum Benut­zen der Feld­ste­cher an. Danach schau­ten wir zum ers­ten Mal durch das gro­ße Tele­skop in den Him­mel. Wir sahen uns als ers­tes die Venus an, da die­se bereits am unter­ge­hen war und wir des­halb nicht viel Zeit hät­ten die­se zu beob­ach­ten. Wir schau­ten immer abwech­selnd durch das Tele­skop Objek­te am Him­mel an oder Frau Thier­ing erzähl­te bzw. erklär­te uns etwas über die Stern­bil­der. Um ca. 21 Uhr ergab sich die Mög­lich­keit als eini­ge der weni­gen Men­schen das Ori­on-Tra­pez zu beob­ach­ten. Dies sind vier Ster­ne, wel­che sich gera­de erst –näm­lich vor 300 000 Jah­ren- gebil­det haben. Sie fun­kel­ten ganz wun­der­bar inner­halb der hel­len und dunk­len Sil­hou­et­ten des Ori­on­ne­bels. Danach betrach­te­ten wir den Dop­pel­stern Alcor und Mizar im gro­ßen Wagen durch die Feld­ste­cher und sahen, dass sich Mizar durch das Tele­skop noch mal sich in zwei Ein­zel­ster­ne auf­tei­le.

Gegen 21:45 Uhr näher­ten wir uns dem Ende unse­res Abends und been­de­ten ihn mit dem gemein­sa­men Abbau­en bzw. Auf­räu­men. Gegen 22 Uhr gin­gen wir alle mit neu­em Wis­sen über die Astro­no­mie nach Hau­se.

So ende­te ein gelun­ge­ner und lehr­rei­cher Abend.

Tim