Exkur­si­on zum Pla­ne­ta­ri­um Mann­heim

Am 23.1.2025 haben die NWT- und IMP Schü­le­rIn­nen der 9.Klassen, die 8. Klas­se IMP  sowie der Astro­no­mie-Kurs der Kurs­stu­fe in Beglei­tung von Herrn Knof, Herrn Moos, Herr Lubitz­ki, Frau Schie­fer-Schil­ling, Frau Schuh und Frau Thier­ing einen Aus­flug zum Pla­ne­ta­ri­um in Mann­heim gemacht, um dort zwei von den ange­bo­te­nen Shows anzu­se­hen.

Nach­dem wir uns alle um 8.05 Uhr am Bahn­hof Neckar­ge­münd, Alt­stadt, am Bahn­gleis Rich­tung Hei­del­berg getrof­fen haben, fuh­ren wir anschlie­ßend mit der S2 bis zur SAP- Are­na und von dort aus ging es mit der Stra­ßen­bahn wei­ter, bis wir um 9.15 Uhr schließ­lich am Pla­ne­ta­ri­um ange­kom­men sind. Da wir noch genug Zeit  hat­ten, konn­ten wir uns zudem diver­se Aus­stel­lungs­ge­gen­stän­de anschau­en wie z.B. einen älte­ren Ster­nen­pro­jek­tor und eine Art Kalen­der der Stern­bil­der.

Danach durf­ten wir um 10 Uhr end­lich die Kup­pel, den Vor­stel­lungs­raum des Pla­ne­ta­ri­ums betre­ten, wel­che mit einem Durch­mes­ser von 20m und einer Höhe von 13 Metern genü­gend Platz für bis zu 280 Per­so­nen bie­tet. Das beson­de­re dar­an ist, dass die Shows anstatt auf einer Lein­wand an die Kup­pel pro­ji­ziert wur­den, wodurch ein ver­blüf­fen­der 3D Effekt erzeugt wur­de. Nach­dem dann alle ihren Platz gefun­den hat­ten und etwas Ruhe ein­ge­kehrt war, begann schon die ers­te Show „Das unsicht­ba­re Uni­ver­sum“. Dabei erhiel­ten wir zunächst von Mann­heim aus­ge­hend einen umfas­sen­den Über­blick über unse­ren Nacht­him­mel und die ver­schie­de­nen Ster­ne sowie Pla­ne­ten, die dort zu fin­den sind. Im dar­auf­fol­gen­den Film „Unvei­ling the Invi­si­ble“ wur­de uns zudem eine Men­ge über die Wis­sen­schaft und die heu­ti­ge Ent­wick­lung von Tele­sko­pen erzählt, wobei es pri­mär um Licht außer­halb des sicht­ba­ren Wel­len­län­gen­be­reichs ging. Dazu gehö­ren zum einen die Infra­rot- aber auch die Radio­strah­lung, wel­che essen­zi­ell für die Exo­pla­ne­ten­for­schung sind, sowie die UV-, Rönt­gen- und Gam­ma­strah­lung, wel­che uns von den ener­gie­reichs­ten Pro­zes­sen des Uni­ver­sums erhal­ten (wie der Ver­schmel­zung von zwei Gala­xien). Um die­se jeweils aber zu erken­nen, benö­tigt es jedoch eine stän­di­ge Wei­ter­ent­wick­lung der Tele­sko­pe und die Ent­wick­lung neu­er For­schungs­ge­rä­te, wie dem „ALMA“, einem Array aus Radio­te­le­sko­pen, wel­ches elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len bis in den Sub­mil­li­me­ter­be­reich emp­fan­gen kann. Da die­se Strah­lung von Was­ser­dampf absor­biert wird, kom­men noch hohe Ansprü­che an den Beob­acht­und­sort hin­zu, wie sie z.B. in der Ata­ca­ma-Wüs­te in Chi­le, einem der tro­ckens­ten Wüs­ten die­ser Welt, erfüllt sind.

Nach einer dar­auf­fol­gen­den kur­zen Ves­per­pau­se konn­te es dann mit der zwei­ten Show, einer eng­li­schen Eigen­pro­duk­ti­on des Pla­ne­ta­ri­ums „Our gala­xy – a jour­ney through the mil­ky way“, wei­ter­ge­hen. In die­ser erhiel­ten wir am Anfang erneut einen gro­ßen Über­blick über die Ster­ne unse­res Nacht­him­mels und wir erfuh­ren viel über die Her­kunft der Stern­bil­der und die Ver­knüp­fung zu alten Sagen, wie etwa aus der grie­chi­schen Mytho­lo­gie. In die­ser Sage ent­stand die Milch­stra­ße  bei­spiels­wei­se dadurch, dass Zeus sei­nen Sohn Hera­kles unsterb­lich machen woll­te und ihn dar­um an die Brust sei­ner schla­fen­den Gemah­lin Hera leg­te. Als die­se jedoch erwach­te und erkann­te, dass sie den unehe­li­chen Sohn des Zeus still­te, stieß sie die­sen von sich weg und die Mut­ter­milch ver­teil­te sich über den gesam­ten Him­mel, wor­auf­hin die Milch­stra­ße ent­stand. Dar­über hin­aus erfuh­ren wir zudem eine Men­ge über die Ent­ste­hung von Gala­xien wie der unse­ren. Außer­dem zu unse­rer Posi­ti­on im Uni­ver­sum aber auch dem Ende unse­res Son­nen­sys­tems durch das Ster­ben unse­rer Son­ne. Hin­zu kamen vie­le wei­te­re inter­es­san­te The­men wie die Super­no­va, die gewal­ti­ge Explo­si­on eines ster­ben­den Sterns und die schwar­zen Löcher, wel­che extrem dich­te Him­mels­kör­per mit einer enor­men Gra­vi­ta­ti­on sind, sodass nicht ein­mal mehr Licht ihnen ent­kom­men kann.

Nach der zwei­ten und letz­ten Show tra­ten wir dann schließ­lich die Rück­rei­se zur Schu­le an.

Eli­as S., K1

Beob­ach­tungs­abend der Astro-AG Kl.5

Am Abend des 10. Janu­ar, in einer sehr kla­ren Nacht, tra­fen sich die 1. Beob­ach­tungs­grup­pe der Astro-AG mit Frau Thier­ing, Frau Brück und eini­gen Eltern, um mit­hil­fe unse­res Schul­te­le­skops und Feld­ste­chern den Him­mel zu betrach­ten. Da es 3 Tage vor Voll­mond war, han­del­te es sich um eine rela­tiv hel­le Nacht, was aber nicht stör­te, da es in die­ser Nacht sehr vie­le hel­le Pla­ne­ten zu sehen gab und wir außer­dem unse­ren Schwer­punkt statt auf die schwa­chen „deep sky“ Gala­xien und Gas­ne­bel ein­fach auf die Mond­be­ob­ach­tung leg­ten. Man konn­te mit dem Tele­skop und sei­ner elek­tri­schen Nach­füh­rung über die Mond­land­schaft ’spa­zie­ren fah­ren‘ und sowohl die strah­len­för­mig, von der Ein­schlag­kra­tern weg­zei­gen­den Mate­rie­aus­wür­fe ver­fol­gen, als auch die zen­tra­len Ber­ge in den grö­ße­ren Kra­ter­be­cken bewun­dern. Die Kin­der waren enga­giert dabei, stell­ten vie­le Fra­gen und gaben inter­es­sier­tes feed­back:

 

Lie­be Frau Thier­ing,
ich fin­de es toll, dass ich end­lich mal den Jupi­ter sehen konn­te, der so vie­le Strei­fen hat. Außer­dem ist es interessant,dass der mitt­le­re Stern im gro­ßen Wagen eigent­lich zwei Ster­ne sind, die man­che sehen und man­che nicht.

Lau­ra, Kl.5

Wir waren alle sehr dick ange­zo­gen, denn es war rich­tig kalt.
Mir hat am bes­ten gefal­len, dass wir durch das gro­ße Tele­skop und durch die Feld­ste­cher schau­en durf­ten.
Den Mond konn­te ich rich­tig gut mit den Mond­kra­tern erken­nen.
Ich fand auch die Geschich­ten über die Ster­ne sehr span­nend.

Mar­lo, Kl.5
Lie­be Frau Thier­ing, ich fand es beson­ders toll, dass wir die Kra­ter und die Struk­tur des Mon­des  so deut­lich gese­hen haben. Außer­dem fand ich die Stern­bil­der beson­ders span­nend und die vie­len Infos dazu.

Eme­ly, Kl.5

Von Dampf­ma­schi­nen und Hoch­rä­dern – die 8a auf Zeit­rei­se im Tech­no­se­um

Am ver­gan­ge­nen Diens­tag unter­nahm die Klas­se 8a eine span­nen­de Exkur­si­on ins Tech­no­se­um nach Mann­heim. Im Rah­men des Geschichts­un­ter­richts zur Indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on hat­ten wir die Gele­gen­heit, im Muse­um tief in die Welt des 18. und 19. Jahr­hun­derts ein­zu­tau­chen. Die inter­ak­ti­ve Füh­rung zum The­ma „Arbeit und Sozia­le Fra­ge“ ver­deut­lich­te uns ein­drucks­voll, wie sehr sich das Leben der Men­schen durch die Indus­tria­li­sie­rung ver­än­der­te.

Gleich zu Beginn beka­men wir einen leb­haf­ten Ein­blick in die Arbeits- und Wohn­be­din­gun­gen die­ser Zeit. Wir ver­setz­ten uns in die Rol­le von Kin­dern aus der Epo­che und erfuh­ren haut­nah, wie kör­per­lich anstren­gend die Arbeit damals war. So durf­ten wir aus­pro­bie­ren, einen Kran nur durch ein Lauf­rad in Bewe­gung zu set­zen – eine beein­dru­cken­de, aber auch kräf­te­zeh­ren­de Erfah­rung. In der Aus­stel­lung wur­den zudem ver­schie­de­ne For­men von Kin­der­ar­beit dar­ge­stellt, damals muss­ten schon die Kleins­ten oft vie­le Stun­den in der Fabrik schuf­ten, um etwas zum Lebens­un­ter­halt der Fami­lie bei­zu­steu­ern.

Ein wei­te­res High­light war die nach­ge­bau­te Mann­hei­mer Arbei­ter­woh­nung, die ein­drück­lich zeig­te, wie beengt Fami­li­en damals leb­ten. Wir stell­ten uns vor, wie es wohl gewe­sen sein muss, mit meh­re­ren Per­so­nen in zwei klei­nen Räu­men zu woh­nen – noch dazu ohne eige­nes Bad und ohne Kühl­schrank.

Beson­ders span­nend war der Abschnitt zur Ent­wick­lung des Fahr­rads, das sei­nen Ursprung in Mann­heim hat. Von der ers­ten Lauf­ma­schi­ne über das gefähr­lich hohe Hoch­rad bis hin zu den Vor­läu­fern des moder­nen Fahr­rads konn­ten wir die Geschich­te haut­nah erle­ben – und sogar eini­ge der his­to­ri­schen Model­le selbst aus­pro­bie­ren.

Auch die Bedeu­tung der Tex­til­in­dus­trie wur­de uns anschau­lich ver­mit­telt. An einem manu­el­len Web­stuhl konn­ten wir selbst Hand anle­gen und erleb­ten, wie zeit­auf­wän­dig und anspruchs­voll das Weben war. Der Kon­trast zur nach­ge­bau­ten Fabrik mit mecha­ni­schen Web­stüh­len war enorm: Hier wur­den Tex­ti­li­en viel schnel­ler pro­du­ziert, doch dies hat­te auch Schat­ten­sei­ten – die Arbeit wur­de lau­ter, gefähr­li­cher und die Arbeiter:innen stan­den unter noch grö­ße­rem Druck.

Natür­lich durf­te auch die Dampf­ma­schi­ne nicht feh­len. Ihre revo­lu­tio­nä­re Bedeu­tung für die Indus­trie wur­de erklärt und wir konn­ten nach­voll­zie­hen, war­um sie als Motor der Indus­tria­li­sie­rung gilt.

Nach der Füh­rung hat­ten wir Zeit, das Tech­no­se­um auf eige­ne Faust zu erkun­den. Eini­ge von uns nutz­ten die Gele­gen­heit, mit einer his­to­ri­schen Eisen­bahn zu fah­ren, ande­re pro­bier­ten Video­spie­le in der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Spiel mit!“ aus oder tes­te­ten phy­si­ka­li­sche Expe­ri­men­te. Auch die Auto­mo­bil­aus­stel­lung mit ver­schie­de­nen his­to­ri­schen Fahr­zeu­gen wur­de von eini­gen besich­tigt.

Es hat uns im Tech­no­se­um sehr gut gefal­len. Die vie­len inter­ak­ti­ven Sta­tio­nen ermög­lich­ten uns, tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen spie­le­risch nach­zu­voll­zie­hen und deren Aus­wir­kun­gen auf die Gesell­schaft bes­ser zu ver­ste­hen.