Das Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd bei Explo­re-Sci­ence in Mann­heim

Am Frei­tag dem 27. Juni war es end­lich soweit: 6 Schü­ler aus der 9.Klassenstufe prä­sen­tier­ten und star­te­ten ihre drei Was­ser­ra­ke­ten beim Was­ser­ra­ke­ten­wett­be­werb von Explo­re­Sci­ence im Her­zo­gen­ried­park in Mann­heim. Vor­mit­tags kamen die Schü­ler nach eini­gen Bahn­aus­fäl­len in Mann­heim glück­li­cher­wei­se gera­de noch recht­zei­tig an. Nach einer kur­zen Vor­be­rei­tungs­zeit stell­ten sie sich für die Vor­füh­rung ihrer Rake­ten­starts an. Lei­der ver­lie­fen die­se nicht bei allen Grup­pen so gut wie geplant, die Best­flug­zeit der drei Grup­pen betrug nur drei Sekun­den, was einer Flug­hö­he von etwa sechs Metern ent­spricht. Die Rake­te, die die­se Zeit erreich­te, wur­de von Jonas Lorenz im Vor­feld gebaut und dann am Tag des Wett­be­werbs von den ande­ren Teams ver­bes­sert. Eine beson­ders gro­ße, auf­wen­di­ge und kom­pli­zier­te Was­ser­ra­ke­te plan­ten und bau­ten Bog­dan Nico­r­amit Moritz Beck­haus, in die sie ins­ge­samt über 60 Stun­den Zeit inves­tie­ren. Einer wei­te­re Rake­te mit einer 3-D gedruck­ten Start­ram­pe, bau­ten Jus­tus Onisch­ka, Lukas Kra­jus­zek und Moritz Win­bau­er, die eine Flug­dau­er von 2,2 Sekun­den erreich­te. Nach der Vor­füh­rung hat­ten wir Schü­ler des MBG noch Zeit die Stän­de auf dem Gelän­de zu besich­ti­gen und aus­zu­pro­bie­ren, bevor wir dann mit der Bahn zurück­fuh­ren. „Trotz­dem war die Teil­nah­me am Wett­be­werb ein tol­les Erleb­nis auch wenn nicht alles so glatt­ge­lau­fen ist wie erwar­tet“ mein­te Moritz,“durch den Wett­be­werb haben wir vie­le Erfah­run­gen gesam­melt und einen tol­len Tag erlebt.“

Jus­tus Onisch­ka und Jonas Lorenz

Teil­neh­mer waren Bog­dan Nico­ra, Moritz Beck­haus, Jus­tus Onisch­ka, Jonas Lorenz, Moritz Win­bau­er, Lukas Krajuszek(im Bild von links nach rechts)

Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter zu Gast am Max-Born-Gym­na­si­um

Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit offe­nen Fra­gen an Dr. Albrecht Schüt­te

Gut vor­be­rei­tet waren Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 10ten Klas­se und des K 2- Geschichts­kur­ses des Max-Born-Gym­na­si­ums in Neckar­ge­münd auf den Besuch des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dr. Albrecht Schüt­te (CDU).

Ein Blick hin­ter die Kulis­sen: Schüt­tes Arbeit im Land­tag

Zunächst gab Schüt­te den Jugend­li­chen einen anschau­li­chen Ein­blick in sei­ne Arbeit im Land­tag. Anhand sei­nes Wochen­plans erläu­ter­te er detail­liert sei­ne Auf­ga­ben in Stutt­gart und im Wahl­kreis vor Ort. Den Schü­le­rin­nen und Schü­lern wur­de schnell klar, es gibt im All­tag eines Abge­ord­ne­ten span­nen­de und zu Tei­len auch for­dern­de Ter­mi­ne.

Die wei­ter­füh­ren­den Gesprä­che über den Auf­bau und die Funk­tio­nen im Land­tag führ­ten zu Fra­gen nach sei­ner per­sön­li­chen Ein­schät­zung des Regie­rungs­wech­sels auf Bun­des­ebe­ne. Schüt­te beton­te dabei: „Fried­rich Merz ist in der Außen­dar­stel­lung von Deutsch­land prä­sent, arbei­tet eng mit den euro­päi­schen Part­nern zusam­men und steht zu dem, was er sagt!“ Zudem habe das jüngs­te Tref­fen mit Donald Trump in den USA Merz‘ Stär­ken deut­lich gemacht.

Inne­re und äuße­re Sicher­heit: Eine Debat­te

Beson­de­res Inter­es­se weck­ten auch die Ent­schei­dun­gen zur Ver­tei­di­gungs­in­ves­ti­ti­on der Bun­des­re­pu­blik. Schüt­te mach­te deut­lich, dass die zur Ver­fü­gung gestell­ten Mit­tel jetzt auch wir­kungs­voll inves­tiert wer­den müss­ten, damit Deutsch­land sei­nen Bei­trag zur euro­päi­schen Ver­tei­di­gung leis­ten kann. Dies gel­te auch für die Fähig­kei­ten von Auf­klä­run­gen und Droh­nen.

Meh­re­re Schü­ler befür­wor­te­ten die Wie­der­ein­füh­rung einer Wehr­pflicht bzw. eines sozia­len Pflicht­jah­res. Ein Schü­ler gab zu beden­ken: „Viel­leicht führt der Dienst auch zu mehr Respekt für bei­spiels­wei­se Sani­tä­ter und Poli­zis­ten im Ein­satz.“

Eine Schü­le­rin stell­te die Fra­ge nach der Inne­ren Sicher­heit. Der Abge­ord­ne­te nann­te zunächst die Ein­stel­lung zusätz­li­cher Poli­zis­ten in den letz­ten Jah­ren und wies dar­auf hin, dass die zusätz­li­chen Beam­tin­nen und Beam­ten nicht nur in Stutt­gart, Mann­heim oder Hei­del­berg ein­ge­setzt wer­den dürf­ten. Zudem habe der baden-würt­tem­ber­gi­sche Land­tag die Betriebs­mit­tel der Poli­zei z.B. für Aus­rüs­tung signi­fi­kant erhöht. Die per­sön­li­che Schutz­aus­stat­tung wur­de deut­lich ver­bes­sert. Mit­tel sei­en auch für die Beschaf­fung von Tasern vor­han­den. „Aller­dings lehn­ten hier die Exper­ten aus dem Minis­te­ri­um die Beschaf­fung für alle Strei­fen­po­li­zis­ten aus ein­satz­tak­ti­schen Grün­den ab.“, so Schüt­te.

Aktu­el­le Debat­te: Han­dy­nut­zung an Schu­len

Die Ent­schei­dung zu einem Han­dy­ver­bot an baden-würt­tem­ber­gi­schen Schu­len sorg­te für leich­tes Unbe­ha­gen im Raum. Schüt­te wies auf die enor­me Ablen­kung durch Han­dys hin. Er beton­te jedoch, dass das Land dien Schu­len die Ver­pflich­tung über­trägt, Schu­len eine Regel zu tref­fen. Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp stell­te dar­auf­hin die zukünf­ti­ge Rege­lung am Max-Born-Gym­na­si­um vor: „Jede Schü­le­rin, jeder Schü­ler erhält eine eige­ne Han­dy­ta­sche, die nur mit einem bestimm­ten Magne­ten geöff­net wer­den kann.“ So blei­be die Ver­ant­wor­tung für die oft teu­ren Gerä­te bei den Besit­zern.

Eine Schü­le­rin warf ein, dass die Poli­tik doch die Digi­ta­li­sie­rung för­dern wol­le. Albrecht Schüt­te pflich­te­te dem bei und ergänz­te: „Daher gibt es ja Tablets, die für den Unter­richt ein­ge­rich­tet sind!“ In spe­zi­el­len Fäl­len kön­nen die Lehr­kräf­te auch die Han­dys zu Lehr­zwe­cken ein­set­zen las­sen. Aller­dings wer­den letz­te­re ja meist nicht für den Unter­richt ein­ge­setzt, son­dern lenk­ten vom eigent­li­chen Unter­richts­stoff ab.

Damals und heu­te: His­to­ri­sche Par­al­le­len und die Rol­le der Demo­kra­tie

Mit fun­dier­tem Geschichts­wis­sen zog der CDU-Poli­ti­ker Par­al­le­len zwi­schen den Jah­ren 1930 und 2025, in denen sich lei­der ähn­li­che gesell­schaft­li­che und poli­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen zeig­ten. „In bei­den Jah­ren erhiel­ten etwa die rechts- und links­extre­men Par­tei­en bei einer deutsch­land­wei­ten Wahl ähn­li­che Stim­men­an­tei­le und die USA hob die Zöl­le mas­siv an.“ Die dra­ma­ti­schen Fol­gen der Situa­ti­on von 1930 sei­en hin­rei­chend bekannt. Schüt­te for­der­te die 26 Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf, dar­über nach­zu­den­ken, wie man heu­te ein Abdrif­ten wie damals ver­hin­dern kön­ne. Er erklär­te, wie die 5%-Hürde die Bil­dung einer hand­lungs­fä­hi­gen Regie­rung ermög­licht habe. Die­se Chan­ce müs­se die Poli­tik nun nut­zen. Schüt­te appel­lier­te ein­dring­lich: „Es ist Han­deln gebo­ten! Dies sind die Wei­chen, wie Demo­kra­tie in den nächs­ten 20 Jah­ren aus­se­hen wird! Die Zukunft, in der Sie leben wer­den.“

Die Bedeu­tung der Unab­hän­gig­keit: Eige­ne Mei­nung ver­tre­ten

Ein Schü­ler woll­te wis­sen, wie Dr. Schüt­te vor­geht, wenn er nicht die glei­che Mei­nung wie sei­ne Par­tei, die CDU, habe. Schüt­te erklär­te, dass es nicht immer mög­lich sei, einer Mei­nung zu sein. „Häu­fig kann ein gemein­sa­mer Dia­log ent­ste­hen, der zu einem guten Kom­pro­miss bei­tra­gen kann.“ Aller­dings stim­me er in weni­gen Fäl­len auch sicht­bar anders ab, als sei­ne Frak­ti­on. Für ihn sei es die Grund­la­ge sei­nes Amtes, sich frei ent­schei­den zu kön­nen. „Es ist ein gro­ßer Mehr­wert, wenn die Poli­ti­ker einen soli­den beruf­li­chen Hin­ter­grund haben und ein brei­tes Spek­trum an Wis­sen und Erfah­run­gen mit­brin­gen.“

Viel zu schnell war die ein­ge­plan­te Dop­pel­stun­de vor­bei. Es blieb noch Zeit für ein gemein­sa­mes Foto, bevor die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in ihre ver­dien­te Pau­se gin­gen.

Text und Fotos: Corin­na Kru­se

MBG zu Besuch in Jin­dřichův Hra­dec

Am Mon­tag, den 2. Juni war es end­lich soweit! Der Rück­be­such der Schü­le­rIn­nen des MBG Neckar­ge­münd nach Jin­dřichův Hra­dec stand an:

Für vie­le war es das ers­te Mal in Tsche­chi­en, doch eini­ge waren auch schon ein­mal dort. Der Emp­fang war mit der tsche­chi­schen Spe­zia­li­tät, den soge­nann­ten „Buch­ty“, sehr herz­lich.

Am Diens­tag den 3.6. haben uns unse­re Aus­tausch­part­ner mit einem Quiz durch ihre wun­der­schö­ne alte Schu­le geführt. Danach sind wir von der Schu­le aus zum Stadt­see, dem „Vaj­gar“ gelau­fen, wo wir eine sehr anstren­gen­de, aber lus­ti­ge Sport­art, das Dra­chen­boot­fah­ren, pro­bie­ren durf­ten. Nach­dem wir uns dabei aus­ge­powert hat­ten, wur­den wir herz­lich vom Bür­ger­meis­ter von Jin­dřichův Hra­dec begrüßt, der jedem Ein­zel­nen von uns ein Geschenk über­reicht hat und wir uns anschlie­ßend sogar im Buch der Stadt ver­ewi­gen durf­ten. Uner­war­tet stieß bei die­sem Ter­min auch die loka­le Pres­se dazu, die Inter­views mit Schü­lern und unse­rer Leh­re­rin Frau Schmidt führ­te, wobei die­se adhoc über den seit 1988 bestehen­den Aus­tausch reflek­tie­ren durf­te: Link zum loka­len TV-Bericht (https://youtu.be/GqJPmjxXukI?si=BdDgY7jNaL1PYIOK&t=448 ). Das Fazit davon war: Der euro­päi­sche Zusam­men­halt sowie das dadurch erfahr­ba­re Demo­kra­tie­ver­ständ­nis (beim Besuch in Deutsch­land wur­de gemein­sam das Euro­pa­par­la­ment in Straß­burg besucht, in dem beim Besuch der Zuschau­er­tri­bü­ne ein tsche­chi­scher Par­la­men­ta­ri­er sei­ne Rede zur Auto­mo­bil­in­dus­trie hielt) wird uns bei die­sen Aus­tau­schen finan­zi­ell von Eras­mus+ und der Gemein­de Neckar­ge­münd sowie Jin­dřichův Hra­dec ermög­licht. Dafür sind wir alle sehr dank­bar! Beson­ders unse­ren Leh­rern Frau Schmidt und Herrn Lubitz­ki.

Kurz danach wur­de uns die Anla­ge einer Minia­tur-Eisen­bahn mit wit­zi­gen Details im Rat­haus gezeigt (ver­rück­te Hüh­ner, Toi­let­ten­be­such, etc.). Der Tag war jedoch danach noch nicht zu Ende, denn wir gin­gen noch zum Foto­mu­se­um der Stadt, in dem wir in die Kunst des Foto­gra­fie­rens ein­ge­weiht wur­den und nach einer kur­zen Ein­lei­tung selbst Por­trait­fo­tos mit unse­ren Wunsch­pat­nern machen durf­ten, die wir am Ende zusam­men aus­ge­wer­tet haben. Danach hat­ten wir alle einen ande­ren Blick für gelun­ge­ne Foto­auf­nah­men.

Am Mitt­woch, den 4.6. sind wir um 8 Uhr mor­gens von der Schu­le in Jin­dřichův Hra­dec zur Pra­ger Burg gefah­ren, die die größ­te geschlos­se­ne Burg­an­la­ge der Welt ist und zusätz­lich der Sitz des tsche­chi­schen Prä­si­den­ten. Dort haben wir in unter­schied­li­chen Grup­pen (tschechisch/deutsch) eine Kathe­dra­le und einen Teil der Burg­an­la­ge mit einem Gui­de besucht. Anschlie­ßend haben wir eine hal­be Stun­de Frei­zeit bekom­men, in der wir die gol­de­ne Gas­se erkun­den konn­ten in der einst Kaf­kas Schwes­ter gelebt hat. Danach haben wir neben dem Aus­sichts­turm Petřín auch noch ein klei­nes Spie­gel­ka­bi­nett besucht. Dar­auf­hin kreuz­ten wir auf dem Weg in die Pra­ger Alt­stadt die Deut­sche Bot­schaft, in der sich der berühm­te Gen­scher Bal­kon befin­det. Von da aus beka­men wir bis 18 Uhr Frei­zeit, um die Stadt auf uns wir­ken zu las­sen. Gegen 21 Uhr sind wir in Jin­dřichův Hra­dec wie­der ange­kom­men.

Am Don­ners­tag, den 5.6. gin­gen wir nach Telč, der ein Ort des Unesco Welt­kul­tur­er­bes ist, wo wir zual­ler­erst um 9 Uhr einen gemein­sa­men sehr flot­ten Spa­zier­gang durch den Park unter­nom­men hat­ten. Anschlie­ßend ist um 10:15 Uhr eine klei­ne Grup­pe von 6 Schü­ler und zwei Leh­ren mit einem eng­lisch­spra­chi­gen Gui­de durch das Telčer Schloss gelau­fen. Par­al­lel dazu ist der Rest der Grup­pe mit 15 Schü­le­rIn­nen und zwei Leh­re­rIn­nen zum Pan­ský Dvůr gegan­gen, in der eine Klet­ter­wand auf sie war­te­te. Um 12 Uhr aßen wir dann gemein­sam Hühn­chen-Schnit­zel mit Kar­tof­feln. Nach dem Genuss durf­te jeder Telč auf eige­ne Faust erkun­den. Zuletzt hat­te jeder die Chan­ce mit sei­ner Gast­fa­mi­lie den Nach­mit­tag zu ver­brin­gen, da sich die letz­ten Teil­neh­mer des Aus­tau­sches dafür aus­ge­spro­chen hat­ten.

Am Frei­tag, den 6.6. war der Tag gekom­men, an dem wir nach Hau­se fah­ren muss­ten. Nach­dem Kof­fer und Taschen ein­ge­la­den wur­den, haben wir uns sehr emo­tio­nal von den Tsche­chen ver­ab­schie­det.

Es war eine ereig­nis­rei­che Woche in Tsche­chi­en und wir freu­en uns dar­auf nächs­tes Jahr wie­der teil­neh­men zu dür­fen.

Geschrie­ben von Anton P. und Meriel Koš