Beob­ach­tungs­abend der ers­ten NWT Grup­pe, Klas­se 9

Am 21. Sep­tem­ber beka­men wir die ein­ma­li­ge Gele­gen­heit, den Ster­nen­him­mel mit einem 20 cm Spie­gel­te­le­skop der Schu­le unter Anlei­tung von Frau Thier­ing zu erkun­den.

Nach­dem der Tag kom­plett wol­ken­los war und noch­mal som­mer­li­che Tem­pe­ra­tu­ren erreicht hat, war der Abend per­fekt um den Nacht­him­mel zu erkun­den – und vor allem war es nicht sehr kalt. Wir tra­fen uns auf dem Leh­rer­park­platz, wo Frau Thier­ing bereits das beein­dru­cken­de Tele­skop auf­ge­baut hat­te. Unse­re ers­te Sich­tung war das Som­mer­drei­eck, wel­ches man mit blo­ßem Auge erken­nen kann und nur im Som­mer und Herbst auf der Nord­halb­ku­gel zu sehen ist.
Neben dem bekann­ten „Gro­ßen Wagen“ haben wir auch das „Him­mels-W“ sowie das Stern­bild „Schwan“ gese­hen. Des­sen „Kopf‘, der Stern Albi­reo, der mit blo­ßem Auge punkt­för­mig aus­sah, ent­pupp­te sich im Tele­skop als zwei Ster­ne. Nach eini­ger Zeit war zu erken­nen, dass sich die­se in der Far­be unter­schie­den (bläu­lich bzw. röt­lich).

Auch einen Kugel­stern­hau­fen im Stern­bild Her­ku­les sahen wir uns an. Er sah durch das Tele­skop wie ein hel­les Scheib­chen aus, das aber nach außen in ganz vie­le hel­le Stern­chen zer­fiel.  Frau Thier­ing erklär­te uns, dass dies eine Ansamm­lung von 500 000 ganz alten Ster­nen sei, weit außer­halb der Milch­stra­ßen­schei­be.

Da sich der Nacht­him­mel durch die Erd­ro­ta­ti­on immer ver­än­dert, hat Frau Thier­ing uns gezeigt, wie man das Tele­skop immer neu aus­rich­tet, um die zu beob­ach­ten­den Objek­te immer mit­tig im Bild­feld des Tele­skops zu hal­ten.

Am Tele­skop war immer nur eine Per­son, die ande­ren nut­zen die Zeit, um mit Feld­ste­chern die Beson­der­hei­ten des Nacht­him­mels zu erkun­den, zum Bei­spiel die Andro­me­da-Gala­xie oder die offe­nen Stern­hau­fen h und  im Per­seus.

Mein per­sön­li­ches High­light war die Sich­tung der ISS, die mit einer hohen Geschwin­dig­keit und sehr hell am Him­mel vor­bei­ge­zo­gen ist. Am Ende des Abends hat­ten wir alle vie­le neue Ein­drü­cke sam­meln kön­nen und waren erstaunt, wie viel es zu ent­de­cken gibt.
Tom­my K.

¡Viva el inter­cam­bio! – Schüler:innen erle­ben im Rah­men des Eras­mus+ Pro­gramms unver­gess­li­che Tage im Her­zen Spa­ni­ens

Vom 25. Sep­tem­ber bis 2. Okto­ber 2024 nah­men 21 Schüler:innen der 10. Klas­sen und der Kurs­stu­fe 1 des Max-Born-Gym­na­si­ums an der dies­jäh­ri­gen Eras­mus+ Exkur­si­on nach Spa­ni­en teil. Ziel war erneut Cubas de la Sagra, eine char­man­te Klein­stadt im Her­zen Spa­ni­ens, die durch ihre herz­li­che Schul­ge­mein­schaft einen blei­ben­den Ein­druck hin­ter­ließ.

Bereits bei ihrer Ankunft wur­den die deut­schen Schüler:innen von ihren spa­ni­schen Gastgeber:innen herz­lich emp­fan­gen. Die Gast­freund­schaft der spa­ni­schen Fami­li­en, die sich mit viel Enga­ge­ment um das Wohl­be­fin­den ihrer Gäs­te küm­mer­ten, begeis­ter­te alle Betei­lig­ten.

Wäh­rend ihres Auf­ent­halts erhiel­ten die deut­schen Schüler:innen unter ande­rem Ein­bli­cke in den spa­ni­schen Schul­all­tag. Gemein­sam mit ihren Austauschpartner:innen nah­men sie am Unter­richt teil und konn­ten dabei das spa­ni­sche Bil­dungs­sys­tem aus ers­ter Hand erle­ben. Auch zahl­rei­che gemein­sa­me Lern­ak­ti­vi­tä­ten sorg­ten nicht nur für Abwechs­lung und Spaß, son­dern boten vor allem viel­fäl­ti­ge Anläs­se zur Kom­mu­ni­ka­ti­on in der Fremd­spra­che. So stan­den unter ande­rem ein span­nen­des Escape-Game, ein Bachata-Tanz­work­shop, ein Selbst­ver­tei­di­gungs­kurs und ein Detek­tiv­aben­teu­er auf dem Pro­gramm, wel­che die Begeg­nung zu einem unver­gess­li­chen Erleb­nis mach­ten.

Ein beson­de­res High­light war der Tages­aus­flug nach Madrid. Hier erkun­de­ten die Schüler:innen gemein­sam die beein­dru­cken­den Sehens­wür­dig­kei­ten der spa­ni­schen Haupt­stadt. Ein Höhe­punkt war der Besuch des berühm­ten Pra­do-Muse­ums, wo Meis­ter­wer­ke von Künst­lern wie Veláz­quez und Goya bewun­dert wer­den konn­ten.

Auch die Erkun­dung von Tole­do, einer geschichts­träch­ti­gen Stadt mit ihrer beein­dru­cken­den mit­tel­al­ter­li­chen Archi­tek­tur, war ein unver­gess­li­ches Erleb­nis. Die Stadt ist bekannt für das fried­li­che Zusam­men­le­ben von Chris­ten, Juden und Mus­li­men in der Ver­gan­gen­heit. Ein Rund­gang ent­lang des „Sen­da Ecoló­gi­ca“ bot atem­be­rau­ben­de Aus­bli­cke auf die Stadt und ihre beson­de­re geo­gra­fi­sche Lage auf einem Hügel, umge­ben vom längs­ten Fluss Spa­ni­ens, dem Tajo.

Die dies­jäh­ri­ge Begeg­nung mar­kiert bereits das fünf­jäh­ri­ge Jubi­lä­um der Zusam­men­ar­beit mit Cubas de la Sagra. Neben einer Rei­he gemein­sam durch­ge­führ­ter Pro­jek­te zeugt auf dem Schul­hof der IES Sor Jua­na de la Cruz inzwi­schen ein beson­de­res Pflan­zen­ar­ran­ge­ment von die­ser inter­na­tio­na­len Freund­schaft. Gemein­sam wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr der Schrift­zug „Freund“ als „grü­nes Denk­mal“ gepflanzt, das auch in Zukunft durch gemein­sa­me Pro­jek­te wei­ter­wach­sen soll. Die dies­jäh­ri­ge Begeg­nung nahm sich das fünf­jäh­ri­ge Bestehen der Koope­ra­ti­on zum Anlass, um neue Ideen für zukünf­ti­ge Eras­mus+ Pro­jek­te zu ent­wi­ckeln und Mög­lich­kei­ten zu fin­den, wie die Früch­te der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit wei­ter­ver­brei­tet wer­den kön­nen. In gemischt­na­tio­na­len Grup­pen gestal­te­ten die Schüler:innen dazu bei­spiels­wei­se Fly­er, um die Koope­ra­ti­on und die Part­ner­schu­len vor­zu­stel­len.

Wir freu­en uns schon sehr dar­auf, unse­re spa­ni­schen Freun­de im April 2025 in Neckar­ge­münd begrü­ßen zu dür­fen.

Has­ta pron­to, Cubas de la Sagra!

Cari­na Karpf und Fran­zis­ka Lui

Son­nen­be­ob­ach­tung im NwT-Unter­richt der Kl. 9

Am Don­ners­tag, dem 19.09.24 beka­men wir die Chan­ce eine Son­nen­be­ob­ach­tung durch­zu­füh­ren. Da ein direk­ter Blick in die Son­ne zu mas­si­ven Augen­schä­den und Erblin­dung füh­ren kann, benutz­ten wir ein spe­zi­el­les Tele­skop, dass mit einem H-α Fil­ter aus­ge­stat­tet war. Die­ser bewirkt, dass 99,999% des Son­nen­lichts absor­biert wird. Nach­dem wir die Haus­auf­ga­ben­be­spre­chung hin­ter uns hat­ten, gin­gen wir auf den son­ni­gen Schul­hof.

Nach einem kur­zen Auf­bau erklär­te uns Fr. Thier­ing, wie man so ein Gerät ver­wen­det. Anschlie­ßend rich­te­te sie das Tele­skop aus und jeder von uns durf­te der Rei­he nach durch­schau­en. Um am bes­ten beob­ach­ten zu kön­nen, muss­te der Blick gera­de und par­al­lel zu dem Oku­lar gerich­tet sein. Man sah anfangs ein oran­ge­far­be­nes Scheib­chen aber mit der Zeit nahm man immer mehr Details wahr, wie zum Bei­spiel klei­ne schwar­ze Punk­te, die soge­nann­ten Son­nen­fle­cken. Die Fle­cken sehen zwar klein aus, sind jedoch so groß wie der Erd­durch­mes­ser. Außer­dem konn­ten wir klei­ne­re Son­nen­erup­tio­nen (Spiku­len) beob­ach­ten, auch eine grö­ße­re Erup­ti­on konn­ten wir erbli­cken, einen soge­nann­ten Fla­re. Nach der Beob­ach­tung muss­ten wir Arbeits­blät­ter aus­fül­len. Ich war über­rascht, wie leicht sie mir fie­len, da ich mit dem Fach­wis­sen dank Fr. Thier­ings Erklä­run­gen wäh­rend der Beob­ach­tung schon ver­traut war. Die Beob­ach­tung hat uns allen viel Freu­de berei­tet und es war eine schö­ne Abwechs­lung, sich das Wis­sen, ohne ins Buch zu schau­en anzu­eig­nen.

Enri­co T.