„Eure Gene­ra­ti­on gestal­tet die Zukunft“ – Max-Born-Gym­na­si­um ver­ab­schie­de­te sei­ne Abitu­ri­en­ten

Ent­lass­jahr­gang 2024 und Bür­ger­meis­ter Volk haben etwas gemein­sam

Neckar­ge­münd. Sie haben es geschafft! 82 Schü­ler des Neckar­ge­mün­der Max-Born-Gym­na­si­ums haben das Abitur in der Tasche – mit einem sehr guten Gesamt­durch­schnitt von 2,2. Noch ste­hen Sport­prü­fun­gen aus, daher kann sich hier noch etwas ändern, sag­te Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp bei der stim­mungs­vol­len Ent­lass­fei­er der Abitu­ri­en­ten in der Aula des Schul­zen­trums.

Sehr vie­le Abitu­ri­en­ten – 26 – haben sogar eine Eins vor dem Kom­ma, führ­te Joa­chim Phil­ipp wei­ter­hin aus. Sechs Absol­ven­ten haben sogar einen Traum­durch­schnitt von einer glat­ten 1,0. Die Absol­ven­ten stün­den nun an einem Über­gang – wobei das Leben grund­sätz­lich aus Über­gän­gen bestehe. Phil­ipp ging unter ande­rem auf schu­li­sche und neu­ro­na­le Rei­fe, auf Bil­dung und All­ge­mein­bil­dung ein. „Ich wün­sche euch wei­ter­hin ein Bren­nen für die Bil­dung und das Wis­sen, eine Begeis­te­rung für neue The­men sowie das Erle­ben von Inspi­ra­ti­on, die Wis­sen ver­mit­teln kann“, so Phil­ipp. Außer­dem: „Eine wis­sen­schaft­li­che Beschei­den­heit und Tole­ranz ande­ren Mei­nun­gen gegen­über“. Die Absol­ven­ten sol­len die Neu­gier­de, Lust auf Mehr, das Inter­es­se und Freu­de am eige­nen Ver­ste­hen behal­ten sowie das Eige­ne kri­tisch über­prü­fen im Sin­ne der Auf­klä­rung. „Wis­sen und Bil­dung sei der bes­te Impf­stoff gegen Dem­ago­gie, Popu­lis­mus und Fake News“. Mit den Wor­ten „Es war sehr schön, dass ihr Schü­ler bei uns wart“ schloss Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp sei­ne Rede und wünsch­te den Absol­ven­ten alles Gute.

Die Abitu­ri­en­ten und er haben etwas gemein­sam, sag­te Bür­ger­meis­ter Frank Volk fast schon ein wenig schmun­zelnd. Denn nach acht Jah­ren Gym­na­si­um gehen die­se nun neue Wege, und auch er müs­se nach acht­jäh­ri­ger Amts­zeit als Bür­ger­meis­ter neue Wege beschrei­ten. Bekannt­lich wur­de Jan Peter Sei­del als neu­er Bür­ger­meis­ter von Neckar­ge­münd gewählt. Volk ging unter ande­rem auf die Coro­na-Zeit ein, die auch für die Schü­ler enor­me Ver­än­de­run­gen bedeu­tet habe. Jene Ver­än­de­rung im Schul­all­tag sei bereits eine Prü­fung vor der Prü­fung gewe­sen. Volk hat übri­gens sein Abitur auch am Max-Born-Gym­na­si­um gemach. Dies lie­ge aller­dings schon eini­ge Jah­re zurück, mein­te er. Damals hat­te er noch neun Jah­re Zeit dafür, gegen­über dem heu­ti­gen acht­jäh­ri­gen „Tur­bo­gym­na­si­um“.

Jedoch haben die Abitu­ri­en­ten es geschafft, hart für den Schul­ab­schluss gear­bei­tet und das Ziel erreicht. Die Zeit der wei­ter­füh­ren­den Schu­le beein­flusst wie kaum eine ande­re die Per­sön­lich­keit des Men­schen, füg­te Volk hin­zu. Die Fähig­keit ganz unge­zwun­gen mit Men­schen ande­rer Her­kunft zu inter­agie­ren hät­ten die Absol­ven­ten hier an der Schu­le gelernt, und die­se Fähig­keit wer­de in der Gesell­schaft von mor­gen wich­ti­ger denn je sein. Das Abizeug­nis sei der Schlüs­sel, mit dem sich vie­le Türen öff­nen wer­den.

„Ihr habt es geschafft“, sag­te indes Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­de Eva Maria Krä­mer. Die letz­ten Jah­re sei­en geprägt gewe­sen vom inten­si­ven Ler­nen, von Prü­fun­gen und Haus­ar­bei­ten. Die Schü­ler hät­ten Durch­hal­te­ver­mö­gen, Ehr­geiz und Ziel­stre­big­keit bewie­sen. Dafür gebüh­re ihnen Respekt und Aner­ken­nung. Krä­mer dank­te zudem den Eltern, denn sie haben unter­stützt, ermu­tigt, getrös­tet und mit­ge­fie­bert. Heu­te ste­he man hier nach einer lan­gen Rei­se, die geprägt gewe­sen sei von Höhen und Tie­fen, Lachen und Trä­nen, Erfol­gen und Rück­schlä­gen, sag­te Syn­co de Vogel vom Freun­des­kreis des Max-Born-Gym­na­si­ums. Syn­co de Vogel erin­ner­te an den ers­ten Tag der Absol­ven­ten an der Schu­le und beton­te, dass es nicht nur die schu­li­schen Her­aus­for­de­run­gen waren, die die Schü­ler geprägt haben. Es sei­en auch die klei­nen Momen­te zwi­schen­durch gewe­sen, die die Schul­zeit unver­gess­lich mach­ten. Etwa der ers­te schüch­ter­ne Kuss oder heim­li­che Zet­tel wäh­rend des Unter­richts.

Da die Abitu­ri­en­ten nun zu den Ehe­ma­li­gen gehö­ren, tra­gen die­se nun eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung, mein­te Syn­co de Vogel. „Ihr seid die Gene­ra­tio­nen, die die Zukunft gestal­ten wird.“ Und in jener Zukunft sol­le man nie­mals auf­hö­ren neu­gie­rig zu sein und Tole­ranz gegen­über ande­ren Men­schen zu zei­gen. Mit den Wor­ten „Auf eure Zukunft und auf das Max-Born-Gym­na­si­um“ been­de­te Syn­co de Vogel sei­ne Rede und füg­te hin­zu, dass die Schü­ler nie­mals ver­ges­sen soll­ten, wo sie her­kom­men und immer den Mut haben soll­ten, neue Wege zu gehen. Zum Schluss sang der Abi-Chor – also alle Abitu­ri­en­ten – auf der Büh­ne „Auf uns“, das für Gän­se­haut­mo­men­te sorg­te. Die Ent­lass­fei­er beglei­te­te zudem unter ande­rem der Mit­tel-/Ober­stu­fen­chor.

Text: Agnieszka Dorn, RNZ

Fotos: MBG

Landschul­heim Klas­se 7d in Mos­bach

Die Klas­se 7d des Max Born Gym­na­si­ums war vom 11.7.-12.7.24 mit ihren Klas­sen­leh­re­rin­nen Frau Koch und Frau Rau­ter­berg zum Abschluss der 7. Klas­se auf einem span­nen­den Aus­flug in der Jugend­her­ber­ge in Mos­bach- Neckarelz.

Gleich nach der Ankunft wur­de der coo­le Sport­platz erkun­det, bevor ein lecke­res Mit­tag­essen auf die hung­ri­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler war­te­te. Gut gestärkt mach­ten sich anschlie­ßend alle bereit für das Kino­high­light des Tages: „Ein­fach unver­bes­ser­lich 4“, wobei eini­ge „Eimer Pop­corn“ ver­drückt wur­den.

Nach dem Film kehr­te die Klas­se für einen lecke­ren Grill­abend mit den zwei Meis­ter­kö­chin­nen Frau Koch und Frau Rau­ter­berg zurück zur Jugend­her­ber­ge, die der Klas­se einen über­dach­ten Außen­grill­be­reich zur Ver­fü­gung stell­te. Der Abend wur­de mit einer span­nen­den Run­de Vol­ley­ball abge­schlos­sen, bei der sogar die Leh­re­rin­nen mit­spiel­ten.

Um 22:00 Uhr war Schla­fens­zeit ange­sagt. Natür­lich ging die Klas­se „pünkt­lich“ in ihre Zim­mer … wann end­lich geschla­fen wur­de, wird hier aller­dings nicht ver­ra­ten.

Am nächs­ten Mor­gen wur­den alle Schü­le­rIn­nen um 7:30 Uhr geweckt, die Bet­ten abge­zo­gen und jeder mach­te sich fürs Früh­stück fer­tig. Nach dem Früh­stück ging es wie­der los: Ein Spa­zier­gang ent­lang der Elz Rich­tung Mos­bach Zen­trum stand an, wo eine Stadt­ral­lye auf die Klas­se war­te­te. In Klein­grup­pen wur­de ver­sucht, mög­lichst vie­le der zahl­rei­chen Fra­gen rich­tig zu beant­wor­ten, schließ­lich stand ein Preis in Aus­sicht.

Nach dem Mit­tag­essen stand noch ein High­light an: ein Enten­ren­nen auf der Elz direkt vor der Jugend­her­ber­ge. Jede Grup­pe bekam eine Ente in blau, grün, pink oder gelb. Die blaue Ente gewann das Ren­nen, und es wur­den vie­le Fotos zur Erin­ne­rung gemacht.

Mit vie­len neu­en Erleb­nis­sen und Erin­ne­run­gen im Gepäck mach­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler schließ­lich wie­der auf den Heim­weg. So gin­gen zwei schö­ne Tage lei­der viel zu schnell vor­bei.

Zoe Dono­hue 7d

Exkur­si­on des Astro­no­mie-Kur­ses zur ESOC in Darm­stadt

Am 8. Juli ging es für den K1 Astro­no­mie­kurs in Beglei­tung von Frau Thier­ing und Frau Stuck nach Darm­stadt in das Ope­ra­ti­ons­zen­trum der Euro­päi­schen Raum­fahrt­agen­tur (ESOC). Nach eini­gen Her­aus­for­de­run­gen mit der Deut­schen Bahn ging es am Tor der ESOC auch schon los. Um das Gelän­de der ESOC betre­ten zu kön­nen muss­ten wir uns Aus­wei­sen, da das Gelän­de nicht zu Deut­schem Boden zählt. Nach der Kon­trol­le ging es schließ­lich los mit einer klei­nen Geschichts­stun­de von dem Lei­ter der Füh­rung, Herr Sit­tig, der uns über die Grün­dung 1975 und über die Vor­gän­ger der ESA auf­klär­te.

Dar­auf­hin wan­den wir einer Nach­bil­dung des „XMM-New­ton“ Welt­raum­te­le­skops zu, wel­ches pri­mär zur Beob­ach­tung im Rönt­gen Bereich genutzt wird.

Danach ging es zu einer Aus­stel­lung der „Roset­ta“ Raum­son­de, eine ca. 3 Ton­nen schwe­re Son­de, die zur nähe­ren Unter­su­chung von einem Kome­ten dien­te. Hier woll­te man her­aus­fin­den, ob Kome­ten der Ursprung von Mole­kü­len wie z.B. Was­ser auf der Erde sein könn­ten.

Anschlie­ßend mach­ten wir uns auf den Weg zum Pres­se­saal der ESOC, um uns einen Film über die Auf­ga­ben­fel­der der ESOC anzu­schau­en. Auf dem Weg dort­hin durf­ten wir bereits einen Blick in den Haupt­kon­troll­raum der Anla­ge schau­en, in dem gera­de eine Übung statt­fand. Im Film wur­de uns erläu­tert, dass die ESOC die Son­den und Satel­li­ten der ESA über fast alle Pha­sen ihrer Mis­sio­nen beglei­ten und sie für vie­le Sze­na­ri­en und Not­fäl­le üben.

Wei­ter ging es wie­der drau­ßen mit einer Nach­ah­mung des Sen­ti­nel 2 Satel­li­ten. Der Sen­ti­nel 2 ist als Erd­be­ob­ach­tungs­sa­tel­lit um die Erde ein­ge­setzt und über­wacht wich­ti­ge Para­me­ter der Erde die z.B.: den Kli­ma­schutz oder der Kata­stro­phen­hil­fe die­nen.

Bevor wir zum letz­ten Teil unse­rer Füh­rung kamen, schau­ten wir noch bei einem Modell einer Aria­ne 5 Rake­te vor­bei die, als Vor­gän­ger­mo­dell der erst vor kur­zem gestar­te­ten Aria­ne 6 Trä­ger­ra­ke­te, ein wich­ti­ger Teil vie­ler Mis­sio­nen war.

Schließ­lich durf­ten wir in den Beob­ach­tungs­raum, der dem Haupt-Kon­troll­raum direkt ange­schlos­sen ist, um von dort aus haut­nah den Auf­bau des Kon­troll­raums sehen konn­ten. Die Übung war zwar schon fer­tig, aber allein die Anzahl an Anzei­gen und Moni­to­ren war über­wäl­ti­gend.

So neig­te sich der Aus­flug nun dem Ende zu, und nach einer letz­ten Fra­ge­run­de ver­ab­schie­de­ten wir uns von der ESOC und waren uns sicher: Die Zukunft der euro­päi­schen Raum­fahrt liegt in guten Hän­den.

Samu­el, K1