Regio­nal­wett­be­werb „Jugend debat­tiert“ 2026

„Jugend debat­tiert“ ist ein Wett­be­werb, an dem bun­des­weit rund 1400 wei­ter­füh­ren­de Schu­len in jeweils zwei Alters­grup­pen (Klas­se 8/9 und Klas­se 10 – Kurs­stu­fe) teil­neh­men.
„Gute Debat­ten sind eine Vor­aus­set­zung leben­di­ger Demo­kra­tie und eines gelin­gen­den Zusam­men­le­bens in unse­rer viel­fäl­ti­gen Gesell­schaft.“ Mit die­sen Wor­ten wirbt der Wett­be­werb auf sei­ner Home­page und macht damit deut­lich, wie wich­tig das The­ma „Debat­tie­ren“ ist. Bei einer Debat­te geht es dar­um, ein­an­der zuzu­hö­ren und fair mit­ein­an­der zu strei­ten. In Zei­ten von Popu­lis­mus und Fil­ter­bla­sen ist dies wich­ti­ger als je zuvor.

Im zwei­ten Jahr ist auch das Max-Born-Gym­na­si­um dabei und schick­te am 11.2.26 in bei­den Alters­grup­pen Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten in den Regio­nal­wett­be­werb nach Hei­del­berg, beglei­tet durch die bei­den Jugend-debat­tiert-Trai­ne­rin­nen Ulri­ke Schie­fer-Schil­ling und Kat­rin Kieck­hä­fer-Wüst.

Für die jün­ge­re Alters­grup­pe ver­tra­ten das MBG Ella Röh­rig (9a)und Jakob Ksch­in­ski (9b) bei den Debat­ten­the­men „Sol­len Haus­tier­hal­ter zum Abschluss einer Tier­kran­ken­ver­si­che­rung ver­pflich­tet wer­den?“ und „Soll für Pri­vat­gär­ten eine insek­ten­freund­li­che Gestal­tung vor­ge­schrie­ben wer­den?“.

Für die Alters­grup­pe II waren Liam Cher­won (K1) und Mia Losch (10a) dabei.
Hier ging es um das The­ma zur Ver­öf­fent­li­chung von Wahl­um­fra­gen im Vor­feld von Wah­len und um das The­ma zur Erhe­bung von Kon­takt­ge­büh­ren bei Arzt­be­su­chen.

Die Final­run­de wur­de lei­der von allen knapp ver­passt, aber die Erfah­run­gen, sich debat­tie­rend mit aktu­el­len The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen, ist sicher­lich für alle berei­chernd gewe­sen.

Das Foto zeigt alle Debat­tie­ren­de, Ersatz­kan­di­da­ten, die Juro­ren und Zeit­wäch­ter, ohne die ein Wett­be­werb nicht denk­bar wäre.

Dan­ke euch allen für euer Enga­ge­ment!

(Bericht: Kieck­hä­fer-Wüst)

„Ein Ort der Erin­ne­rung nach jahr­zehn­te­lan­gem Schwei­gen“ – Exkur­si­on der Klas­se 9a zur KZ Gedenk­stät­te Neckarelz

Am 10.02.2026 besuch­te die Klas­se 9a die KZ-Gedenk­stät­te Neckarelz.

Im Mit­tel­punkt des Besuchs stand ein Pro­jekt­vor­mit­tag zum The­ma „Gegen­stän­de erzäh­len Geschich­te“. Statt einer klas­si­schen Füh­rung erschlos­sen sich die Jugend­li­chen die Gedenk­stät­te selbst­stän­dig: In Klein­grup­pen wähl­ten sie ein­zel­ne Objek­te aus und recher­chier­ten deren Bedeu­tung mit­hil­fe von Text­quel­len, Infor­ma­ti­ons­tex­ten und his­to­ri­schem Bild­ma­te­ri­al. Anschlie­ßend prä­sen­tier­ten die Grup­pen ihre Ergeb­nis­se.

Neben offen­sicht­li­chen Sym­bo­len von Gewalt und Unter­drü­ckung wie einem Schlag­stock oder einem Häft­ling­s­wim­pel beschäf­tig­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch mit Din­gen, deren Bezug erst auf den zwei­ten Blick erkenn­bar wird: ein Apfel, ein Löf­fel oder sogar ein Gold­fisch. Gera­de die­se unschein­ba­ren Objek­te eröff­ne­ten neue Per­spek­ti­ven auf den All­tag der Häft­lin­ge – auf Hun­ger, Hoff­nung, klei­ne Ges­ten der Mensch­lich­keit und den Ver­such, unter unmensch­li­chen Bedin­gun­gen zu über­le­ben.

Das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Neckarelz wur­de erst im Okto­ber 1944 fer­tig­ge­stellt. Ziel war es, drin­gend benö­tig­te Arbeits­kräf­te für den Aus­bau einer Unter­ta­ge­fa­brik zur Her­stel­lung von Kampf­flug­zeu­gen bereit­zu­stel­len. Die Häft­lin­ge muss­ten täg­lich schwe­re Zwangs­ar­beit leis­ten –zeit­wei­se waren über 5000 Men­schen aus unter­schied­li­chen Län­dern im KZ Neckarelz inhaf­tiert.

Beson­ders ein­drück­lich für die Klas­se war die Erkennt­nis, dass die­se Ver­bre­chen in so unmit­tel­ba­rer Nähe von Neckar­ge­münd statt­fan­den. Neckarelz steht exem­pla­risch dafür, wie ein gan­zer Ort von den NS-Ver­bre­chen geprägt war: Täg­lich mar­schier­ten die etwa 5000 Häft­lin­ge durch den Orts­kern, um vom Lager zu ihren Arbeits­stät­ten zu gelan­gen. Sie wur­den von der Bevöl­ke­rung gese­hen – und obwohl jeg­li­cher Kon­takt streng ver­bo­ten war, kam es ver­ein­zelt zu mensch­li­chen Ges­ten. Quel­len berich­ten bei­spiels­wei­se davon, dass Kin­der den halb ver­hun­ger­ten Gefan­ge­nen Äpfel schenk­ten.

Nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs wur­de in Neckarelz lan­ge kaum über die Gescheh­nis­se gespro­chen. Erst in den 1980er-Jah­ren begann eine sys­te­ma­ti­sche Auf­ar­bei­tung der Geschich­te – die Ver­bre­chen waren „jah­re­lang tot­ge­schwie­gen“ wor­den.

Gegen die­ses Schwei­gen setzt sich der Ver­ein „KZ-Gedenk­stät­te Neckarelz“ ein mit dem Ziel deut­lich zu machen, dass Orte des Erin­nerns heu­te unver­zicht­bar sind, um Geschich­te sicht­bar zu machen, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und aus der Ver­gan­gen­heit zu ler­nen.

​Text und Fotos: Fran­zis­ka Lui

Besuch des Che­mie Leis­tungs­kur­ses bei der BASF

Am 18.12.2025 besuch­te der Che­mie-Leis­tungs­kurs gemein­sam mit Herrn Hein­lein und Herrn Moos die BASF in Lud­wigs­ha­fen.

Bereits um 7:00 Uhr mor­gens tra­fen wir uns am Bahn­hof an unse­rer Schu­le, um von dort aus mit dem Zug zur BASF zu fah­ren. Trotz der frü­hen Uhr­zeit war die Vor­freu­de auf den Besuch groß. Nach unse­rer Ankunft auf dem Werks­ge­län­de wur­den wir von zwei Betreue­rin­nen emp­fan­gen, die uns zunächst einen kur­zen Über­blick über den Ablauf des Tages gaben. Anschlie­ßend beglei­te­ten sie uns zum Teens Lab, dem Schü­ler­la­bor der BASF für Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen und -schü­ler. Schon auf dem Weg dort­hin beka­men wir einen Ein­druck von der Grö­ße des Gelän­des, das mit sei­nen zahl­rei­chen Anla­gen und Gebäu­den fast wie eine eige­ne klei­ne Welt wirk­te.

Im Teens Lab ange­kom­men, erhiel­ten wir eine Ein­füh­rung in die Sicher­heits­re­geln sowie in die bevor­ste­hen­den Expe­ri­men­te. Danach konn­ten wir end­lich selbst aktiv wer­den. In Zwei­er­grup­pen führ­ten wir ver­schie­de­ne Ver­su­che zum The­ma Elek­tro­che­mie durch. Dabei beschäf­tig­ten wir uns unter ande­rem mit Redox­re­ak­tio­nen und elek­tro­che­mi­schen Vor­gän­gen und konn­ten unser Wis­sen aus dem Unter­richt prak­tisch anwen­den. Die eigen­stän­di­ge Arbeit im Labor mach­te die Expe­ri­men­te beson­ders span­nend und anschau­lich. Für zusätz­li­che Abwechs­lung sorg­te unser Leh­rer Herr Hein­lein, der zwi­schen­durch immer wie­der ein­zel­ne Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf­rief, um ihr Wis­sen zu tes­ten. Dabei muss­ten Redox­glei­chun­gen gelöst wer­den, was nicht bei allen pro­blem­los funk­tio­nier­te. Man­che ver­zwei­fel­ten ein wenig an Oxi­da­ti­on und Reduk­ti­on, sehr zur Unter­hal­tung der übri­gen Grup­pe.

Gegen 12:00 Uhr tra­ten wir schließ­lich wie­der den Heim­weg an. Ins­ge­samt war der Besuch bei der BASF trotz der frü­hen Abfahrt sehr inter­es­sant und lehr­reich. Die Kom­bi­na­ti­on aus prak­ti­scher Labor­ar­beit und der beson­de­ren Atmo­sphä­re des Schü­ler­la­bors mach­te den Tag für den Leis­tungs­kurs zu einem gelun­ge­nen und abwechs­lungs­rei­chen Erleb­nis