Erleb­nis­be­richt – Unser Tag bei der BASF

Am Frei­tag besuch­te der Che­mie-Grund­kurs mit Herrn Moos und Herrn Bie­ger die BASF. Bereits zu Beginn erhiel­ten wir eine span­nen­de Ein­füh­rung, in der uns erklärt wur­de, wie die BASF auf­ge­baut ist, wel­che Berei­che sie umfasst und wie eng Che­mie mit unse­rem All­tag ver­bun­den ist. Schon hier beka­men wir einen ers­ten Ein­druck davon, wie viel­fäl­tig die Arbeit in einem so gro­ßen Unter­neh­men sein kann. Anschlie­ßend mach­ten wir uns gemein­sam zu Fuß auf den Weg über das Werks­ge­län­de – und die­ser Weg war beein­dru­ckend. Zwi­schen rie­si­gen Anla­gen, end­lo­sen Rohr­lei­tun­gen und moder­nen Gebäu­den wur­de uns erst rich­tig klar, in wel­chen Dimen­sio­nen die BASF arbei­tet. Das Gelän­de wirk­te wie eine eige­ne klei­ne Stadt, und der Spa­zier­gang zum Schü­ler­la­bor fühl­te sich fast wie eine Ent­de­ckungs­tour an. Im Schü­ler­la­bor ange­kom­men, beka­men wir eine wei­te­re Ein­füh­rung, die­ses Mal spe­zi­ell zu den Expe­ri­men­ten und Sicher­heits­re­geln. Uns wur­de erklärt, mit wel­chen Mate­ria­li­en wir arbei­ten wür­den und wie die Gerä­te funk­tio­nie­ren. Danach ging es end­lich los: Wir durf­ten den gan­zen Tag über selbst expe­ri­men­tie­ren und uns inten­siv mit Kunst­stof­fen beschäf­ti­gen. Dabei stell­ten wir unter­schied­lichs­te Pro­ben her, unter­such­ten Eigen­schaf­ten und konn­ten vie­le Schrit­te eigen­stän­dig durch­füh­ren. Beson­ders moti­vie­rend war, dass wir ech­te Labor­ar­beit erle­ben konn­ten – etwas, das im nor­ma­len Schul­all­tag nur sel­ten mög­lich ist.

Die Mischung aus prak­ti­schem Arbei­ten, neu­en Erkennt­nis­sen und der beson­de­ren Atmo­sphä­re des Schü­ler­la­bors mach­te den Tag für den gesam­ten Kurs zu einem außer­ge­wöhn­lich span­nen­den Erleb­nis. Am Ende waren wir uns alle einig, dass der Besuch nicht nur lehr­reich, son­dern auch rich­tig cool war.

Sta­tis­tik:

100 % fan­den den Tag toll

☹ 0 % fan­den den Tag nicht gut

Text und Fotos: Mar­leen Schmid

Erneu­te Aus­zeich­nung als MINT-freund­li­che Schu­le– Sechs­te Ehrung in Fol­ge!

Das Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd wur­de 2025 erneut als „MINT-freund­li­che Schu­le“ geehrt – bereits zum sechs­ten Mal in Fol­ge. Die wie­der­hol­te Aus­zeich­nung, die im Rah­men der Initia­ti­ve „MINT Zukunft schaf­fen“ ver­ge­ben wird und jeweils für drei Jah­re gilt, bestä­tigt die kon­ti­nu­ier­lich hohe Qua­li­tät unse­res natur­wis­sen­schaft­li­chen Ange­bo­tes.

Die Ehrung wür­digt Schu­len, die einen klar erkenn­ba­ren Schwer­punkt auf die MINT-Bil­dung legen und sich an einem stan­dar­di­sier­ten Kri­te­ri­en­ka­ta­log ori­en­tie­ren. Für unse­re Schul­ge­mein­schaft ist die­se sechs­te Aus­zeich­nung ein star­ker Beleg dafür, dass wir die MINT-För­de­rung über einen sehr lan­gen Zeit­raum nicht nur auf­recht­erhal­ten, son­dern ziel­ge­rich­tet aus­ge­baut haben – vom Fach­un­ter­richt über Wett­be­wer­be und Arbeits­ge­mein­schaf­ten bis hin zu Koope­ra­tio­nen mit Wis­sen­schaft und Wirt­schaft.

Als Trä­ger des Zusatz­zer­ti­fi­kats „Digi­ta­le Schu­le“ stel­len wir zudem sicher, dass digi­ta­le Lehr- und Lern­kul­tu­ren fest ver­an­kert sind – von der Qua­li­fi­zie­rung der Leh­re­rin­nen und Leh­rer über trag­fä­hi­ge Kon­zep­te bis hin zu moder­ner Aus­stat­tung und regio­na­ler Ver­net­zung. Damit ver­bin­den wir MINT-Exzel­lenz mit zeit­ge­mä­ßer digi­ta­ler Bil­dung.

Die­ser Erfolg ist Team­ar­beit. Unser Dank gilt allen Leh­re­rin­nen und Leh­rern für ihr beson­de­res Enga­ge­ment, unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern für ihre Neu­gier und Leis­tungs­be­reit­schaft sowie unse­ren Part­ne­rin­nen und Part­nern in Wis­sen­schaft und Wirt­schaft für die kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit. Gemein­sam schaf­fen wir am MBG Lern­räu­me, in denen Begeis­te­rung für Natur­wis­sen­schaf­ten ent­steht und Talen­te nach­hal­tig geför­dert wer­den.

Zur dies­jäh­ri­gen fei­er­li­chen Preis­ver­lei­hung bei SAP in St. Leon nah­men Chris­to­pher Breu­nig und Max Schwem­lein für das MBG die Aus­zeich­nung ent­ge­gen. Das Pres­se­fo­to zeigt von links nach rechts: Julia­ne Meis­ter (Wis­sens­fa­brik), Ste­fan Küp­per (Süd­west­me­tall), Chris­to­pher Breu­nig (MBG), Max Schwem­lein (MBG), Staats­se­kre­tä­rin San­dra Boser, Tho­mas Sat­tel­ber­ger (MINT Zukunft) und Dr. Katha­ri­na Schä­fer (SAP). Bild­rech­te: Jan Poten­te.

Leh­rer­fort­bil­dung zum Sozi­al­trai­ning

Vom 6. bis 8. Novem­ber 2025 fand am MBG eine umfang­rei­che schul­in­ter­nen Leh­rer­fort­bil­dung zum Frei­bur­ger Sozi­al­trai­ning statt. Ziel die­ser mehr­tä­gi­gen Fort­bil­dung war es, alle teil­neh­men­den Lehr­kräf­te dar­in aus­zu­bil­den, in jeder 5. Klas­se ein zwei­tä­gi­ges Sozi­al­trai­ning durch­zu­füh­ren, das wich­ti­ge Grund­la­gen für ein respekt­vol­les und fried­li­ches Mit­ein­an­der legt.
Bereits zum vier­ten Mal wur­den die Aus­bil­der aus Frei­burg ans MBG ein­ge­la­den: Im Jahr 2017 fand eine umfang­rei­che schul­in­ter­ne Aus­bil­dung von 14 Kolleg*innen statt, beim päd­ago­gi­schen Tag im Jahr 2024 gab es einen Vor­trag und einen Arbeits­im­puls zum The­ma Mob­bing, im Früh­jahr 2025 fand eine mehr­tä­gi­ge schul­in­ter­ne Fort­bil­dung zum The­ma Class­room-Manage­ment statt und nun wur­den 20 Lehr­kräf­te und die Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin Roj­da Sahin­soy durch Tho­mas Grü­ner in der neus­ten Ver­si­on des Sozi­al­trai­nings aus­ge­bil­det. Die prak­ti­sche Umset­zung wur­de durch die Lehr­kräf­te beob­ach­tet, wäh­rend Tho­mas Grü­ner das Sozi­al­trai­ning mit der 5a durch­führ­te. An den bei­den Nach­mit­ta­gen und am Sams­tag erfolg­te die Refle­xi­on, Bespre­chung und ver­tief­te Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Sozi­al­trai­ning im Kol­le­gen­kreis mit dem Aus­bil­der.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön geht an den Freun­des­kreis des Max-Born-Gym­na­si­ums, der die Kos­ten der mehr­tä­gi­gen Fort­bil­dung über­nimmt. Ohne die groß­zü­gi­ge finan­zi­el­le Unter­stüt­zung wäre eine solch umfang­rei­che Fort­bil­dung nicht mög­lich gewe­sen.

Eben­so dan­ken möch­ten wir den Lehr­kräf­ten, die mit gro­ßem per­sön­li­chem Ein­satz bereit sind, sich fort­zu­bil­den und die Sozi­al­trai­nings in den Klas­sen sowie die umfang­rei­che Nach­sor­ge durch­zu­füh­ren: V. von Buse­kist, S. Elgen, E. Frey, T. Geh­ring, A. Guzy, J. Hack, A. Hart­mann, B. Jooss, C. Karpf, E. Koch, G. Kopf, C. Ohl­and, E. Ple­wa, M. Rau­ter­berg. J. Ruch, A. Thr­ei­mer, V. Wal­lich, F. Wirth und A. Zie­gel­mey­er.
Inhal­te des Trai­nings: Grund­la­gen für ein gelin­gen­des Zusam­men­le­ben
Im Mit­tel­punkt stan­den drei zen­tra­le Kom­pe­tenz­be­rei­che, die in der Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len: Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz, Selbst­be­herr­schung und Bedürf­nis­auf­schub. Die­se Fähig­kei­ten bil­den die Basis für drei über­ge­ord­ne­te Lebens­zie­le, die auch im Sozi­al­trai­ning immer wie­der betont wer­den:
In Ruhe arbei­ten, in Frie­den leben, Erfolg im Leben haben.

Wer­te­ver­mitt­lung auf Grund­la­ge des Grund­ge­set­zes
Ein beson­de­res Merk­mal des Frei­bur­ger Sozi­al­trai­nings ist sei­ne kla­re Ori­en­tie­rung an den Wer­ten des Grund­ge­set­zes. „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar“ – Wir gehen respekt­voll mit­ein­an­der um. Mei­nungs­frei­heit – Ich darf mei­ne Mei­nung sagen, las­se aber auch ande­re Mei­nun­gen ste­hen. Gleich­be­rech­ti­gung – Alle wer­den gleich behan­delt. Recht auf Bil­dung – Ich ver­zich­te auf Unter­richts­stö­run­gen und spre­che nur, wenn ich dran bin.

Ergänzt wer­den die­se Grund­sät­ze durch grund­le­gen­de Men­schen­rech­te, die die Kin­der im Lau­fe des Trai­nings erar­bei­ten: Ich ver­let­ze nie­man­den an Herz und See­le. Ich ver­let­ze nie­man­den kör­per­lich. Ich neh­me nie­man­dem etwas weg.

Insel der Stil­le und sozia­le Ver­bun­den­heit
Ein wich­ti­ger Bestand­teil des Trai­nings ist die „Insel der Stil­le“, eine Ent­span­nungs­zeit, die den Kin­dern zeigt, wie wohl­tu­end Ruhe sein kann. Das Mot­to lau­tet: „In der Ruhe liegt die Kraft.“
Dar­über hin­aus spielt sozia­le Ver­bun­den­heit eine bedeu­ten­de Rol­le. Ver­trau­en, Ehr­lich­keit, Mut sowie das Über­win­den von Angst sind ent­schei­den­de Lern­zie­le. Auch bio­lo­gi­sche Aspek­te mensch­li­cher Bin­dung wer­den the­ma­ti­siert: Oxy­to­cin, ein Glücks­hor­mon, das Ver­trau­en und Nähe för­dert, wird durch Hand­ge­ben, Haut­kon­takt, Blick­kon­takt, gemein­sa­mes Essen oder syn­chro­ne Bewe­gun­gen frei­ge­setzt – Ele­men­te, die bewusst in das Trai­ning ein­flie­ßen.

Text: Ana Hart­mann