Mei­ne liebs­ten Fan­ta­sie­wel­ten

Anna Thom­mes aus der Kurs­stu­fe 1 des Max-Born-Gym­na­si­ums hat es geschafft: sie ist eine von 18 Preis­trä­ge­rin­nen des Lan­des­wett­be­werbs deut­sche Spra­che und Lite­ra­tur Baden-Würt­tem­berg 2022. In ihrer Arbeit setz­te sich Anna Thom­mes mit Fan­ta­sie­wel­ten aus­ein­an­der: Wie sind die­se kon­stru­iert? War­um fas­zi­nie­ren sie ihre Leser? Was unter­schei­det sie?

„Mich hat die­ses The­ma schon immer sehr fas­zi­niert und da ich selbst ger­ne schrei­be, fin­de ich es span­nend, dass die Fan­ta­sie­wel­ten sehr genau geplant wer­den, eine eige­ne His­to­rik ent­wi­ckelt wird und die Autor*innen ihr gewis­se Regeln geben, z.B. wie die Magie funk­tio­niert oder wel­che gesell­schaft­li­chen Nor­men es gibt.“, so Anna Thom­mes.

In ihrer Arbeit unter­such­te sie ins­be­son­de­re die Roman­rei­hen Har­ry Pot­ter und Herr der Rin­ge. Es ging auch dar­um fest­zu­stel­len, ob es sich um eine Par­al­lel­welt zu der uns­ri­gen han­delt, oder ob der Leser in eine ganz ande­re Welt ein­tau­chen darf. Anna Thom­mes setz­te sich mit ver­schie­de­nen Fach­ar­ti­keln aus ger­ma­nis­ti­schen Zeit­schrif­ten­bän­den, die sie in der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Hei­del­berg aus­lieh, aus­ein­an­der und stell­te fest, dass es kon­tro­ver­se Mei­nun­gen in der For­schung gibt.

Bereits jetzt steht für Anna Thom­mes fest: sie möch­te lite­ra­ri­sches Schrei­ben und Kul­tur­jour­na­lis­mus stu­die­ren und am liebs­ten Jour­na­lis­tin oder Lek­to­rin wer­den. Die krea­ti­ve Beschäf­ti­gung mit der Spra­che macht ihr viel Spaß, sie nimmt auch an Poet­ry Slam Wett­be­wer­ben des Kul­tur­fens­ters Hei­del­berg teil.

Kat­rin Kieck­hä­fer-Wüst, Lei­te­rin des Deutsch Leis­tungs­fachs, wel­ches Anna Thom­mes besucht, freu­te sich sehr: „Anna hat sich kom­plett selbst­stän­dig orga­ni­siert und eine tol­le, detail­rei­che Arbeit geschrie­ben. Man merkt, dass es eines ihrer Her­zens­the­men ist.“

Mit­te Juli ist Anna Thom­mes nun zu einem Semi­nar im Klos­ter Schön­tal ein­ge­la­den. Dort wird es ver­schie­de­ne Work­shops geben und es besteht die Gele­gen­heit mit Autoren und Jour­na­lis­ten ins Gespräch zu kom­men. Im Sep­tem­ber darf sie an einer Qua­li­fi­zie­rungs­klau­sur für die Deut­sche Stu­di­en­stif­tung teil­neh­men.

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp gra­tu­lier­te Anna Thom­mes sehr herz­lich und wünsch­te ihr viel Erfolg bei den kom­men­den Schrit­ten.

Früh­lings­kon­zert am MBG

Die Gäs­te des MBG Früh­lings­kon­zerts wur­den am 24. Mai 2022 in der voll­be­setz­ten Aula vom Streich­or­ches­ter des MBG mit dem Lied „How far I’ll go“ von Lin-Manu­el Miran­da aus dem Dis­ney­film „Moa­na“, hier­zu­lan­de „Vai­a­na“, fröh­lich begrüßt. Das sehn­suchts­vol­le, aber den­noch ener­gie­ge­la­de­ne Stück wur­de von Han­nes Schwinn mit der Djem­be beglei­tet.

Julia Ruch, Lei­te­rin des Orches­ters und der Musik­fach­schaft, begrüß­te die Gäs­te und war gerührt, dass nun end­lich, nach zwei Jah­ren mit Pro­ben unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen und stän­dig wech­seln­den Vor­schrif­ten, wie­der ein Schul­kon­zert mög­lich ist, das ers­te seit dem Weih­nachts­kon­zert im Dezem­ber 2019.

Dass gemein­sa­mes Musi­zie­ren im Klas­sen­ver­band rich­tig Spaß macht, zeig­te die 5a. Seit Sep­tem­ber ler­nen die Kin­der die­ser Klas­se ent­we­der ein Streich­in­stru­ment oder sie sind in der „Sing­klas­se“. Zunächst führ­te die Strei­cher­klas­se unter der Lei­tung von Julia Ruch ihr Kön­nen vor: Mit Lud­wig van Beet­ho­vens „Ode an die Freu­de“ zeig­ten sie, dass sie schon unglaub­lich viel gelernt haben seit Sep­tem­ber.

Ein gutes rhyth­mi­sches Gespür und Spaß am „swin­gen“ zeig­te die Sing­klas­se unter der Lei­tung von Sabi­ne Krings bei „I love Rag­time“ von Kir­by Shaw. Mit „Spring, spring, spring“ von Thord Gum­mes­son tra­ten dann bei­de Grup­pen gemein­sam auf und ergänz­ten sich wun­der­bar.

Der Unter­stu­fen­chor von Lil­li-Vio­la Schuh trug mun­ter, fröh­lich und selbst­be­wusst „Die Gedan­ken sind frei“ vor. Warm­her­zig, zart und lie­be­voll folg­te dann das zwei­te Lied „May the road rise to meet you”, ein Irish bles­sing.

Anez­ka Kos aus der K1 bril­lier­te an der Har­fe mit einem Kon­zert von Georg Fried­rich Hän­del und ihre Schwes­ter Meriel, Klas­se 9, zeig­te ihr Kön­nen am Kla­vier mit „The Maiden’s Pray­er von B. Bara­nows­ka.

Melan­cho­lisch-stim­mungs­voll und den­noch selbst­be­wusst und stark prä­sen­tier­te sich der Mit­tel- und Ober­stu­fen­chor unter der Lei­tung von Sabi­ne Krings mit „Jar of hearts“ und anschlie­ßend mit „Scar­bo­rough Fair“.

Gemein­sam mit Anez­ka Kos an der Har­fe tru­gen sie das schot­ti­sche „Auld lang Syne“ vor, ein Sil­ves­ter­lied, mit dem auf die Freund­schaft ange­sto­ßen wird. Die­ses Lied war eigent­lich für das coro­nabe­dingt aus­ge­fal­le­ne Weih­nachts­kon­zert gedacht gewe­sen, pass­te hier aber sehr gut für die Ankün­di­gung der Pau­se, in der, bei Bewir­tung durch die K2, Gesel­lig­keit und net­te Gesprä­che an der Rei­he waren.

Das Orches­ter unter der Lei­tung von Julia Ruch hat­te sich an Franz Schu­berts „Unvoll­ende­te Sin­fo­nie“ gewagt und riss die Zuschau­er mit in einen Gefühls­rei­gen, der sich von einer düs­te­ren bis hin zu einer hoff­nungs­voll-beschwing­ten Stim­mung erstreckt. Hier­für gab es tosen­den Applaus!

In eine sehn­suchts­voll-roman­ti­sche Traum­welt ent­führt wur­den die Gäs­te von den erfah­re­nen Sän­ge­rin­nen Char­lot­te Münch und Anna Thom­mes aus der K1 mit „Days in the sun“ aus „The Beau­ty and the Beast“.

Das Strei­cher­en­sem­ble unter der Lei­tung von Julia Ruch bestand fast aus­schließ­lich aus Abitu­ri­en­ten, die mit „A mil­li­on Dreams“ aus „The Grea­test Show­man“ einen träu­me­risch-ver­zau­bern­den Abschieds­gruß prä­sen­tier­ten. Scha­de, dass Ame­lie Hotz, Laris­sa Lit­sch­ko, Lil­lem­or Gis­bert, Mira Reh­ber­ger, Emi­ly Rei­sig und Johan­nes Schips nun ganz bald die Schu­le ver­las­sen. Nicht nur im Orches­ter wer­den sie uns sehr feh­len!

Gut gelaunt und zum Mit­klat­schen ani­mie­rend trat am Schluss der Mit­tel- und Ober­stu­fen­chor auf und brach­te mit „Sun­ny“ von Bob­by Hepp und „Ex’s & Oh’s“ von Elle King rich­tig Stim­mung ins Haus.

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp dank­te den Musik­kol­le­gin­nen und allen musi­zie­ren­den Schü­le­rin­nen und Schü­lern für ihr unglaub­li­ches Enga­ge­ment trotz wid­rigs­ter Bedin­gun­gen. Er freu­te sich, dass nun end­lich wie­der ein biss­chen Nor­ma­li­tät mög­lich sei. Phil­ipp dank­te auch den Musik­freun­den Hei­del­berg, die sowohl den Unter­stu­fen­chor, als auch das Orches­ter unter­stützt hat­ten: Inge Mathes, Isa­bel­le Niko­la­je­wicz, Anni­ka Rein­ke, Andrea Roland, Hel­mut Stol­zen­burg und Vera Wei­sen­ber­ger. Die Koope­ra­ti­on mit den Musik­freun­den Hei­del­berg füh­re nicht nur seit 10 Jah­ren zu wun­der­ba­ren Sin­fo­nie­kon­zer­ten in der Aula des MBG, son­dern auch zu einer sol­chen gern gese­he­nen Unter­stüt­zung der schu­li­schen Ensem­bles.

¡Abrir las puer­tas al mun­do his­pano­hab­lan­te!

Die Türen zur spa­nisch­spra­chi­gen Welt öff­nen – die­ses Ziel ver­folgt das MBG durch die Ein­füh­rung der DELE Prü­fun­gen in Zukunft noch inten­si­ver.

In mehr als 700 Ein­rich­tun­gen in über 100 Län­dern auf der gan­zen Welt legen Spa­ni­sch­ler­nen­de jedes Jahr die Diplo­mas de Espa­ñol como Len­gua Extran­jera (kurz DELE) ab. Es han­delt sich hier­bei um offi­zi­el­le Zer­ti­fi­ka­te, die den Kom­pe­tenz- und Beherr­schungs­grad der spa­ni­schen Spra­che bestä­ti­gen und vom Insti­tu­to Cer­van­tes im Namen des Spa­ni­schen Minis­te­ri­ums für Bil­dung aus­ge­stellt wer­den. Wer die­se stan­dar­di­sier­te Prü­fung besteht, erhält einen inter­na­tio­nal aner­kann­ten Nach­weis zur Beschei­ni­gung sei­ner Spa­nisch­kennt­nis­se. Die­ses Diplom öff­net vie­le Türen, sei es als Zulas­sung zum Stu­di­um in Spa­ni­en oder Latein­ame­ri­ka, zum Erhalt einer FSJ- oder Prak­ti­kums­stel­le in der his­pa­ni­schen Welt, als Vor­aus­set­zung für ein Aus­lands­se­mes­ter oder ein­fach als wert­vol­le Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on für den beruf­li­chen Wer­de­gang.

Durch eine 2021 neu eta­blier­te Part­ner­schaft zwi­schen dem Insti­tu­to Cer­van­tes – dem spa­ni­schen Goe­the­insti­tut – und dem Land Baden-Würt­tem­berg haben Schü­le­rin­nen und Schü­ler erst­mals die Mög­lich­keit, die DELE Prü­fun­gen an Schu­len abzu­le­gen. Hier­bei wer­den in einer schrift­li­chen und einer münd­li­chen Prü­fung Lese- und Hör­ver­ste­hen, schrift­li­cher Aus­druck sowie die Fähig­keit zum Prä­sen­tie­ren und zum Kom­mu­ni­zie­ren über­prüft.

Auch am Max-Born Gym­na­si­um haben sich vier enga­gier­te Schü­le­rin­nen, Tama­ra Deub­ler, Mia König, Lau­ra Mada­rio­va und Celi­na Schmitt dazu ent­schie­den, die DELE Prü­fung auf dem Niveau A2 / B1 zu absol­vie­ren. Nach den bei­den Prü­fungs­ta­gen zeig­ten die Kan­di­da­tin­nen sich zuver­sicht­lich und war­ten nun auf ihre Ergeb­nis­se. Die Spa­nisch­fach­schaft des Max-Born Gym­na­si­ums sieht in der Mög­lich­keit DELE an unse­rer Schu­le anzu­bie­ten eine tol­le Chan­ce und gleich­zei­tig auch eine effi­zi­en­te Ergän­zung für den Spa­nisch­un­ter­richt der Kurs­stu­fe.

Fran­zis­ka Lui