Das Stu­di­um kann kom­men! Ober­stu­fen­schü­ler erzie­len Top-Ergeb­nis in Mathe­ma­tik

Auch in die­sem Jahr nahm der kom­plet­te Ver­tie­fungs­kurs Mathe­ma­tik des MBG an der lan­des­wei­ten, zen­tral gestell­ten „Zer­ti­fi­kats­klau­sur“ teil und erreich­te dabei her­vor­ra­gen­de Ergeb­nis­se. Unter den sie­ben Zwölft­kläss­lern rag­te vor allem Emma Cor­nel her­aus mit einer Plat­zie­rung unter den bes­ten 30 Schü­lern von lan­des­weit über 1000 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern. Aber auch die ande­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler konn­ten ihre außer­ge­wöhn­li­chen Fähig­kei­ten in Mathe­ma­tik ein­drucks­voll unter Beweis stel­len.

Die „Zer­ti­fi­kats­klau­sur“ wird jähr­lich von der Uni­ver­si­tät Stutt­gart für Schüler*innen des Ver­tie­fungs­kur­ses Mathe­ma­tik ange­bo­ten und fand auch die­ses Schul­jahr zeit­gleich an den teil­neh­men­den Schu­len in Baden-Würt­tem­berg statt. Inhalt­lich lehnt sich die Klau­sur an den Bil­dungs­plan für den Mathe­ma­tik-Ver­tie­fungs­kurs an. So han­del­ten auch die­ses Jahr die Auf­ga­ben von logi­schen Schlüs­sen, Beweis­ver­fah­ren und Fol­gen & Rei­hen, alle­samt The­men, die für ver­schie­de­ne mathe­ma­tisch-natur­wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en­gän­ge eine wich­ti­ge Grund­la­ge bil­den. Der Ver­tie­fungs­kurs Mathe­ma­tik wird regel­mä­ßig am Max-Born-Gym­na­si­um ange­bo­ten und von Hr. Breu­nig mit gro­ßem Enga­ge­ment gelei­tet.

Die Schul­lei­tung sowie die Mathe­ma­tik Fach­schaft gra­tu­liert unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern ganz herz­lich zu den her­aus­ra­gen­den Ergeb­nis­sen!

Living life in peace – Frie­dens­ge­be­te für die Ukrai­ne

„Ima­gi­ne all the peo­p­le livin‘ life in peace, you may say I’m a drea­mer, but I’m not the only one” – mit John Len­nons ‚Ima­gi­ne‘ begrüß­ten Grace McCaug­hey und Gus­tavs Kla­va aus der 7d, beglei­tet von Musik­leh­rer Alva­ro Blu­men­stock und Han­nes Schwinn aus der K2, am 25. März die Schul­ge­mein­schaft in der Aula des MBG zu einem Frie­dens­ge­bet. Die­ses fand in zwei Ver­sio­nen statt, für die Unter­stu­fe, gelei­tet von Vero­ni­ka Keyl, und für die Ober­stu­fe, gelei­tet von Nan­cy Kra­mo­lisch.

Das ers­te Frie­dens­ge­bet, vor­be­rei­tet von Vero­ni­ka Keyl, Lisa Muck­le, Caleb Sad­ler, Fran­zis­ka Lui und Kai Schnei­der rich­te­te sich an die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen 5 – 8.

Vero­ni­ka Keyl for­mu­lier­te für die Schul­ge­mein­schaft: „Für uns alle ist Frie­den ein gro­ßer Wunsch. Wir bit­ten Gott, dass er uns die Ohn­macht nimmt und uns Kraft und Hoff­nung schenkt. In der Ukrai­ne tobt seit einem Monat Krieg, in Syri­en, Mali, Paläs­ti­na und vie­len ande­ren Län­dern der Welt gibt es, zum Teil schon sehr lan­ge, gewalt­sa­me Kon­flik­te. Auch in Deutsch­land gibt es Streit, unter­schied­li­che Mei­nun­gen pral­len laut­stark auf­ein­an­der. Im Gro­ßen und im Klei­nen, in der Gesell­schaft, in der Schu­le und zu Hau­se – über­all klei­ne und gro­ße Kon­flik­te, dabei wün­schen wir uns doch ein­fach Frie­den auf der Welt.“

„Hevenu Shalom Ale­chem – Wir wün­schen Frie­den euch allen“ san­gen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler gemein­sam.

Woher kommt eigent­lich das Sym­bol der Frie­den­tau­be, das wir zur­zeit in den Far­ben der ukrai­ni­schen Flag­ge über­all sehen? Die Schü­ler aus Vero­ni­ka Keyls Reli­gi­ons­klas­se erklär­ten dies in einer kur­zen Sze­ne: Eine Fami­lie ist im Muse­um und betrach­tet ein Bild der Arche Noah. Auf der Welt herrsch­te über­all Streit und Miss­gunst, da schick­te Gott die gro­ße Flut. Noah mit sei­ner Arche und die Tau­be mit dem Oli­ven­zweig im Schna­bel wur­den zum Sym­bol für Frie­den und einen neu­en Start.

Die Schü­ler befes­tig­ten einen Auf­kle­ber mit der Frie­dens­tau­be in ukrai­ni­schen Far­ben auf ihrer Klei­dung oder im Gesicht auf den medi­zi­ni­schen Mas­ken.

Im Anschluss sang die Schü­ler­schaft: „Herr gib uns dei­nen Frie­den“ und brach­te in den Für­bit­ten zum Aus­druck, was sie beschäf­tigt. Sie baten unter ande­rem dar­um, dass die Men­schen, die in den Krieg zie­hen müs­sen, heil zurück­kom­men, dass den Men­schen, die Ängs­te durch­ste­hen müs­sen, Hoff­nung gege­ben wer­den, dass Men­schen kein Unrecht und kei­ne Aus­gren­zung erfah­ren müs­sen, dass Kin­der, die ihre Hei­mat ver­las­sen muss­ten, gut auf­ge­nom­men wer­den. Mit dem Lied „Wo Men­schen sich ver­ges­sen, die Wege ver­las­sen. Und neu begin­nen, ganz neu. Da berüh­ren sich Him­mel und Erde, dass Frie­den wer­de unter uns“ zogen die Schü­ler ins Atri­um vor die Aula und zün­de­ten dort ortho­do­xe Ker­zen an, die sie in Ton­scha­len mit Sand steck­ten, um dabei ihre ganz per­sön­li­chen Bit­ten for­mu­lie­ren zu kön­nen.

Das zwei­te Frie­dens­ge­bet, für die Klas­sen 9 bis Kurs­stu­fe 2 wur­de von Nan­cy Kra­mo­lisch gelei­tet, wel­ches sie gemein­sam mit Dani­el Viniz­ki vor­be­rei­tet hat­te.

Als lyri­schen Impuls tru­gen Lara Brecht und Johan­na Kress aus der K1 zu Beginn zwei Anti­kriegs­ge­dich­te vor, im Anschluss folg­te John Len­nons Ima­gi­ne als Ein­gangs­lied.

„Es herrscht Krieg in unse­rer unmit­tel­ba­ren Nähe, es herrscht Krieg an vie­len Orten die­ser Welt“ sag­te Nan­cy Kra­mo­lisch in ihrem Tages­ge­bet. Und wei­ter: „Die Bil­der des Krie­ges machen mir Angst, sie machen mich ohn­mäch­tig und wütend. Ich träu­me von einer Welt ohne Angst, Gewalt und Lei­den. Gott, schen­ke Mut. Gott, schen­ke Schutz. Gott, schen­ke Zuver­sicht. Gott, lass‘ mich den Traum von einer bes­se­ren Welt wei­ter träu­men.“

Anschlie­ßend sang die Schü­ler­schaft gemein­sam das pol­ni­sche Frie­dens­lied „Unfrie­de herrscht auf der Erde“.

Bei einer, durch das Kir­chen­lied „Näher mein Gott zu dir“ musi­ka­lisch unter­mal­ten, Prä­sen­ta­ti­on wur­den, aus­ge­hend von der Ukrai­ne, Kriegs­bil­der aus aller Welt gezeigt, die die Teil­neh­mer der Ver­an­stal­tung sehr still und nach­denk­lich wer­den lie­ßen. Im Anschluss dar­an sprach Dani­el Viniz­ki, bezug­neh­mend auf die Abbil­dung einer im Jahr 1959 von der Sowjet­uni­on an die UNO gestif­te­ten Skulp­tur, über eine Bibel­stel­le aus dem Buch Micha: „Sie wer­den ihre Schwer­ter zu Pflug­scha­ren und ihre Spie­ße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das ande­re das Schwert erhe­ben, und sie wer­den fort­an nicht mehr ler­nen, Krieg zu füh­ren.“

Auch wenn der voll­kom­me­ne Frie­de, den sich der Pro­phet Micha in sei­ner Visi­on von einem Frie­dens­reich Got­tes vor­stell­te, in unse­rer Welt womög­lich Uto­pie blei­ben wird, so Dani­el Viniz­ki, soll­ten wir nicht auf­hö­ren Frie­den zu stif­ten. Jeder ein­zel­ne kön­ne etwas dazu tun, dass die Welt ein fried­li­che­rer Ort wer­de. Als his­to­ri­sches Bei­spiel dafür die­ne die fried­li­che Revo­lu­ti­on 1989, bei der die Bür­ger der DDR eine Dik­ta­tur ohne Waf­fen zu Fall brach­ten. Dani­el Viniz­ki sprach über die Frie­dens­be­we­gung in der DDR, die die Bibel­stel­le Micha 4,3 zu ihrem Mot­to mach­te und die­ses, trotz staat­li­cher Ein­schüch­te­rung und Ver­fol­gung, als Appell für den Frie­den auf zahl­rei­chen Demons­tra­tio­nen zur Schau stell­te. „Es waren muti­ge Men­schen, die für eine Sache bereit waren ein­zu­ste­hen. Wir den­ken an die muti­gen Akti­vis­tin­nen und Akti­vis­ten, die die­ser Tage in Russ­land für den Frie­den auf die Stra­ße gehen. Auch sie sin bereit Haft und Bestra­fung in Kauf zu neh­men.“

Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus allen anwe­sen­den Klas­sen­stu­fen, sowie vier Kol­le­gin­nen tru­gen Für­bit­ten für die vom Krieg betrof­fe­nen Men­schen in der Ukrai­ne vor. Die­se wech­sel­ten sich mit einem ukrai­nisch-ortho­do­xen Kyrie-Gesang der Schü­ler­schaft ab. Sie baten um Got­tes Bei­stand für die Men­schen in der Ukrai­ne, die Opfer von Krieg und Zer­stö­rung, die Sol­da­ten, die poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen, die sich um Frie­den bemü­hen, für alle Men­schen in Russ­land, die dem Krieg wider­spre­chen und zuletzt für uns selbst, damit wir ange­sichts der Nach­rich­ten und Bil­der nicht ver­zwei­feln.

Auch hier wur­den im Anschluss an das gemein­sam gesun­ge­ne Lied „Wo Men­schen sich ver­ges­sen“ ortho­do­xe Ker­zen auf dem Schul­hof ent­zün­det.

Felix Hor­nek und Marie Ham­brecht aus der SMV dank­ten den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, die in vie­len Aktio­nen Geld für die Ukrai­ne gesam­melt hat­ten, sodass über 5000€ zusam­men­ge­kom­men waren.

Schul­de­kan Man­fred Hil­kert, der aus ter­min­li­chen Grün­den nur am ers­ten Frie­dens­ge­bet teil­neh­men konn­te, emp­fand die­ses als wür­de­vol­le und emo­tio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung mit der aktu­el­len Situa­ti­on in der Ukrai­ne, die den Kin­dern sicher­lich hel­fe, sich ihrer Gefüh­le bewusst zu wer­den.

Die Schul­lei­tung dankt der Reli­gi­ons­fach­schaft für die Vor­be­rei­tung und ins­be­son­de­re Vero­ni­ka Keyl und Nan­cy Kra­mo­lisch für die Lei­tung der bei­den Frie­dens­ge­be­te.

Sin­fo­nie-Orches­ter ver­zau­bert mit Gershwin

Der jun­ge Geor­ge Gershwin wur­de am 24. März im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes am MBG zum Leben erweckt: Mit gro­ßem Schau­spiel­ta­lent erzähl­te Ste­pha­nie Weiss aus Klas­se 10 ali­as Geor­ge Gershwin aus sei­ner der Kind­heit, dem Ent­de­cken der Musik, den Rei­sen, dem Zeit­druck beim Kom­po­nie­ren, gele­gent­li­chem Selbst­zwei­fel und den Stra­pa­zen auf den gro­ßen Büh­nen der Welt.

Beglei­tet durch den jun­gen Geor­ge Gershwin tauch­te das Publi­kum ein ins Paris der 1920er Jah­re mit dem Hupen der Pari­ser Taxis, Gesprä­chen mit Fran­zö­sin­nen und einem ‚schreck­lich schö­nen Heim­weh-Blues‘ sowie einem flot­ten Charls­ton, der aus einem Café erklingt. Gershwin selbst unter­ti­tel­te das Werk als „Tone poem for orches­tra“. Das Sin­fo­nie­or­ches­ter ‚Hei­del­ber­ger Musik­freun­de‘ unter der Lei­tung von René Schuh ließ Paris erklin­gen und Bil­der im Kopf ent­ste­hen.

Für die Cuban Over­tu­re brach­te Geor­ge Gershwin 1932 kuba­ni­sche Instru­men­te wie die Cuban sticks, die Mara­cas, die Bon­go und die Gui­ro, die so genann­te Gur­ke, von sei­ner Havan­n­a­rei­se mit. Was folg­te, war ein stim­mungs­voll-fröh­li­ches „Tone Poem“ mit kari­bi­schen und kuba­ni­schen Rhyth­men und Melo­dien, das meh­re­re ful­mi­nan­te Höhe­punk­te ent­hält. Die fünf Schlag­zeu­ger der Musik­freun­de waren sehr beschäf­tigt, die Per­cus­sion, die eigent­lich für min­des­tens sie­ben Schlag­zeu­ger aus­ge­legt ist, mit den vie­len ver­schie­de­nen Instru­men­ten zu spie­len – aber es gelang wun­der­bar!

Nach der Pau­se zeig­te René Schuh dem jun­gen Publi­kum ein­drucks­voll: Für was braucht man eigent­lich einen Diri­gen­ten? In völ­li­gem Cha­os spiel­te sein Sin­fo­nie­or­ches­ter ein paar unge­ord­ne­te Tak­te und das Publi­kum lach­te. Im Anschluss übte Schuh mit dem Publi­kum das Diri­gie­ren, was sicht­lich Spaß mach­te.

Der zeit­li­che Druck, mit dem sich Gershwin kon­fron­tiert sah, als er die Rhap­so­dy in Blue kom­po­nier­te, wur­de wie­der durch Schau­spiel­ein­schü­be von Ste­pha­nie Weiss dar­ge­stellt. Ziem­lich gestresst und vol­ler Selbst­zwei­fel kam der jun­ge Gershwin auf die Büh­ne. Sein Freund Paul White­man, mit dem er schon viel zusam­men­ge­ar­bei­tet habe, habe ein Kon­zert ange­kün­digt, in dem Jazz und klas­si­sche Musik gegen­über­ge­stellt wer­den soll. Gershwin war ein­fach auf die Pro­gramm­lis­te gesetzt wor­den und muss­te nun im Eil­tem­po inner­halb von sechs Wochen ein Stück kom­po­nie­ren – was ihm mit her­aus­ra­gen­dem Erfolg gelang. Der Titel „Rhap­so­dy in Blue“ geht zurück auf die jaz­zi­gen Blue-Notes. René Schuh ließ den Pia­nis­ten und auch den Posau­nis­ten eine Ton­fol­ge zunächst ohne und dann mit Blueno­tes spie­len, sodass den Zuhö­rern der Unter­schied ein­drucks­voll auf­fiel.

Bei der Urauf­füh­rung spiel­te Gershwin den Kla­vier­part selbst. Am MBG über­nahm dies der her­vor­ra­gen­de Pia­nist Sta­nis­lav Novitz­kiy, der ursprüng­lich aus Kasach­stan kommt.

Das Publi­kum war beein­druckt von die­sem viel­sei­ti­gen und welt­be­rühm­ten Stück, wel­ches Jazz, Blues und klas­si­sche Sin­fo­nik ver­bin­det.

„Damit ihr im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes nach Hau­se tan­zen könnt, spie­le ich euch jetzt mein Lieb­lings­stück vor“, kün­dig­te der jun­ge Geor­ge an. Es folg­te zuerst ein Film­aus­schnitt, in dem Gershwin selbst das Stück „I Got Rhythm“ spielt und dann folg­ten die Musik­freun­de Hei­del­berg mit der Ver­si­on für Sin­fo­nie-Orches­ter. Beschwingt und vol­ler Ener­gie ende­te das Kon­zert.

Max Schwem­lein dank­te dem Orches­ter im Namen der Schul­lei­tung sehr herz­lich. Nach die­ser lan­gen Zeit ohne Ver­an­stal­tun­gen war es ein Ohren­schmaus gewe­sen, den Hei­del­ber­ger Musik­freun­den zu lau­schen. Nach 10 Jah­ren am MBG, unter­bro­chen von der Coro­na-Pau­se, erhiel­ten die orga­ni­sie­ren­den und im Orches­ter mit­spie­len­den Kol­le­gin­nen einen Blu­men­dank: Julia Ruch, Isa­bel­le Niko­la­je­wicz und Lil­li Schuh.

Auch Ste­pha­nie Weiss erhielt Blu­men für ihre groß­ar­ti­ge schau­spie­le­ri­sche Leis­tung – durch sie war dem Publi­kum der jun­ge Geor­ge Gershwin ein­drucks­voll näher­ge­bracht wor­den.

Kurs­stu­fen­schü­le­rin­nen hat­ten eine Bild­prä­sen­ta­ti­on erstellt, die durch das gesam­te Kon­zert führ­te, auch sie erhiel­ten ein klei­nes Prä­sent, eben­so wie das Schü­ler-Tech­nik­team.