TAS­TE-Logo-Wett­be­werb: Bes­te Ein­sen­dun­gen aus­ge­zeich­net

“Wei­ter so, Ihr seid Klas­se!” – Begeis­tert betrach­tet Dr. Inge Thier­ing die Gesich­ter der ver­sam­mel­ten Jugend­li­chen. Dass sie in die­sem Schul­jahr eigent­lich ein Sab­bat­jahr genom­men hat, um sich auf Din­ge außer­halb der Schu­le zu kon­zen­trie­ren, hat sie nicht davon abge­hal­ten, ein groß­ar­ti­ges Pro­jekt fürs Max-Born-Gym­na­si­um an Land zu zie­hen. Die Schu­le nimmt näm­lich an dem Eras­mus+ Astro­no­mie-Pro­jekt mit Namen TASTE (Tea­ching Astro­no­my at Edu­ca­tio­nal level) teil. Hier ver­net­zen sich Schu­len und For­schungs­in­sti­tu­te aus vier Län­dern.

Als ers­tes brauch­te das Pro­jekt ein Logo als Erken­nungs­zei­chen. Die­ses soll­te durch einen Wett­be­werb an den teil­neh­men­den Schu­len gefun­den wer­den. Dies sind neben dem Max-Born-Gym­na­si­um noch drei wei­te­re Schu­len: das Liceo Sci­en­ti­fi­co Sta­ta­le A. Tas­so­ni in Mode­na (Ita­li­en), das Via Tie­nen in Tie­nen (Bel­gi­en), sowie die Expe­ri­men­tal Juni­or High School in Thes­sa­lo­ni­ki (Grie­chen­land).

Acht Ent­wür­fe aus Deutsch­land hat­ten es in die enge­re Aus­wahl des Logo-Wett­be­werbs geschafft.

Eine inter­ne Schul­ju­ry (bestehend aus dem Kunst­leh­rer Fré­dé­ric Bri­end und Dr. Thier­ing) ver­gab am MBG den 1. Schul­preis, ver­bun­den mit einem vom TAS­TE-Pro­jekt gespon­ser­ten Preis­geld von 100€, an Anez­ka Kos, den 2. Schul­preis (30€) an Frie­da Hil­lers sowie den 3. Schul­preis (20€) an Meriel Kos.

Die wei­te­ren Plat­zie­run­gen sicher­ten sich Fla­vio Micha­els, Milo Litt­le, Jon­na Oet­ter, Lina Straub und Sami­ra Kah­ve­ci. „Ich fin­de die krea­ti­ven Ideen ganz toll, und mich hat beson­ders gefreut, dass wir Ent­wür­fe von der 7. Klas­se bis hin zum Abi-Kurs erhal­ten haben“, so der stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­ter, Aziz Iqbal, bei der Über­ga­be der Urkun­den.

Die inter­na­tio­na­le Jury bestand aus den 5 an TASTE betei­lig­ten For­schungs­in­sti­tu­ten, näm­lich dem  Haus Der Astro­no­mie in Hei­del­berg, dem CeS­DA in Mode­na, die Kon­in­kli­jke Ster­ren­wacht van Bel­gie in Brüs­sel sowie die Katho­li­sche Uni­ver­si­tät Leu­ven (Bel­gi­en) und das NOESIS in Thes­sa­lo­ni­ki.
Am Ende fiel die Ent­schei­dung zuguns­ten eines Ent­wurfs aus der grie­chi­schen Schu­le. „Es war wirk­lich eng, und meh­re­re der Ent­wür­fe wären sicher geeig­ne­te Logos gewe­sen“, so Dr. Thier­ing mit einem gewis­sen Bedau­ern, dass das Max-Born-Gym­na­si­um nicht den Sieg geholt hat.  

Sie freut sich auf das Pro­jekt, das im kom­men­den Jahr mit den ers­ten Schü­ler­ak­ti­vi­tä­ten rich­tig durch­star­ten wird, wenn Thier­ing wie­der „rich­tig“ in der Schu­le ange­kom­men ist. (We)

Der Schul­sie­ger-Ent­wurf von Anez­ka Kos:

Das end­gül­ti­ge Logo:

Mit Kiwi-Enzy­men gegen Tin­ten­fle­cken

Lil­li Asmuth und Sophie Schmitt (10a) gewin­nen den BASF-Buch­preis bei „Jugend Forscht“.

Alles begann mit einem Fleck an der Wand im Klas­sen­zim­mer in der 8. Klas­se. „Es soll­te einen bio­lo­gi­schen, umwelt­scho­nen­den Fleck­ent­fer­ner geben“, fan­den Lil­li Asmuth und Sophie Schmitt. Seit­dem ist eine Men­ge pas­siert, und sie sind der Lösung ein gutes Stück näher­ge­kom­men. Zunächst haben sie „chao­tisch gestar­tet“ und ein­fach mal hier und da ver­schie­de­ne Mit­tel auf ver­schie­de­ne Fle­cken ange­wen­det, berich­tet Lil­li. „In der 9. Klas­se haben wir dann rich­tig struk­tu­riert und ordent­lich gear­bei­tet, und hat­ten ab da auch schon das Ziel vor Augen, bei „Jugend Forscht“ teil­zu­neh­men.“

Wei­ter berich­tet Lil­li: „Zunächst woll­ten wir einen Fleck­ent­fer­ner für vie­le ver­schie­de­nen Fle­cken machen. Weil die aber alle unter­schied­lich beschaf­fen sind, haben wir uns auf eine Fle­cken-Art spe­zia­li­siert, die in der Schu­le beson­ders häu­fig ent­steht, näm­lich Stift-Fle­cken. Wir haben expe­ri­men­tiert und ver­sucht, ein spe­zi­fi­sches Mit­tel zu fin­den. Dabei haben wir alle mög­li­chen Stif­te aus­pro­biert: Bei Blei­stift und Bunt­stift hat eine Kom­bi­na­ti­on aus Zitro­nen­saft und Natron gut funk­tio­niert, und bei Tin­ten­fle­cken von Filz­stift und Fül­ler hat der gel­be Kiwi­saft am bes­ten gewirkt.“

Wie sie genau vor­ge­gan­gen sind, berich­tet Sophie: „Zunächst haben wir Haus­mit­tel ange­wen­det, von denen wir gele­sen hat­ten. Als wir da nicht wei­ter­ka­men, haben wir bei han­dels­üb­li­chen Fle­cken­ent­fer­nern die Inhalts­stof­fe stu­diert und fest­ge­stellt, dass dort oft Enzy­me ent­hal­ten sind. Also haben wir bio­lo­gi­sche Mit­tel gesucht, in denen eben­falls Enzy­me vor­kom­men, und sind auf die Kiwi gesto­ßen. Erstaun­li­cher­wei­se hat Kiwi­saft bei vie­len Fle­cken gut gewirkt.“

Lil­li: „Wir waren über­rascht, dass der gel­be Kiwi­saft Fle­cken bes­ser gelöst hat als der grü­ne, obwohl grü­ne Kiwis eigent­lich mehr Enzy­me ent­hal­ten.“ Sophie ergänzt: „Das Inter­es­san­tes­te an der Arbeit war, dass wir so uner­war­te­te Ergeb­nis­se hat­ten. Wir hät­ten vor­her nicht gedacht, dass Kiwi die Ant­wort auf unse­re Fra­ge ist. Zwar haben die bei­den ihre For­schung selbst­stän­dig gemacht, aber ganz auf sich allein gestellt waren sie nicht, berich­tet Sophie. „Unse­re betreu­en­de Leh­re­rin, Frau Welter, hat uns toll unter­stützt. Wenn wir Fra­gen hat­ten, hat sie uns immer erklärt, was wir wis­sen woll­ten.“

In einer Online-Sit­zung mit der Jugend-Forscht-Jury haben die bei­den im Febru­ar ihre For­schung prä­sen­tiert. Sophie: „In die­sem Jahr war alles digi­tal, so dass jedes Team in einem sepa­ra­ten Online-Mee­ting der Jury die Ergeb­nis­se vor­ge­stellt hat.“ Zum Abschluss gab es eine Fei­er­stun­de, bei der die Prei­se ver­kün­det wur­den. „Wir haben einen Buch­gut­schein erhal­ten, den uns die BASF gespon­sert hat.“

Lil­li wagt noch einen Blick in die Zukunft: „An sich woll­ten wir ein Gerät ent­wi­ckeln, mit dem man auch unter­wegs die Fle­cken behan­deln kann, aber jetzt steht ja ab dem nächs­ten Jahr unser Abitur im Vor­der­grund. Da kön­nen wir höchs­tens in der Frei­zeit ein biss­chen wei­ter­ma­chen. Spä­ter möch­te ich aber unbe­dingt die Natur­wis­sen­schaf­ten fort­füh­ren. Am liebs­ten natür­lich mit Che­mie!“
(We)

Wenn „Alles nega­tiv!“ eine gute Nach­richt ist

Coro­na-Tests am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd

„Es tat schon für einen kur­zen Moment weh, aber es ist gut zu wis­sen, dass alles in Ord­nung ist“, so das Fazit der Klas­se 6a, nach­dem sie die erhoff­te Aus­kunft bekom­men haben, dass am gan­zen Tag kein ein­zi­ges Ergeb­nis posi­tiv war.

Die 5. und 6. Klas­sen sowie die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Kurs­stu­fe 1 konn­ten mit einem Anti­gen-Schnell­test auf Covid-19 getes­tet wer­den. Die Kurs­stu­fe 2 war wegen Abitur­prü­fun­gen nur zum klei­nen Teil an die­sem Tag anwe­send.

Ein freund­li­ches Team um den Neckar­ge­mün­der Inter­nis­ten Dr. Sön­ke Mül­ler küm­mer­te sich um die Durch­füh­rung der Tests, die wie am Schnür­chen lief.
Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung abge­ben – hin­set­zen – Stäb­chen in die Nase – autsch – biss­chen dre­hen – fer­tig.

Obwohl die Stadt Neckar­ge­münd recht kurz­fris­tig die Mög­lich­keit zur Tes­tung der Kin­der anbe­raumt hat­te, hat­ten doch inner­halb von zwei Tagen 76% der Schü­le­rin­nen die aus­ge­druck­ten Ein­ver­ständ­nis­er­klä­run­gen dabei und konn­ten getes­tet wer­den. Weni­ge Minu­ten nach der letz­ten Tes­tung dann die Erfolgs­mel­dung: „Alle nega­tiv!“

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp lobt die her­vor­ra­gen­de Orga­ni­sa­ti­on: „Drei kom­plet­te Jahr­gän­ge in nur drei Stun­den durch­zu­tes­ten, ist eine beein­dru­cken­de Leis­tung. Wir sind froh, dass so vie­le Fami­li­en das Test­an­ge­bot in Anspruch genom­men haben. Nun hof­fen wir, dass es auch wei­ter­hin gut ange­nom­men wird, wenn uns das Land die ver­spro­che­nen Tests zur Ver­fü­gung stellt.“

Die 6a wünscht sich abschlie­ßend, dass beim nächs­ten Mal die Schnell­tests der zwei­ten Gene­ra­ti­on zum Ein­satz kom­men, von denen die Kin­der schon gehört haben. „Wenn wir sol­che Tests bekom­men, wo man nur in ein Röhr­chen spu­cken muss oder nur vorn in der Nase ein Abstrich gemacht wird, ist man auch sicher, aber es ist nicht so unan­ge­nehm“, so ihre gut infor­mier­te Ein­schät­zung.

(We)