MBG@LearnTec2020

Als digi­ta­le Leucht­turm­schu­le der Metro­pol­re­gi­on Rhein-Neckar war es den Kol­le­gen des Max-Born-Gym­na­si­ums Neckar­ge­münd eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, der Ein­la­dung der Karls­ru­her Mes­se- und Kon­gress GmbH zu fol­gen, um inter­es­sier­ten Ver­ant­wort­li­chen ande­rer Bil­dungs­ein­rich­tun­gen Rede und Ant­wort zu ste­hen.

Die Lear­nTec gilt als eine der füh­ren­den Mes­sen Euro­pas im Bereich des digi­ta­len Ler­nens. Am dor­ti­gen Markt­platz der Ideen, einem Are­al inner­halb des Mes­se­ge­län­des, prä­sen­tier­ten die Kol­le­gen des MBG als eine von ins­ge­samt drei anwe­sen­den Schu­len ihre Best Prac­ti­ce Erfah­run­gen mit moder­nem und tech­no­lo­gie­ge­stütz­tem Unter­richt.

Inter­es­se bekun­det wur­de an den Mög­lich­kei­ten des selbst­ge­steu­er­ten Ler­nens durch inter­ak­ti­ves Schü­ler­feed­back, der Wis­sens­ver­tie­fung durch von Schü­lern erstell­ten Lern­vi­de­os und vor allem dem Ein­satz der schul­in­ter­nen Cloud, über wel­che auf zeit­ge­mä­ßen Wegen digi­ta­les Mate­ri­al an MBG-Schü­ler aus­ge­teilt und kol­la­bo­ra­ti­ves Arbei­ten ermög­licht wird.

Gro­ße Nach­fra­ge erfuh­ren zwei­fels­oh­ne auch die bei­den Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Apps, die MBGym App und die myMBG App, über wel­che das Max-Born-Gym­na­si­um alle Betei­lig­ten des Sys­tems Schu­le kom­mu­ni­ka­tiv erreicht und Schü­lern, Eltern und Leh­rern eine daten­schutz­kon­for­me Alter­na­ti­ve zu Whats­App und Kon­sor­ten anbie­tet – Mög­lich­kei­ten, die den Schul­all­tag für alle Akteu­re erleich­tern und auf die das MBG nicht mehr ver­zich­ten möch­te.

Eben­falls auf tech­ni­scher Ebe­ne fan­den enga­gier­te Dis­kus­sio­nen um die Vor­tei­le der am MBG ein­ge­setz­ten linuxmuster.net Open Source IT-Infra­struk­tur statt. Dies ist ein sehr zuver­läs­si­ges und quell­of­fe­nes Sys­tem, wel­ches sich fle­xi­bel an die schnel­le Ent­wick­lung im Bereich der bil­dungs­na­hen Digi­ta­li­sie­rung anpas­sen lässt – opti­mal also für das medi­en­tech­nisch sehr akti­ve und auf­ge­schlos­se­ne Kol­le­gi­um des Max-Born-Gym­na­si­ums.

Doch auch für das MBG hat sich der Mes­se­be­such gelohnt. So konn­ten die Kol­le­gen Chris­ti­an Klaut­ke, Jan­nick Sobik, Max Schwem­lein, Chris­to­pher Breu­nig und Fré­dé­ric Bri­end sowie Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp neue Ideen und Kon­zep­te ent­de­cken, um damit die Wei­ter­ent­wick­lung mul­ti­me­dia­ler Klas­sen­zim­mer in Neckar­ge­münd zu dis­ku­tie­ren und krea­tiv vor­an­zu­brin­gen.
(Max Schwem­lein)

Max-Born-Gym­na­si­um sam­mel­te 7470€ für Hilfs­be­dürf­ti­ge in Ugan­da und Boli­vi­en 

Leh­re­rin Anke Thr­ei­mer freu­te sich: „Das ist den Auf­wand wirk­lich Wert, wenn wir so viel Geld an Men­schen über­wei­sen kön­nen, die es wirk­lich brau­chen.“ Thr­ei­mer hat­te auch 2019 wie­der die Haupt-Orga­ni­sa­ti­on des tra­di­tio­nel­len Weih­nachts­ba­zars am 29. Novem­ber über­nom­men. Mit dem Ver­kauf von Bas­te­lei­en, Krän­zen, Gebäck und ande­ren advent­li­chen Klei­nig­kei­ten konn­ten die Schul­klas­sen des Max-Born-Gym­na­si­ums einen Rekord­be­trag sam­meln.

Ergänzt durch den Erlös des Weih­nachts­kon­zerts zwei Wochen spä­ter kam die stol­ze Sum­me von 7.470 € zusam­men. Zu glei­chen Tei­len geht das Geld an den Ver­ein Ugan­da­hil­fe Kaga­di e. V. , sowie an den Lions Club zuguns­ten des Hilfs­pro­jekts in El Moli­no, Boli­vi­en.

Den Scheck für El Moli­no nahm der Neckar­ge­mün­der Bür­ger­meis­ter a. D., Oskar Schus­ter, im Namen des Lions-Clubs ent­ge­gen. Er berich­te­te von der lang­jäh­ri­gen Zusam­men­ar­beit mit dem Max-Born-Gym­na­si­um, das seit lan­gem einer der wich­tigs­ten Spen­der für das Hilfs­pro­jekt in Boli­vi­en sei. Anke Thr­ei­mer dank­te dem Lions-Club in die­sem Zusam­men­hang für die erneu­te Bereit­stel­lung von Mis­tel­zwei­gen und Tan­nen­grün. Die­se sei­en eine wesent­li­che Vor­aus­set­zung für die Schu­le, um den tol­len Erlös zu erzie­len. Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp berich­te­te von zwei Mails, die er kürz­lich von Schwes­ter Mia Meer­mans, der Ansprech­part­ne­rin in El Moli­no, erhal­ten habe: Dras­ti­sche Zustän­de in Boli­vi­en habe sie geschil­dert, die auf­grund der bri­san­ten poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen dort gera­de herrsch­ten. „Wäh­rend in frü­he­ren Jah­ren die gesam­mel­ten Mit­tel auch mal für Auf­bau­pro­jek­te genutzt wer­den konn­ten, steht zur­zeit das nack­te Über­le­ben im Vor­der­grund. Das Geld wird für die Beschaf­fung von Lebens­mit­teln für die Ärms­ten benö­tigt“, fass­te er bedrückt zusam­men. „Wir hof­fen, dass wir die Not mit die­ser Spen­de ein wenig lin­dern kön­nen.“

Für die Ugan­da­hil­fe Kaga­di nahm Anke Thr­ei­mer den Scheck ent­ge­gen. Bereits seit 1997 bekämpft der Ver­ein Kin­der­ar­mut in Ugan­da. Ein Schü­ler­wohn­heim für inzwi­schen 64 benach­tei­lig­te Kin­der wur­de errich­tet und wird von dem Ver­ein unter­hal­ten. Wei­te­re 40 Kin­der besu­chen ein Sekun­dar­schul­in­ter­nat und müs­sen eben­so unter­stützt werden.Das Max-Born-Gym­na­si­um hat das Pro­jekt in all den Jah­ren mit ver­schie­de­nen Spen­den­ak­tio­nen, nicht zuletzt dem jähr­li­chen Weih­nachts­ba­zar tat­kräf­tig unter­stützt. „Der Ver­ein enga­giert sich auf ganz viel­fäl­ti­ge Wei­sen“, beton­te Thr­ei­mer. Für 2020 wer­den erneut nicht nur finan­zi­el­le Spen­den gebraucht, son­dern auch noch jun­ge Volon­tä­re gesucht, um das Wohn­heim eine Zeit lang vor Ort zu unter­stüt­zen. Auch im Rhein-Neckar-Kreis gibt es vie­le Mög­lich­kei­ten, sich für den Ver­ein zu enga­gie­ren und Geld oder Zeit zu spen­den. Der Ver­ein, der ohne jeg­li­che Ver­wal­tungs­kos­ten aus­kommt, braucht zudem drin­gend per­so­nel­le Unter­stüt­zung. (We)

„Alles hat sei­ne Zeit“

Öku­me­ni­scher Weih­nachts­got­tes­dienst des Max-Born-Gym­na­si­ums – von Schü­lern für Schü­ler gestal­tet

„Das Leben nimmt den Men­schen sehr viel Zeit weg“ – augen­zwin­kernd begann mit die­sem Apho­ris­mus des pol­ni­schen Sati­ri­kers Sta­nis­law Jer­zy Lec der dies­jäh­ri­ge Weih­nachts­got­tes­dienst des Max-Born-Gym­na­si­ums am 19. Dezem­ber 2019. Gera­de in der Vor­weih­nachts­zeit füh­len sich schon die Fünft­kläss­ler, erst recht aber die älte­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler oft gehetzt zwi­schen Klas­sen­ar­bei­ten mit Noten­druck, Weih­nachts­vor­be­rei­tun­gen und sons­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen – da bleibt oft wenig Zeit zum Ent­span­nen und zur Besinn­lich­keit.
Die­ses The­ma haben sich die katho­li­schen Reli­gi­ons-Grup­pen der 6., 7., 8. sowie 10. Klas­sen unter der Lei­tung von Jan­nik Sobik für die Gestal­tung des Got­tes­diens­tes vor­ge­nom­men. In ver­schie­de­nen Wort-Bei­trä­gen und auch einem sze­ni­schen Bei­trag der 7. Klas­sen betrach­te­ten sie den Umgang mit der Zeit aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven. Wäh­rend die Zeit sich nicht besit­zen oder fest­hal­ten lässt, haben wir Men­schen doch die Mög­lich­keit und die Auf­ga­be, unse­re Zeit sinn­voll zu nut­zen.
Die Lesung der Geschich­te von Maria und Mar­ta aus dem Lukas­evan­ge­li­um sowie die von den Zehnt­kläss­lern dazu ver­fass­ten und vor­ge­tra­ge­nen Gedan­ken ver­deut­lich­ten, dass eine sol­che sinn­vol­le Nut­zung der Zeit nicht bedeu­tet, dau­ernd nur zu arbei­ten oder dau­ernd nur zu „chil­len“ – son­dern es kommt dar­auf an, bei­de Rol­len zu ihrer Zeit ein­zu­neh­men. Wäh­rend die Vor­weih­nachts­zeit wie die Zeit der Mar­ta durch­aus oft von hek­ti­scher Betrieb­sam­keit geprägt sei, mahn­ten die Zehnt­kläss­le­rin­nen dazu, auch die Pau­sen und die „Zeit für sich“ nicht zu kurz kom­men zu las­sen, sich wie Maria zu Füßen des Herrn nie­der­zu­las­sen und aus der Ruhe und dem Zuhö­ren wie­der Kraft schöp­fen zu kön­nen. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Lehr­kräf­te und auch die anwe­sen­den Eltern wur­den mit dem Wunsch ent­las­sen, wäh­rend der nun begin­nen­den Feri­en die Arbeit nicht im Vor­der­grund ste­hen zu las­sen, son­dern die Ruhe­pau­sen zu genie­ßen, um so neue Ener­gie für das kom­men­de Jahr zu sam­meln.
Pas­send zum The­ma hat­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch die lit­ur­gi­schen Tex­te ver­fasst bzw. aus­ge­wählt; selbst in der Lied­aus­wahl („Mei­ne Zeit steht in dei­nen Hän­den“) fand es sich wie­der.
Zum Abschluss dank­te Reli­gi­ons­leh­rer Jan­nik Sobik allen Mit­wir­ken­den, nament­lich sei­nen Reli­gi­ons­klas­sen für die selbst erar­bei­te­ten Tex­te, das Thea­ter und die Lied­blatt-Gestal­tung, der Musik-Fach­schaft für die musi­ka­li­sche Gestal­tung (Sabi­ne Krings am Kla­vier, Kat­rin Kieck­hae­fer-Wüst an der Quer­flö­te und Julia Ruch an der Gei­ge) , der evan­ge­li­schen Mar­kus­ge­mein­de für die Ein­la­dung, den Got­tes­dienst in der St.-Ulrichs-Kirche fei­ern zu dür­fen und natür­lich der anwe­sen­den öku­me­ni­schen Schul-Gemein­de. Die Got­tes­dienst­be­su­cher wur­den mit Got­tes Segen in die Weih­nachts­zeit und den Jah­res­wech­sel ent­las­sen.