„Space-Day“ im Haus der Wirt­schaft in Stutt­gart

Am Diens­tag, den 4. Okto­ber 2016, traf sich der Astro­no­mie­kurs früh mor­gens am Neckar­ge­mün­der Bahn­hof, um gemein­sam mit Frau Dr. Thier­ing und Herrn Ripp die S-Bahn nach Stutt­gart zu neh­men. Nach zwei wie mit Licht­ge­schwin­dig­keit ver­gan­ge­nen Stun­den, in denen wir ein span­nen­des Astro­no­mie-Quar­tett spiel­ten, sind  wir auch schon am Haus der Wirt­schaft ange­kom­men. Gleich zu Beginn hat­ten wir die Gele­gen­heit mit ver­schie­de­nen „Bos­sen“ der Luft- und Raum­fahrt­in­dus­trie zu spre­chen, wie bei­spiels­wei­se mit Dr. Anke Kovar, der Stand­ort­lei­te­rin des DLR (Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt). Anschlie­ßend besuch­ten wir die Mes­se der neu­es­ten Inno­va­tio­nen in den Berei­chen Dro­nen-, Rake­ten- und Robo­ter­tech­no­lo­gie. Außer­dem durf­ten wir in einem Simu­la­tor mit einer Sojus-Kap­sel an die ISS (Inter­na­tio­nal Space Sta­ti­on) ando­cken und mit­hil­fe einer VR- (Vir­tu­al Rea­li­ty) Bril­le einen Spa­zier­gang auf dem Mond simu­lie­ren. Danach hol­ten wir uns an einem reich­hal­ti­gen Buf­fet ein schmack­haf­tes Mit­tag­essen. Gut gesät­tigt und zufrie­den kamen wir ins Gespräch mit einem Per­so­nal­chef (Air­bus Safran Laun­chers), einer Aus­bil­dungs­lei­te­rin mit Azu­bi (Air­bus Tesat) und zwei Stu­den­ten der Luft- und Raum­fahrt­tech­nik. Sie beant­wor­te­ten uns alle Fra­gen zu Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten in ihren Unter­neh­men oder zu mög­li­chen Stu­di­en­gän­gen, um in die­ser Bran­che ein­mal arbei­ten zu kön­nen. Um den bis dahin schon ein­ma­li­gen Tag ide­al abzu­run­den, teil­ten wir uns in klei­ne Grup­pen und nah­men an ver­schie­de­nen höchst­in­ter­es­san­ten Work­shops teil. Eine Grup­pe lern­te die Gefah­ren von Welt­raum­schrott ken­nen und die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten ihn zu ent­fer­nen. Dazu wird der Müll mit­hil­fe neu­es­ter Laser­tech­no­lo­gie beschos­sen und somit von sei­ner Umlauf­bahn um die Erde abge­bracht, sodass er in der Atmo­sphä­re ver­glüht. Das dar­auf basie­ren­de Quiz wur­de von einem unse­rer Mit­schü­ler gewon­nen. Eine wei­te­re Grup­pe dis­ku­tier­te, ob die Sze­nen des Films „Der Mar­sia­ner“ rea­li­täts­ge­treu sind. Es stell­te sich her­aus, dass der Film tat­säch­lich wah­re Grund­zü­ge besitzt. Der Höhe­punkt des Tages war der sou­ve­rä­ne Sieg des „Team Dr. Thier­ing“ bei der Robo­ter Chall­enge. Es muss­te ein Robo­ter pro­gram­miert wer­den, der mit­hil­fe zwei­er Licht­sen­so­ren schnellst­mög­lich einen Par­cour absol­vie­ren soll­te. Die Ver­tre­ter unse­rer Schu­le gewan­nen mit gro­ßem Vor­sprung und die Aner­ken­nung der ande­ren Teams war ihnen gewiss. Lei­der war es dann schon wie­der Zeit für den Heim­weg…
Was für ein „abge­space­ter“ Tag!

Lean­der u. Gero

Son­nen­be­ob­ach­tung

An einem son­ni­gen, war­men, wol­ken­frei­en Don­ners­tag­nach­mit­tag, den 29.09.2016, traf sich der Astro­no­mie­kurs  der ers­ten Kurs­stu­fe mit Fr. Dr. Thier­ing auf dem Pau­sen­hof um gemein­sam die Son­ne zu beob­ach­ten. Dazu ver­wen­de­ten wir drei ver­schie­de­ne Metho­den wie man die Son­ne beob­ach­ten kann. Zuerst bau­ten wir gemein­sam ein Tele­skop auf, an wel­chem ein Schirm befes­tigt wird, sodass wir das Son­nen­bild auf die­sen Schirm pro­jek­tie­ren kön­nen. Jeder Schü­ler konn­te sich so das Son­nen­bild auf dem Schirm mit­samt ihren Son­nen­fle­cken und deren Umbra und Pen­um­bra anschau­en. Jedoch muss­te man in regel­mä­ßi­gen Abstän­den das Tele­skop neu aus­rich­ten, da sich die Son­ne (eigent­lich ja die Erde) immer aus dem Blick­feld dreh­te. Zwei­tens hat­ten wir mit Hil­fe eines Tele­skops mit einem Oku­lar­fil­ter noch genau­er die Son­ne beob­ach­ten kön­nen. Dadurch sahen wir einen schar­fen Son­nen­kreis bei dem links unten sich der schwar­ze Son­nen­fleck abbil­de­te. Dar­um her­um waren wei­ße Fäden (die sog. Fackeln) mit beson­ders inten­si­ver Son­nen­aus­strah­lung zu erken­nen. Zuletzt haben wir die Son­ne durch ein Tele­skop mit Objek­tiv­son­nen­fil­ter beob­ach­tet, wel­ches die Schü­ler der Astro­no­mie Unter­stu­fen-AG von Fr. Thier­ing bei einem Wett­be­werb gewon­nen hat­ten. Ach­tung! Schaue nie ohne einer die­ser Schutz­vor­rich­tun­gen in die Son­ne, beson­ders nicht mit einem Tele­skop. Tota­le Erblin­dung erfolgt sonst inner­halb von Sekun­den.

Han­na und Sant­hi­la, K1

Beob­ach­tungs­abend vom 29.09.2016

Am 29.09.2016 ging es für die Beob­ach­tungs­grup­pe 1 der NWT –  9.Klässler los: Der Beob­ach­tungs­abend.

Der Sinn davon ist ganz ein­fach: Statt Theo­rie geht man jetzt in der Pra­xis beob­ach­ten. Frau Thier­ing hat­te dafür auf dem Park­platz der Schu­le ein fast men­schen­gro­ßes Tele­skop auf­ge­baut. Jeder aus der Grup­pe durf­te mal rein­schau­en. Wir konn­ten den Mars mit sei­ner leich­ten röt­li­chen Fär­bung und den Saturn mit sei­nen ange­deu­te­ten Rin­gen beob­ach­ten. Dann hat jeder einen Feld­ste­cher bekom­men, um so Ster­ne zu beob­ach­ten. Frau Thier­ing hat­te uns hier­zu eine klei­ne Ein­wei­sung gege­ben und uns dann ein paar wich­ti­ge astro­no­mi­sche Objek­te und Ster­ne gezeigt.

Zuerst zeig­te sie uns den Gro­ßen Wagen. Durch sei­ne rela­tiv hel­len Ster­ne und dem mar­kan­ten Stern­bild­mus­ter war er leicht zu fin­den. Dann ging es wei­ter zum Stern­bild Andro­me­da in wel­chem sich auch die Andro­me­da­ga­la­xie befin­det. Die Andro­me­da­ga­la­xie ist unse­re Schwes­ter­ga­la­xie und durch das Tele­skop sah man sie als einen mil­chi­gen lin­sen­för­mi­gen Schein. Dann sahen wir das Som­mer­drei­eck. Das Som­mer­drei­eck ist, wie man am Namen erkennt, im Som­mer sicht­bar und besteht aus den drei hells­ten Ster­ne der Stern­bil­der Lei­er, Schwan und Adler. Auch zu erwäh­nen sind an die­ser Stel­le das Herbst­vier­eck, das Win­ter­sechs­eck und das Früh­lings­drei­eck als mar­kan­te Figu­ren am Him­mel. Außer­dem konn­ten wir den Nord­stern, auch Polar­stern genannt, sehen. Die­ser ist der hells­te Stern im Stern­bild Klei­ner Bär. Der Polar­stern steht außer­dem nahe an dem Him­mels­nord­pol, wes­halb er uns auch als Fest­stel­lung der geo­gra­fi­schen Nord­rich­tung die­nen kann.

Nach­dem Frau Thier­ing uns alles gezeigt hat, konn­ten wir nun jeder für sich beob­ach­ten gehen. Man konn­te dann mit sei­nem Feld­ste­cher beob­ach­ten oder durch das Tele­skop schau­en. In die­ser Pha­se des Beob­ach­tungs­abends durf­ten jetzt auch die Eltern, die da waren, sel­ber einen Blick durch das Tele­skop wer­fen. Doch nach ins­ge­samt 90 Minu­ten war der Beob­ach­tungs­abend schon vor­bei. Es muss­te noch auf­ge­räumt wer­den und es wur­den noch Fahr­ge­mein­schaf­ten gebil­det.

Vin­cent