Schülerstreit­schlich­ter/­innen am Max-Born-Gym­na­si­um aus­ge­bil­det

„Max hat mich so geschubst, dass ich hin­ge­fal­len bin!“ – „Kein Wun­der! Du hast mir doch gera­de am Geträn­ke­au­to­mat den Saft geklaut!“ Strei­te­rei­en die­ser Art kom­men gera­de in der Unter­stu­fe sehr häu­fig vor und kön­nen nicht nur den betrof­fe­nen Kin­dern das Leben schwer machen, son­dern auch das gesam­te Klas­sen­kli­ma nach­hal­tig stö­ren.

Um für die­ses Pro­blem Abhil­fe zu schaf­fen, lie­ßen sich am Max-Born-Gym­na­si­um gleich zu Schul­jah­res­be­ginn 19 Zehnt­kläss­le­rin­nen und Zehnt­kläss­ler von Frau Dr. Sell­ner zu Schü­ler­streit­schlich­te­rin­nen und -streit­schlich­tern aus­bil­den.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler erforsch­ten in Rol­len­spie­len das eige­ne Kon­flikt­ver­hal­ten und übten Dees­ka­la­ti­ons­stra­te­gien, sie lern­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­theo­rien ken­nen und anwen­den. Im Hin­blick auf ihre zukünf­ti­ge Tätig­keit wur­den natür­lich ins­be­son­de­re Media­ti­ons­ge­sprä­che trai­niert.

Ziel­grup­pe der jun­gen Streit­schlich­te­rin­nen und Streit­schlich­ter sind die Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus den Unter­stu­fen­klas­sen. Sie kön­nen bei Bedarf die Schü­ler­me­dia­to­ren selbst anspre­chen, aber auch auf Emp­feh­lung der Klas­sen­leh­re­rin­nen und -leh­rer einen Ter­min wahr­neh­men.

Die Gesprä­che zwi­schen den strei­ten­den Kin­dern und den Streit­schlich­tern sind abso­lut ver­trau­lich. Ziel des Gesprächs ist eine Win-Win-Lösung zu fin­den, also für bei­de Sei­ten eine Ver­bes­se­rung her­zu­stel­len. Dabei neh­men die Streitschlichter/innen eine all­par­tei­li­che Posi­ti­on ein, d.h. sie unter­stüt­zen nicht eine Sei­te, sind nicht par­tei­isch, son­dern enga­gie­ren sich glei­cher­ma­ßen für bei­de Streit­par­tei­en. Im Gespräch sor­gen sie dafür, dass bei­de Sei­ten zu Wort kom­men und bei­de Per­spek­ti­ven berück­sich­tigt wer­den. Sie för­dern das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis und erar­bei­ten gemein­sam mit den Kin­dern eige­ne Lösungs­vor­schlä­ge und Kom­pro­mis­se. Die­se wer­den dann ver­bind­lich ver­ein­bart. Häu­fig gibt es dann noch einen Nach­sor­ge­ter­min, bei dem bespro­chen wird, ob es gelun­gen ist, die Lösungs­stra­te­gie ein­zu­hal­ten.

Wäh­rend der Klas­sen­leh­rer­stun­den stel­len sich die Schü­ler­me­dia­to­rin­nen und -media­to­ren nun in den nächs­ten Tagen den Unter­stu­fen­klas­sen vor. Für die Kon­takt­auf­nah­me wird es in der schul­ei­ge­nen App eine Grup­pe, bestehend aus Streit­schlich­te­rin­nen und -streit­schlich­tern sowie  den Kas­sen­leh­re­rin­nen und -leh­rern, geben, so dass es mög­lich ist, schnell und zeit­nah Ter­mi­ne zu ver­ein­ba­ren.

Die Zehnt­kläss­le­rin­nen und -kläss­ler freu­en sich schon sehr auf ihren Ein­satz und die damit ver­bun­de­ne Mög­lich­keit, jün­ge­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern zu hel­fen.

Text und Foto: Frau Dr. Sell­ner

Die Beobach­tungs­aben­de drei und vier der NWT-Grup­pen der 9. Klas­sen

Am 9.01.2024 war es end­lich so weit, die 3. NWT-Beob­ach­tungs­grup­pe konn­te nach lan­ger Pau­se end­lich den Nacht­him­mel beob­ach­ten. Der Abend war sehr kalt gewe­sen, wes­we­gen alle warm ange­zo­gen waren, doch trotz der war­men Klei­dung hat man ein wenig gefro­ren, was sich aber letzt­end­lich gelohnt hat­te. Der Ster­nen­him­mel war unglaub­lich klar gewe­sen, wodurch man schon allein mit dem blo­ßen Auge sehr viel erken­nen konn­te. Der Jupi­ter selbst hat man sehr gut erkannt, wes­we­gen wie die­sen zuerst betrach­tet haben. Es war sehr erstaun­lich, wie vie­le Struk­tu­ren man auf dem Jupi­ter durch das Tele­skop zu erken­nen war. Wäh­rend wir abwech­selnd durch das Tele­skop geschaut hat­ten, hat Frau Thier­ing eini­ge Fak­ten zum Jupi­ter erzählt, so wur­de es nicht lang­wei­lig für die, die gera­de nicht durchs Tele­skop schau­en konn­ten. Als zwei­tes Objekt haben wir den Ori­on Nebel betrach­tet, der für vie­le die inter­es­san­tes­te Beob­ach­tung war. Wir waren über­rascht, wie schön der Ori­on Nebel ist und was sich alles an unserm Nacht­him­mel ver­birgt. Natür­lich haben wir auch mit den Feld­ste­chern in den Him­mel gese­hen und damit  einen Dop­pel­stern im gro­ßen Wagen genau­er betrach­tet, den eini­ge sogar mit blo­ßem Auge gera­de so als dop­pelt erkannt hat­ten. Am Ende haben wir uns noch ein wenig selbst im Nacht­him­mel mit den Feld­ste­chern umge­se­hen und so die Beob­ach­tung aus­klin­gen gelas­sen. Der Abend ging trotz der Käl­te sehr schnell zu Ende und hat allen Betei­lig­ten gut gefal­len.

 

Jas­min K., Kl.9c

Am 10. Janu­ar fand der Beob­ach­tungs­abend der 4. NWT-Grup­pe statt, an der ins­ge­samt sechs Schüler teil­nah­men. Die Beob­ach­tung hat um 20:30 Uhr ange­fan­gen und um 22:00 Uhr aufgehört.

Als wir uns Jupi­ter durch das Tele­skop ansa­hen, konn­te man dank der gro­ßen Auf­lö­sung nicht nur Mon­de um ihn her­um sehen, son­dern auch vie­le Wol­ken­struk­tu­ren und ein­zel­ne Färbungen auf dem Jupi­ter­scheib­chen selbst aus­ma­chen. Ohne Tele­skop sah Jupi­ter nur aus wie ein sehr hel­ler „Stern“ am Him­mel.

Der gro­ße Wagen war eben­falls am Him­mel sicht­bar. Anhand wie er am Anfang unse­rer Beob­ach­tung am Him­mel stand im Ver­gleich zu wie er am Ende unse­rer Beob­ach­tung am Him­mel stand, konn­ten wir fest­stel­len, dass er an einer ande­ren Stel­le des Him­mels stand. Es schien also so als ob er am Him­mel gewan­dert wäre. Der Him­mel verändert sich aber nicht! Das sieht für uns von der Erde aus betrach­tet nur so aus, weil sich die Erde ste­tig um sich selbst dreht.

Auch den Ori­on Nebel haben wir betrach­tet: Durch das Fern­glas war es zwar schwe­rer ihn aus­zu­ma­chen, dafür hat man ihn durch das Tele­skop umso bes­ser ste­hen können! Erkenn­bar waren ein­zel­ne (bzw. die hells­ten) Ster­ne. Es sah so aus, wie wenn sie mit einem Nebel (oder Schwa­den) unter­ein­an­der ver­bun­den waren.

Der Beob­ach­tungs­abend war schön und man hat vie­le Din­ge gelernt. Es war auch sehr inter­es­sant mal mit einem Tele­skop „zu arbei­ten“ und die Himmelskörper qua­si aus nächster Nähe betrach­ten zu kön­nen.

Car­la F., Kl. 9c

Exkur­si­on der Astro-AG zur Landes­stern­warte in Hei­del­berg

Am Mon­tag, dem 17.6. unter­nahm unse­re Astro-AG eine Exkur­si­on zur Lan­des­stern­war­te.

Als wir an der Lan­des­stern­war­te ange­kom­men sind, wur­den wir am Ein­gang von einer Mit­ar­bei­te­rin der Stern­war­te, Frau Schwem­mer, emp­fan­gen und uns wur­de ein Teil des Gelän­des gezeigt.

Dar­auf sind wir zu einem der gro­ßen Tele­sko­pe gegan­gen. Auf dem Gelän­de ste­hen näm­lich über­all gro­ße kup­pel­för­mi­ge Gebäu­de, wo die Tele­sko­pe drin sind. Beim Tele­skop ange­kom­men, durf­ten wir die gro­ße Kup­pel auf­ma­chen. Das hat man gemacht, indem man an einem lan­gen Seil zieht. Frau Schwem­mer erklär­te, dass dies ein Lin­sen­te­le­skop sei und das größ­te sei­ner Art war als die Stern­war­te 1908 eröff­net wur­de.

Wir sind danach einem wei­te­ren Tele­skop gegan­gen, das etwas wei­ter höher gele­gen war. Es sah ganz anders aus, weil es mit Spie­geln funk­tio­nier­te und man konn­te direkt in den Fern­rohr­tu­bus rein­schau­en und alle Tei­le sehen.

Danach sind wir zur Erd­be­ben­sta­ti­on gegan­gen. Sie befin­det sich in einem gro­ßen Gebäu­de ganz tief im Kel­ler. Dort konn­te man eine Rol­le Papier sehen, wo eine Art ganz klei­ner Stift drauf war, der schon auf die kleins­ten Erschüt­te­run­gen reagiert und die­se auf­zeich­net. Auf der Papier­rol­le konn­te man das gut sehen. So hat man frü­her Erd­be­ben erkannt. Zum Schluss haben wir noch geges­sen. Ich per­sön­lich fand die Erd­be­ben­sta­ti­on am bes­ten.

Text: Anto­nia

Wei­te­re Kom­men­ta­re der Astro-Agle­rIn­nen:

Dali­la:

Mir haben die Flüs­ter­pfos­ten auf dem Gelän­de der Lan­des­stern­war­te am bes­ten gefal­len, bei denen man auf der einen Sei­te etwas rein­flüs­tert und es ganz weit ent­fernt auf der ande­ren Sei­te was hört.

Max:

Ich bin sehr dank­bar, dass ich an der AG teil­neh­men durf­te und habe, obwohl ich schon viel in mei­nen Büchern gele­sen habe, noch viel gelernt. Mir hat sehr gefal­len, dass Sie ihre Astro-Kon­tak­te mit uns geteilt haben und wir dadurch auch vie­le Mög­lich­kei­ten zum Ent­de­cken der For­schungs­in­sti­tu­te hat­ten.

Artem:

Mir hat beim Max-Planck Insti­tut am meis­ten die­se Stick­stoff-Show gefal­len. Bei der Stern­war­te war es die Erd­be­ben-Mess­sta­ti­on.

Ich möch­te mich noch­mal bedan­ken, dass Sie mir die Mög­lich­keit gege­ben haben zu die­sen Orten zu kom­men.

Vie­len Dank auch für die­ses schö­ne Jahr mit der Astro­no­mie-AG und Ihnen. Ich habe dank Ihnen vie­les neu­es gelernt. Scha­de aber, dass sie nur für die fünf­te Klas­se ist.