Beobach­tung der Son­ne mit einem Hα- Tele­skop im NWT Unter­richt

Am ver­gan­ge­nen Diens­tag hat­te unse­re Kl.9, Gruppe2 im NWT Unter­richt an einem strah­lend kla­ren Tag die Mög­lich­keit einer Son­nen­be­ob­ach­tung mit einem sog. H-Tele­skop, – eine will­kom­me­ne Abwechs­lung zum nor­ma­len Unter­richts­all­tag.

Unse­re Klas­se ver­sam­mel­te sich auf dem Schul­hof, wo das Tele­skop gera­de von Fr. Thier­ing auf­ge­baut wur­de. Ein Kreis aus Warn­hüt­chen umgab es, sicher ist sicher. Bevor wir jedoch beob­ach­ten konn­ten, beton­te Frau Dr. Thier­ing die Wich­tig­keit der Sicher­heit bei der Son­nen­be­ob­ach­tung. Sie erklär­te uns, dass der direk­te Blick in die Son­ne und beson­ders  durch ein Tele­skop ohne ent­spre­chen­de Schutz­vor­keh­rung schwe­re Augen­schä­den ver­ur­sa­chen kön­ne. Daher war das Tele­skop mit einem spe­zi­el­len Son­nen­fil­ter, einem sog. H  – Fil­ter, der 99,999% des Lich­tes absor­bier­te, aus­ge­stat­tet , der die Inten­si­tät des Son­nen­lichts auf ein siche­res Maß redu­zier­te. Frau Dr. Thier­ing mach­te uns mit dem rich­ti­gen Umgang des Instru­men­tes ver­traut.

Einer nach dem ande­ren durf­ten wir dann durch das Tele­skop schau­en. Es ist wich­tig das Auge ganz gera­de von der Mit­te aus auf das Oku­lar zu rich­ten und par­al­lel dazu zu ste­hen, da die Son­ne auf­grund des Licht­fil­ters nur durch eine ganz klei­ne Lücke zu sehen ist. Die Son­ne erschien als eine hell­ro­te Schei­be, es waren auch Son­nen­fle­cken sehen – dunk­le, küh­le Regio­nen auf der Son­nen­ober­flä­che, die jedoch in Wahr­heit so groß waren wie der Erd­durch­mes­ser. Je län­ger man hin­sah, des­to mehr Details konn­te man erken­nen, ein­schließ­lich der Gra­nu­la­ti­on, die die kör­ni­ge Struk­tur der Son­nen­pho­to­sphä­re reprä­sen­tiert.

Fr. Thier­ing erklär­te uns auch eini­ge der Aus­wir­kun­gen der Son­nen­ak­ti­vi­tät auf die Erde, wie zum Bei­spiel das Phä­no­men der Polar­lich­ter, das durch den Son­nen­wind ver­ur­sacht wird.

Text: Jaron W. T.

Stimmungs­volle Auf­nahme der neu­en Fünft­kläss­ler am Max-Born-Gym­na­si­um

Auf dem Weg zum Abitur in 9 Jah­ren

„Jeder Ein­zel­ne von euch ist etwas Beson­de­res“ und „als neu­er 5-er Jahr­gang seid ihr auch ein­ma­lig“, so Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp in sei­ner Begrü­ßung in der voll besetz­ten Aula des Schul­zen­trums. Denn die neu­en Fünft­kläss­ler wer­den im kom­men­den Schul­jahr 2025/26 ins neue G9-Gym­na­si­um über­führt, sodass sie 2033 als ers­ter Jahr­gang nach 9 Jah­ren Abitur machen, wie das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um vor den Som­mer­fe­ri­en ange­kün­digt hat.

Musi­ka­lisch begrüß­ten die Schüler:innen der Klas­se 6 unter der Lei­tung ihrer Musik­le­he­re­rin Sabi­ne Krings die 114 Fünft­kläss­ler mit ihren Eltern, Geschwis­tern und ihren neu­en Lehrer:innen mit dem belieb­ten Lied „Herz­lich will­kom­men hier am -MBG!“

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp wünsch­te den Kin­dern in sei­ner Begrü­ßungs­re­de eine erfüll­te Schul­zeit am MBG. Drei Tipps gab er den Neu­en mit auf den Weg: Stellt Fra­gen, seid neu­gie­rig und seid flei­ßig! Eine Anre­gung war Phil­ipp beson­ders wich­tig: Lest! Lesen ist wie eine klei­ne Rei­se im All­tag, man kann vie­le ande­re Orte besu­chen und vie­le ande­re Men­schen tref­fen.  Als Geschenk erhiel­ten die Schüler:innen vom Schul­lei­ter ein schö­nes Brief­pa­pier und Kuvert. Die Schüler:innen sol­len einen Brief an sich selbst im Jahr 2033, dem Jahr ihres Abiturs, schrei­ben. Der Schul­lei­ter wird ihnen die­sen Brief bei der Ver­lei­hung der Abitur­zeug­nis­se dann ver­schlos­sen als Brief­trä­ger zustel­len. Wel­che Hoff­nun­gen habe ich, wel­che Gedan­ken gehen mir durch den Kopf, wie erle­be ich mei­ne ers­ten Tage am MBG? Das waren die Fra­gen für die­se ers­te klei­ne Haus­auf­ga­be.

Zwei sehr amü­san­te Unter­richts­sket­che prä­sen­tier­te die Thea­ter-AG unter der Lei­tung von Frau Koch und Frau Sta­edel. Dass Schu­le auch humor­voll ist und Lachen zum schu­li­schen All­tag gehört, wur­de von den bei­den Leh­re­rin­nen, gespielt von Jana Ebin­ger (8a) und Fri­da Bel­sch­ner (7b), mit ihren Klas­sen ein­drucks­voll dem Publi­kum ver­mit­telt.

Schü­ler­spre­cher Bru­no Weigel hieß die neu­en Fünft­kläss­ler in sei­ner Anspra­che will­kom­men. Er konn­te sich auch noch gut an die Unge­wiss­heit und Ängs­te vor der Ein­schu­lung erin­nern. Die­se sei­en aber sehr schnell ver­gan­gen, sodass er auch unse­ren Fünftklässler:innen Mut zuspre­chen konn­te.

Abtei­lungs­lei­te­rin Ana Hart­mann hat­te mit den 4 Klassenlehrer:innenteams alles bes­tens für die Auf­nah­me der Neu­en vor­be­rei­tet. Sie erläu­ter­te dem Publi­kum die Abläu­fe der ers­ten Schul­ta­ge, den Will­kom­mens­tag, die Infor­ma­ti­ons­we­ge der Schu­le mit den bei­den Apps und dem News­let­ter sowie das Pro­gramm „Gut ankom­men am MBG“. Die­ses beinhal­tet unter ande­rem das The­ma Ler­nen mit dem von Frau Elgen, Frau Ohl­and und Frau Hart­mann ent­wi­ckel­ten Heft Ler­nen ler­nen mit Max als auch das zwei­tä­ti­ge Sozi­al­trai­ning.

Micha­el Fröh­lich, Ver­kehrspäd­ago­ge beim ADFC Hei­del­berg, stell­te den Kin­dern und Eltern die Schul­rad­ler und Bus- bzw. Bahnmentor:innen vor, Schüler:innen, die als Lot­sen aus­ge­bil­det sind und in den ers­ten Wochen die Fünft­kläss­ler auf ihrem Schul­weg beglei­ten und für ein siche­res Ankom­men sor­gen. Seit nun­mehr 18 Jah­ren trägt die­ses wich­ti­ge Pro­jekt zu mehr Sicher­heit und einem umwelt­be­wuss­ten Ver­kehrs­ver­hal­ten bei.

Gro­ße Erleich­te­rung zeig­te sich anschlie­ßend in den Gesich­tern der neu­en Fünftklässler:innen, als klar war, dass sie mit ihren Freund:innen in einer Klas­se sind. Mit je einer Son­nen­blu­me hie­ßen die Klassenlehrer:innen sie will­kom­men: Caro­lin Win­dor­fer und Tim Geh­ring die 5a, Chris Breu­nig und Ulla Fischer die 5b, Chris­ti­ne Ohl­and und Axel Gruh­ler die 5c und Jan­nik Bie­ger und Vanes­sa Wal­lich die 5d. Unter­stützt wer­den die neu­en Klas­sen von Patin­nen aus den 10. Klas­sen, die in den nächs­ten Mona­ten für die Klei­nen da sein wer­den.

Wäh­rend die Schüler:innen mit ihren Klassenlehrer:innen und Patin­nen ihre ers­te Unter­richts­stun­de im neu­en Klas­sen­zim­mer erleb­ten, stell­te die stv. Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­de Frau Möh­len­bruch den Eltern die leben­di­ge Eltern­ar­beit am MBG vor und bat sie um akti­ve Mit­wir­kung am Schul­le­ben. „Enga­gie­ren Sie sich im Eltern­bei­rat oder Freun­des­kreis, denn Sie wer­den tol­le Kon­tak­te knüp­fen und auch Infor­ma­tio­nen als ers­te erfah­ren!“

Abschlie­ßend infor­mier­te Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp die Eltern über das umfang­rei­che Ange­bot des MBGs in den Spra­chen, den Natur­wis­sen­schaf­ten, im Ganz­ta­ges­be­reich und den für die emo­tio­na­le Ent­wick­lung der Kin­der beson­ders wich­ti­gen Ange­bo­ten der Kunst, des Sports und der Musik mit ihren vie­len Ensem­bles. Beson­ders warb er für das Pro­gramm Musik­ex­per­te, das es den Kin­dern in Zusam­men­ar­beit mit der Musik­schu­le ermög­licht, ver­schie­de­ne Instru­men­te in den ers­ten Mona­ten aus­zu­pro­bie­ren. „Viel­leicht wird hier eine Lie­be fürs Leben gefun­den“, so der Schul­lei­ter.

„Schu­le ist für Schü­ler da!“ unter die­ses Mot­to stell­te Joa­chim Phil­ipp sei­nen zwei­ten, an die Eltern gerich­te­ten Teil sei­ner Anspra­che. Damit die Schüler:innen eine gelin­gen­de und erfüll­te Schul­zeit erle­ben kön­nen, ist eine enge Koope­ra­ti­on von Eltern­haus und Schu­le wich­tig: „Ihre Kin­der freu­en sich und sind stolz, wenn Ihnen die Schu­le wich­tig ist und Sie sich auch an Eltern­aben­den, im Eltern­bei­rat, im Freun­des­kreis oder bei der Schul­ent­wick­lung aktiv ein­brin­gen.“ Wich­tig im Umgang mit den klei­ne­ren oder grö­ße­ren Pro­ble­men, die es im schu­li­schen All­tag immer gibt, sind ein gelas­se­ner, loya­ler und ver­trau­ens­vol­ler Umgang und kon­struk­ti­ver Dia­log mit­ein­an­der.

In ent­spann­ter Atmo­sphä­re unter­hiel­ten sich die Eltern ange­regt, wäh­rend sie auf ihre Kin­der war­te­ten. Alle kamen freu­de­strah­lend aus ihren Klas­sen­zim­mern und waren gut ange­kom­men am MBG. Mit der Will­kom­mens­map­pe und der Ein­la­dung zum Ken­nen­lern­fest des Freun­des­krei­ses am Sams­tag, dem 19.10. um 10 Uhr im Gepäck, gin­gen alle gut gelaunt nach Hau­se.

 

Text: Joa­chim Phil­ipp ; Fotos: Nora Tre­la

„Eure Gene­ra­ti­on gestal­tet die Zukunft“ – Max-Born-Gym­na­si­um ver­ab­schie­de­te sei­ne Abitu­ri­en­ten

Ent­lass­jahr­gang 2024 und Bür­ger­meis­ter Volk haben etwas gemein­sam

Neckar­ge­münd. Sie haben es geschafft! 82 Schü­ler des Neckar­ge­mün­der Max-Born-Gym­na­si­ums haben das Abitur in der Tasche – mit einem sehr guten Gesamt­durch­schnitt von 2,2. Noch ste­hen Sport­prü­fun­gen aus, daher kann sich hier noch etwas ändern, sag­te Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp bei der stim­mungs­vol­len Ent­lass­fei­er der Abitu­ri­en­ten in der Aula des Schul­zen­trums.

Sehr vie­le Abitu­ri­en­ten – 26 – haben sogar eine Eins vor dem Kom­ma, führ­te Joa­chim Phil­ipp wei­ter­hin aus. Sechs Absol­ven­ten haben sogar einen Traum­durch­schnitt von einer glat­ten 1,0. Die Absol­ven­ten stün­den nun an einem Über­gang – wobei das Leben grund­sätz­lich aus Über­gän­gen bestehe. Phil­ipp ging unter ande­rem auf schu­li­sche und neu­ro­na­le Rei­fe, auf Bil­dung und All­ge­mein­bil­dung ein. „Ich wün­sche euch wei­ter­hin ein Bren­nen für die Bil­dung und das Wis­sen, eine Begeis­te­rung für neue The­men sowie das Erle­ben von Inspi­ra­ti­on, die Wis­sen ver­mit­teln kann“, so Phil­ipp. Außer­dem: „Eine wis­sen­schaft­li­che Beschei­den­heit und Tole­ranz ande­ren Mei­nun­gen gegen­über“. Die Absol­ven­ten sol­len die Neu­gier­de, Lust auf Mehr, das Inter­es­se und Freu­de am eige­nen Ver­ste­hen behal­ten sowie das Eige­ne kri­tisch über­prü­fen im Sin­ne der Auf­klä­rung. „Wis­sen und Bil­dung sei der bes­te Impf­stoff gegen Dem­ago­gie, Popu­lis­mus und Fake News“. Mit den Wor­ten „Es war sehr schön, dass ihr Schü­ler bei uns wart“ schloss Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp sei­ne Rede und wünsch­te den Absol­ven­ten alles Gute.

Die Abitu­ri­en­ten und er haben etwas gemein­sam, sag­te Bür­ger­meis­ter Frank Volk fast schon ein wenig schmun­zelnd. Denn nach acht Jah­ren Gym­na­si­um gehen die­se nun neue Wege, und auch er müs­se nach acht­jäh­ri­ger Amts­zeit als Bür­ger­meis­ter neue Wege beschrei­ten. Bekannt­lich wur­de Jan Peter Sei­del als neu­er Bür­ger­meis­ter von Neckar­ge­münd gewählt. Volk ging unter ande­rem auf die Coro­na-Zeit ein, die auch für die Schü­ler enor­me Ver­än­de­run­gen bedeu­tet habe. Jene Ver­än­de­rung im Schul­all­tag sei bereits eine Prü­fung vor der Prü­fung gewe­sen. Volk hat übri­gens sein Abitur auch am Max-Born-Gym­na­si­um gemach. Dies lie­ge aller­dings schon eini­ge Jah­re zurück, mein­te er. Damals hat­te er noch neun Jah­re Zeit dafür, gegen­über dem heu­ti­gen acht­jäh­ri­gen „Tur­bo­gym­na­si­um“.

Jedoch haben die Abitu­ri­en­ten es geschafft, hart für den Schul­ab­schluss gear­bei­tet und das Ziel erreicht. Die Zeit der wei­ter­füh­ren­den Schu­le beein­flusst wie kaum eine ande­re die Per­sön­lich­keit des Men­schen, füg­te Volk hin­zu. Die Fähig­keit ganz unge­zwun­gen mit Men­schen ande­rer Her­kunft zu inter­agie­ren hät­ten die Absol­ven­ten hier an der Schu­le gelernt, und die­se Fähig­keit wer­de in der Gesell­schaft von mor­gen wich­ti­ger denn je sein. Das Abizeug­nis sei der Schlüs­sel, mit dem sich vie­le Türen öff­nen wer­den.

„Ihr habt es geschafft“, sag­te indes Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­de Eva Maria Krä­mer. Die letz­ten Jah­re sei­en geprägt gewe­sen vom inten­si­ven Ler­nen, von Prü­fun­gen und Haus­ar­bei­ten. Die Schü­ler hät­ten Durch­hal­te­ver­mö­gen, Ehr­geiz und Ziel­stre­big­keit bewie­sen. Dafür gebüh­re ihnen Respekt und Aner­ken­nung. Krä­mer dank­te zudem den Eltern, denn sie haben unter­stützt, ermu­tigt, getrös­tet und mit­ge­fie­bert. Heu­te ste­he man hier nach einer lan­gen Rei­se, die geprägt gewe­sen sei von Höhen und Tie­fen, Lachen und Trä­nen, Erfol­gen und Rück­schlä­gen, sag­te Syn­co de Vogel vom Freun­des­kreis des Max-Born-Gym­na­si­ums. Syn­co de Vogel erin­ner­te an den ers­ten Tag der Absol­ven­ten an der Schu­le und beton­te, dass es nicht nur die schu­li­schen Her­aus­for­de­run­gen waren, die die Schü­ler geprägt haben. Es sei­en auch die klei­nen Momen­te zwi­schen­durch gewe­sen, die die Schul­zeit unver­gess­lich mach­ten. Etwa der ers­te schüch­ter­ne Kuss oder heim­li­che Zet­tel wäh­rend des Unter­richts.

Da die Abitu­ri­en­ten nun zu den Ehe­ma­li­gen gehö­ren, tra­gen die­se nun eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung, mein­te Syn­co de Vogel. „Ihr seid die Gene­ra­tio­nen, die die Zukunft gestal­ten wird.“ Und in jener Zukunft sol­le man nie­mals auf­hö­ren neu­gie­rig zu sein und Tole­ranz gegen­über ande­ren Men­schen zu zei­gen. Mit den Wor­ten „Auf eure Zukunft und auf das Max-Born-Gym­na­si­um“ been­de­te Syn­co de Vogel sei­ne Rede und füg­te hin­zu, dass die Schü­ler nie­mals ver­ges­sen soll­ten, wo sie her­kom­men und immer den Mut haben soll­ten, neue Wege zu gehen. Zum Schluss sang der Abi-Chor – also alle Abitu­ri­en­ten – auf der Büh­ne „Auf uns“, das für Gän­se­haut­mo­men­te sorg­te. Die Ent­lass­fei­er beglei­te­te zudem unter ande­rem der Mit­tel-/Ober­stu­fen­chor.

Text: Agnieszka Dorn, RNZ

Fotos: MBG