Besuch des Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Prof. Dr. Lars Cas­tel­luc­ci am Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd (09.07.2024)

Am Diens­tag hat­te das Max-Born-Gym­na­si­um Neckar­ge­münd die Gele­gen­heit, den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Prof. Dr. Lars Cas­tel­luc­ci in der Aula will­kom­men zu hei­ßen. In einer rund 90-minü­ti­gen Gesprächs­run­de stan­den der Abge­ord­ne­te und die Schü­ler der 10. Klas­sen sowie der Kurs­stu­fe 1 im direk­ten Aus­tausch.
Die Schü­ler hat­ten die Gele­gen­heit, Herrn Cas­tel­luc­ci Fra­gen zu stel­len und sich aus ers­ter Hand über die Her­aus­for­de­run­gen und Moti­ve eines Poli­ti­kers zu infor­mie­ren. Die Dis­kus­si­on war dabei so viel­sei­tig wie span­nend: Die Schü­ler inter­es­sier­ten sich unter ande­rem für die Gefahr des Rechts­extre­mis­mus, die Ein­füh­rung einer all­ge­mei­nen Wehr­pflicht, den Gaza-Kon­flikt sowie für das The­ma Ein­heits­ab­itur. Zudem wur­den die Wahl­er­geb­nis­se in Frank­reich und die Zukunft der Euro­päi­schen Uni­on the­ma­ti­siert.
Die leb­haf­te und enga­gier­te Dis­kus­si­on spie­gel­te das gro­ße Inter­es­se der Schü­ler an poli­ti­schen The­men wider und bot ihnen die Mög­lich­keit, sich inten­siv mit aktu­el­len Fra­ge­stel­lun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen. „Die rege Teil­nah­me und die gute Vor­be­rei­tung unse­rer Schü­ler waren wirk­lich beein­dru­ckend“, sag­te eine Lehr­kraft nach der Dis­kus­si­on.
Wir dan­ken Prof. Dr. Lars Cas­tel­luc­ci für sei­nen Besuch und die offe­ne, infor­ma­ti­ve Dis­kus­si­on. Die Ver­an­stal­tung war ein gro­ßer Erfolg und eine wert­vol­le Gele­gen­heit für alle Betei­lig­ten, sich mit wich­ti­gen poli­ti­schen Fra­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen und eige­ne Gedan­ken ein­zu­brin­gen.

Zwei­te Aste­ro­iden-For­schungs­­­kam­pa­gne und Namens­ver­gabe

Vom 5. bis 30. April 2024 nahm das Max-Born Gym­na­si­um die­ses Schul­jahr an einer zwei­te
For­schungs­kam­pa­gne der „Inter­na­tio­nal Astro­no­mic­al Search Col­la­bo­ra­ti­on“ IASC unter
Lei­tung der Har­din Sim­mons Uni­ver­si­ty, U.S.A., ver­mit­telt durch unse­re Part­ner­insti­tu­ti­on,
dem Haus der Astro­no­mie, teil.
Kai G., Finn K., Samu­el M. und Niklas O., vier Schü­ler des K1-Astro­no­mie­kur­ses, wer­te­ten
dafür eif­rig Bil­der, die mit dem 1,8 Meter Pan-STARRS Tele­skop der Stern­war­te auf dem
Hale­aka­la, Maui, Hawaii, U.S.A. auf­ge­nom­men wur­den, am Com­pu­ter aus.
Frau Thier­ing, die betreu­en­de Leh­re­rin, mein­te aner­ken­nend: Die vier waren schon „Pro­fis“,
da sie schon bei der ers­ten Kam­pa­gne dabei waren und sich daher bes­tens mit dem
Pro­gramm­pa­ket „Astro­me­tri­ca“ und der Metho­dik der Daten­ana­ly­se aus­kann­ten. Dies­mal
über­nah­men sie auch das Manage­ment, d.h. die nah­men eigen­stän­dig die Daten ent­ge­gen,
ver­teil­ten die Auf­ga­ben unter­ein­an­der, orga­ni­sier­ten das „Qua­li­täts­ma­nage­ment“ und
kom­mu­ni­zier­ten die Ergeb­nis­se auf Eng­lisch unse­ren Part­nern in den U.S.A. wei­ter. Sie
über­nah­men sou­ve­rän alle Abläu­fe, die bei einer selb­stän­di­gen Fir­ma wich­tig sind.“
Samu­el erklär­te genau­er:
„Dies­mal orga­ni­sier­ten wir uns in zwei Grup­pen, die eine mit Finn und Niklas und die ande­re mit Kai und mir. Die Zusam­men­ar­beit hat ziem­lich gut funk­tio­niert und die Anzahl und Ein­tei­lung der Daten­sets war auch gut mach­bar.“
Kai ergänz­te:
„Wir haben erst die Daten ein­zeln ana­ly­siert, .. dann haben wir uns (in unse­rem Teams)
zusam­men­ge­setzt und geschaut, wo die Aste­ro­iden sind, die wir gefun­den haben .. und unse­re Ergeb­nis­se dis­ku­tiert“.
Und mit­ten in unse­re Kam­pa­gne platz­te noch eine Neu­ig­keit: Ein zwei­ter unse­rer mitt­ler­wei­le
299 neu ent­deck­ten preli­mi­na­ry bzw. pro­vi­sio­nal Aste­ro­iden­kan­di­da­ten wur­de von genü­gend
For­sche­rIn­nen nach­be­ob­ach­tet, sodass sei­ne Bah­n­un­si­cher­heit die höchs­te Kate­go­rie „0“
erhielt und von der Inter­na­tio­na­len Astro­no­mi­schen Uni­on IAU num­me­riert und zur
Benen­nung frei gege­ben wur­de (auch wenn der Pro­zess noch 1 Jahr dau­ern kann), -ein
wun­der­schö­ner Erfolg für unse­re jun­gen For­sche­rIn­nen!
Dies­mal han­delt es sich um einen Aste­ro­iden, den unse­re Schü­le­rIn­nen im Jahr 2013 ent­deckt
haben (der ers­te stamm­te aus dem Jahr 2012). Wir sind damit eine der weni­gen Schu­len
welt­weit, deren Schü­le­rIn­nen gleich zwei Objek­te unse­res Son­nen­sys­tems benen­nen dür­fen!
Die­ser Aste­ro­id der vor­läu­fi­gen Num­mer 2013 EX48 ist ein ganz beson­de­rer, da er sich nicht
immer im Aste­ro­iden Main-Belt zwi­schen Mars und Jupi­ter auf­hält, son­dern die rot gefärb­te
Mars­bahn schnei­det und damit der Erde recht nahe kommt, wie man auf dem Bild sehen
kann, oder auf der offi­zi­el­le Web-site des IAU Minor Pla­net Cen­ters (wir sind 2013-03-06,
Pan-STARRS 1 ):
https://minorplanetcenter.net/db_search/show_object?object_id=689220
-> inter­ac­ti­ve Orbit Sketch
Vie­le Grü­ße & Hap­py hun­ting!
Das MBG Aste­ro­iden-Team

Die Klas­se 5B auf dem Schulbauern­hof „Zu­kunfts­fel­der“

Nach­dem schon die Klas­se 5A des Max-Born-Gym­na­si­ums in der vor­letz­ten Woche den Bio­land­hof in Korn­tal-Mün­chin­gen über­nom­men hat­te, durf­te nun in der letz­ten Woche die 5B den Bau­ern­hof für eine Woche in ihren Besitz neh­men. Die Inbe­sitz­nah­me erfolg­te dabei auf beson­de­re Art und Wei­se, denn wie bei einem über­nom­me­nen Schiff setz­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zunächst ihre selbst gestal­te­te Flag­ge, die nun für die Dau­er ihres Auf­ent­halts wehen wür­de. Und Eigen­tum ver­pflich­tet – in die­sem Fall zu jeder Men­ge Arbeit, für die die Schü­le­rin­nen und Schü­ler aber bes­tens gerüs­tet und moti­viert auf die Rei­se gin­gen. Gum­mi­stie­fel, fes­tes Schuh­werk und den fes­ten Wil­len, alle Arbei­ten auf dem Hof zu erle­di­gen und allen Tie­ren, die ihnen auf dem Hof begeg­nen wür­den, die best­mög­lichs­te Pfle­ge zukom­men zu las­sen. Dass Arbeit in Gar­ten und Feld nicht immer leicht ist, das ist wohl bekannt, doch gera­de die Pfle­ge der Tie­re bedeu­te­te – auch wenn man es auf den ers­ten Blick viel­leicht nicht so glau­ben mag – bei drei Kühen, neun Schwei­nen, zwei Enten, eini­gen Gän­sen und rund zwei­hun­dert Hüh­nern eine Men­ge Arbeit. Denn anders als im viel­leicht bekann­ten Strei­chel­zoo reicht es nicht, die­se zu lieb­ko­sen und zu knud­deln – auch wenn das natür­lich nicht zu kurz kam. Sie wol­len alle näm­lich täg­lich einen sau­be­ren Stall haben, gefüt­tert, gemol­ken und auf ihre Wei­den gebracht und auch von dort wie­der abge­holt wer­den. Dabei wur­de von den damit beauf­trag­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern schnell erkannt, dass die Tie­re eben bis­wei­len durch­aus ihren eige­nen Kopf haben, der manch­mal auch ein Dick­schä­del sein kann. So galt es also die eine oder ande­re Kuh auf den rech­ten Weg zurück­zu­brin­gen, sich der Ver­fol­gung von Zie­gen zu wid­men, oder aber sich der Hüh­ner­schar mutig zu stel­len. Dazu wur­de aber auch noch gekocht, gegärt­nert, gespült, gemol­ken, frisch vom Feld geern­tet, Käse und But­ter pro­du­ziert, und undund…Manch einer war doch davon über­rascht, wie viel Arbeit in einem doch recht klei­nen Hof so steckt.

Doch kam auch der Spaß dabei nicht zu kurz und es gab auch jede Men­ge Pau­sen, die zum Spie­len auf dem Bolz­platz, dem Erkun­den des Hofes, dem gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein, oder auch mal zum Chil­len genutzt wur­den.

Auch stand der Besuch eines grö­ße­ren Bau­ern­hofs an, wo man pro­fes­sio­nel­len Land­wir­ten bei ihrer Arbeit auf einem kon­ven­tio­nel­len Milch­vieh­be­trieb mit sehr vie­len Tie­ren über die Schul­ter schau­en durf­te, die doch eine ganz ande­re ist, als es sich man­che viel­leicht so vor­ge­stellt hat­ten.

Nach einer ereig­nis­rei­chen Woche vol­ler neu­er Erfah­run­gen, deren Tage wie im Flug ver­gin­gen, hol­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler am Frei­tag ihre Flag­ge wie­der ein, die ihren Platz nun erst ein­mal im Klas­sen­zim­mer fin­den soll, wo sie eine Erin­ne­rung an die­se schö­ne Zeit sein wird.

Text: Ole Latus­sek    Fotos: Vere­na von Buse­kist