Spen­den­lauf für die Krosch­ke Kin­der­stif­tung

Spen­den­ak­tio­nen und sozia­les Enga­ge­ment gehö­ren zur DNA der SMV, der Schü­ler­mit­ver­ant­wor­tung am Max-Born-Gym­na­si­um. Als man sich zur Pla­nung eines neu­er­li­chen Pro­jekts traf, mach­te man sich Gedan­ken, wel­che Orga­ni­sa­ti­on – ent­we­der im Inland oder im Aus­land – unter­stützt wer­den soll­te. Die Wahl fiel auf die gemein­nüt­zi­ge Krosch­ke Kin­der­stif­tung (Web­site: kinderstiftung.de) , die sich hier­zu­lan­de ins­be­son­de­re für chro­nisch kran­ke und behin­der­te Kin­der ein­setzt mit dem Ziel, deren Stel­lung in der Gesell­schaft zu stär­ken. Den Kon­takt dazu knüpf­te Eli­sa Amts­büch­ler von der SMV, die zusam­men mit Mia König für den Arbeits­kreis sozia­les Enga­ge­ment in der SMV ver­ant­wort­lich zeich­net.

Die Krosch­ke Kin­der­stif­tung, die in die­sem Jahr ihr 30jähriges Bestehen fei­ert, ver­wirk­licht nicht nur Prä­ven­tiv­maß­nah­men, son­dern leis­tet auch frü­he Hil­fen für Neu­ge­bo­re­ne, för­dert Sport­grup­pen für herz­kran­ke Kin­der, finan­ziert Spiel­zim­mer in Kran­ken­häu­sern und stat­tet Initia­ti­ven zur gesun­den Ernäh­rung von Kin­dern und zum Kin­der­schutz mit finan­zi­el­len Mit­teln aus. Bis­lang zwar die Stif­tung vor allem im nord­deut­schen Raum tätig, aber wie vom ers­ten Vor­sit­zen­den des Freun­des­krei­ses der Kin­der­stif­tung Mar­tin Bert­ram zu hören war, könn­te man sich auch eine Aus­wei­tung des Akti­ons­ra­di­us in Rich­tung Süden vor­stel­len.

Jetzt muss­te die SMV nur noch einen Spen­den­lauf orga­ni­sie­ren, um einen Spen­den­be­trag zusam­men­zu­tra­gen. Damit waren die bei­den Lei­ter des AK-Sport in der SMV, Dion Hyseni und Chris­to­pher Qued­rao­go, betraut und am 27. Janu­ar die­ses Jah­res war es soweit: Der Spen­den­lauf der Klas­sen 5 bis 10 konn­te in der Mün­zen­bach­hal­le star­ten. Über 240 Schü­le­rin­nen und Schü­ler hat­ten sich vor­ab in Teil­neh­mer­lis­ten ein­ge­tra­gen und Spon­so­ren zuhau­se oder im Ver­wand­ten- und Bekann­ten­kreis gefun­den, die die jeweils gelau­fe­nen Run­den mit einem Spen­den­be­trag beloh­nen woll­ten. Die staat­li­che Sum­me von 5960,50 Euro kam auf die­se Wei­se zusam­men und konn­te nun im Rah­men einer Scheck­über­rei­chung zusam­men mit Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp und Ver­bin­dungs­leh­re­rin Karo­lin Fröh­ling der Krosch­ke Kin­der­stif­tung zur Ver­fü­gung gestellt wer­den.

An die SMV des Max-Born-Gym­na­si­ums über­trug die Mar­tin Bert­ram vom Freun­des­kreis der Kin­der­stif­tung den Auf­trag, nach unter­stüt­zens­wer­ten Pro­jek­ten im hie­si­gen Raum Aus­schau zu hal­ten und der Kin­der­stif­tung zur Spen­den­ver­tei­lung Vor­schlä­ge zu unter­brei­ten.

 

Im Bild von links: Eli­sa Amts­büch­ler, Chris­to­pher Qued­rao­go, Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp, Mar­tin Bert­ram (Freun­des­kreis der Krosch­ke Kin­der­stif­tung), Dion Hyseni und Karo­lin Fröh­ling.

Lan­des­wett­be­werb Spra­che

Anna Thom­mes ist ein Schreib­ta­lent. Schon zum zwei­ten Mal gehör­te sie zu den Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­gern des 33. Lan­des­wett­be­werbs Deut­sche Spra­che und Lite­ra­tur. Aus den Hän­den von Schul­lei­ter Ober­stu­di­en­di­rek­tor Joa­chim Phil­ipp konn­te sie das Glück­wunsch­schrei­ben von The­re­sa Schop­per, Minis­te­rin für Kul­tus, Jugend und Sport in Baden-Würt­tem­berg im Max Born-Gym­na­si­um im Bei­sein ihrer Deutsch­leh­re­rin Kat­rin Kieck­hä­fer-Wüst ent­ge­gen­neh­men. Und natür­lich gra­tu­lier­te ihr der Schul­lei­ter und ihre Deutsch­leh­re­rin zu ihrem schö­nen Erfolg, den sie im ver­gan­ge­nen Jahr bereits schon ein­mal erle­ben durf­te.

Die­ses Mal hat­te die 17jährige Jung­au­to­rin mit ihrer unheim­li­chen Geschich­te „Rot“ am Lan­des­wett­be­werb teil­ge­nom­men. 502 Tex­te nah­men an dem Wett­be­werb teil, bei dem acht ver­schie­de­ne The­men­be­rei­che zur Wahl stan­den. Aus die­ser Viel­zahl waren 21 Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger ermit­telt wor­den.

Anna Thom­mes ließ sich auch musi­ka­lisch zu ihrer Geschich­te inspi­rie­ren und zwar von The caret­a­ker (Ley­land James Kir­by) und sei­nem Pro­jekt Ever­y­whe­re at the end of time – Über­all am Ende der Zeit, eine Aus­ein­an­der­set­zung mit fort­schrei­ten­der Demenz.

„Kal­ter Schweiß brach über ihn her­ein, kalt wie split­tern­des Eis. Er war ein­mal Jäger gewe­sen, nun war er Beu­te. Er war ver­rot­te­tes Fleisch. Er sah rot. Rote Lip­pen. Was hat­te er getan?“, liest sich ein Absatz in ihrer Geschich­te, von der sich auch Schul­lei­ter Phil­ipp beein­druckt zeig­te.

Anna Thom­mes führt in ihr den Leser in ein Jagd­haus im Wald und macht ihn zum Beob­ach­ter einer selt­sa­men, unheim­lich anmu­ten­den Sze­ne­rie, die sich nicht ohne Wei­te­res ein­ord­nen lässt. Genau­so ergeht es ihrem Prot­ago­nis­ten, der in einem Wirr­warr aus Erin­ne­rungs­fet­zen nach dem roten Faden sucht, aber ver­ge­bens: „Er hat­te sich selbst ver­ges­sen.“ Die Geschich­te „Rot“ kann übri­gens auf der Web­site des Lan­des­wett­be­werbs unter http://registrierung.landeswettbewerbdeutsch.de/wettbewerb/preistraegertexte2/preistraegertexte-2023/2023-thema-7 nach dem Down­load gele­sen wer­den.

„Seit ich schrei­ben kann, schrei­be ich Geschich­ten und den­ke mir Geschich­ten aus“, beschreibt sie ihre Lei­den­schaft Tex­te zu ver­fas­sen. Dabei schlägt sie ger­ne die fan­tas­tisch mär­chen­haf­te Rich­tung ein. „Die Har­ry Pot­ter Rei­he habe ich immer ger­ne gele­sen“, sagt sie und beim Lesen kam der Wunsch auf, selbst eine eige­ne Fan­ta­sie­welt zu kre­ieren und dar­in immer wie­der ein­zu­tau­chen. Über das The­ma Fan­ta­sy­wel­ten hat sie auch schon eine Abhand­lung geschrie­ben, über ihren Auf­bau und ihre Struk­tur. Mit die­sem ana­ly­ti­schen Text hat­te sie im ver­gan­ge­nen Jahr an dem Lan­des­wett­be­werb teil­ge­nom­men.

Momen­tan aller­dings for­mu­liert sie haupt­säch­lich Gedich­te, geprägt von Per­sön­li­chem oder mit gesell­schafts­kri­ti­schem Inhalt. „Und aus Sicht einer jun­gen erwach­se­nen Frau bringt sie auch Poet­ry-Slam-Tex­te zu Papier“, ergänz­te Karin Kieck­hä­fer-Wüst. So hat sie den Wett­streit beim Kul­tur­fens­ter Hei­del­berg schon für sich ent­schei­den kön­nen.

Das Abi hat sie eben­falls geschafft und das mit einem 1,0 Schnitt und so wird sie als Schef­fel­preis­trä­ge­rin auch bei der Abiturs­fei­er als Red­ne­rin zu hören sein. Als nächs­tes peilt sie das Stu­di­um der Ger­ma­nis­tik und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an und dann ist sie als Preis­trä­ge­rin des 33. Lan­des­wett­be­werbs ja noch zu dem vier­tä­gi­gen Preis­trä­ger-Semi­nar im Juli im Klos­ter Hei­lig­kreuz­tal in Ober­schwa­ben ein­ge­la­den.

Anna Haa­se­mann-Dun­ka

Im Bild von links: Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp, Anna Thom­mes und Deutsch­leh­re­rin Kat­rin Kieck­hä­fer-Wüst

Juni­or Sci­ence Olym­pia­de

Mit gro­ßem Erfolg haben sie­ben Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se 8a des Max-Born-Gym­na­si­ums an der Juni­or­Sci­en­ce­Olym­pia­de teil­ge­nom­men und bis zur drit­ten Run­de alle Hür­den genom­men. Che­mie­leh­re­rin Nele Welt­ers zeig­te sich wie Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp ob die­ser beein­dru­cken­den Leis­tung sehr erfreut. Dass es die Schü­ler Nils Tho­mas Orthan, Ben Schnei­der, Phil­ip Onisch­ka, Leven­te Juhasz, Levin Sau­ter, Fried­rich Dies­ner und Julia Kirschmer auch soweit geschafft haben und sie aus die­sem Kreis sie­ben von 25 Schü­lern sind, die für ihr Wis­sen mit einer Urkun­de aus­ge­zeich­net wur­de, darf die Schü­ler und die Schu­le schon stolz machen. Wie Nele Welt­ers wuss­te, haben es im End­ef­fekt nur 36 Schü­ler ins Fina­le geschafft.

An der Juni­or­Sci­en­ce­Olym­pia­de kön­nen Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se 5 bis 8 teil­neh­men. Da der The­men­kreis in die­sem Jahr Che­mie-las­tig war, sah Nele Welt­ers bes­te Vor­aus­set­zun­gen für eine Teil­nah­me ihrer Klas­se. Die 14 Jah­re alten Schü­le­rin­nen und Schü­ler bewäl­tig­ten die Auf­ga­ben­stel­lun­gen sehr gut und konn­ten sich noch an den Start des Wett­be­werbs im Janu­ar gut erin­nern.

„Drei Expe­ri­men­te waren in der ers­ten Run­de durch­zu­füh­ren“, erin­ner­te sich aus der Schü­ler­run­de Ben Schnei­der. Zu den Expe­ri­men­ten waren Fra­gen zu beant­wor­ten. Und Nils Tho­mas Orthan ergänz­te. „Eine Salz­lö­sung muss­te man ein­trock­nen las­sen und erklä­ren, war­um sich vier­ecki­ge Kris­tal­le bil­den.“ Die zwei­te Run­de fand im März statt und dort wur­den Fra­gen zu Bio­lo­gie, Che­mie und Phy­sik gestellt. Anfang Mai ging es in die drit­te Run­de mit einer anspruchs­vol­len theo­re­ti­schen Klau­sur, die aus einem Mul­ti­ple-Choice Test sowie kom­ple­xe­ren Auf­ga­ben aus den Berei­chen Bio­lo­gie, Che­mie und Phy­sik bestand.

Auf der Urkun­de war nach­zu­le­sen, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an der 20. Inter­na­tio­na­len Juni­or­Sci­en­ce­Olym­pia­de 2023 mit Erfolg teil­ge­nom­men haben und sich auf­grund her­vor­ra­gen­der Leis­tun­gen für die drit­te Aus­wahl­run­de qua­li­fi­zier­ten. Die inter­na­tio­na­le Juni­or Sci­en­ce­Olym­pia­de ist ein bun­des­weit aus­ge­schrie­be­ner Aus­wahl­wettb­werb in vier Run­den. Von etwa 3500 Wett­be­werbs­teil­neh­men­den wer­den am Ende die sechs bes­ten aus­ge­wählt, um Deutsch­land beim inter­na­tio­na­len Wett­be­werb im Fina­le zu ver­tre­ten.

Anna Haa­se­mann-Dun­ka

Im Bild von links Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp, Nils Tho­mas Orthan, Leven­te Juhasz, Ben Schnei­der, Levin Sau­ter, Phil­ip Onisch­ka, Fried­rich Dies­ner und Dr. Nele Welter